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Review HTC Desire vs. iPhone 3Gs

TL;DR? “Android kann auch was” …

Seit ich bei dem USA-Trip Anfang Mai mein iPhone 3Gs verloren habe von jetzt auf später einfach seinen Geist aufgab, habe ich meine Smartphone Bedürfnisse mit einem Desire von HTC gestillt. Das hier soll eine kleine Übersicht über die Unterschiede sein … denn heute habe ich quasi ein anderes 3Gs geerbt und muss zum Glück nicht mehr Android “aushalten” ;-)

Disclaimer: ich hatte schon das erste iPhone und zwar bevor es hierzulande erhältlich war (thx Christoph) und entwickle Software für Android, hatte also auch schon vorher Erfahrung mit diesem System. Nur damit zu “leben” … das war was neues …

HTC Desire – The Good

  • Besserer Empfang als das iPhone
  • Alle wichtigen (=auf dem iPhone oft genutzte) Anwendungen sind auch dort vorhanden und gleichwertig
  • schnell genug
  • Google inside … bestes Beispiel die Maps-Anwendung mit integrierter Navigation und 3D-Karten … nichts dergleichen auf dem iPhone (Navigon ist allerdings nahezu identisch auf beiden Systemen)
  • Flash im Browser funktioniert (halbwegs)
  • Blitzlicht für die Kamera, auch wenn die Bilder im Dunkeln trotzdem oft verwackeln (+ Auslöser ist ein Hardwarebutton und nicht nur das Display)
  • Eine LED, die einem anzeigt, wenn man irgendwas verpasst hat … ohne nachschauen zu müssen wie beim iPhone. Dazu ein Benachrichtigungssystem, dass nicht dauernd im Weg ist.
  • Das Plastik scheint robuster zu sein … beim iPhone hatte ich ziemlich schnell Kratzer und Risse an den Buchsen, hier sieht alles glatt aus
  • Ein eigener Hardwarebutton für die “Zurück”-Funktion ist gar nicht so schlecht, Menü und Suche hätte man sich schenken können so selten wie die benutzt werden
  • Die Tastatur zeigt Groß- und Kleinbuchstaben … ist mir vorher nie aufgefallen, aber es nervt mich auf einmal, dass beim iPhone immer nur Großbuchstaben stehen.
  • Es hat eine Accesspoint Funktion, die meinem iPhone von Apple verwehrt wird (obwohl es per Jailbreak natürlich ohne Probleme geht, genauso das normale Bluetooth Tethering)
  • HTC Sense macht Sinn und liefert einige nette Zusatzfunktionen, die das blanke Android nicht hat
  • Widgets sind nett, aber die meisten sind absolut hässlich und unnötig
  • Live Wallpaper sind ebenfalls nett
  • Es kann selbst erstellte SMS-Töne verwenden … wohooo, keine Ahnung warum das iPhone das selbst in iOS5 noch nicht kann
  • Aus Entwicklersicht großartig. Activities, Intents, man kann für praktisch alles Anwendungen schreiben und so das Gerät ziemlich krass anpassen (siehe Oberflächen der diversen Hersteller … HTC, Samsung, etc). Ich habe zum Beispiel lieber eine andere SMS-Anwendung benutzt … gefiel mir besser.

