Kategorie-Archiv: Geeky

Ode and den Arduino

Vor gar nicht so langer Zeit habe ich mir einen Arduino Nano zugelegt und damit ein wenig herumexperimentiert. Nichts großartiges, aber wenig später fand er dann seine Bestimmung als Steuerzentrale für meinen ersten Quadrocopter. Seitdem bin ich dem Arduino Konzept verfallen (ursprünglich mehr der PIC Fan) und benutze den kleinen 8-Bitter (mittlerweile auch als 32-bit Fassung erhältlich) für alles mögliche.

MEGA Flight-Controller

Natürlich als Steuerzentrale (Arduino Mega) für meinen aktuellen Quadrocopter. Ein Arduino befindet sich auch auf dem OpenLog, dass ich zum Mitschneiden von Flugtelemetrie benutze. Auch das Flugzeug hat einen Arduino als Steuerzentrale (Leonardo) und ein kleiner Arduino ist für das GPS zuständig. Auch meine geplante Bodenstation mit OSD aus den gesendeten Telemetriedaten basiert natürlich auf einem Arduino.

Irgendwann kamen dann noch JeeNodes dazu mit denen man – dank Funkverbindung – hervorragend verteilte Sensornetze basteln kann.

Langer Rede kurzer Sinn, wer mit Elektronik basteln will, besorgt sich einen Arduino und kann loslegen. Simples Produkt für wenig Geld. Top!

P.S.: 32-bit Microcontroller Startersets sind derzeit sogar günstiger zu haben, wenn man etwas mehr Power braucht. Man suche nach Platinen mit der Bezeichnung STM32, z.B. STM32F0-Discovery. Ist aber für den Anfang nicht ganz so leicht zu handhaben.

Nothing new


(xkcd comic)

Genau so einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch schon mal. Die wenigen Leute, die bei uns nicht “Verwalter des Reichtums” sind, sorgen für neues und die gleichen Leute sind diejenigen, die eine Zeitreisemaschine erfinden und benutzen würden. Wenn das geschieht, gibt’s keinen Fortschritt mehr.

Das ist auch meine Theorie warum Scifi-Gesellschaften immer so schrecklich rückständig sind. Im Star Wars Universum sind auf einmal alle Ingenieure in die Zukunft gesprungen und kamen nicht mehr zurück. Das Resultat: Mittelalter mit Laserschwertern. Bei Star Trek muss etwas ähnliches passiert sein, dass man hunderte Jahre verbringen kann ohne wesentlich bessere Enterprises zu haben. Und Stargate? Nunja, dort gab es “Ascension”. Gleiches Resultat: Technikstillstand.

Fazit: wir werden irgendwann auf einem hohen Plateau in der Entwicklung stehenbleiben. Die Singularität wird nie passieren ;-)

Ein einfaches Blutakoholmessgerät selbst bauen

Vor ein paar Tagen ist ein Alkohol Gassensor (MQ-3) in der Post gewesen und es hat nicht lange gedauert damit eine einfache Schaltung aufzubauen. Erst mit einem Arduino, aber das war dann doch etwas Overkill und so habe ich dann schlussendlich einen kleinen PIC (18LF1230) und ein paar LEDs genommen. Im Bild oben sieht man die Schaltung, unten im Artikel noch mal etwas näher. Den Code gibt es auf Github. Und damit mir keiner die Überschrift übel nimmt, natürlich misst das nicht den Blutalkoholgehalt, sondern den Alkoholgehalt der Atemluft.

Und natürlich lernt man bei so etwas auch immer etwas:

  1. Breadboards sind wirklich praktisch! Habe vorher immer alles auf Lochraster zusammengelötet, wenn ich nur mal kurz was testen wollte
  2. Sich alleine auf 0,8 Promille zu betrinken (der Kalibrierwert im Datenblatt, 0,84 Promille entsprechen 0,4 mg/L Alkohol in der Luft) ist kein Spaß, vor allem wenn es schnell gehen muss (3 Shots a 40 ml Wodka) ;-)
  3. Nach so einem Selbstest ist es äußerst schwer irgendetwas auszurechnen. Alle Ergebnisse waren für die Katz, aber zum Glück habe ich die Messwerte fein säuberlich aufgeschrieben. Glück gehabt!
  4. Geringe Mengen Alkohol im Mund sorgen für dramatisch höhere Messwerte. Deshalb immer gut den Mund ausspülen, wenn ihr nach einem Glas Wein sofort nach Hause fahrt und einen peinlichen Moment bei der Polizeikontrolle umgehen wollt.
  5. Benzin oder ein Edding sorgen auch für höhere Messwerte. Ich weiß nicht, ob die Geräte der Polizei das auch aufschnappen, aber es wäre auf jeden Fall schlauer die Eddingbemahlung im Gesicht vor einer Kontrolle abzuwaschen. Andererseits, wahrscheinlich seid ihr mit Edding Gesicht sowieso viel zu betrunken um überhaupt noch stehen, geschweige denn Auto fahren zu können ;-)


[Die bunten Drähte zwischen Sensor und Microcontroller sind für den Programmer]

Eigener Quadrocopter Part I

Es ist schon eine Weile her, dass ich angefangen habe mir über einen eigenen Quadrocopter Gedanken zu machen. Fast 2 Monate später bin ich meinem Ziel nun um einiges näher und ich wollte hiermit mal einen kleinen Bericht über den Stand der Dinge verfassen.

