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Highfield 2007 – Bericht

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Es war schon ziemlich geil. Ich fange an ein Fan von Festivals zu werden. Eigentlich bin ich fast nur wegen zwei Bands (Enter Shikari und Billy Talent) da hin, aber auch die Kaiser Chiefs, Fall Out Boy, Autumn to Ashes, The Sounds und überraschend eine Band namens The Sonic Boom Foundation waren richtig gut. Der Rest, vor allem die Hauptbühne am Freitag, war meiner Meinung nach eher so lala (wtf ist Interpol?) und Silverchair … irgendwie waren sie schlecht. Mia, die auf keinem der Shirts zu sehen war, aber scheinbar als Quasi-Headliner kam, ist ziemlich gut gewesen. Das lag hauptsächlich an ihrer Bühnenpräsenz als an den Songs selbst.

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Das Highfield Festival liegt idyllisch an einem Stausee bei Hohenfelden (daher der Name) in der Nähe von Erfurt. Der riesige Zeltplatz mit viel Freiraum befand sich direkt oberhalb der Bühne und so konnte man auch dann die dortige Musik hören, wenn man gerade nicht anwesend war. Da die Laufwege aber deutlich kürzer als bei Rock im Park waren war es kein Problem schnell hinzukommen (war bei Billy Talent nötig, weil sie früher angefangen haben als auf dem Plan stand). Die sanitären Anlagen waren kostenlos benutzbar und deutlich zahlreicher vorhanden als bei RIP und deshalb musste man auch nie wirklich lange anstehen … find ich sehr gut!

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Was habe ich nun neben Limbodance, Tattoo Studio (Mayo Ink), Freipissscheinen, Tonband Fiffi, der perfekten Frau, irre viel Essen, guter Musik und perfekte Nachbarn erlebt? Enter Shikari (Trance-core) im engen Zelt war ein Highlight, aber sie hätten das besser auf die Hauptbühne gelegt. Dort kam gleichzeitig irgendwas einschläferndes und im Zelt war es eben – vielleicht deshalb – ziemlich voll. Billy Talent war so lange ein Highlight bis mir irgendwer voll auf die Nase geknallt ist. Auf dem Weg aus der Menge fühlte ich mich wie Moses, der die Menge teilte. Dieses Ausweichen aller hat mich schlimmes befürchten lassen, aber es hat zum Glück nur geblutet wie blöd. Die Sanis gaben mir dann kein Eis und hatten nur so harte Papiertücher zum saubermachen und keinen Spiegel. Katastrophe, also bin ich zum nächsten fließend Wasser gespurtet und konnte auch dort gleich ans Waschbecken und mich erstmal säubern. Den Rest von Billy hab ich dann hinter dem Wellenbrecher (über den mich die Security nicht heben wollte … man klettere mal mit klitischigen Bluthänden über so einen Zaun drüber… bah!) am Rand angeschaut.

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Und dann eben die Atmosphäre auf so einem riesigen Campingareal. Das Wetter hat gepasst und unsere Nachbarn waren spitze. Zwar war es nachts ein wenig kalt und morgens schwitzte man sehr im Zelt, aber es wurde kein Schlammfestival … eher ein Staubfestival, denn der hüpfende Mob vor der Bühne wirbelte ganz schön viel davon auf ;-) Einen Sonnenbrand habe ich auch bekommen.

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Ich hab bestimmt die Hälfte vergessen zu erzählen, aber wenn ihr mich persönlich trefft, dann schwall ich euch eh die Ohren zu wie toll Festivals sind. Ganz besonders mit Steffi (Link geht zu ihrem super Bericht), Dori und neu ND zusammen mit der RIP Zufallsbekanntschaft Flo. Freitag Partyzelt war ein echter Spaß … und wir haben es danach sogar wirklich zu den Zelten zurück geschafft ;-)