HTC Desire – The Bad

  • Viel zu wenig interner Speicher. Mit nur 512 MB hat sich HTC wirklich selbst ins Bein geschossen. Auch das Nexus One hatte nicht mehr, aber dort belegt keine Sense Oberfläche fast den ganzen Rest. Apps können zwar mittlerweile auch teilweise auf die SD-Karte ausgelagert werden, aber trotzdem ist sehr schnell Schluss mit “ich probier die App einfach mal aus”, weil sie eben nicht mehr auf die 140 dafür vorgesehenen Megabytes passt :/
  • Updates kommen – wenn überhaupt – viel zu spät (Google ist in etwa so schnell – oder langsam – wie Apple, aber da sind dann noch die Hersteller und die Netzbetreiber). Und das bei einem Gerät, das erst im April letzten Jahres herauskam …
  • Der Market (App Store auf androidisch) ist überflutet mit Crapware … d.h. die Messlatte für Apps ist dort sehr niedrig oder aus irgendeinem Grund schaffen es die guten Apps und Spiele nicht nach oben? Keine Ahnung, aber auf dem iPhone habe ich in vielen Jahren nicht so viele Enten installiert und ausprobiert wie dort. Da muss Google noch ein wenig arbeiten und wirklich gute Apps besser herausstellen und zwar nicht nur die, die sowieso jeder kennt.
  • Der Akku ist zu klein und ich musste viel zu oft das Handy schon abends an die Steckdose hängen (übrigens denkt das Desire beim Apple Ladegerät es wäre normales USB und lädt nicht mit voller Power, das macht es nur wenn D+ und D- am USB-Port kurzgeschlossen sind …)
  • Damit zusammenhängend … wenn man ein leeres Handy mit “Universalladeanschluss” hat, dann kann man es zur Zeit vergessen irgendwo Strom zu bekommen wenn man kein Ladekabel dabei hat … überall weitestgehend iPod-Stecker oder Mini-USB vorhanden, Micro-USB Fehlanzeige)
  • Keine iTunes-Synchronisation … HTC-Sync ist ein Witz und ich hasse es meine MP3s selbst auf ein Gerät spielen zu müssen und irgendwas mit dem Dateisystem rumzufuchteln (einmal das eigene MP3-Verzeichnis und dann den Wust den man präsentiert bekommt, wenn man das Handy als Festplatte anstöpselt).
  • Kein echtes Multitouch, es funktioniert quasi nur “Pinch to Zoom” oder wie man das nennen mag
  • Man kann keine Screenshots machen ohne das Gerät zu rooten

Einige von den guten Sachen kann das iPhone4 bereits oder kommt noch mit dem nächsten iOS (Version 5) bzw. geht mit Jailbreak. Die meisten schlechten Punkte haben andere Android Geräte bereits ausgemerzt oder zumindest bin ich optimistisch, dass sie irgendwann verschwinden.

Es wird also immer gleicher und ich muss ganz ehrlich sagen, dass es für den normalen Alltag nichts ausgemacht hat plötzlich ein Android in der Hand zu halten. Das einzige was mir fehlte waren die vielen kleinen Spielchen und Versorgung mit grandiosen Neuerscheinungen aus dem App Store. Die benutzt man zwar nach einer Weile eh nicht mehr wirklich, aber ich werde gerne durch neue und interessante Apps unterhalten … auf Android ist da ein bisschen Fehlanzeige, weil es eben immer noch “iPhone first” für viele Entwickler heißt. Außerdem fehlte mir ein wenig die Sprachsteuerung und die Tatsache, dass der Ausschalter auf der anderen Seite angebracht ist, war auch extrem irritierend (die Umstellung zurück zum iPhone somit auch wieder).

Ich bin gespannt was Apple im September (?) für neue Hardware auf den Markt schmeißt. Und vielleicht gibt es ja dann auch ein neues Android Flagschiff oder das S2 ist günstiger geworden … oder Nokia braucht mal nicht 8 Monate von der Ankündigung bis zur Auslieferung (das N9 sieht nämlich gar nicht so schlecht aus). Mein Vertrag läuft aus und der nächste Geburtstag kommt bestimmt …

So und jetzt ihr! Was nervt euch an eurem Androiden oder iPhone? Was ist absolut großartig?

Liebe Telekom, fuck you!

Liebe Telekom,

was man bei euch erlebt, wenn ein iPhone kaputt geht, ist alles andere als kundenfreundlich. Kann sein, dass ich mich hier künstlich aufrege, denn all das hätte mit einer simplen Garantieerweiterung seitens Apple gebacken sein können. Stattdessen erfahre ich jetzt, dass es beim iPhone nach der Garantie noch nicht mal einen Gewährleistungszeitraum gibt.

