Philips Aurea/Ambilight im Selbstbau

Da ich schon länger nichts mehr gebloggt habe hier ein bisschen Brainstorming zu einem kleinen Nebenprojekt in der Hoffnung vielleicht ein bisschen Input von euch Lesern zu bekommen.

Worum es geht? Vereinfacht gesagt um bunte Lichter rund um den Fernseher herum. Philips nennt das Ambilight bzw. Aurea, die VDR-Community Atmolight. Da es hier um Selbstbauen geht, geht es also um letzteres und weil es langweilig wäre das normale Ambilight mit nur wenigen Kanälen nachzubauen (selbst Philips kann inzwischen mehr), sollen es am Ende 20 Kanäle sein (4 für die Seiten und 6 jeweils oben und unten). Mit etwas weniger Kanälen sähe das dann z.B. so aus:

Schon nicht schlecht, oder?

Was ich schon erledigt habe:

  • Steuerplatine bestellt = ein kleiner Atmel mit USB-Ansteuerung und Bootloader
  • LED-Streifen bestellt = 5 Meter mit 300 RGB Leds drauf

Was noch fehlt? Eine Idee für den Schaltplan der LED-Ansteuerung. Von den diversen VDR-Projekten her habe ich zwar einige Ideen, allerdings verstand ich so manches nicht. Ein paar Forenstunden später denke ich, dass ich langsam weiß was man benötigt. So wie ich das sehe bleiben zwei Alternativen übrig …

  1. Der Atmel erzeugt PWM für 64 Kanäle (3 Kanäle pro RGB-LED Gruppe nötig) und schreibt die Werte in 8 8-bit Schieberegister mit entsprechenden Ausgängen. Diese treiben dann über jeweils einen ULN2803 (Darlington Transistor Array) die LEDs
  2. Der Atmel ist nur für Kommunikation zuständig und setzt über SPI bei 4 TLC5940s (fancy constant-current sink LED-Driver) die entsprechenden Helligkeiten. Diese kümmern sich dann um den PWM-Kram und steuern wieder die ULN2803s an

Letztere Lösung klingt eleganter, allerdings braucht es hier noch Pullups an den Ausgängen des TLC und vielleicht Inverter (mir ist nicht ganz klar, wieso die VDR-Leute hier welche verwendet haben). Das erhöht die Bauteilezahl ungemein und da ich vorhabe das ganze nicht auf winzigen Platinen mit SMD zu bewerkstelligen, wird das ganze so vielleicht zu groß werden ;-)

Die erste Lösung – so sie denn so funktioniert – hätte den Charm einer recht überschaubaren Zahl von Bauteilen, aber eben den Nachteil, dass der Prozessor auch die PWM in Software erzeugen müsste. Experimente werden zeigen wie flott und mit wie vielen Stufen das dann klappt, denn ich werde es erstmal so probieren.

Mehr dazu in den nächsten Wochen. Meinungen? Ratschläge?

P.S.: Die LEDs sind scheinbar für 12V ausgelegt und schlucken insgesamt 6 Ampere. Deshalb geht es leider nicht ohne die ULN2803s. Aber falls jemand eine Idee hat, nur her damit … ganz toll wäre z.B. die Teilenummer eines Bauteils, das LEDs treiben kann und pro Kanal 250mA (also 12 20mA LEDs) verkraftet … im Endeffekt also einen TLC5940 mit 4A (16 Kanäle a 250mA) statt 120mA. Gibt es so was? ;-)

P.P.S.: Wie um Himmels Willen wird man Herr der Kabelsalats hinter dem Fernseher, wenn man 20 mal je 4 Kabel zu den LEDs legen muss? 80 Drähte … yeah … da freu ich mich :D

P.P.S.: Ob es was bringen würde die LEDs zu multiplexen? Das verringert doch die Helligkeit, oder? Aber würde den Kabelsalat drastisch reduzieren. Hmm …

tl;dr – too long; didn’t read

Too long; didn’t read würde ich mir beim letzten Artikel – Windows Phone 7 Review – wohl auch denken.

Wie sieht das bei euch aus? Lest ihr überhaupt (=nicht nur bei mir) Blogeinträge mit mehr als 3 Absätzen oder macht ihr es wie ich und überfliegt sie eher in der Hoffnung einige bunte Bilder zu finden?