P.S.: Und obwohl ich immer vollen Handyempfang hatte und scheinbar SMS schreiben konnte, habe ich keine einzige empfangen. Die kamen dann alle in einem Schwall in der Nacht zum Montag an, als wir nach Hause gefahren sind. Komisch, oder? Komisch war auch die MySpace-Geilheit aller anwesenden. Alle, die man kennengelernt hat wollten mit einem die MySpace-Adresse statt die Mailadresse austauschen. Bei StudiVZ war zwar auch jeder, aber dort gibt es ja keinen einfachen Weg das Profil von außen zu erreichen. Faszinierend … Deutschland ein einziges soziales Netzwerk (sind ja eh alle im erweiterten Netzwerk) :)

Rock im Park 2007: Tagebuch

Endlich geschafft alles in einem Tagebuch in Stichwortform eines der anstrengendsten, aber auch schönsten Wochenende in letzter Zeit zusammenzuschreiben. Danke für die Anwesenheit aller Mitstreiter, besonders an Naida. Und danke an alle um uns herum zeltenden … ihr ward keine Arschlöcher und habt Zelte angezündet, bepinkelt, vollgekotzt oder sonst wie beschädigt. Top! Ein Lob auch an die Toilettensauberhalter. Mir schleierhaft wie die das bei den Massen geschafft haben.

Donnerstag 31.5.07:

  • Eine halbe Ewigkeit gebraucht um von Erlangen zum Zeltplatz zu kommen
  • 11 Uhr Zelt aufbauen in einem bereits vollständig gefülltem Park
  • 13 Uhr schnell zum Auto gehechtet bevor es vom XXL Lutz Mitarbeiterparkplatz geschleppt wird
  • Mittagessen auf der Bergkirchweih und nochmal mit allen Fahrgeschäften fahren (Familientagrabatt)
  • Den Abend zu Hause verbracht, den Rest für RIP gepackt

Freitag 1.6.07

  • Erst Mittags losgekommen und eine halbe Ewigkeit zum Einkaufen von Nahrungs- und Betrinkungsmitteln verbracht
  • Mit zwei Mitrockerinnen einen genialen Parkplatz am Eingang zu unserem Zeltplatz (C4/H5) gefunden und bei strömendem Regen entpackt
  • Nachdem im Zelt alles fertig verstaut war und wir unsere Tetrapacks gefüllt hatten ging es los zur Alternastage. Bei Regen spielte dort noch Paolo Nutini
  • The Kooks spielen und der Regen erreicht seinen Höhepunkt. Meine Regenjacke reicht für mich und zwei bezaubernde Damen. Eine kauft sich allerdings geschickt ein Regencape von jemand anderem ab. Beim stärker werdenden Regen reicht irgendwann auch unser Regenschutz nicht mehr und alles ist nass.
  • Völkerwanderung zu Korn (wer will schon Mia sehen?) und ab ins Gehüpfe. Geil!
  • Die örtlichen Sanitäranlagen bewundert und wieder in die Menge zu den Ärzten geeilt. Sie hatten am Ende keine Zeit mehr um “Zu spät” spielen zu können. Seltsam … gibt es wirklich ein Limit für die letzte Band des Abends?
  • Rüber zur Alterna um noch Wir sind Helden zu sehen. Sie präsentierten sich als Schlaftablette und meiner Meinung nach war die Sängerin ja voll auf Drogen oder die ganze Band oder das Publikum. Es kam jedenfalls keine Stimmung auf.
  • Wollten eigentlich noch Megadeath sehen, sind dann aber zum Zelt zurück und haben noch was gegessen. Das “Dance Hall” Partyzelt spielte allerdings bis 5 Uhr morgens und ging dann nahtlos an das Vogelgekreische über. Ohropax FTW!