Die T-Punkt Mitarbeiter sind unfreundlich und patzig und sagen einem sofort, dass das ein kompletter Umtausch werden wird, sie könnten es nicht reparieren und es würde mich 239 € kosten. Ok, preiswerter als ein neues zu kaufen, aber für mich ist diese Art von Defekt (iPhone schaltet sich ohne Zutun aus und will dann wiederhergestellt werden, was allerdings nicht funktioniert) klar ein Gewährleistungsfall. Nur, es gibt keine Gewährleistung. Bamm!

Die 239 € kommen zudem von Apple direkt, die sind so “nett” (neu kostet es immer noch ein Vermögen). Die Telekom freut sich über jemanden, der noch ein paar Monate bei ihnen ist und will einem sogar noch ein iPhone 4 andrehen. Suppi.

Nun habe ich die letzten Abend mal geschaut für was für einen Preis iPhones mit meinem Defekt bei Ebay weggehen … um die 200 € … sehr erstaunlich! Also leicht zu reparieren, sonst würde sich das doch nicht lohnen, oder? Es ist auch seltsam, dass es so viele Fälle gibt … systematischer Fehler im iPhone 3GS? Wie auch immer, es ist sogar günstiger das defekte Gerät bei Ebay zu verticken und dort ein neuwertiges Gerät zu kaufen als es bei der Telekom in Reparatur zu geben.

I’m pissed now … weil nicht klar kommuniziert wurde, dass ich nach 12 Monaten der Arsch bin und auch bei nicht selbst verursachten Defekten zahlen soll. Garantie deckt ja auch keine Wasserschäden oder Wurfaktionen ab.

Bleibt also das Gefühl, das ich schon beim Abschluss dieses Vertrages hatte: Telekom ist ein notwendiges Übel gewesen um an ein iPhone zu kommen. Also Vertrag gekündigt! Zum Glück ist diese Exklusivität jetzt vorbei. Schaut man nämlich bei O2 auf das Kleingedruckte, so gibt es dort tatsächlich 24 Monate Gewährleistung.

Und nu erstmal Android (HTC Desire) bis zur iPhone 5 Ankündigung und endgültigen Entscheidung was das nächste Handy wird ;-) Wird mir mit jedem Produktzyklus sympathischer ;-)

Nachtrag:
Mittlerweile habe ich ein gebrauchtes iPhone 3Gs “vererbt” bekommen. Auch das ist wenige Tage nach meinem kaputt gegangen, konnte aber wieder repariert werden (natürlich nicht umsonst). Mal sehen was der Herbst so an neuen Geräten bringt … von der Telekom bin ich aber erstmal geheilt und es wird wohl O2, weil dort war ich noch nicht ;-)

Apple Statement bezüglich “Locationgate” – it’s a bug

Zitat aus ihrer Stellungnahme:

6. People have identified up to a year’s worth of location data being stored on the iPhone. Why does my iPhone need so much data in order to assist it in finding my location today?
This data is not the iPhone’s location data—it is a subset (cache) of the crowd-sourced Wi-Fi hotspot and cell tower database which is downloaded from Apple into the iPhone to assist the iPhone in rapidly and accurately calculating location. The reason the iPhone stores so much data is a bug we uncovered and plan to fix shortly (see Software Update section below). We don’t think the iPhone needs to store more than seven days of this data. [...]

Software Update
Sometime in the next few weeks Apple will release a free iOS software update that:

  • reduces the size of the crowd-sourced Wi-Fi hotspot and cell tower database cached on the iPhone,
  • ceases backing up this cache, and
  • deletes this cache entirely when Location Services is turned off.