Und dabei habe ich mir mit dem WP7 Review wirklich Mühe gegeben. Nächstes Mal doch wieder auf 300 Wörter beschränken und nicht weit über die 1000 hinausschießen ;-)

Kleine Blogentschlackung

Heute haben sich ein paar Leute “beschwert”, dass die Kommentare unterhalb eines Blogeintrages nicht erscheinen würden. Das lag dann wohl an WP Super Cache, das ich wieder aktiviert habe um zu testen, ob damit alles ein wenig schneller läuft.

Für Besucher ohne Kommentarcookie wird dabei der HTML-Code direkt von Festplatte gelesen und WordPress (ich bin es übrigens nicht, der das P hier großschreibt, komisch) komplett umgangen, denn der PHP-Code ist riesig und will auch erst einmal geladen werden, bevor überhaupt eine Seite generiert werden kann. Im HTML-Code steht dann ganz unten übrigens etwas wie:

< !-- Dynamic page generated in 0.645 seconds. -- >
< !-- Cached page generated by WP-Super-Cache on 2010-10-26 22:54:08 -- >
< !-- Compression = gzip -- >

Naja, jedenfalls habe ich jetzt ein paar Optionen geändert und hoffe es funktioniert dadurch besser (Kommentare werden wieder angezeigt, etc). Desweiteren habe ich noch ein paar Stylesheets zusammenkopiert und reduziert und einige Plugins rausgeworfen, die ich momentan nicht benötige.

Außerdem habe ich Google Analytics auf die asynchrone Version umgestellt, meine Bilder auf eine Subdomain ausgelagert um ein CDN zu simulieren und vor einer Woche schon mal das Facebookdingens rechts unten ebenfalls auf asynchrones Laden umgestellt.

Mal sehen was es bringt. Die seltsame “Gedenkpause” bevor die Seitenleiste dargestellt wird ist auf jeden Fall schon mal weg ;-)

Nachtrag:
Jetzt weiß ich warum die Kommentare mit dem Cache Plugin verrückt spielten. Nach einem Kommentar wird die resultierende, neue Artikelseite zwar wirklich gecached, aber wenn man “Comment paging” aktiviert hat, dann ist das nicht wirklich die Artikelseite sondern die gleiche URL mit “comment-page-1″ angehängt. Dort kommt man eigentlich NIE direkt hin (Seite 1 ist immer der Artikel selbst, also was soll das?) und somit klappte es auch nicht. Ich habe dieses Feature jetzt ausgestellt … mit dem Nachteil, dass bei einigen Artikeln eine ziemlich lange Liste an Kommentaren zu sehen ist, aber auf jeden Fall wird jetzt die richtige Seite im Cache erneuert ;-)

Mag keiner bei der Taschenlampenaktion helfen?

Mag keiner helfen? Oder seid ihr alle mit meiner Entscheidung für den Sportverein in Erlangen einverstanden?

Nochmal, es geht um eine wiederaufladbare Led Lenser Taschenlampe, die an den Mann (oder Frau) gebracht werden soll.

[...] die zweite Taschenlampe samt Autonetzteil soll ein(e) UmweltschützerIn oder ein besonders umweltbewusster Mensch erhalten um den Umweltschutz zu fördern. Habe ich so eine Person zufällig unter meinen Bloglesern? Oder kennt jemand jemanden, der so eine tolle Lampe wirklich verdient hätte? Schreibt mir bitte in den Kommentaren wen ihr warum vorschlagen würdet und ihr könnt natürlich auch gerne euch selbst vorschlagen.

Kommt, stellt wen vor drüben in den Kommentaren des Artikels ;-)

Ich lebe noch!

Hmm ja, was soll ich sagen. Dies ist fehlende Blogbeiträge Entschuldigungsschreiben Nr. 1001 und damit nicht das erste Mal, dass ein Blogger Besserung gelobt ;-)

Bloggen war eine Zeit lang sehr interessant und ich habe es in manchen Monaten sogar geschafft mehr als einmal täglich etwas neues zu schreiben. Das mache ich jetzt auf Twitter. Kürzer, vielleicht weniger bedeutsam, aber dafür sehr viel simpler als ein ganzer Blogartikel.