Samstag 2.6.07:

  • Aufgewacht, gefrühstückt und schnell zu The Cribs gegangen
  • Wider Erwarten regnet es wieder heftigst.
  • Später dann Gogol Bordello und Maximo Park gesehen
  • Nachdem Steffi mich zu Billy Talent rief, rannte ich rüber und hab es nach 30 Minuten auch geschafft in die fordere Welle zu kommen, aber niemanden dort gefunden. War trotzdem genial, weil wir in Berlin nicht so weit vor kamen
  • Dann erzählen mir meine Quellen ich hätte Muse gesehen, kann mich daran allerdings nicht erinnern. Ich musste auf jeden Fall mein Handy zum Aufladen im T-Mobile Zelt abgeben und hatte es erst später wieder um …
  • … die anderen bei Linkin Park wieder zu treffen und bei denen ging es wirklich ORDENTLICH ab. Wir haben crowd gesurft und hatten eine Menge Spaß :-)
  • Dann landeten wir irgendwie auf der Club Stage und haben uns The Sounds und Enter Shikari (waren damals auch in Berlin) angeschaut. Woot!
  • Die Nacht über haben wir ziemlich viel Blödsinn gemacht, ich musste in mein eigenes Zelt einbrechen und dann war sie auch noch so kurz weil …

Sonntag 3.6.07

  • … weil es Sonntag sehr warm war. Das Zelt war ein Brutofen geworden. Schönes Wetter und kein Regen. Ein paar Zelte und oder Dixieklos schienen zu brennen, aber was soll’s.
  • Kurze Gedenkminute an G8 und wie viel besser Rockfestivals sind
  • Die anderen gingen zu The Fratellis und 30 Seconds To Mars während wir zu Bowling For Soup auf die Alterna gingen
  • Während Bloodsimple wurde mir es etwas schlecht und alles drehte sich im Kreis. Also bin ich zurück zum Zelt und hab mich draußen etwas hingelegt. Meine Mitschläferin hatte scheinbar ähnliche Schwierigkeiten, denn ich traf sie dort auch an :-)
  • Ich schlief bis zu Papa Roach und hörte auf dem Weg dorthin noch Ruby von den Kaiserchiefs. Dort dann die große Enttäuschung, der Sänger von Papa Roach hatte seine Stimme verloren (wer’s glaubt).
  • Killswitch Engage wurde vorgezogen und heizten uns nach einer Schlafrunde im Schlafkreis ordentlich ein
  • So spitze waren sie nicht, also ab zu Mando Diao und schon ging es der nächsten schlecht
  • Wir setzten uns neben die Hauptbühne und irgendwann kamen dann auch die Beatsteaks mit denen ich überhaupt nichts anfangen kann. Was sind das nur für welche?
  • Statt Smashing Pumpkins sind wir dann doch lieber wieder zurück zur Alterna und haben uns Machine Head gegeben. Nicht schlecht!
  • Zum Abschluss dann SLAYER. Das war zwar etwas hart, aber ein lustiges Ende
  • Zelt, Essen, Schlafen

Montag 4.6.07

  • 8 Uhr angefangen das Zelt abzubauen
  • 11 Uhr endlich Müll abgegeben und Zelt verstaut
  • Großer und trauriger Abschied.
  • 12 Uhr zu Hause. Geduscht, gesurft, ausgeruht
  • Nur um dann um 18 Uhr wieder auf der Bergkirchweih aufzutauchen
  • 4 Uhr morgens bei aufgehender Sonne ins Bett gefallen

Bis zum nächsten Mal auf einem Festival (Highfield? ND?) oder spätestens bei RIP2008. Dann mit weniger Wasser und weniger Chips, dafür aber mit Gaskocher und 5-Minuten Dingern. Und einem gescheiten Regencape, Renni, Aspirin und tiefgefrorenen Kühlakkus ;-)

Sonst stimme ich Steffi voll zu. Rock im Park ist Urlaub von der Realität. 60000 Menschen leben von Vorräten und man bekommt nichts von der Außenwelt mit. Auf die Toilette gehen wird wirklich zu einem Problem, allerdings waren die ja alle (bis auf die Dixies) sehr annehmbar und die Schlange auch nicht zu lang, wenn man nachts gegangen ist. Und auch wenn Freitag noch alles friedlich schien, wurde es Samstags etwas exzessiv und Sonntags … nunja, Sachen brannten und ein paar Verrückte hatten Spaß einem Stuhl zu folgen :-) Trotzdem jederzeit wieder gerne ;-)

