Nothing new


(xkcd comic)

Genau so einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch schon mal. Die wenigen Leute, die bei uns nicht “Verwalter des Reichtums” sind, sorgen für neues und die gleichen Leute sind diejenigen, die eine Zeitreisemaschine erfinden und benutzen würden. Wenn das geschieht, gibt’s keinen Fortschritt mehr.

Das ist auch meine Theorie warum Scifi-Gesellschaften immer so schrecklich rückständig sind. Im Star Wars Universum sind auf einmal alle Ingenieure in die Zukunft gesprungen und kamen nicht mehr zurück. Das Resultat: Mittelalter mit Laserschwertern. Bei Star Trek muss etwas ähnliches passiert sein, dass man hunderte Jahre verbringen kann ohne wesentlich bessere Enterprises zu haben. Und Stargate? Nunja, dort gab es “Ascension”. Gleiches Resultat: Technikstillstand.

Fazit: wir werden irgendwann auf einem hohen Plateau in der Entwicklung stehenbleiben. Die Singularität wird nie passieren ;-)

Rammstein Konzert in Frankfurt


(Klick für größer)

“Meine Fresse, der Hesse” waren Herrn Lindemanns letzte Worte beim gestrigen Rammstein Konzert in Frankfurt. Es hätte besser “alte Fresse” heißen sollen, denn das Publikum war ganz schön alt und somit auch viel zu ruhig. Der Rest der Meute ist kaum mitgegangen, weil sie viel zu beschäftigt damit waren ihre Kamera gut festzuhalten. Nunja, aber von so etwas lässt man sich ja nicht abhalten und wir hatten – wieder einmal – ein ziemlich geiles Rammstein Konzert ;-)

2004 habe ich sie das erste Mal live gesehen (damals noch für 46 Euro und ohne diesen Ticketschmarrn mit Wiederverkäufern und Personalisierung und und und) und 2010 noch einmal bei Rock im Park. Dort ging die Menge richtig ab … kein Vergleich zu Frankfurt.

Ich bin gespannt auf das nächste Mal, vielleicht zum 50. Geburtstag von Till übernächstes Jahr?

Samsung?

Es ist noch gar nicht so lange her, da war ich der erste in meinem Bekanntenkreis, der ein iPhone sein Eigentum nennen durfte. Um genau zu sein, es war am 5. Oktober 2007, aber der letzte Satz von damals stimmt heute irgendwie nicht mehr:

Mit iPhone in der Hand springen einen die Frauen regelrecht an

Genauso wie Bloggen heute nicht mehr ganz so cool ist, sind die iPhone Sichtungen prozentual auch stark zurückgegangen. Bei einigen musste ich über die Jahre harte Überzeugungsarbeit leisten und nun bin ich selber weitestgehend von diesem Zug abgesprungen. Der Rest des – mittlerweile – Massenmarktes auch, denn Android ist nun scheinbar der Marktführer und dort speziell Samsung. So zumindest in meinem Freundeskreis, wenn es mal wieder zu solchen Szenen kommt:

Ist Samsung jetzt das neue Nokia? Hat Apple einen Fehler gemacht zu wenig verschiedene Modelle anzubieten? Und warum um Himmels Willen ist das Galaxy Nexus so wahnsinnig teuer? *haben will* (aber immer noch mehr als 100 Euro günstiger als das kleinste iPhone 4S) ;-)

So toll Android auch ist, derjenige mit dem einzigartigsten Gerät zu sein funktioniert mit damit evtl. nicht mehr. Diesen Status hätte man wohl nur mit dem Windows Phone von Nokia (obwohl es auch davon viele gibt, aber die hat nicht jeder). Damit kauft man zwar im Wesentlichen Hardware von vor 2 Jahren und obwohl Microsoft ja regelmäßige Updates verspricht, dürfte das Ende nächsten Jahres kein so tolles Erlebnis werden, wenn es dann Quadcore-was-weiß-ich Windows Phones gibt und die gleiche Software auf der alten Hardware nicht ganz so rund läuft. Hmm … nach Weihnachten!

Fuck Passwords? – eindeutig ja!