In the next major iOS software release the cache will also be encrypted on the iPhone.

via Apple

Ich hatte Recht und alle Mediennachplapperer und Panikmacher dürfen sich jetzt von mir anhören was eh schon jeder weiß … sie recherchieren nicht. Nie! Schreiben irgendwelchen Stuss ohne selbst die Daten anzuschauen, anstatt sich auf das Wesentliche, die unverhältnismäßige Größe bzw. Bereitstellungsdauer dieses Caches, einzuschießen und im Hinterkopf zu behalten, dass alle Programmierer (zumindest die Guten) im Grunde ein faules Pack sind und auch gerne mal etwas “vergessen” können. Sollte nicht passieren, kann aber … da darf ich auch mal Fanboy sein und die armen kleinen Apple Hasis für ihren Fauxpas in Schutz nehmen ;-)

Google Fusiontables

Nett … gestern habe ich hier im Blog noch mein Bewegunsprofil händisch mit der Maps API visualisiert, heute finde ich endlich heraus was Google Fusiontables sind. Damit lädt man einfach ein paar Daten hoch und kann sie ohne “Programmieraufwand” visualisieren. So auch die iPhone Mobilfunkmasten Datenbank …

Awesome! Als Heatmap dargestellt könnte man schon eher sehen wo ich mich oft aufhalte. Dort wo man nicht in Bewegung war, ist die Dichte der erfassten Mobilfunkmasten sehr viel höher und das sieht man. Aber auch wenn man eine Stadt nur passiert (ich war in dem Zeitraum nie in Regensburg, sondern bin nur zum Skifahren dran vorbeigefahren) wird schon recht viel erfasst und führt neben den Städten in denen man eigentlich nicht war zu vielen Irrlichtern.

Meine Theorie ist mittlerweile, dass das gar nicht unbedingt Mobilfunkmasten sind, die das iPhone gesehen hat. Ich glaube viel mehr, dass bei einer Ortsanfrage oder bei anderen Gelegenheiten (warum sonst während einer Autofahrt bei der das Handy in der Hosentasche schlummert?) ein Server gefragt wird welche Mobilfunkmästen und Wifinetze sich in der Nähe befinden. Das erleichtert dann die schnelle Lokalisierung beim nächsten tatsächlichen Versuch des Benutzers seinen Standort festzustellen.

Dafür spricht, dass die Daten aus “Klumpen” von Mobilfunkmasten bestehen, die alle zum selben Zeitpunkt aktualisiert wurden. Außerdem ist für einen bestimmten Kartenausschnitt immer nur der letzte Besuch bzw. das letzte Laden gespeichert. Es ist also definitiv kein absichtlich angelegtes Bewegunsprofil von Apple, sondern lediglich ein Cache.

Naja … bleibt immer noch die Frage, warum dieser Cache alles auf immer und ewig speichern muss und Daten nicht nach ein paar Tagen verwirft. Praktisch zum stromsparenden mitloggen der eigenen Position (geschieht ja scheinbar immer). Bei einer USA Rundreise (am Freitag geht’s los) sicher interessant um eine Route erkennen zu können, bei mehrfach besuchten Gegenden aber nicht so gut … muss ich doch noch selbst per GPS mitloggen wo wir ungefähr lang gefahren sind ;-)

Mein Bewegungsprofil der letzten 8 Monate

Beeindruckend viele Mobilfunkmasten befanden sich in der Logdatei meines iPhones, über 13000 Stück (Zeitraum ca. Ende August 2010 bis jetzt). Die Genauigkeit der Ortungen lässt zum Teil sehr zu wünschen übrig bzw. es ist schon beeindruckend mit was für Mobilfunkmasten so ein Handy alles Kontakt aufnimmt während man auf einer Autobahn entlang fährt.

In großen Städten, in denen man sich längere Zeit aufgehalten hat, korrelieren die Mobilmasten bzw. deren Dichte allerdings stark mit den bevorzugten Aufenthaltsorten. Beispiel Orlando:


(Man sieht Häufungen beim Hotel, dem Convention Center, am Flughafen und bei Disney World. Passt so weit.)


