Oculus Rift Nachtrag

Die Oculus Rift rockt immer noch, aber der Gesichtsabdruck den man danach hat und viele Termine verhindern, dass ich damit oft spielen kann ;-) Gibt ja auch leider noch nicht sonderlich viele „Haben Will“-Anwendungen und der Store ist auch noch verbesserungswürdig. Es gibt keine Bewertungen, keine Übersicht über neue Anwendungen, Sortierung, etc und leider auch keine Möglichkeit externe Anwendungen über Oculus Home starten zu können. An Demos fehlt es ebenso, denn wer möchte schon ohne Bewertungen und Demo hochpreisige Software einfach so kaufen. Early Adopter vielleicht – ich habe auch ein paar Titel einfach so gekauft – aber der Rest gibt nicht einfach 20 bis 60 Dollar für „irgendeine“ VR Software aus, oder doch?

Man fragt sich wie deren Software Team aufgebaut ist und ob sie nur bei der Hardware die Topleute eingestellt haben und ich frage mich, ob es klug wäre die Rift jetzt einfach teuer über Ebay zu verkaufen und später – wenn das Angebot größer und ausgereifter ist – noch eine regulär zu bestellen. Auf Grund der Lieferprobleme ist der Preis auf Ebay ziemlich hoch … auch für die DK1 und DK2. VR Museum in der Abstellkammer oder Ebay?

Mittlerweile gibt es übrigens Treiber für Razer Hydra und Leap Motion um sie mit Steam VR bzw. Open VR benutzen zu können. Damit laufen dann auch Vive Title, die Handcontroller brauchen mit der Rift. Andersherum gibt es nun auch Software um Rift exklusive Spiele auf der Vive spielen zu können. Steam ist mit seiner Offenheit hier sehr vorbildlich unterwegs, während Oculus versucht Apple zu imitieren und das leider schlecht.

Unter Windows Internet nicht über VPN Verbindung routen

Ich habe schon seit längerer Zeit das Problem, dass bei einer Einwahl über ein VPN in ein fremdes Netzwerk der gesamte Traffic darüber geleitet wird. Das ist zwar gewünscht, wenn man z.B. Netflix mit einer bestimmten IP-Adresse nutzen möchte, aber unerwünscht, wenn das Zielnetzwerk keine Internetverbindung bzw. eine sehr langsame Internetverbindung bereitstellt. Ziel ist es eigentlich nur auf ein bestimmtes, lokales (dort) IP-Netz zuzugreifen und trotzdem über die bereits vorhandene Internetverbindung Dinge nachschlagen zu können.

Das geht wie folgt:

  1. Eigenschaften der VPN-Verbindung öffnen (in Windows 10 unter Systemsteuerung > Netzwerk und Internet > Netzwerkverbindungen zu finden)
  2. Dort im Tab Netzwerk die IPv4 Eigenschaften öffnen und unter Erweitert die Option „Standardgateway […] verwenden“ abwählen
  3. Ein CMD-Fenster mit Administratorrechten öffnen
  4. route PRINT -4 eingeben und Schnittstellennummer der VPN-Verbindung und Gateway der VPN-Verbindung notieren
  5. route -p add 10.0.0.0 MASK 255.0.0.0 172.20.1.1 if 42 eingeben um eine permanente Route für die Verbindung hinzuzufügen. 172.20.1.1 ist dabei die Gateway IP und 42 die Schnittstellennummer

Von nun an wird das 10.x.x.x Subnetz über das VPN geroutet sobald man verbunden ist und der Rest über das Standardgateway (also wie immer). Hurra!

Eine Woche Oculus Rift CV1

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Nach einer Woche Virtual Reality mit der Verkaufsversion der Oculus Rift will ich einige von meinen Erfahrungen damit niederschreiben.

Eve Valkyrie ist ein ziemlich beeindruckender Weltraumshooter. So hat man es sich bei Wing Commander damals vorgestellt und heute sitzt man selbst im Cockpit. Mit einer GTX970 kommt bei mittlerer Grafikqualität keine Übelkeit auf. Bei höheren Einstellung sieht das Spiel zwar besser aus, aber in den Schlachten ruckelt es dann viel zu stark. Das Hauptproblem: es ist ein Rift exklusives Spiel und bisher wurden wohl noch nicht sehr viele Headsets ausgeliefert. Zumindest kommt es nur relativ selten zu Kämpfen mit menschlichen Piloten, egal ob auf dem amerikanischen oder dem europäischen Server. Auch in AltspaceVR gab es von den 15 anwesenden Personen eine deutliche Überzahl an Vive (erkennbar an den Händen) und GearVR Nutzern.