Teileliste (verbaut / benutzt):

Je nach Dollarkurs (mit Umsatzsteuer), aber ohne Versandkosten, kommt man also auf ca. 345 € 410 € für den ganzen Spaß. Etwas teurer als vorgefertigte Modelle diverser Hersteller, aber wo liegt denn dann der Spaß? Und können die am Ende auch das was mein Quadrocopter kann (hoffentlich)? ;-)

Zusammengebaut und getestet habe ich das alles schon. Die Sensoren funktionieren einwandfrei, brauchen aber noch eine ordentliche Kalibrierung. Die Motoren drehen sich direkt am Empfänger angeschlossen und sorgen mit Propeller für ordentlichen Schub und das Gesamtgewicht ist mit 800g auch noch weit unter einem Kilo.

Ja was fehlt denn dann eigentlich noch? Zum einen sind die Shift-Register und LED-Treiber noch nicht vollständig montiert, zum anderen habe ich ein Problem mit dem Empfänger, denn ich müsste ihn über 8 Pins an den Arduino anschließen … ein paar zu viel. Deshalb denke ich gerade darüber nach noch einen alten PIC (18F1230) dazwischen zu klemmen. Der könnte die 8 Kanäle auf einen modulieren und an den Arduino weiterreichen. Mal sehen.

Was den Arduino angeht so scheint er ideal für eine Quadrocopter Schaltzentrale geeignet zu sein. Die Rechenpower reicht zwar nicht aus die RGB-LEDs schnell genug anzusprechen während die Lage-Berechnungen stattfinden, aber beides für sich klappt super und für eine simple Lichtshow mit nicht ganz so vielen Farben reicht es während dem Flug allemal.

Was noch? Ich würde ganz gerne ein Bluetooth oder Zigbee Modul für Telemetrie anschließen, wenn es an das Austesten der Funktionen geht. Außerdem vertraue ich den Propellermitnehmern nicht so richtig, allerdings lässt sich auf die Motoren kein richtiger montieren. Das heißt ich brauche im schlimmsten Fall nochmal andere Motoren, wenn das nichts wird (ich musste sie auch in einer Art befestigen, die so wohl nicht vorgesehen ist). Und das letzte Problem: Software! Es gibt mehrere auf Arduino basierende Autopiloten … da ich meine Hardware etwas zusammengewürfelt habe, ist eine Anpassung schwierig. Meinem Projekt am nächsten kommt wohl der Multiwii-Copter (eine ausführliche Anleitung zu dem aus Arduino und Wii-Fernsteuerung zusammengebauten Copter gibt es hier). Vom Aufwand her käme man mit solchen vorgefertigten Bastelsets wohl schneller zum Ziel, einige Sets sind aber unverhältnismäßig teuer (schon die Controller Platine mit ein paar Sensoren kostet im Mikrokopter Shop 360 €) … beim nächsten Copter dann ;-)

Bald dann hoffentlich Part II mit ersten Flugberichten und ich hoffe Nachbauer aus meinem Freundeskreis spendieren mir ein Eis, wenn ich ihnen Tipps beim Aufbau geben kann und von Fehlkäufen abhalte (in China ist es billig, aber bei mir hat die Lieferung ewig gedauert).

Einen gibt es umsonst: auf einer Lochrasterplatine alles zusammenlöten ist eine unglaublich fummelige und fehleranfällige Arbeit, für die nächste Version ätze ich mir wohl eine Platine.

Nachtrag: Habe beim Zusammenrechnen nicht beachtet, dass ich ja 4 Motoren und Steuerungen benutze. Dementsprechend habe ich die Endsumme aktualisiert.

Star Trek Day am nächsten Sonntag

ProSieben weiß wie man Trekkies zurfrieden stellt: nächsten Sonntag ist Star Trek Day und den ganzen Tag kommt nur Star Trek ;-) Ich bin da zwar nicht da, aber mein TV-Rekorder wäre es, wenn die TV-Karte nicht defekt wäre und E-Bug (Saftladen, keine Beleidigung, sondern Tatsache) nicht mein Paket verschlampt hätte und dann noch auf 30 Tage Umtauschfrist besteht und ich die Versandkosten auch noch zahlen soll. Es ist zum Kotzen.

