Smartphones mit Windows Mobile sind nun wirklich nichts neues und existierten schon lange bevor Apple und Google ihre Versionen eines mobilen Betriebssystems auf den Markt losgelassen haben, aber Microsoft (und andere Hersteller) haben hier leider eine wichtige Entwicklung verschlafen. Es ging nicht mehr um möglichst viele Funktionen, sondern um die einfache Bedienbarkeit der Kernfunktionen – vermutlich damit sie überhaupt benutzt werden. Wie viele andere Hardwarehersteller hat z.B. HTC daraufhin seinen Handys eigene Oberflächen verpasst und das Windows Mobile dahinter so gut es ging versteckt.
(Im Bild: HTC Touch Diamond2, HTC Touch Pro2 und Samsung Omnia. Letzteres mit einem inoffiziellen 6.5 Rom und ersteres noch mit einem 6.1 Rom) Weiterlesen →
Haha, auch der Spamassassin auf unserem Server hat die Regel FH_DATE_PAST_20XX im Regelset stehen, die Mails aus der “Zukunft” als Spam markieren soll. Das Problem? Die Zukunft ist bei diesem Filter schon 2010 ;-)
Direkt darüber steht in der Datei /usr/share/spamassassin/72_active.cf noch ein anderer Filter mit Datumsangabe: FH_DATE_IS_19XX … den konnte ich bei uns allerdings nirgends in den Headern finden, weil diese Regel wohl nur Mails aus dem letzten Jahrhundert Pluspunkte gibt.
Verrücktes Filtersystem. Da ziemlich viele Anbieter Spamassassin zur Spambekämpfung einsetzen solltet ihr mal schleunigst euren Spamordner durchsuchen, ob seit dem 1.1. vermehrt normale Mails dort gelandet sind.
Seit den Weihnachtsfeiertage läuft dieses Blog ja nun auf einem neuen (V)Server, der deutlich leistungsstärker als die vorherige Version ist. Das liegt nicht nur an der schnelleren Maschine, sondern auch an der Tatsache, dass man es bei so einem Umzug ja nochmal mit den ganzen Konfigurationsdateien zu tun bekommt.
Das angesammelte Wissen würde ich gerne mit euch und meinem zukünftigen serverinstallierenden Ich teilen ;-) Weiterlesen →
Während tausende von simulierten Anfragen auf den Server einprasseln, kann ich hier fast ohne Probleme noch einen Beitrag schreiben. 16 virtuelle Kerne hat das neue System und nutzt sie recht gut aus … load pendelt jetzt bei 9.5 während das System mir sagt es wäre nur zu 30% beschäftigt. Hmm …
Nettes Upgrade, Hosteurope. Der alte XXL 3.0 Vserver war doch eine ziemliche Krücke dagegen, aber jetzt … endlich wieder ein schnelles Blog, d.h. wenn da nicht die vielen Plugins wären, die ihren Javascript/CSS Code natürlich immer laden müssen und nicht nur, wenn es gebraucht wird ;-)
Tabbed Email: wie Tabbed Browsing und ich frage mich gerade wieso es das nicht schon immer gab?
Gruppierte Ordner: Ordner, die in mehreren Postfächern vorkommen können automatisch gruppiert werden, so dass man dann nur eine Inbox, nur einen Trash und nur einen Spam Ordner, etc hat. Das ist praktisch um einen Überblick über alle Konten zu bekommen
Verbesserte Suche: bei der ersten Installation ist Thunderbird 3.0 sehr damit beschäftigt einen Index über alle Mails aufzubauen. Bei einer Sucheingabe erhält man jetzt sofort ein paar Vorschläge und die Ergebnisse nach Relevanz oder Datum angezeigt. Zusätzlich gibt es noch eine Übersicht welche Kontakte und Ordner bei den Suchergebnissen eine Rolle spielen. Dazu noch ein hübscher Datumsgraph über die Suchergebnisse … nett
IMAP Anhänge werden endlich im Hintergrund heruntergeladen! Kein dreimalige Herunterladen von großen Anhängen mehr, sondern einfach per Drag&Drop irgendwo hinziehen und warten. Kein “Datei wird verwendet” Geschmarri mehr … perfekt (und schade, dass es so lange gedauert hat, bis das jemand gefixt hat)
Automatische Archivfunktion: bisher habe ich meine Mails alle 3 Monate in lokale Ordner gesichert, jetzt scheint es dafür eine eigene Funktion zu geben (bin mir noch nicht sicher, ob man das genau so verwenden kann)
Das neue Design ist allerdings ein wenig gewöhnungsbedürftig (musste erstmal wieder die Antworten und Allen Antworten Buttons in der Toolbar aktivieren) und einige Addons funktionieren auch noch nicht mit 3.0, aber sonst schaut die neue Version ziemlich gut aus. Danke an die fleißigen Entwickler!