Lucky’s Tale erinnert stark Super Mario Land auf der Wii. Die Steuerung ist gut, das Spiel ist kurzweilig. Kostenlos gibt es dann noch die VR „Filme“ Henry und Lost. Gut gemacht, aber eben wenig interaktiv. Weiterhin habe ich noch Farlands (goldig!) ausprobiert und Adr1ft angespielt. Bei letzterem ist mir allerdings schnell schlecht geworden, vermutlich weil die Grafik oft ruckelt und immer wenn man an etwas stößt wird auch die Kamera bewegt. Nicht gut, obwohl der Astronautenhelm als Cockpitersatz eine gute Idee ist.

In der Start-Oberfläche Oculus Home befindet sich dann noch ein Programm um 360 Grad Fotos anzuschauen. Das kennt man ja schon von der GearVR und ist ziemlich langweilig, weil die Erfassung der Kopfposition dabei überhaupt keine Rolle spielt. Oculus Video kennt man auch schon und die Einstellungen sind genau so unterirdisch wie bei der GearVR (umbenennen von Dateien und sie müssen in einem bestimmten Verzeichnis liegen? Hallo?). Dafür nimmt man besser Virtual Desktop, denn damit lässt sich neben dem Desktop und normalen Spielen, Video-Anwendungen, etc auch ein spezieller Viewer für Rundum-Videos und Bilder aufrufen. Leider lässt sich auch hier die Überlappung und der Zoom nicht einstellen, aber es ist wesentlich besser als Oculus Video.

Stichwort Softwarequalität! Oculus Home scheint noch nicht fertig, wie bei der GearVR gibt es keine guten Suchfilter. Desweiteren muss bei der Installation von Anwendungen teilweise das Headset abgenommen werden um die Installation zu beenden. Die Anwendungen werden alle in ein Unterverzeichnis von Oculus Home installiert und es gibt keine Möglichkeit externe Spiele zu starten. Zwar kann man teilweise auch einen Key für Oculus Home bekommen, wenn man ein Spiel bei Steam gekauft hat, aber es muss dann nochmal dort heruntergeladen und installiert werden damit es von dort gestartet werden kann. Zu guter letzt erkennt es einen i5 2500K nicht als ausreichend schnell an und zeigt eine dauerhafte Warnmeldung diesbezüglich an, die man nicht wegklicken kann. Für die Präsentation von Anwendungen würde ich mir etwas mehr Informationen und vor allem Bewertungen wünschen. Da es doch teilweise recht hochpreisig ist, würde ich Fehlinvestitionen wie Adr1ft in Zukunft gerne vermeiden.

Was die Hardware betrifft gab es seit der DK2 Version einen riesigen Sprung. Die Kopfhörer sind gut, die Auflösung ist besser und der Screendooreffekt (Lücken zwischen den Pixeln) nicht mehr ganz so auffällig, dafür gibt es jetzt bei großen Kontrasten einen Godray Effekt durch die Fresnel Linsen. Den Pupillenabstand stellt man nun direkt am Headset über einen Schieberegler ein. Das Tracking funktioniert nun rundherum und zuverlässig und sowohl im Sitzen als auch im Stehen. Allerdings ist mein Kopf recht groß und selbst mit der weitesten Einstellung drückt die Brille noch ziemlich auf mein Gesicht, so dass es ordentliche Abdrücke gibt. Dazu kommt noch die so genannte VR-Frisur … und deshalb sollte man nach einer Session vielleicht nicht gleich nach draußen gehen ;-). Nebenwirkungen sind die üblichen, d.h. nach einer längeren Session kommt einem ein zweidimensionaler Bildschirm merkwürdig vor und Text mit hohem Kontrast (so wie im WordPress Editor hier) hat eine seltsame Tiefenwirkung. Der Effekt dauert nicht länger an als der Brillenabdruck im Gesicht verbleibt.

