Kein Verständnis

James Comey, seit einem Jahr Chef des amerikanischen FBI lässt folgenden Satz in einem Interview entweichen, in dem es über die zukünftig aktivierte Verschlüsselung des kompletten Dateisystems auf Smartphones mit Android (Google) und iOS (Apple) geht:

What concerns me about this is companies marketing something expressly to allow people to place themselves beyond the law.

… und mit Waffen verkaufen fühlt sich das FBI wohl. Amerikaner …

6 Monate und kein einziger Blogeintrag. Der Herr Blogger ist wohl etwas beschäftigt dieses Jahr. Keine Panik, ich lebe noch ;-)

Ab welchem Batteriepreis lohnt es sich den Strom daraus zu beziehen?

TL;DR

Der Tipping-Point, also der Punkt an dem eine Technologie zum Selbstläufer wird, ist nah.

Zeitabhängige Stromtarife ausnutzen

Kleines Gedankenexperiment am Abend, wann lohnt es sich mit Batterien Strom für den Eigenverbrauch zu speichern? Wie? Na es gibt ja Stromtarife in denen der Nachtstrom preiswerter als der Tagstrom ist. Hier in Erlangen wäre das der Tarif “ERconomy Duo”. 29 Cent pro kWh in der Hauptzeit (wochentags von 6-22 Uhr) und 21,3 Cent in der Nebenzeit. Der Monatspreis beträgt 7,50€.

Angenommen man verbraucht 2/3 des Stroms am Tag in der Hauptzeit. Wenn man z.B. im Schnitt 8 kWh am Tag verbraucht dann sind das in der Woche also 29,33 kWh in der Nebenzeit und 26,66 kWh in der Hauptzeit. Das ergibt wöchentliche Kosten von 15,86€ (7,73€ + 6,25€ + 7,50€ / 4). Wenn man nun eine Batterie hätte mit der man 6 kWh zwischenspeichern könnte, dann könnte man sie in der Nebenzeit aufladen und den Strom am Tag daraus beziehen. Richtig?

Was spart man dadurch? Würde man den kompletten Strom in der Nebenzeit von Anbieter neben und sich in der Hauptzeit aus Batterien versorgen, dann würden sich die wöchentlichen Kosten auf 13,80€ belaufen. Auf das Jahr hochgerechnet wäre das eine Ersparnis von knapp über 100 €. Wenn Batterien und Wechselrichter 20 Jahre halten sollten, dann müsste beides zusammen also günstiger als 2000€ werden.

Batteriepreise

Durch die Massenproduktion von Batterien geht die Preisentwicklung steil nach unten. Laut Wikipedia lag der Preis pro kWh 2011 noch bei 500€, 2012 bei 350€ und 2013 bei 200€. Das heißt die 6 kWh Batterie müsste man für 1200€ kaufen können. Bleiben für den Wechselrichter noch 800€. Dafür sollte sich doch etwas ordentliches finden lassen, oder? Allerdings spart man da am Ende nichts …

Nur wenn die Preise weiter fallen wäre das eine Möglichkeit zu sparen. Wenn man nun allerdings Solarzellen hat, dann sieht die Rechnung ganz anders aus. Man speichert am Tag, noch günstigere Energie und verbraucht sie in der Nacht. Da diese Art von Speicher auch noch Förderung vom Staat erfährt, dürfte sich das mittlerweile doch rechnen, oder?

Und wie … ein 180 kg schwerer Batteriespeicher von E.ON mit 8,1 kWh kostet zwischen 16000€ und 17000€ … wohoo! Batterien zum 10-fachen Marktpreis, man fragt sich was daran besser ist. Ein 2000 Watt Wechselrichter gibt es für ein paar hundert Euro und selbst wenn man sich Lithium-Eisen-Phosphat Akkus bei Conrad für Mondpreise kauft kommt man nicht auf diese Summen (400€ für 0,3 kWh, d.h. 10800€ für 8,1 kWh). 8,1 kWh aus Autobatterien würden 3500€ kosten und im Keller müsste man dafür ja eigentlich genug Platz haben. Auch hier habe ich mal ein Produkt aus dem Conrad Katalog genommen, eine Batterie mit 200Ah für 700€, d.h. wir bräuchten 3,4 davon um auf 8,1 kWh zu kommen. Aber weil Bleiakkus weniger nutzbare Leistung haben, bräuchten wir wohl eher 5 Stück davon.

Rechnet sich das ganze?