(Generiert mit Tweetstats.com)

Spätestens seit Anfang 2010 “twittere” ich wie blöd und ich schätze darunter leidet irgendwie auch das Bloggen. Hab ja schon mehrmals versucht meine Tweets hier einzubinden, aber das klappt irgendwie nicht so recht. Man könnte z.B. Tweets in denen man ein interessantes Bild zeigt oder auf einen Link hinweist auch automatisch als Blogeintrag generieren. Dann komme ich zwar noch mehr durcheinander wer wo wie antwortet (meine Tweets ändern auch gleichzeitig meinen Facebookstatus und genau wie bei neuen Blogeinträgen kommentieren/”replyen” dort fast mehr Leute als hier bzw. bei Twitter). Eines Tages …

… jetzt gelobe ich erst einmal Besserung. Jeden Tag ein Blogartikel oder auch zwei. Das müsste doch zu machen sein. Müssen ja nicht gleich ganze Aufsätze sein. Was meint ihr? Lest ihr überhaupt noch mit liebe Stammleser? Sollte man überhaupt lustige Fundstücke bloggen (a la Nerdcore) oder ist genau dafür Twitter & Co da? Geschichten aus dem Leben? Von der Arbeit? Letzte Party?

Was interessiert euch? Wäre schön zu wissen, vielleicht kann ich daraus Motivation schöpfen und dieses Gefühl loswerden ich hätte schon alles gebloggt, was bloggenswert ist (sind ja schon 3630 Artikel und fast 19660 Kommentare hier) :-)

So und wehe hierauf kriege ich wieder mehr Kommentare auf Facebook als im Blog selbst. Dann muss ich mich wohl doch mal auf die Suche machen wie man beides kombinieren könnte damit alles hier zusammenläuft. Disqus kann so was nicht zufällig, oder?

Grüße,
Sebbi

P.S.: Bis gleich :D

Der Vollmond durch mein Teleskop betrachtet

Nicht ganz, aber ich habe es gestern Abend tatsächlich geschafft den Mond durch das Objektiv zu fotographieren. Mit einer Webcam direkt ist die Vergrößerung leider zu stark, so dass man nur Krater am Mondrand gut erkennen kann.

Also … sehet her und staunet. Der Mond durch mein tolles, neues Teleskop ;-)


(Klicken um das Bild in voller Größe zu betrachten)

P.S.: Leider ein wenig unscharf, da es wirklich nicht einfach ist die Kamera im richten Abstand ruhig zu halten und den Fokus so einzustellen, dass der Autofokus der Kamera nicht durcheinander kommt.

Teleskopvergrößerung im Vergleich

Ich habe es geschafft mehr oder weniger erfolgreich eine alte Webcam an das Teleskop zu klemmen, das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe (danke nochmal, das ist das zweitbeste nach einem Weltraumflug *g*). Es ist nicht leicht damit scharf zu stellen, weil durch die Berührung der entsprechenden Schrauben alles schon so stark wackelt, dass es eben nur “gefühlt” scharf geht. Oben ist’s mir halbwegs mit dem Dach einer Garage gelungen und ich hoffe das geht – wenn es wieder Sterne am Himmel gibt – auch mit Himmelskörpern irgendwie. Jupiter ist ja ziemlich hell und hoffentlich findet der sich dann auch …

Die Webcam scheint nämlich wie ein 4 mm Okular zu vergrößern. Das ergibt bei 1400 mm Brennweite 350x und da findet man sich nicht wirklich auf so einem Ziegeldach zurecht, wie soll das erst am Sternenhimmel klappen ;-)

Nach dem Klick gibt’s noch ein paar Übersichtsbilder um zu zeigen was genau man im Bild oben eigentlich sieht …
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Grafikkarte defekt? Versuch’s mal mit dem Backofen!

Ihr werdet nicht glauben was ich, oder besser wir, gestern erlebt haben. Wie schon geschrieben hat sich meine Nvidia 8800 GTS Grafikkarte am Sonntag verabschiedet (Streifen im Bild und nach wenigen Minuten Laufzeit komplett Absturz) und ich musste auf eine alte 6600 GT umsteigen. Zwischenzeitlich habe ich auch noch eine neue Karte bestellt … diese Bestellung habe ich allerdings heute früh stornieren können. Warum? Weil ich unter die Hardwarebäcker gegangen bin.