Fazit

Die Rift CV1 ist definitiv ein gelungenes Produkt. Schaut man allerdings zur Konkurrenz so macht Valve bzw. HTC mit der Vive vieles besser. Zwar kostet die Brille deutlich mehr, dafür sind die Handcontroller bereits dabei und sie haben dafür auch ein paar wirklich tolle Demos bereitgestellt, die es so für die Rift nicht gibt. Das könnte sich ändern, wenn dann auch Oculus Touch auf den Markt kommt, denn Steam unterstützt zum Glück beide Headsets. Und dass Room Scale VR auch mit der Rift funktioniert sieht man wunderbar an der Dreamdeck Demo von Oculus. Vielleicht kommt ja zwischenzeitlich auch eine Unterstützung der angestaubten Razr Hydra Controller dazu bzw. Leap Motion Support.

Vor 4 Jahren fing der Traum von nutzbarer Virtual Reality bei einigen wenigen an, vor 3 Jahren gab es den Oculus Rift Kickstarter und jetzt ist es endlich so weit: Virtual Reality ist da, funktioniert und ich bin sehr gespannt wie es weiter geht!

PlayStation VR kostet nur 399 €

Nun ist also auch das raus, die PlayStation VR Brille kostet 399 € und kommt im Oktober in den Handel. Natürlich ist diese Brille nur mit der PS4 kompatibel und das Display hat nur eine zur Oculus Rift DK2 vergleichbare Auflösung, aber dafür ist sie 200 € preiswerter als die finale Version der Rift und 400 € preiswerter als die HTC Vive.

Heute bekam ich übrigens eine E-Mail von Oculus, die die „Bestellung“ der kostenlos Rift bestätigt. Und mir ist gerade aufgefallen, dass ich in all den Jahren seit der Kickstarter Aktion (immerhin August 2012) die Rift nur ein paar Mal für den Einsatz als FPV Brille erwähnt habe, aber nie etwas über die absolut weltverändernde Erfahrung von VR geschrieben habe. Mittlerweile hat sich hier auch das 2. Development Kit von Oculus (DK2) und die Gear VR angesammelt. Letzte Woche habe ich dann auch endlich meinen PC „VR-Ready“ gemacht und eine GTX 970 eingebaut. Ich werde berichten wie es auf diesem Gebiet weiter geht.

P.S.: Morgen um 15 Uhr endet der NDA für die Oculus Rift. Es wird wohl eine Menge Neuigkeiten/Reviews geben ;-)

Über den Bürgerentscheid Stadt-Umland-Bahn in Erlangen

Update:
Die Bürger haben entschieden: 39,6% stimmten mit „Ja“ und 60,4% mit „Nein“. Damit werden die Planungen für die StUB fortgesetzt und auf Grund der Fragestellung ist ein Bau recht wahrscheinlich. Bravo!

Am Sonntag (6.3.) wird bei uns in Erlangen gewählt. Es geht um die Stadt-Umland-Bahn (kurz StUB) bzw. ob Planungen dafür beginnen sollen. Dazu sollte ein Zweckverband gegründet werden, der Herzogenaurach, Erlangen und Nürnberg umfasst, und Erlangen steht nun eben vor der Wahl. Die Frage lautet:

Sind Sie dafür, dass die Stadt Erlangen das Projekt StUB (Stadt-Umland-Bahn) nicht realisiert?

Im Folgenden versuche ich ein paar Informationen bzw. Informationsquellen zusammenzutragen und am Ende gibt es meine Meinung dazu (Spoiler: ich bin für die StUB). Vielleicht hilft das irgendwem ja bei der Entscheidung.

Was ist die StUB eigentlich?

