BLOG:CMS vs. WordPress

Andy schreibt mal wieder einen dieser unmotivierten Artikel, die auch bei mir ab und zu auftauchen. Ein paar Links in zwei Sätzen und sonst nichts. Aber nunja, ich muss dazu einfach was schreiben :-)

WordPress vs. BLOG:CMS heißt es heute also. Radek Hulán (die scheinbar einzige Person, die hinter BLOG:CMS steht) beschreibt in seinem Blog eindrucksvoll wie man von WordPress zu seinem Blogtool konvertiert, besser, er befiehlt es uns sogar. Dabei verlinkt er auf einen Artikel eines anderen Bloggers, der scheinbar arge Probleme mit WordPress hatte (am und um den 1. Juni 2004).

Versuchen wir also, ein bisschen dagegen zu halten :-)

  1. application/xhtml+xml
    Ist eine schöne Sache, vom W3C auch gefordert, aber eben nicht für XHTML 1.0. Dort darf weiterhin „text/html“ verwendet werden. Desweiteren finde ich keine „unencoded ampersands“.
  2. Datenbankerstellung bei Installation
    Ok, mag sein, dass das nur Geeks können, aber bei welchem ISP kann man bitte selbst Datenbanken erstellen? Doch nur bei sogenannten Vservern oder Rootservern. Wer so etwas hat, der/die weiß auch wie man eine Datenbank einrichtet, sorry. Da normalerweise mehrere Datenbanken verschiedener Kunden auf einem einzigen Server laufen, muss das leider so sein, dass der ISP bestimmt wie die Datenbank zu heißen hat bzw. sie anlegt. Damit als großes Feature zu werben, halte ich für falsch.
  3. Plugin Interface mit 100’ten von Event
    Da sollte WordPress wirklich nachbessern, auch wenn man schon recht viel damit erledigen kann. BLOG:CMS scheint auch mehr Plugins zu haben, allerdings eben „scheint“. Die meisten Plugins sind Einzeiler, die man auch bei WordPress findet (als „Hacks“) und viele dieser Plugins wären besser in einem einzigen zusammengefasst worden, aber mehr klingt natürlich nach mehr und vielleicht ist das auch gar nicht möglich. Egal! :-)

Der von Radek verlinkte Artikel führt noch mehr Schwachstellen von WordPress auf. Das ist aber einfach zu lächerlich um darüber herzuziehen :-) Im Wesentlichen hasst diese Person Open-Source-Software, ich nicht und der Author von BLOG:CMS ebenfalls nicht – weshalb ich es seltsam finde, dass gerade dieser Artikel verlinkt wurde.

Was hat eigentlich BLOG:CMS, das WordPress nicht hat? Eigentlich nichts. Man kann zwar mehrere Blogs mit einer Installation verwalten, soll aber auch bald in WordPress funktionieren und es hindert einen ja niemand daran zwei Blogs parallel zu installieren (ja, in der gleichen Datenbank, damit ein DAU auch da ja kein Problem mit hat). „WYSIWYG article editing“ ist eine schöne Sache, aber direkt von Htmlarea übernommen und somit auch leicht in WordPress zu integrieren. Für die, die lieber direkt HTML in ihren Artikeln verwenden, aber trotzdem eine „Live Preview“ haben möchten gibt es ja immer noch Plugins in WordPress :-)

Trotzdem ist BLOG:CMS eine spannende Sache und als Weiterentwicklung von Nucleus CMS sicherlich auch sehr ausgereift. Ich bleibe aber trotzdem bei WordPress. Version 1.3 verspricht einige wichtige Verbesserungen und außerdem hat WordPress diese Seite aus einer jahrelangen Schreibblockade befreit – ich schulde ihnen was :-)