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	<title>Kommentare zu: Internetfilterung</title>
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	<description>Gedanken, Gadgets und all das andere Zeugs ...</description>
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		<title>Von: CountZero</title>
		<link>http://www.sebbi.de/archives/2009/03/23/internetfilterung/#comment-92522</link>
		<dc:creator>CountZero</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 22:28:21 +0000</pubDate>
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		<description>öhm, hier muss ich dir mal deutlich widersprechen, was das thema filterung/zensur angeht.
wie du ja weisst, sind mir datenschutz und imformationelle selbstbestimmung eigentlich auch ein herzensanliegen, jedoch ist eine filterung bestimmter hosts auf basis von deren IP-adresse möglich, OHNE dafür sämtliche kunden eines providers in sippenhaft zu nehmen! der trick in dem fall ist, nicht die unter zuhilfenahme des tcp/ip-protokolls per http übertragenen daten mitzulesen und darauf zu reagieren (dies wäre in der tat ein belauschen aller kunden und käme einer zensur gleich), sondern eben schon direkt auf der protokollebene die routen zu diesen bestimmten IPs kurzerhand zu kappen bzw. umzuleiten.

da dieses verbiegen der route verdachts- und kundenunabhängig erfolgen kann, handelt es sich dann immer noch unstreitig um zensur, ein belauschen der kundendatenströme im inhaltlichen sinne findet aber nicht statt (sofern man sich darauf einläßt, den request zum server &quot;gib mir die seite xy vom host mit der IP 1.2.3.4&quot; nicht als inhalt zu bewerten).

das ganze kommt in etwa der bei versierteren internetnutzern durchaus geläufigen praxis, die namensauflösung bekannter spam- und adserver per eintragung in .../etc/hosts zu verbiegen.

problematisch wird die angelegenheit erst, wenn der kipo-müll auf nem shared host liegt und folglich inhaltlich nicht beanstandbare inhalte quasi als kollateralschaden ebenfalls nicht mehr verfügbar sind.

was das kindliche gebrabbel von gebärmaschine v.d.leyen eigentlich erst so witzlos macht ist vielmehr der umstand, daß sich diese providerseitige filterung durch den simplen einsatz eines proxy-servers schon wieder umgehen läßt. und wenn alle stricke reißen, dann kapselt man den request zur zensierten information kurzerhand in einen nicht filterbaren envelope, um zunächst dem vom provider aufgebauten &quot;käfig&quot; zu entkommen.
die c&#039;t hat vor JAHREN mal sehr anschaulich demonstriert, wie man schlicht die DNS-auflösung zweckentfremden kann, um durch JEDE firewall zu kommen - effektiv wäre dieses prinzip auch auf jede beliebige filterung anwendbar, die erst auf tcp/ip- oder http-basis greift.

@paranoia: wenn du in eine kneipe gehst, denk immer dran nen sendestarken funkscrambler und nen rauschgenerator mit einzupacken, damit niemand deine gespräche abhören kann. hey, diese papierschiffchen-artigen mützen aus alufolie schirmen auch ab, daß niemand deine gedanken belauschen kann ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>öhm, hier muss ich dir mal deutlich widersprechen, was das thema filterung/zensur angeht.<br />
wie du ja weisst, sind mir datenschutz und imformationelle selbstbestimmung eigentlich auch ein herzensanliegen, jedoch ist eine filterung bestimmter hosts auf basis von deren IP-adresse möglich, OHNE dafür sämtliche kunden eines providers in sippenhaft zu nehmen! der trick in dem fall ist, nicht die unter zuhilfenahme des tcp/ip-protokolls per http übertragenen daten mitzulesen und darauf zu reagieren (dies wäre in der tat ein belauschen aller kunden und käme einer zensur gleich), sondern eben schon direkt auf der protokollebene die routen zu diesen bestimmten IPs kurzerhand zu kappen bzw. umzuleiten.</p>
<p>da dieses verbiegen der route verdachts- und kundenunabhängig erfolgen kann, handelt es sich dann immer noch unstreitig um zensur, ein belauschen der kundendatenströme im inhaltlichen sinne findet aber nicht statt (sofern man sich darauf einläßt, den request zum server &#8220;gib mir die seite xy vom host mit der IP 1.2.3.4&#8243; nicht als inhalt zu bewerten).</p>
<p>das ganze kommt in etwa der bei versierteren internetnutzern durchaus geläufigen praxis, die namensauflösung bekannter spam- und adserver per eintragung in &#8230;/etc/hosts zu verbiegen.</p>
<p>problematisch wird die angelegenheit erst, wenn der kipo-müll auf nem shared host liegt und folglich inhaltlich nicht beanstandbare inhalte quasi als kollateralschaden ebenfalls nicht mehr verfügbar sind.</p>
<p>was das kindliche gebrabbel von gebärmaschine v.d.leyen eigentlich erst so witzlos macht ist vielmehr der umstand, daß sich diese providerseitige filterung durch den simplen einsatz eines proxy-servers schon wieder umgehen läßt. und wenn alle stricke reißen, dann kapselt man den request zur zensierten information kurzerhand in einen nicht filterbaren envelope, um zunächst dem vom provider aufgebauten &#8220;käfig&#8221; zu entkommen.<br />
die c&#8217;t hat vor JAHREN mal sehr anschaulich demonstriert, wie man schlicht die DNS-auflösung zweckentfremden kann, um durch JEDE firewall zu kommen &#8211; effektiv wäre dieses prinzip auch auf jede beliebige filterung anwendbar, die erst auf tcp/ip- oder http-basis greift.</p>
<p>@paranoia: wenn du in eine kneipe gehst, denk immer dran nen sendestarken funkscrambler und nen rauschgenerator mit einzupacken, damit niemand deine gespräche abhören kann. hey, diese papierschiffchen-artigen mützen aus alufolie schirmen auch ab, daß niemand deine gedanken belauschen kann ;)</p>
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