Archiv für den Monat: Juni 2009

Fast 10% der Blogs reden über Michael Jackson

… mich eingeschlossen. Nach seinem Tod, geht ein Raunen durch die Welt (heise.de beschreibt es ganz schön). Und das schon gestern verlinkte BlogPulse Diagramm schoss mittlerweile in die Höhe … fast 10% der Blogosphäre beschäftigt sich mit MJ. Selbst Obama bekam nicht so viel Aufmerksamkeit bei seiner Amteinführung ab.

BlogPulse
(Direktlink)

Nachtrag:
Bei Amazon Deutschland ist Michael Jackson auf so gut wie allen Plätzen der Top 10 vertreten. Bei Amazon USA sogar bis Top 15 ausnahmslos seine Alben … wow!

Michael Jackson ist gestorben und das Netz dreht durch

Michael Jackson scheint also an einem Herzinfarkt im Alter von 50 Jahren gestorben zu sein. Gerade plante er eine Art Comeback, deshalb wird bei vielen Nachrichten über ihn wohl noch Werbung für Konzertkarten angezeigt werden … nunja … man kann von ihm halten was man will, aber jeder Mensch auf diesem Planet kennt ihn, zumindest die mit Internetanschluss und so sorgt dieses Thema für einigen Wirbel (und Webseiten, die nicht mehr funktionieren, z.B. Youtube, teilweise Twitter und diverse englischsprachige Newsseiten) …

Google Trends:
Google Trends

Twitter Trending Topics:
Twitter

BlogPulse:
BlogPulse

Einfach nur krass. Farrah Fawcett. bekannt aus “Drei Engel für Charlie” ist übrigens auch gestorben. Außerdem hält sich hartnäckig das Gerücht Jeff Goldblum sei von einem Gerüst gefallen und dabei auch draufgegangen. Deshalb die beiden Namen ebenfalls in den Trendcharts. Der Iran als Thema wird nun also von Michael Jackson vertrieben … wer hätte das gedacht?

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Online-Wahlkampf wird für die großen Parteien ein Desaster werden

Der Spiegel schreibt wieder mal etwas … über uns, die Netzgemeinde, und wie wir von denen, der SPD und CDU/CSU, ignoriert werden.

Die Parteien werden sich wohl nicht auf einen physischen Übergriff einstellen müssen, also etwa auf einen Hackerangriff auf ihre Online-Angebote. Aber auf eine breite publizistische Front. Den positiven Obama-Effekt aus dem Netz dagegen, den sich mancher Parteistratege wohl insgeheim doch erhoffte, können die Wahlkämpfer wohl schon jetzt abschreiben.

Sie werden sich wünschen, dass wir politikverdrossen sind!

P.S.: Michael Jackson ist gestorben. Mit 50 … Herzinfarkt.

Webhosting von cyon

[Trigami-Review]

cyon_logo_grossCyon Webhosting ist ein Schweizer Unternehmen, welches sich auf die Fahne geschrieben hat durch recht übersichtliche Tarife den Kunden – in diesem Fall mich – nicht zu verwirren. Ein weiterer Vorteil ist sicher die 60 Tage Geld-zurück-Garantie und keine Kündigungsfrist. So kann man erstmal testen und wenn etwas nicht passt vom Vertrag zurücktreten. Das muss ich im Rahmen dieses Textreviews jedoch nicht machen … der Auftrag lautet Vorstellen von cyon und ihres KIWI Webhostingangebotes.

Preise und Features

cyon Pakete

Wie im Screenshot zu sehen ist ist der Preis für KIWI mit 16,90 CHF/Monat (11,04 €) für die Leistung sehr günstig. Wer auf den SSH-Zugang und auf Speicherplatz verzichten kann, kommt wahrscheinlich auch mit dem CHERRY Paket für unter 6 € im Monat ganz gut zurecht und ist damit unschlagbar günstig unterwegs. Ruby on Rails kann man im teuersten Paket, der ORANGE, für umgerechnet 16,27 € nutzen. Alle Pakete unterstützen PHP (4 & 5 parallel) und CGIs (Perl), man kann eine eigene php.ini anlegen und diverse Parameter einstellen. Die MySQL Datenbanken sind wahlweise auch von außen erreichbar und über “Addon Domains” kann man mehrere Domains auf einem Server verwalten und damit unterschiedliche Webseiten betreiben (und zusätzlich noch unendlich viele mehr über Subdomains).