Zurück zum Thema:

8:40 Uhr – “Star Trek – Der Film”
11:15 Uhr – “Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart”
13:45 Uhr – “Star Trek VII – Treffen der Generationen”
16:00 Uhr – “Star Trek IX – Der Aufstand”
18:10 Uhr – “Die Simpsons” mit zwei Trek-Folgen.
20:15 Uhr – “Star Trek XI”
22:50 Uhr – “Star Trek X – Nemesis”

Bonsay, willst du deinen VDR vielleicht mit meiner HD+ Karte (bin nicht ganz sicher, ob alles in HD kommt) auf ProSieben-Daueraufnahme stellen? ;-)

Preise pro Gigabyte

Die Preise für ein Gigabyte Speicher unterliegen einem stetigen Verfall … hier der Stand heute.

Alle Angaben in Euro pro Gigabyte und mit Angabe der jeweils günstigsten Größe:

  • DVD+R 4,7 GB: ab 0,017
  • 3,5″ Festplatten 2000 GB: ab 0,031
  • Bluray 25 GB: ab 0,035
  • 2,5″ Festplatten 1000 GB: ab 0,070
  • Bluray 50 GB: ab 0,115
  • SDHC Karten 16 GB: ab 0,82
  • Solid State Disks 180 GB: ab 1,32
  • Compact Flash 32 GB: ab 1,42

Merkt ihr was? Nur die relativ winzigen DVDs schlagen Festplattenpreise. Optische Scheiben haben keine Zukunft.

Mondfinsternis im Zeitraffer

Heute Morgen gab es eine totale Mondfinsternis zwischen 6 und 10 Uhr zu sehen … naja, dort wo eben nicht die Sonne schien und Wolken vor dem Mond hingen … wie das aussah hier im Zeitraffer:

AWESOME!

Nächste in Europa sichtbare ist übrigens am 15. Juni mit Höhepunkt ca. 22 Uhr oder so … wer macht mit und produziert mit mir auch so ein Video? Brauche ja nur eine Digicam-Halterung am Teleskop und muss halt einige Stunden nachführen … kein Problem ;-)

Große Zahlen und fleißige Bieber

1, 2, 1 Million, 1 Trillion, 1 Vigintillion, 1 Googolplex, 1 Googolplex + 1, usw … das Spiel “nenne die größte Zahl” kann man beliebig fortsetzen. Ein ziemlich geiler Artikel über große Zahlen findet sich hier und hat mich die letzten paar Minuten beschäftigt. Gute Lektüre und jetzt weiß ich endlich was ich auf so einen Zettel (nenne die größte Zahl, die dir einfällt) schreiben würde. Aber was jetzt noch weiß … fleißige Bieber Zahlen sind arschensriesig! So riesig, dass ich für die Erklärung ein Zitat brauche:

His idea was simple. Just as we can classify words by how many letters they contain, we can classify Turing machines by how many rules they have in the tape head. Some machines have only one rule, others have two rules, still others have three rules, and so on. But for each fixed whole number N, just as there are only finitely many words with N letters, so too are there only finitely many machines with N rules. Among these machines, some halt and others run forever when started on a blank tape. Of the ones that halt, asked Rado, what’s the maximum number of steps that any machine takes before it halts? (Actually, Rado asked mainly about the maximum number of symbols any machine can write on the tape before halting. But the maximum number of steps, which Rado called S(n), has the same basic properties and is easier to reason about.)

Rado called this maximum the Nth “Busy Beaver” number. (Ah yes, the early 1960’s were a more innocent age.) He visualized each Turing machine as a beaver bustling busily along the tape, writing and erasing symbols. The challenge, then, is to find the busiest beaver with exactly N rules, albeit not an infinitely busy one. We can interpret this challenge as one of finding the “most complicated” computer program N bits long: the one that does the most amount of stuff, but not an infinite amount.

Die Zahlen werden scheinbar schnell sehr groß … zu schnell. 1, 6, 21, 107 und die fünfte kennt man noch gar nicht (ist aber mindestens 47176870), die sechste Zahl ist schon astronomisch. Tjo … Anwendungsbeispiele? Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe könnte man damit einige Probleme lösen. Denn eine Turingmaschine kann ja praktisch alles, außer feststellen ob sie anhält oder nicht. Wenn man jetzt also ein Problem mit nur 4 Befehlen auf so einem Band formulieren würde, dann wüsste man nach 107 Schritten, ob das Problem eine Lösung hat (Programm hält) oder nicht (Programm läuft unendlich lange weiter). Ziemlich praktisch. Jetzt bräuchte man eben nur die weiteren Bieberzahlen und könnte so einige wirklich harte Nüsse knacken … zumindest theoretisch, denn schon die sechste Zahl ist zu groß um eine Turingmaschine wirklich so lange laufen zu lassen nur um das als Beweis für irgendwas zu verwenden.

So habe ich es verstanden und dass es arschensriesige Zahlen sind um die er hier geht und sie die Zahlen der Ackermannfunktion locker in die Tasche stecken. Deshalb steht auf meinem Zettel BB(999999999999) … und ja, ich erwarte jetzt Kommentare mit noch größeren Zahlen und ohne auf “deins +1″ oder Unendlichkeiten zurückzugreifen! Go!