Hatte gestern nämlich ein wenig gegooglet und einen Forenthread gefunden, bei dem positiv über das Backen von Grafikkarten und deren Wunderheilung berichtet wurde. Die Karte war ja schon defekt also habe ich das natürlich ausprobiert (100 Grad, etwa eine Stunde lang) und siehe da, sie funktioniert jetzt wieder. Den 3D Belastungstest Furmark hat sie jedenfalls stundenlang durchgehalten.

Das eigentlich lustige daran ist, dass sich gestern auch noch die Grafik von Steffis Laptop ebenfalls mit Streifen im Bild verabschiedet hat und ihr Samsung R70 Denet dann auch nicht mehr richtig hochfahren wollte. Das scheint bei diesem Modell öfter zu passieren, aber Samsung ist kein Autohersteller und repariert derartige defekte nicht kostenlos außerhalb der Garantie. Wir hatten dann die bescheuerte Idee doch auch den Laptop in den Backofen zu legen und zu schauen was passiert.

Gesagt getan bzw. erst nach einer ewig lange Auseinanderbau-Orgie. Falls es wen interessiert, so baut man ein Samsung R70 (schnell) auseinander: erst die KBD Schrauben lösen, dann die ODD Schraube und das DVD-Laufwerk rausziehen. Dann durch diesen Schacht von unten gegen die Tastatur drücken und selbige an drei eindrückbaren Laschen unten lösen. Dann bekommt man Zugang zu fast allen Kabeln. Die restlichen verbergen sich unter der Lautsprecherabdeckung, die man nach Lösen der drei Schrauben im Batteriefach (Akku natürlich vor dem Auseinanderbauen rausnehmen) entfernen kann. Am schwierigsten sind die 3 Antennenkabel, die man auf der Rückseite von der WLAN Karte lösen muss (befindet sich in dem gleichen Fach wie der Speicher) und erst dann herausziehen kann. Erst jetzt sollte man die restlichen Schrauben entfernen und die Unterseite mit Mainboard abnehmen (Festplatte rausnehmen nicht vergessen). Jetzt noch das Mainboard ausschrauben und ab in den Backofen damit.

Und auch der Laptop funktionierte nach der Tortur wieder einwandfrei! Hammer!

Mir wurde gesagt, dass derartige Rettungsversuche die Lebenszeit der Hardware nur verlängern und keine richtige Reparatur sind. Egal, Hauptsache es funktioniert wieder für eine Weile und dann probiere ich das mit dem Backofen bei gleichem Fehlerbild eben nochmal. Was soll schon passieren? Hardware backen rockt! ;-)

Nachtrag am 14. August:
Meine Grafikkarte ist wieder defekt. Die Back-Reparatur hat tatsächlich nicht lange (9 Tage) gehalten. Sollte ich es jetzt vielleicht noch mal bei 130 Grad probieren und etwas länger? Oder doch neue bestellen?

Grafikkarte hinüber

Etwas unerwartet hat sich meine Grafikkarte (Nvidia 8800 GTS) verabschiedet – ich vermute der DAC ist futsch, denn Bildschirmfotos enthalten diese Schlieren nicht – und jetzt habe ich meine alte 6600-er drin, die auch seltsame Bildstörungen produziert, die nur auf dem Monitor sichtbar sind. Allerdings nur im 3D-Modus, also geht es erstmal.

Hat jemand von euch eventuell einen Tipp für eine neue Grafikkarte? Ich will nicht viel Geld ausgeben, aber sie soll auch nicht unbedingt schlechter als meine vorherige sein. Passiv gekühlt wäre toll :-)

P.S.: Selbst beim Systemstart sieht das Bild spaßig aus …

Loveparade 2010: Panikforscher sieht Schuld bei Teilnehmern

Von dem Unglück am Samstag bei der Loveparade 2010 in Duisburg dürfte bereits jeder gehört haben. Reportagen, Augenzeugenberichte und viele Handyvideos auf Youtube geben einem einen guten Überblick und wer einen Fernseher hat oder Zeitung liest wird auch sicher dort Informationen gefunden haben.