Es rechnet sich also zumindest für Anbieter von Speicherlösungen und zum Teil für Solaranlagenbesitzer. Wenn man doch nur alles selbst bauen könnte, wahrscheinlich auch bald für jeden. Speichersysteme in jedem Haushalt um Kraftwerke nicht ständig hoch und runterfahren zu müssen und zum Ausgleich der schwankenden, regenerativen Energien? Für manche kann das ein geparktes Elektroauto leisten für andere der Speicher im Keller. Warum nicht? Ab einem bestimmten Preis macht es Sinn und wird Einzug halten … ganz einfach. Tipping-Point erreicht!

Batterie

Selling stuff on eBay

Der ungefähre Ablauf nach einem Verkauf auf Ebay für den Verkäufer:

  1. Nur noch ein paar Minuten und wow, sie bieten so viel, wow! Pure Freude!
  2. Nach Angebotsende einloggen und mit den fälligen Ebay-Gebühren begrüßt werden. Meh!
  3. Nach Zahlungseingang mit den Paypal-Gebühren begrüßt werden
  4. Das Etikett gegen eine geringe Gebühr ausdrucken

Am Ende freut man sich, dass es wenigstens noch üblich ist, dass der Käufer die Versandkosten bezahlt. Ebay empfiehlt lediglich kostenlosen Versand für mehr Gebote anzugeben … puh. Also 15+% für andere für ihre wahnsinnig große Leistung, die sie da erbracht haben, einem zu helfen ein Produkt zu verkaufen. The Internet!

P.S.: Was sind eigentlich die Gewinnmargen von Ebay-Verkäufern? Sehr hoch können die ja nicht sein, oder? Für Privatverkauf schlägt es zumindest meist den Aufwand für Flohmarkt ;-)

Vodafone Un-Secure SIM

Verschlüsselung der Kommunikation direkt auf der SIM-Karte ist an sich eine tolle Idee. Vodafone will so etwas entwickelt haben und nennt es Secure-SIM. So weit so gut …

… aber:

Umfangreiche Sicherheitsfunktionen auf Secure-SIM vorinstalliert

und:

Die Nutzerverwaltung und das Aktivieren, Sperren und Monitoren der Secure SIM-Karten erfolgen über ein Internet-basiertes Adminportal.

Nirgends auf der Webseite wird erwähnt wie die Schlüssel generiert werden und bei den obigen Zitaten ist davon auszugehen, dass es über Vodafone geschieht. Was wiederum heißt, dass sie den Schlüssel auch kennen und schon ist das ganze System für die Katz’. Man zeige der Welt bitte wie die Schlüssel direkt auf dem Smartphone generiert werden und nur der öffentliche Teil mit anderen geteilt wird und nicht so ein Werbe-blabla für Firmenfutzis ohne Inhalt …

Intel NUC Kit gekauft

NUC Kit

Ich wusste gar nicht, dass so etwas existiert. Da gibt es also Kits von Intel zu kaufen, die mit recht potenter Laptop Hardware versehen sind und in einer kleinen Box mit 12×12 cm Außenmaßen daher kommen. Man muss nur noch Arbeitsspeicher und eine Festplatte dazukaufen und hat einen kompletten Rechner!

Da meine VDR/XBMC/NAS Linuxmöhre, die ich seit ein paar Jahren habe, etwas groß und stromfressend daherkommt und ein zwischenzeitlich eingesetzter Raspberry Pi von der Geschwindigkeit her auch nicht ganz so überzeugend ist, habe ich mir also so ein NUC Kit bestellt.

Genauer ein DN2820FYKH: 7.5W TDP, Dualcore 2.4 GHz (Bay Trail), Wifi/Bluetooth, USB 3.0 & Infrarotsensor für 115 € … kein schlechter Deal ;-)

Ich werde berichten was diese neuen Dinger so können.

Ein Pelikan lernt fliegen

2 Jahre Warten auf die Makibox

Im Februar 2012 wurde ich von einem Teilnehmer auf dem Barcamp Nürnberg überzeugt einen 3D Drucker durch Crowdfunding zu unterstützen … heute vor 2 Jahren. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich noch fabuliert, dass 2013 das “Crowdfunding-Jahr” wird. Das war so schon ganz richtig und alle dort aufgelisteten Produkte habe ich letztes Jahr auch früher oder später einmal in der Hand gehabt (Pebble) bzw. liegen auf meinem Schreibtisch (Oculus Rift & Leap) … nur die Makibox nicht.