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin

Steffi hat schon fleißig darüber berichtet, ich hole es hier mit nach. Berlin! Da waren wir nun im Zentrum der Macht und doch haben wir das Gebäude gar nicht näher beachtet. Ganz nach Steffi – ich schubse doch nicht, nur wenn einer mit voll entgegen geflogen kommt, dann schon und bei Fieslingen – gibt es den Bericht gespickt mit meinen Mahlzeiten :-)

Gefahren sind wir am Sonntag Nachmittag und kamen dann rechtzeitig zum Abendessen in der Hauptstadt an. Nach einer Flasche Wein und Kroatischer Schokolade ging es zum White Trash um lecker Chili Cheese Burger zu essen. Danach noch ein Brownie. Abendplanung war Pubcrawl und danach eine Oscar Drag Queen whatever Party, zu der meine Mitstreiter irgendwie nicht mitwollten. Lustig war’s, aber leider auch spät und so hatte ich am Montag Morgen einen kleinen Kater.

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Montags gab es dann eine Sightseeingtour in Kurzfassung und zum Frühstück Asiatisches Geflügel dicht gefolgt von einem Cappuccino. Am Nachmittag haben wir gemütlich in unser Hotel eingecheckert und sind dann nach einer Lasagne aus der Zimmerküche (!!!) aufgebrochen um zu Fuß die Berlin Arena zu finden. Nach einer Flasche Wein waren wir am Ziel und hörten ein geniales Billy Talent Konzert. Konzerte lohnen sich trotz ihres unverschämt hohen Preises doch irgendwie jedes mal …

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Berichte gibt es z.B. bei mir, Steffi, kl3tte, Angelcurse, urbandesire, “Franzi” und Stuessy. Der Sänger kreischt live zwar etwas arg unverständlich, aber es kannte ja eh jeder die Texte mehr oder weniger auswendig ;-). Eine Kneipe und zwei Bionaden später bin ich nach einer heißen Dusche direkt ins Bett gefallen.

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Nach dem leckeren Hotel Frühstück ging es über Zwischenstationen zum Kurfürstendamm und einer echten Berliner Currywurst ;-). Nachdem wir so ziemlich alle Geschäfte gesehen hatten (die Fressecke im KaDeWe ist unglaublich) gab’s noch ne knusprige Ente beim Vietnamesen mit Stäbchen und jetzt beherrsche ich auch diese wichtige Fähigkeit, die einen doch erst richtig zum Kosmopolit macht. Wie auch immer … für diejenigen, die die Heimfahrt verschlafen haben: es hat etwa eine Stunde lang geschneit … jawohl! … geschneit hat es!

Das war die kulinarische Rundreise durch Berlin. Insgesamt haben wir nicht viel von der Hauptstadt gesehen, aber ist ja auch nicht das erste mal gewesen, dass ich dort war.

Scene Party = Billy Talent Vorbereitungs Party?

Gestern war wieder mal so eine Scene Party und Matthias rockte trotz kompletten Verzichts auf System of a Down. Stattdessen kam 7 mal (!!!) Billy Talent … quasi die perfekte Vorbereitung für den Berlin-Trip heute Nachmittag. Denn morgen spielt Billy Talent in der Berlin-Arena und wir (Steffi, Bonsay & ich) sind dabei. Mal sehen wie die live so sind und was Berlin an einem verregneten Tag wie heute, morgen und übermorgen (benehmt euch artig in den Kommentaren) so ist. Bis jetzt hab ich die Stadt nur einmal im Winter und einmal im Sommer erlebt … wird Zeit für den Zustand dazwischen ;-)

Wie auch immer … Lifeblog funktioniert! Ihr könnt also eine Menge schlechter Handybilder von Berlin erwarten. Bis Dienstag in alter Frische!