(Das ist die Bayern Arena … ich war nie drin, aber offenbar sind dort sehr viele Mobilfunkmasten und man sieht sie von der Autobahn aus)

Allerdings befindet sich in meinen Daten ein eigenartiger “Batzen” bei Hof. Ich war dort nie und schon gar nicht zu der Zeit, die angegeben ist. Dafür spricht auch, dass in der Umgebung kaum Mobilfunkmasten aufgezeichnet wurden, nur in Hof selbst. Sehr eigenartig … hat hier T-Mobile vielleicht einige Basisstationen aus Hof irgendwo anders in der Republik verteilt und Apple denkt sie wären immer noch dort?!


(Hof)

Wie dem auch sei … beim Betrachten der Daten fällt auf, dass es keine doppelten Punkte gibt. Es sieht fast so aus als ob von bestimmten Mobilfunkmasten immer nur die letzte Sichtung gespeichert wird. Eventuell dient das der schnellen Positionsfindung, wenn man gerade nicht online ist? Zeichnet das iPhone eventuell nur die gesehenen Mobilfunkmasten auf und holt sich danach die genauen Koordinaten online von Apple?

Dafür sprechen jedenfalls die fast identischen Zeitstempel bei vielen Masten und die sehr genaue Position dieser Masten. In Möhrendorf (hier wohne ich) befinden sie sich zumindest genau dort wo sie eben sind. Ich kann mir nicht vorstellen wie eine Positionsbestimmung dieser Masten von meinem Handy aus funktioniert haben soll und das macht ja auch überhaupt keinen Sinn, denn die Positionen sind bekannt und können bei den Mobilfunkunternehmen abgefragt werden. Apple braucht dazu keine iPhone-Helfer.

Die Wifinetze habe ich mir nicht angeschaut, weil das viel zu viele Daten (über 100000) sind. Ich fühle mich wie ein kleiner Wardriver ;-) Aber auch hier vermute ich, dass man die Positionen der Netze nicht selbst ermittelt, sondern von Apple geliefert bekommt und in der Datenbank dann gecached werden um auch offline die eigene Position schneller finden zu können. Wie bekommt Apple diese Positionen? Na immer dann, wenn man selbst seine Position per GPS bestimmt, aber diese genauen Positionen sind ja bekanntlich nicht in dem Log (consolidated.db) enthalten.

Alles in allem eine sehr eigenartige Datenbank. Ob so ein Cache wirklich nötig ist? Und vor allem ob man wirklich allen Daten vertrauen kann, wenn man jemandem hinterherspioniert (siehe Hof)? Wie schon gesagt … sehr eigenartig ;-)

Frohe Ostern und so und denkt nicht all zu sehr darüber nach was eure Smartphones von euch so alles wissen und was passiert, wenn diese Daten in die falschen Hände kommen …

P.S.: Was Hof angeht … ich und mein iPhone befanden sich zu den angegebenen Zeitpunkten wirklich nicht dort. Auch nicht in Coburg …

P.P.S.: Bonusbild ohne Marker, dafür alle Messpunkte mit Linien verbunden. Gleicher Tag, gleiche Farbe. Man sieht die Erfassung geschieht immer in Brocken, die sehr eng zusammenliegen (ähnliche Aufteilung der Farben, wenn man jeder Stunde eine eigene gibt).

Android Smartphones loggen auch die Position mit

Vielleicht habt ihr es ja irgendwo in den letzten Tagen gelesen. Neben astronomischen Gewinnen hat Apple auch noch ein Problem mit Senatoren und Datenschützern, die nun Aufklärung verlangen was das soll ein Log mit Mobilfunktürmen und Wifi-Netzen (und deren Position) zu führen. Um das klar zu stellen … dieses Log – oder auch Cache genannt – dient vermutlich dazu die Positionsdaten ohne GPS zu verbessern. Dafür spricht, dass normale und akkuratere GPS Positionen nicht in diesem Log zu finden sind. Apples iPhone sendet z.B. alle 12 Stunden solche Daten nach Hause bzw. immer wenn man einen GPS fix anfordert. Man hofft es geschieht anonym … so sagen es zumindest zu Terms of Service.