Tagesthema.de soll ein personalisierbarer Newsaggregator sein, der die Nachrichten (oder was auch immer) mit Twitter verknüpft. Klingt nach einer einfachen Sache und ja, es ist auch recht einfach mit vorhandenen Plugins und ein bisschen PHP/Javascript als WordPressaufsatz zu lösen, aber wir wollten es erweiterbar und flexibler als eine solche Lösung haben. So entschieden wir uns dafür es doch mal mit Google App Engine zu probieren.
App Engine ist Googles Cloud Computing Service. Das heißt man baut dort eine Webanwendung und diese läuft nicht mehr wie üblich auf einzelnen Rechnern und wird bei Bedarf erweitert, sondern schon von Anfang an auf einer ganzen Rechnerfarm und wird automatisch skaliert. Das bedeutet einerseits, dass man bei einem großen Ansturm kaum Latenzen spürt, weil die Anwendung dann auf sehr vielen Rechnern verteilt läuft und andererseits, dass man bei geringerem Ansturm nicht all die Rechner bezahlen muss, die beim konventionellen Hosting dann unbenutzt mitlaufen würden.
App Engine bietet aber nicht nur Vorteile, sondern auch ein paar Nachteile und Hürden. Ein großer Nachteil ist z.B. die fehlende Portabilität. Zwar gibt es mit AppScale ein Open Source Projekt, das versucht die App Engine Umgebung nachzubauen, aber im Wesentlichen ist man mit einer einmal geschriebenen Anwendung wohl auf unbestimmte Zeit bei Google Kunde und kann nicht einfach zu anderen Cloud Computing Anbietern wechseln. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, denn Google ist sehr preiswert und jeder kann dort auch vollkommen umsonst ein Projekt starten (die Quotas für kostenlose Apps liegen recht hoch).
Hürden sind das Erlernen von Python (habe ich bis vor einer Woche noch nichts mit gemacht) und das Umdenken bei der Verwendung von Datenbanken. Bei Google gibt es nämlich keine relationale Datenbank (andere Cloud Computing Anbieter haben das mittlerweile im Programm), sondern nur ihr bekanntes BigTable. Damit gibt es keine JOINs zwischen mehreren Tabellen und es gibt Limits bei der Sortierung und Suche nach Datensätzen (keine Volltextsuche). Außerdem scheint es recht langsam bei Schreibzugriffen zu sein, weil hier die Daten auf mehrere Rechnerknoten verteilt werden. Auch das Lesen aus diesem Datastore ist nicht sehr flott. Aber auch dafür hat Google natürlich eine Lösung: Memcache. Wenn man cached was das Zeug hält, bekommt man auch eine sehr sehr gute Leistung hin. Ach ja, der Cache ist so unglaublich großzügig bemessen, man wäre verrückt ihn nicht zu verwenden … auch weil jeder aufwändige Datenbankaufruf ja wieder Geld kostet.
Letztendlich ging es dann aber erstaunlich einfach die Idee mit und auf App Engine umzusetzen und ich bin wirklich zufrieden was wir (Bonsay ist für das Frontend verantwortlich, Cappellmeister für’s Vorantreiben, Design, Wünsche und Fehlerreports und ich – natürlich – für das Backend) nach einer kurzen Einlernphase in nur 3 Tagen hinbekommen haben. App Engine rockt! JQuery rockt! Und die ganzen Webdienste mit ihren APIs … nunja, letztendlich mussten – und müssen noch – wir viel selber machen, weil die Limits zu niedrig liegen. Sie rocken also nicht :-)
Ich bin gespannt wie es weiter geht! Seit dem Launch am Mittwoch haben wir eigentlich nur auftretende Bugs gefixt und jetzt kommen Schritt für Schritt kleine Funktionen dazu. Als Spaß- & Lernprojekt nebenher ist das ein wunderbare Sache, denn seit dem Barcamp in München bin ich ziemlich heiß auf diese Cloud Computing Geschichte gewesen und kann es jetzt endlich mal ausprobieren. Bin sogar schon so weit zu überlegen mein Blog dorthin umzuziehen, aber leider gibt es noch kein Cloud WordPress in Python ;-)
P.S.: Das Presse-, Blog- & Twitterecho zu www.tagesthema.de war übrigens überwältigend. Wow!