(xkcd comic über Passwörter)

Ich bin gerade über die Hacker News auf einen Artikel namens “fuck passwords” gestoßen. Kernpunkte:

  • Eigentlich sollte man für jeden Dienst ein neues Passwort generieren, das lang und kompliziert genug ist
  • Manche Dienste wollen öfters mal das Passwort verifiziert haben und das geht nicht so leicht, wenn man sich es nicht merken kann (lang, kompliziert und überall ein anderes)
  • Es sind hauptsächlich Banken die Benutzer mit lächerlich schwachen Passwörtern versorgen. Etwas wie 6-10 Zahlen, etc

Passwörter für nicht-lokale Dienste sind keine gute Idee, der Meinung bin ich auch. Denn sie müssen zur Verifikation, dass ich ich bin an die Gegenseite geschickt werden. Diese Leitung kann meinetwegen auch eine sichere sein, jedoch hat die Gegenseite mein Passwort NICHT zu interessieren. Deshalb ist es auch Praxis, dass man als Webdienstanbieter dieses Passwort nicht speichert (viele tun es offenbar trotzdem, wie Lecks in den letzten Monaten zeigten).

Seine Lösung ist – und die fände ich auch spitze – Public-Key Kryptographie. Das funktioniert seit Jahrzehnten mit SSH-Verbindungen … warum sollte es nicht im “World Wide Web” funktionieren? Ich gebe einem Anbieter meinen öffentlichen Schlüssel und wenn ich das was er damit verschlüsselt mit meinem privaten Schlüssel entschlüsseln kann, dann bin ich ich … fertig!

Wenn es nur so einfach wäre.

Aber deswegen poste ich das hier eigentlich gar nicht, sondern weil ich dann gleich mal bei meiner Sparkasse geschaut habe was dort eigentlich für Passwortregeln gelten. Die normalen Karten-Pins sind ja mit 4 Stellen und nur Zahlen schon ziemlich lächerlich (früher konnten sich Menschen deutlich längere Nummern merken und heute?! Heute weiß man nicht mal die eigene Bankleitzahl oder Kontonummer auswendig). Zeit für ein Zitat:

Bitte wählen Sie eine fünfstellige PIN, die nur Ihnen bekannt ist, und notieren oder speichern Sie diese nicht.
Erlaubte Zeichen zur Vergabe der PIN sind:
Kleinbuchstaben von a – z
Großbuchstaben von A – Z
Ziffern von 0 – 9
Sonderzeichen ä,ö,ü bzw. Ä,Ö,Ü und ß

Das sind also 69 (26+26+10+7) hoch 5 Möglichkeiten für ein Passwort oder auch 1564031349 in ausgeschriebener Form. Über das Webinterface wird die Testrate sicherlich nicht sehr hoch sein und evtl. das Konto gesperrt wenn es oft genug versucht wurde (auch toll, wenn das einem passiert, weil andere sich einen Spaß machen). Aber was passiert, wenn jemand mal Zugriff auf die Kundendatenbank der Sparkasse bekommen sollte? Denn warum sollen Banken hier eine Ausnahme sein? Passiert in jeder Ecke …

Anfang des Jahres haben Forscher WPA auf EC2 Instanzen geknackt und 400000 Passwörter pro Sekunde durchprobiert. Bei der Rate dauert es knapp 1 Stunde bis man die Pin für ein Konto herausbekommen hat. Und das nervt. Liebe Sparkasse, was soll das?

Ich weiß noch wie bei der Uni-Erlangen auch ein Passwort verlangt wurde. Das musste 8 Zeichen lang sein und mindestens 2 Zahlen und Großbuchstaben enthalten. Ich schätze in 100% der Fälle war das dann wohl das Geburtsjahr. Ein Unding! Und um auf das anfangs gezeigte Comic zurückzukommen: wenn schon Passwörter dann bitte ohne Beschränkung der Länge und der verwendeten Symbole!

Vor 10 Jahren …

… habe ich an einem Donnerstag meinen ersten Blogeintrag geschrieben:

getreu dem heise.de-motto: erster!!! :-)

Damals fand ich komplette Kleinschreibung noch irgendwie toll und so wurde am zweiten Tag des Blogs auch schnell klar worum es hier eigentlich gehen sollte:

heute bin ich extrem früh aufgestanden. man muss ja schließlich üben, denn nächste woche geht es ja schon mit dem zivildienst los (und somit muss ich dafür nicht mal mehr einen countdown einrichten *g*). man könnte beinahe sagen ich habe die nacht durchgemacht. nachdem ich nämlich wieder einmal ein weiteres kapitel von herr der ringe verschlungen hatte wuch (ist das die korrekte imperfektform von aufwachen?) ich schon nach wenigen stunden schlaf wieder auf und konnte nimma mehr einschlafen. nunja, zu meiner verwunderung empfing jemand meine sms wachen zustandes (ich wette sie wird heute abend nicht viel munterer als ich sein *grins*)…

Der Countdown auf den sich dieser Eintrag bezieht war der vorherige Inhalt von sebbi.de. Er zählte herunter wann die Facharbeitsabgabe sein würde. Und falls sich jemand fragt wie lange das wohl her ist, hier ein Link auf archive.org zum entsprechenden Snapshot. Ich habe auch mal einen Screenshot vom damaligen Layout gemacht.