Desweiteren kann man auch Cronjobs anlegen, bekommt ausführliche Statistiken mittels Awstats und Zugriff auf die Logs für eigene Auswertungen. Die Mailkonten sind per POP3 und (wichtig!) IMAP erreichbar und natürlich klappt der Zugang auch verschlüsselt (TLS) … yeah! Die Mailfilter kann man getrost als allumfassend bezeichnen. Ob der Spamschutz funktioniert kann ich noch nicht sagen, aber da sie wie ich auf meinem Server RBLs, Greylisting und SpamAssassin nutzen, gehe ich von einer guten Abfangrate aus. Also ein durchweg komplettes Angebot (mehr Details hier)

Bei den Preisen gibt es allerdings auch einen dicken Minuspunkt für die Domainpreise. 25 CHF bzw. 16,33 € wollen sie pro Jahr für eine com/net/org/de Domain. Hier empfehle ich – und das ist zum Glück möglich – einen externen Anbieter zu nutzen und dann entweder für die Domain die Nameserver von cyon oder auf den eigenen Nameservern die IP eures zugewiesenen Webservers einzutragen.

Verwaltung und Technisches

cyon Control Panel

Genau das habe ich bei meinem neu eingerichteten Blog Rabbitblog.de gemacht. Die Installation von WordPress hat erwartungsgemäß wunderbar geklappt und es rennt (~170 ms). Vermutlich ist das bei einer frischen Installation auch nicht gerade spektakulär, aber hey … der Webserver auf dem das Blog läuft hat laut “cat /proc/cpuinfo” auf der Konsole mit 8 Kernen bei 2,5 GHz (Intel Xeon) und 8 GB RAM. Weitere technische Details gefällig? ;-) Als Mailsystem scheint Exim Dovecot und Postfix zum Einsatz zu kommen, das letzte Mal gestartet wurde der Server am 7. Mai und es handelt sich um ein Red Hat Linux System mit mehreren Festplatten in Raid-Konfigurationen, die aus dem Bootlog nicht so leicht herauszulesen sind. Alles in allem also ein ziemlich potenter Rechner wie er da in Basel steht.

my.cyon

Für das Einrichten benutzt man bei cyon eine Oberfläche namens my.cyon (Screenshot) bzw. ein eigenes Control Panel (ähnlich Plesk/Confixx, siehe Screenshot weiter oben) um den Server und seine Features direkt zu managen. Das funktionierte bei meinen Tests bis auf das Script Center ebenfalls tadellos. Leider kommt dort eine Meldung, dass es vorübergehend nicht zur Verfügung steht.

Zum Schluss noch ein kleines Schmankerl. Cyon bietet ein Vermittlerprogramm mit recht attraktiven Prämien an. Leitet man also jemanden an cyon weiter, bekommt man zwischen 50 und 150 CHF (32 – 98 €) gutgeschrieben. Dazu könnt ihr entweder meine Domain (rabbitblog.de) bei der Bestellung angeben oder diesen Link zum Bestellen benutzen. Um auf diese Art ein Paket vollständig zu finanzieren muss man also pro Jahr genau zwei von dem gewünschten Paket bzw. mehr oder weniger von den anderen Paketen vermitteln. Kein schlechter Deal.

Fazit

Ich kann bis auf die hohen Domainpreise nichts gegen das Angebot von cyon sagen und das will etwas heißen. Da ich ein Jahr Hosting geschenkt bekommen habe und ich dort nun einen Blog betreibe, werdet ihr sicher noch das ein oder andere Mal davon hören. Bin gespannt, ob ich dann doch noch etwas zu meckern habe. Bisher kann ich diesen Webhoster nur jedem empfehlen. Wegen dem Preis, dem Leistungsumfang und weil man sich bei kleineren Hostern doch irgendwie besser aufgehoben fühlt als bei den großen bekannten (und teuren!). Dafür spricht auch, dass einer der bekanntesten Schweizer Blogger BloggingTom bei cyon hostet.