(Screenshot mit MS Paint erstellt und verkleinert)
XKCD erinnert an viele gute Jahre mit Geocities, einem kostenlosen Webspace Anbieter aus der Dotcom-Bubble-Zeit. Hatten wir dort irgendwann mal nicht alle so eine blinkenden Comic Sans Webseite?
Jetzt ist’s weg *schnief* und Yahoo hatte dafür mal knapp 3,6 Milliarden Dollar – sagte ich Bubble? – ausgegeben … 360 Millionen Dollar pro Jahr Besitz ;-)
Am Freitag Abend habe ich mich mit Bonsay (@andiweiss) auf dem Beifahrersitz auf den Weg nach München gemacht um zusammen mit dem Cappellmeister (@Cappellmeister) – wie schon geschrieben – auf’s dortige Barcamp zu begeben. Ein Barcamp ist eine offene, partizipative Unkonferenz, deren Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern bestimmt wird, wie Wikipedia schreibt und das trifft ziemlich genau zu. Nach einem ordentlichen Frühstück und einer Runde Tetris (siehe Video unten) stellten sich am Samstag erstmal alle Teilnehmer selbst vor (ein paar kannte man ja schon von der Warm-Up Party abends zuvor in der Keksdose/Neuraum) und dann wurden Sessions vorgestellt und je nach Interesse auf die vorhandenen Räume verteilt.
Samstag
Meine erste Session war in einem viel zu kleinen Raum zusammen mit Björn Negelmann: Webtrends 2010. Ich fand es sehr aufschlussreich was andere für kommende Trends halten und Björn hat es auch nochmal ganz gut auf seinem Blog zusammengefasst.
Danach war im gleichen Raum mit deutlich weniger Teilnehmern eine Session von Jan Schenk, der Cloud Computing nach Art von Microsoft vorstellte. Was er über Azure zu erzählen hatte fand ich sehr interessant (besonders die relationale Datenbank in der Cloud) und bei den Zuhörern gab es auch einige, die Erfahrungen hatten und interessantes zu sagen hatten. Super.
Nach dem kurzen Mittagessen folgte in meinem Programm eine Augmented Ajax Session. Eine viel versprechende Idee wurde vorgestellt um mit “Quasi-Screenscraping” eigene Apps für Handys zu bauen. Nicht sehr überzeugend, aber mit der Fragmentierung im Markt der mobilen Endgeräte wird man nicht drumherum kommen irgendetwas für einfachere Portierungen zu benutzen. Java auf den Handys ist ja gradios gescheitert … jetzt versuche es Frameworks wie PhoneGap oder Titanium, aber auch Flash hat vor ein paar Tagen ja verkündet Flash auf jedem Gerät zu unterstützen und über Umwege sogar auf dem iPhone.
In der nachfolgenden Session über Android erfuhr ich zwar einiges über diese mobile Plattform, aber nicht viel neues. Ebenso bei dem Vortrag über Google Apps danach. Aber vielleicht war ich auch einfach nicht mehr aufnahmefähig nachdem wir nachts zuvor nur 4 Stunden Schlaf hatten ;-)
Trotzdem haben wir uns nochmal gemeinsam in die Usability Session von Florian Bailey gehockt um zuzuschauen wie einige Webseiten auseinander genommen wurden. Interessant.
Abends gab es dann noch Chili und jede Menge Bier in der Niederlassung, einer ziemlich geekigen Bar im Zentrum (Wlanpasswort Zensursula *g*). Überhaupt alles sehr nerdfreundlich, denn im Neuraum am Tag zuvor gab es auch Wlan, wenn man im gigantischen Keller schon keinen normalen GSM/UMTS Empfang mehr hatte. Wie auch immer, von den Lovecoaches habe ich dann doch noch ein Poken bekommen/gewonnen und sind gen Bett aufgebrochen, jedoch nicht bevor wir Bonsay noch von Twitter und Facebook überzeugen konnten. Ha! Willkommen in der Social Media Falle :D
Sonntag
Am zweiten Tag war dann doch deutlich weniger auf dem Barcamp los. Von den knapp 200 Teilnehmern von Samstag blieben vielleicht noch gefühlte 60-70% übrig.