Nett, oder? Sonst hatte ich vor 10 Jahren wohl Probleme mit dem Kompilieren von Linux Kerneln auf einem Pentium 100 (100 MHz … jawohl) und wie ich ihn als Router für den ISDN-Netzzugang benutzen könnte. Auch die Telekom nervte mit ihren 120 Stunden statt Flatrate und D2 verlangte 40 Pfennig pro Minute Dateneinwahl und 2 DM um die Viag zu telefonieren. Unglaubliche Zustände ;-) Am 17. Dezember wurde dann wohl der Euro eingeführt und kurz darauf lief der erste Teil Herr der Ringe im Kino (mit Review).

Am 20. Dezember habe ich dann mein erstes Blogposting vom Auto aus geschrieben. Damals noch vom Laptop über Infrarot ans Siemens S35. Das waren Zeiten …

Auch legendär: 40 Tage lang keinen Alkohol trinken! Hier der Anfang und hier das Ende. Scheinbar habe ich es geschafft. Ob ich das nächsten Sommer wiederholen sollte?

Für die Statistik Fans:
3788 Artikel inklusive diesem hier (= über einen Artikel pro Tag) und 20208 Kommentare. 4189 Tags habe ich mittlerweile vergeben und Google Analytics sagt in den letzten 6 Jahren waren über 2,4 Millionen Besucher hier, die für fast 3,7 Millionen Seitenaufrufe sorgten. Ich stelle mir gerade vor, dass mindestens jeder 33. Bundesbürger mein Blog “kennt” ;-)

10 Jahre Blog! Es ist ein wenig surreal, aber es ist tatsächlich passiert. In einer Minute wirst du – großartiges Blog – 10,00274 und dann hoffentlich noch mindestens weitere 9,99726 Jahre alt.

Don’t kill the chicken!

Für alle, die in den letzten Wochen Skyrim vor Arduin gerettet haben … don’t ever fucking kill a chicken! Das folgende Video trifft es auf den Punkt ;-)

P.S.: Bonuspunkte, wenn ihr es nach dem Hauptquest über euch bringen könnte einem neuen Verein beizutreten. Als Archmage mit Sith Lord Blitzhänden, die einen Drachen in Sekunden nieder ringen, von einem ollen Typen aufgefordert werden ihn dreimal mit einem Schwert zu hauen??!?! Dann geht man auf eine Mission mit einem von denen und die werden dauernd unmächtig weil sie im Weg rumstehen … ne ne, nichts für mich. Lydia muss aus dem Grund auch zu Hause am Herd stehen bleiben.

Wieder Schnäppchenangebote bei Amazon und Apple

Thanksgiving ist bei uns zwar kein Feiertag – die Amerikaner feiern eine Versöhnung zwischen Pilgervätern und Indianern – aber Sonderangebote zum sogenannten Black Friday und Cyber Monday gibt es trotzdem auch bei uns. Super!

Wie letztes Jahr gibt es bei Amazon also ab Montag den 28. November stark reduzierte Blitzangebote, die vermutlich wieder nach wenigen Sekunden ausverkauft sein werden. Um Lockvogelargumenten zu entgehen wird die Aktion nun 3 Tage dauern.

Bei Apple hingegen gibt es alles am heutigen Freitag reduziert zu haben. So kostet ein iPad2 35 Euro weniger, ein Macbook sogar 91 Euro weniger, usw. (inklusive diversem Zubehör).

Wer’s braucht oder noch keine Geschenke hat, dort könnt ihr euch jedenfalls heute und ab Montag das Geld aus den Taschen saugen lassen ;-)

“I can never get a Samung, I’m creative”

Wer wissen möchte wie man sich als iPhone Besitzer möglichst klischeehaft kleiden sollte, dem sei dieses Video empfohlen. Eine Samsung Werbung, die Apple Kunden ein wenig auf die Schippe nimmt und schön die Unterschiede – die meiner Meinung nach nicht die größte Rolle spielen – hervorhebt.

via einem sich beleidigt fühlenden iPhoneblogger ;-)

P.S.: Ein Tipp für alle Androidnutzer da draußen: Don’t be a cheap fuck! Viele gute Apps kosten Geld und erst dadurch wird ein Smartphone zu einem Werkzeug, das man gern und oft benutzt und vor allem auch benutzen kann. Hunderte Euro für ein Handy ausgegeben und dann wegen Kleinstbeträgen unter dem Preis einer Tasse Kaffee oft schlechte oder mit Werbung zugekleisterte, kostenlose Apps benutzen … das gilt auch für iPhone Benutzer!