Makibox

Seit dem 8. Februar ist sie allerdings immerhin schon auf Reisen. Ich bin weiterhin gespannt und werde hier natürlich berichten wie das mit dem 3D Drucken so funktioniert oder ob ich hier 2 Jahre auf Schrott gewartet habe. Nach wie vor ist es für mich unverständlich warum sie erst einmal an Besteller mit Express Versand Option verschickt haben und ihre ca. 300 ersten Unterstützer (das Crowdfunding, danach haben sie noch Vorbestellungen entgegen genommen) erst “irgendwann” berücksichtigen. Wären die Wartezeiten nicht so extrem könnte ich es noch verstehen, aber jemand der über 1 Jahr nach mir “bestellt” hat bekommt es nun Monate vor mir … unverständlich.

Was Crowdfunding angeht … nunja, ich warte noch auf folgende Projekte, Makible/Makibox ist also in guter Gesellschaft:

  • Carmageddon Reincarnation
    Estimated delivery: Feb 2013
    man wartet immer noch auf eine erste spielbare Version, aber regelmäßige Updates vom Team
  • Star Citizen
    Estimated delivery Nov 2014
    realistischer eingeschätzte Wartezeit von 2 Jahren, ebenfalls viele Updates
  • The Gallery: Six Elements
    Estimated delivery Jun 2013
    es gab bereits spielbare Demos, ich hatte das unterstützt weil sie groß Oculus Rift Support angekündigt haben … geht, aber man wartet immer noch auf ein fertiges Spiel ;-)
  • Among the Sleep
    Estimated delivery Dec 2013
    ebenfalls wegen der Rift unterstützt, es gibt eine Alpha und regelmäßige Updates
  • ARKYD: Space Telescope
    Estimated delivery Aug 2015
    ein Selfie in Space, wer kann da widerstehen? Ob im Plan oder nicht, kann man nicht so recht sagen ;-)
  • 7 Days to Die
    Estimated delivery Oct 2013
    ja nun … Zombies und Rift Support! Ich habe nur “mit beta access” unterstützt, das heißt ich kann bei den momentanen Alphas nicht mitspielen … aber ebenfalls weit hinter ihrem Zeitplan
  • Hex Copter
    Estimated delivery Dec 2013
    Musste sich umbenennen (Flexbot), es gibt schon die Android App dafür und Bilder wie sie den Mini-Hexacopter einpacken. Wird wohl März/April werden
  • Precision Gyroscope
    Estimated delivery Feb 2014
    sieht gut aus, sie haben auch schon ein paar verschickt, laut FAQ sollte ich mein Gyroscope Ende Juni erhalten
  • Touch Board
    Estimated delivery Mar 2014
    Produzieren bereits, erstmal ein paar Dutzend, dann 500, dann den Rest. Bin gespannt … hatte schon die leitende Farbe von denen und das war eigentlich ganz lustig und ein Arduino mit MP3/MIDI Interface könnte ganz interessant für einige Experimente sein. Ich vermute allerdings, dass sie sich auch um ein paar Monate verspäten werden.

Man sieht … nichts läuft so wie geplant bei Kickstarter. Allesamt viel zu optimistisch geschätzte Lieferzeiten ;-)

Sicherheitslücke in Wifi Steckdosen

Wer hätte es gedacht, natürlich gibt es auch eine Sicherheitslücke in den WeMo Steckdosen von Belkin. Billige Funksteckdosen aus dem Baumarkt haben schon gar keine Verschlüsselung, da macht man sich wenigstens keine Illusionen, aber hier kann man scheinbar die Cloudverbindung umbiegen und so die Steckdosen fernsteuern. Juhei!

Wegen solcher Sachen ist Heimautomatisierung noch nicht dort wo es sein könnte. Unverschlüsselte Verbindungen und Steuerung über Fremdserver anstatt einer Zentrale zu Hause … man muss sich nur anschauen wie viele Protokolle per Arduino mit Antenne abgehört und mitbenutzt werden können. Wenn das für meine Steckdosen/Lampen/Thermostate geht, dann geht das auch mit denen vom Nachbarn.

Weckt mich, wenn es dann endlich mal sicher ist … so lange fahre ich meine Bastellösung ;-)

Schwitzige Hände II

Nochmal ein Video von den gleichen Typen? Wer tapfer bis zum Ende durchsteht bekommt von mir eine Rose!