Doch was passiert nach so einem Unglück meist? Richtig, die Suche nach dem Schuldigen! Und auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache, ich sage Herr Schreckenberg hat Recht:

Der Panik- und Stauforscher der Universität Duisburg-Essen, Michael Schreckenberg, der am Sicherheitskonzept für die Loveparade beteiligt war, sieht den Auslöser für die Katastrophe im Verhalten von Teilnehmern: “Das Unglück ist nicht passiert, weil es zuvor im Tunnel zu eng und die Masse panisch war, sondern weil einige hinter dem Tunnel versucht haben, schneller aufs Gelände zu gelangen”, sagte er der Süddeutschen Zeitung. Die Katastrophe sei nicht durch Panik entstanden, sondern als “Folge einer physikalischen Zwangsläufigkeit. Eine hochverdichtete Masse gerät in Bewegung”.

Und auch wieder nicht. Dass Engstellen auf dem Weg zum Ziel bei entsprechendem Andrang eine ganz schlechte Idee sind, dürfte jeder, der schon mal auf einem Festival oder Konzert war am eigenen Leibe mitbekommen haben. Und die Masse der Menschen reagiert dann kollektiv ziemlich bescheuert … auch das dürfte man bei solchen Gelegenheiten mitbekommen haben. Ungeduldig wird gedrückt und geschoben nur um noch einmal ein winziges Stück nach vorne zu kommen – nicht ahnend, dass dieses Verhalten nur den Druck auf die Engstelle erhöht und es dadurch eher noch langsamer vorangeht.

Und wenn man sich die Luftbilder vom WDR anschaut und die Videos (gerade bereits oben verlinktes) sieht, dann kann man erahnen was da leider passiert ist. Die Anwesenden sahen kleine Auswege aus dem Stau, der – zumindest im Video – in einigen Metern Entfernung zum Unglücksort gar nicht so dicht aussah, und auf die wird zugesteuert um vermeintlich schneller auf das Gelände zu kommen.

Ein ähnliches Verhalten ist z.B. auch bei Konzerten mit Wellenbrechern zu beobachten. Zum vorderen Bereich direkt vor der Bühne gibt es in der Regel an den Seiten separate Eingänge durch die nur ab und zu mal jemand reingelassen wird. Spielt aber gerade vorne die Lieblingsband, dann versteht die Masse das Problem nicht wirklich, drückt gegen die Absperrung und keiner kommt mehr durch. Es entstehen unglaubliche Drücke und man kann vorne stehend absolut nichts mehr machen. Schaut man sich dann doch mal um merkt man aber schnell, dass bereit 4-5 Reihen hinter einem kaum noch wer steht und das Gedränge eigentlich sowieso für die Katz ist.

Würden sich alle zivilisiert verhalten (jeder einen Schritt weg vom Ziel machen) bzw. hätten alle diese Information, wäre es kein Problem und man könnte entspannt anstehen. Aber Mensch ist Mensch und verhält sich eben nicht berechenbar und lässt sich angesichts des so nahen Ziels dann auch nichts mehr sagen :/

Zurück zur Loveparade.

Wie kann man mit so viel Erfahrungen (die Loveparade und andere Großveranstaltungen gibt es ja nicht erst seit gestern) Zugänge nur so planen, dass sie enger werden je näher man dem Ziel kommt und mehr Menschen durchlaufen lassen als an der engsten Stelle durchpassen. Von zwei Seiten strömen Besucher durch Tunnel auf eine Rampe zu, die nochmals mit Zäunen kanalisiert. Das geht oft genug gut (wie schon geschrieben, festival-erprobt und so einiges an schlechter Weg-/Zugangsorganisation gesehen), dieses Mal leider nicht. Mein Beileid an alle, die es betrifft …

Wenn es dich – Leser – nicht direkt betrifft oder du noch nie in einer Masse steckengeblieben bist, empfehle ich noch die Lektüre des Wikipedia Eintrages zum Thema Massenpanik und dessen englische Version auch wenn das Wort Massenpanik für diesen Vorfall eigentlich nicht passt (siehe Videos und meine Ausführungen zu Menschen an Engstellen). Und wenn jemand kotzen möchte, empfehle ich den unglaublichen Schmarrn, den Eva Hermann zu dem Thema in irgend so einem rechten Verschwörungsdingens abgelassen hat.