Google macht etwas ziemlich ähnliches. Und auch dort werden in zwei Dateien cache.cell und cache.wifi im Verzeichnis /data/data/com.google.android.location/files die letzten Positionen gespeichert. Scheinbar nur für die letzten Tage, aber immerhin.

Bleibt als kleiner Aufreger nur die extreme Verweildauer dieser Daten auf unser aller iPhones. Bug? Erfüllt es doch einen Zweck? Oder war da nur jemand faul? Auf jeden Fall ärgerlich.

Aber noch viel ärgerlicher finde ich die Berichterstattung darüber, die sich nach wie vor darauf versteift, dass das Vorhandensein dieser Daten in einem unverschlüsselten Backup unglaubliche Datenschutzprobleme hervorrufen würde. Halloooooo?! Im gleichen Backup befindet sich auch alles andere was sonst auf dem iPhone gespeichert ist: das Adressbuch, empfangene und gesendete SMS, Mails, Notizen, Daten von anderen Apps, etc … ja und wenn man Zugriff auf den Computer hat um dieses Backup zu lesen, na dann hat man auch Zugriff auf den ganzen Rest an Daten auf diesem Computer. Alles nicht so wild wie die Positionsdaten in irgendeinem Log in einem Backup, das man wahlweise auch verschlüsseln kann, wenn man das entsprechende Häckchen setzt? Komisch.

Gut, auf dem Handy selbst liegt das Log immer noch unverschlüsselt, aber trotzdem neben einer Fülle weiterer Daten. Wie bei jedem Smartphone. Wer wie ich keine PIN zum Entsperren des Handys benutzt und bei keinem Dienst zur Fernlöschung bei Verlust (oder geht das über Googles Exchange Dingens?) angemeldet ist, muss schön blöd sein ;-)

Frohe Ostern :D

“Offenes” Android gegen “integriertes” iOS

Da hat Steve Jobs aber gestern was losgelassen (Youtubelink zu seinem Rant). “Wir sind besser nenana” oder so ähnlich. Es ging um Konkurrenten wie z.B. RIM, aber hauptsächlich Android und warum es nicht “open”, sondern “fragmented” sei und iOS besser ist, weil “integrated”.

Andy Rubin – Android Erfinder/Gründer – schreibt dazu:

the definition of open: “mkdir android ; cd android ; repo init -u git://android.git.kernel.org/platform/manifest.git ; repo sync ; make”

Womit er natürlich recht hat. Steve Jobs bezeichnete nämlich u.a. auch Windows als “open” … WTF?! Aber das blöde an obigem Statement? Android ist so offen, dass viele Mobilfunkanbieter und Hersteller das Telefon anpassen und verunstalten wie blöde. Das Ergebnis:

  • Überall andere Nutzeroberflächen
  • Verschiedene Appstores
  • Vorinstallierte Anwendungen, die keiner braucht analog zu Windows Komplettsystemen :(
  • Unendlich viele Kombinationen von Geräten und OS-Versionen (siehe Tweetdeck Betatest Analyse)
  • Verzögerte oder gar keine Updates (eben wegen dem starken Grad der Anpassung und weil das bei jedem Update erneut eingepflegt werden müsste)

Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass offen schlecht sei. Aber das Ergebnis ist mehr als unbefriedigend. So gab es im Webkitbrowser von Android nämlich eine Sicherheitlücke. Da der Browser nicht getrennt aktualisierbar ist müssen viele auf ein Update von Android selbst (in Version 2.2 ist es behoben) warten. Werden viele Handys einfach nicht oder erst sehr viel später bekommen, was einfach bescheuert ist.

Die meisten Android Mobiltelefone sehen mir einfach wie die üblichen Fire & Forget Geräte aus. Man bekommt vom Hersteller genau null Informationen und auch keine weiteren Updates mehr. So wie bei Nokia früher (und vermutlich auch jetzt) … mit den Bugs muss man halt leben :/

So … mein Rant ist jetzt auch zu Ende. Ich mag Android, eben weil es offen ist. Aber ich habe mein iPhone noch lieber, weil es einfach funktioniert … egal was es alles nicht kann oder unterbindet.