Gute Frage! Die StUB ist die Straßenbahnverlängerung der Nürnberger Linie 4 von „Am Wegfeld“ (wird derzeit dorthin ausgebaut) durch Erlangen, den Stadtteil Büchenbach bis nach Herzogenaurach. Ursprünglich sollte noch ein Zweig Richtung Uttenreuth dabei sein, aber der wurde durch einen Bürgerentscheid im Landkreis gestrichen und ist nicht mehr Teil der Planung. Der Streckenverlauf soll ungefähr so aussehen:
StuB_L-FormVorl._Trassenfuehrung_StUB_gemaess_stand._Bewertung

(für eine größere Ansicht auf die Bilder klicken, Quelle: vep-erlangen.de)

Vor ein paar Wochen habe ich mir auch noch die Mühe gemacht diese Trassenführung (ohne Alternativen) als Google My Maps Karte zu erstellen:

Die Kosten sollen sich auf ca. 300 Millionen Euro belaufen und man hofft auf eine umfangreiche Förderung durch Land und Bund um das realisieren zu können. In diesem Jahr sollte nun endlich ein Zweckverband der drei beteiligten Städte für die Detailplanung gegründet werden.

Linksammlung zur StUB

Am 18. Februar gab es auch eine rechte lange Diskussion über die StUB im E-Werk, die ich hiermit einbette. Auf der Pro Seite mit Oberbürgermeister Florian Janik und Ester Schuck (Bürgerinitiative umweltverträgliche Mobilität im Schwabachgrund) und auf der Contra Seite der verkehrspolitischen Sprecher der CSU-Fraktion im Erlanger Stadtrat Jörg Volleth und der Initiator der Bürgerbegehrens Wilhelm Krieger. Sehenswert, aber eben auch ziemlich lang:

Pro StUB Seiten:

Contra StUB Seiten:

Meine Meinung zur StUB

Die StUB wird von ihren Gegnern als Millionengrab bezeichnet und ständig werden Argumente eingebracht, die man als Ablenkungsmanöver bezeichnen könnte. Ja, Fahrradfahrer haben Probleme mit parallel verlaufenden Gleisen. Nein, Dechsendorf wird auch mit StUB noch von Bussen angefahren und Ja, Herzogenaurach möchte die Straßenbahn tatsächlich bis in die Stadtmitte bauen und nicht nur bis zur Herzobase wie von Herrn Krieger behauptet. Von Herrn Krieger wird eingeworfen, dass er persönlich eine viel genauerer Berechnung der Kosten und Fördermöglichkeiten erstellt haben will und somit alles falsch sei was bisher geplant wurde. Kreuzungsüberquerungen seien unmöglich zu machen, usw. Kurz: es ist ein pures „Dagegen! Weil halt.“

Und das schlimme daran? Zum jetzigen Zeitpunkt geht es noch nicht mal tatsächlich um den Bau der StUB, sondern nur um die Gründung eines Zweckverbandes. Laut Aufzeichnung des EN-Forums oben wird das noch 3-4 Jahre dauern bis feststeht, ob man sie tatsächlich so gefördert bekommt wie man sich das vorstellt und ob sie dann auch gebaut wird. Man kann mit einem „Nein“ beim Bürgerentscheid (also einem Ja zum Planungsbeginn) auch als Zweifler nichts falsch machen.

Merkwürdig ist auch, dass so viele dafür sind und auch die CSU in Bayern, aber die Erlanger CSU nicht. Warum? Weil sie in der Opposition sind? Was Herr Krieger will wird auch im obigen Video klar, nämlich Stillstand. Äußerst unsympathisch wie die Contra Seite dort herüberkommt und das obwohl sie durchaus Recht damit haben, dass das Projekt recht teuer ist.

Teuer ist allerdings oft relativ. In Erlangen gibt es 55000 Haushalte und diese zahlen jeden Monat 17,50 € für den Empfang von ARD, ZDF & Co. Das sind in 20 Jahren 231 Millionen Euro. Teuer ist relativ.

neinbeimentscheidIch bin der Meinung man sollte bei diesem Bürgerentscheid mit „Nein“ abstimmen und damit die genaue Planung ermöglichen! Ich bin also dafür und optimistisch, dass dieses Großprojekt ein Zugewinn für die Region sein wird. Der Bau einer Straßenbahn verhindert auch nicht normale Busse nach und nach durch Elektrobusse zu ersetzen wenn diese wirtschaftlich werden (Forderung der Gegenseite als Alternative). Auch wird niemand abgehängt wie die Gegenseite behauptet … das würde ja bedeuten, dass sie schon jetzt abgehängt sind, da es noch gar kein besseres Verkehrssystem gibt. Blödsinn also.