Meine erste Session war eine Versammlung von Menschen, die das unfaire Verfahren Denic betreffend der Vergabe von 1-2 stelligen Domains am Freitag, verhindern wollte und immer noch will. Zwar klingt FCFS zunächst ganz nett, aber letztendlich werden bereits jetzt unheimlich hohe Summen geboten um die Wunschdomain möglichst früh und sicher registrieren zu können. Das ist aber nirgends garantiert und natürlich werden sich die Registrare die guten Domains auch selbst schnappen, denn es gibt ja nur 1332 Stück (plus Zahlendomains beliebiger Länge und KFZ-Kennzeichen). Sprich, das Verfahren ist unfair und ich rechne damit jeder Zeit von einer einstweiligen Verfügung zu hören, weil sich eine große Firma benachteiligt fühlt. Warum will die Denic diese wenigen Domains nicht gleich selbst versteigern und das ganze für wohltätige Zwecke spenden? Das Geld wird doch eh ausgegeben werden und jetzt bekommen es raffgierige Domaingrabber Kumpels von Registraren und Domainbörsen mit vier Buchstaben :( #stopdenic …
(Udo Vetter anzurufen hat nicht ganz geklappt, an einem Sonntag ist es aber auch nicht wirklich wahrscheinlich, dass man jemanden per Telefon erreicht)
Dort lagen und standen dann auch noch ziemlich seltsame Kümmelschokolade und Chililikör von diversen Customizern zum Probieren herum. Faszinierend und mir war nicht ganz klar wie viele “ich-stell-dir-zusammen-was-du-willst-Anbieter” es mittlerweile gibt. Wow …
Nach dem Mittagessen und ein bisschen Netzwerking habe ich noch Oliver Gassner beim Zerpflücken von Bloglayouts zugeschaut und durfte darauf folgend einer hochinteressante Session über die Erfahrungen mit Cloudcomputing bei Amazon (EC2, S3) und Google (Appengine) von Bastian Stein (zehn.de, Chip) beiwohnen. Fand ich super!
Um 16 Uhr folgte eine lange Feedback Session aller Teilnehmer. Kleinigkeiten wurden angemerkt und wegen der hohen Noshow-Quote (375 angemeldet und knapp 200 kamen dann wirklich) philosophiert, ob man nun Geld für ein Barcamp nehmen sollte. Viel spannender fand ich den Vorschlag, dass Neulinge einen Althasen-”Paten” an die Seite gestellt bekommen, der sie quasi zum Barcamp mitnimmt. Mal sehen …
Fazit
Ich fand das ganze absolut genial und hätte auch nicht erwartet, dass dort so viele normale Menschen auftauchen … gut, wenn man ständiges Twittern noch als normal bezeichnen kann. Denn das war dort neben den vielen Laptops/Macbooks Volkssport Nummer 1 … obwohl ich nicht weiß, ob dort nicht auch nur getwittert und gebloggt wurde. Eins ist auf jeden Fall klar: Barcamp Besucher haben größtenteils ein iPhone oder irgendein Androidhandy. Wenn nicht (5% der Fälle), dann zumindest ein Nokia oder Windows Mobile Gerät mit dem man ähnliches anstellen kann. Keine offen gezeigten Blackberries oder stinknormalen Handys :D
Die Denic führt Ende Oktober tatsächlich andere Domainrichtlinien ein nach denen auch Zahlendomains und Domains mit nur einem oder zwei Buchstaben erlaubt sind. Bisher war ix.de die einzige mir bekannte zweistellige Domain …
Was das bedeutet dürfte klar sein. Die Denic meint zwar sie habe eine Millisekunden genaues System, dass der Last schon standhalten werde, aber hey … ich denke sehr viele Menschen werden sich da auf die 1332 (36×37) neuen Domains stürzen und danach frustriert nach längeren Zahlendomains Ausschau halten, weil bereits ein einziger Direktregistrar das Glück hatte alle 1-2 stelligen, möglichen Domains in der ersten Millisekunde registriert zu haben.
Mir fällt dazu nur ein Wort ein: bescheuert!
Ich finde bei so wenigen Domains sollten Anwärter einen Aufsatz schreiben müssen und eine Jury entscheidet wer den besten Aufsatz geschrieben hat … eine Art Domaincasting! Das wäre wenigstens halbwegs gerecht. First come, first Serve wird dazu führen, dass bereits um 0:00:01 alle neuen Domains weg sind ;-)
Nachtrag:
Ah ok, weiterlesen bildet. Domains können davor schon registriert werden und die Provider schicken das dann in einem Rutsch zur Denic und erst dann zählt FCFS. Wobei ich mich dann schon frage wie das abläuft. Provider nach Provider oder eingeschickte Anfrage nach Anfrage? Diese dann vom Provider alphabetisch oder auch nach Anfragezeitpunkt? Fragen über Fragen ;-)
Meinen Provider (Hetzner) habe ich da doch gleich mal angerufen und der meint ab Dienstag kann man solche Domains bei ihm registrieren. Man muss es ja mal versuchen … die paar Euro pro Domain …