P.S.: Wer sein iPhone auch offen haben möchte, der möge einfach einen Jailbreak vornehmen und weil wir schon dabei sind muss ich fairerweise auch sagen, dass es für viele Androidphones auch Custom ROMs gibt mit denen man trotzdem eine aktuelle Version nutzen kann, auch wenn der Hesteller/Mobilfunkprovider zu faul ist. Wer suchet, der findet … es gibt ja sogar Android ROMs für Windows Mobile Geräte und sogar iPhones ;-)

Facebook Orte und Google Goggles

Was für ein lustiger Tag für die Web 2.0 Nerds unter uns. Die iPhone App bzw. Facebook an sich unterstützt jetzt endlich auch in Deutschland das Feature “Orte”. Damit kann man sich selbst und Freunde – wie der Name schon sagt – verorten. Ob das nun das Killerfeature wird, keine Ahnung … aber einige werden das sicher regelmäßig nutzen. Ich kenn’ euch doch ihr Foursquare Schlampen ;-)

Das andere neue Feature ist Google Goggles. Auf Android Handys schon länger verfügbar, gibt es jetzt die praktische Bildersuche von Google auch für das iPhone. Man kann damit ein Foto schießen und Google sagt einem was auf dem Foto zu sehen ist. Markante Bauwerke, Bücher, Weine, etc … im Prinzip also ein Barcode Lesegerät “on steroids”. Funktioniert einwandfrei und endlich mal ein Grund die Goolge App überhaupt zu verwenden (Suche per Spracheingabe ist irgendwie nicht meins) …

Ach ja und für alle Androidnutzer da draußen: Skype gibt’s jetzt endlich offiziell, aber nur für 2.1 und darüber. Einfach im Market suchen und installieren. Und wenn ich schon mal dabei bin, gibt es eigentlich eine Möglichkeit alle Updates dort automatisch einzuspielen? Wenn 5 Updates da sind, dann muss ich immer 5 Mal alles bestätigen und drücken. Was wenn mir das absolut egal ist?

Steve Jobs’ Gedanken über Flash

Jetzt ist der Chef von Apple endgültig abgehoben. In einem Artikel auf der Apple Homepage lässt er sich über das Thema Flash auf iPhone, iPod und iPad aus und wenn es vorher noch irgendwelche Zweifel gab, so ist jetzt klar, dass der Punkt 3.3.1 der Terms of Service eindeutig gegen Adobes Flash gerichtet ist.

Seine Argumente? Wie gehabt:

  • Flash ist eine proprietäre Technologie und Apple wolle nur offene Standards wie HTML5, etc unterstützen.
  • Während Adobe ein geschlossenes System entwickelt hat, war Apple so nett der Welt Webkit zu schenken, das jetzt auf praktisch allen Smartphones (außer bei Microsoft) der Standardbrowser ist.
  • Viele bekannte und große Videoseiten unterstützen die Apple Geräte auch ohne Flash, man verpasse also gar nicht so viele Videos wie behauptet
  • Man kann zwar keine Flashspiele spielen, aber dafür gibt es 50000 Spiele im Appstore, die ganz ohne Flash auskommen
  • Außerdem würden Flashvideos in Software dekodiert werden müssen und das ginge auf die Batterie währen H.264 Videos in Hardware dekodiert werden können
  • Viele Flashanwendungen verwenden Hover-Events, d.h. es passiert etwas wenn man die Maus bewegt. Dieses Konzept gibt es auf Touchgeräten nicht und deshalb müsste man Flash basierte Webseiten sowieso neu entwickeln. Dann könnte man auch gleich offene Standards nehmen.

So … und dann kommt der für Steve Jobs wichtigste Punkt, den ich im Gegensatz zu den anderen Argumenten für absoluten Bullshit halte. Weiterlesen