Apropos optimistisch, gestern habe ich einen Beitrag eines Erlanger Bloggerkollegen zum Thema Optimismus bei Großprojekten und der StUB gelesen. Lesenswert! Zum Abschluss zwei Gifs zum Platzverbrauch von Autos vs. einer Straßenbahn ;-)

public_transit_vs_gridlock

Gif aus Einzelbildern einer Infografik (siehe Link)
Gif aus Einzelbildern einer Infografik (siehe Link)

HTC Vive Vorbestellung läuft an

Der Vollständigkeit halber schreibe ich auch diese Information hier nieder. Die Oculus Rift gab es am 6. Januar für 699 € plus Versand.

htc_vive_vorbestellung

Die HTC Vive – das Modell, das mehr für stehende VR Anwendungen gedacht ist – gibt es ab heute 16 Uhr für 899 € plus Versand zu haben. Dafür sind dann allerdings die beiden Controller schon dabei, die bei der Rift inklusive zweitem Tracker noch extra bestellt werden müssen.

Beide Virtual Reality Brillen setzen eine Geforce 970 GTX oder AMD Radeon 290 voraus. Da ich noch mit einer HD 5770 rumgurke, die für das DK2 der Rift vollkommen ausreichend war, muss ich bis Ende März wohl auch meine Grafik aktualisieren. Ich bin sehr gespannt auf die Kickstarter Rift ;-)

Orison Kickstarter – rechnet sich das?

Ich gebe zu das Blog ist in den letzten Jahren selten befüllt worden. So selten, dass ich jetzt auf einen Beitrag auf Seite 2 verlinke, der schon fast 2 Jahre alt ist! Auf Kickstarter gibt es nämlich ein zur Tesla Powerwall vergleichbares Produkt, einen Energiespeicher für die Wohnung / das Haus. Damals habe ich darüber geschrieben ab wann sich ein Batteriespeicher lohnen könnte und es gab auch noch keine Tesla Powerwall.

Mal sehen was sich seit dem geändert hat. Der Tarif ERconomy Duo der Erlanger Stadtwerke hat sich nicht geändert, d.h. 29 Cent pro kWh in der Hauptzeit (unter der Woche von 6-22 Uhr) und 21,3 Cent in der Nebenzeit bei einem Grundpreis von 7,50 € pro Monat. Die günstigste Orison Batterie kostet momentan auf Kickstarter $1400 und soll später mal $1600 kosten. Sie kann 2,2 kWh speichern und hat einen Wirkungsgrad von 90%.

Der normale Stromtarif liegt bei 26,5 Cent pro kWh und einem Grundpreis von 5,20 €. Bei 3000 kWh pro Jahr zahlt man also 857,40 €. Könnte man den Strom in der Hauptzeit (ca. 50% der Zeit) aus der Batterie nutzen und somit nur in der Nebenzeit Strom aus dem Stromnetz beziehen, dann kosten die 3167 kWh (Wirkungsgradverluste der Batterie bei 50% des Stroms) 764,57 €. Eine Differenz von 92,83 €!

Immerhin, aber selbst wenn man wohlwollend die Dollarpreise 1:1 in Euro umrechnet würde sich das bei einer Batterie (wenn man mit 2,2 kWh in der Hauptzeit zurecht kommt) erst nach 15 Jahren rechnen, mit zwei Batterien erst nach 30 Jahren. Es bleibt wohl weiter ein Produkt für die Speicherung von Solarenergie, zumindest hier in Deutschland.

Interessant ist aber die Art wie der Speicher angeschlossen wird, nämlich direkt an eine Steckdose. Detektiert das Gerät einen Stromausfall wird die Hauptsicherung (FI-Schalter?) ausgelöst und das Hausnetz ist vom Stromnetz getrennt. Es gibt kleine Photovoltaikanlagen, die ähnlich funktionieren. In wie fern man diese Geräte trotzdem anmelden muss weiß ich leider nicht.

Da man im Modellbau schon lange Batterien für unter 200 € pro kWh kaufen kann und Elektroautos sicherlich auch recht günstige Batterien eingebaut haben, könnte das oben genannte Nutzungsmodell aber vielleicht doch noch interessant werden. Ich bleibe dran ;-)