P.S.: Wie ich gerade sehe gibt es in den Maileinstellungen auch noch echte Mailinglisten, also nicht nur Weiterleitungen an mehrere Personen. Nett.

Nachtrag:
Bei zwei anderen Reviewern las ich von einer anderen Serverkonfiguration mit einem Dual Core 3 GHz Xeon mit 4 GB Ram. Offenbar wird also verschiedene Hardware eingesetzt. Apache Bench von einem anderen Rechner aus gefällig?

Concurrency Level: 5
Time taken for tests: 7.793598 seconds
Complete requests: 100
Failed requests: 0
Write errors: 0
Total transferred: 781600 bytes
HTML transferred: 749200 bytes
Requests per second: 12.83 [#/sec] (mean)
Time per request: 389.680 [ms] (mean)
Time per request: 77.936 [ms] (mean, across all concurrent requests)
Transfer rate: 97.90 [Kbytes/sec] received

Das ist äußerst respektabel, wenn auch in den frühen Morgenstunden die Last nicht so hoch sein dürfte. Der virtuelle Server auf dem mein Blog läuft schafft nur knapp über 2 Aufrufe pro Sekunde (mit einigen mehr Plugins und Artikeln/Kommentaren). Das Blog eines anderen Reviewers, der zu cyon umgezogen ist, schafft 7 Aufrufe pro Sekunde. Die Schweizer produzieren also nicht nur gute Uhren und Taschenmesser ;-)

Wasserstoff Booster für das Auto?

Ich habe mir gerade ein Video über ein elektrisches Flugzeug angeschaut und bin dann irgendwie bei Videos über so genannte “Hydrogen Booster” gelandet. Diese Geräte sollen den Benzinverbrauch senken und mit praktisch jedem Auto funktionieren.

Was machen sie? Im Prinzip ist es ein kleiner Wassertank, der durch Elektrolyse ein Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisch (Knallgas) erzeugt und dieses dann durch den Lufteinlass des Motors als zusätzlichen Kraftstoff leitet. Diejenigen, die das benutzen reden was von 5-25% weniger Verbrauch … aber wie soll das gehen?

Der Benzinmotor erzeugt Strom, dieser wird verwendet um Knallgas herzustellen. Nach dem Energieerhaltungssatz wird dem Motor also Energie entnommen um die gleiche Energie in Gasform zu erhalten. Jetzt wird das Gas verbrannt und damit wird offenbar mehr Energie frei als zu dessen Erzeugung notwendig war, denn sonst könnte der Benzinverbrauch ja nicht sinken. Oder liege ich falsch mit der Annahme? Hier bricht doch jemand die Regeln der Thermodynamik! Oder verbrennt Wasserstoff im Motor so viel besser als Benzin? Dann müsste aber ein reiner Wasserstoffkreislauf ebenso funktionieren und das ganze wäre ein Perpetuum Mobile. Oder ist es die Mischung, die es macht? Sagen wir Benzin verbrennt mit 30% Effizienz. Damit man Wasserstoff mit dem generierten Strom erzeugen kann sinkt die Effizienz auf 29%, aber die Zuführung des Gases in den Brennvorgang erhöht die Effizienz auf 31%? So oder so ähnlich? Wäre denkbar …

Klärt mich auf ihr Auto fahrenden Benzinsparfreaks da draußen!

In other news … auf Youtube gibt’s ja auch noch Videos von “Müllverbrennern”, bei denen am Ende natürlich Öl rauskommt. Der Erfinder behaupten mit all den Abfällen aus der Viehwirtschaft könnte man so genug Öl für alle herstellen. Und in der Tat, der Wikipediaartikel dazu überzeugt. Müll enthält viel Energie und ich sehe mich schon mit Doc Browns Fluxkompesator durch Raum und Zeit fliegen ;-)