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April Fools

Erster April und ich habe nichts für euch. Googles Android Scherz war allerdings so witzig, dass ich ihn teilen muss. Man kann in der Entwicklerkonsole heute eine “Awesome App” erstellen und spezifizieren wie sie aussehen soll ;-)

awesome_application

In Google Analytics steht heute etwas von 41 Besuchern von der ISS … auch gut ;-) Und Google Maps hat einen Schatzkartenmodus. Google scheint wie jedes Jahr ungefähr jeder Abteilung einen Aprilscherz zu verordnen, aber dann keine Zeit mehr Google Reader haben … pfff :/

Demontiert sich Google gerade selber? (ein bisschen)

Am Donnerstag wurde bekannt, dass Google ihr Produkt Google Reader zum 1. Juli einstellen würde. Zu wenig genutzt oder keinen Nutzen für Google, ich weiß es nicht. Ich verstehe allerdings auch nicht wieso sie das einstellen. Viel kosten kann es sie eigentlich nicht und weiterentwickelt hat es sich auch nicht in den letzten Monaten/Jahren … eher zurück, da sie einige Features raus genommen haben um Google+ besser dastehen zu lassen (Sharing).

Und der Nutzen? Der harte Kern der Webnutzer, die tatsächlich etwas mit Feedreadern anfangen können und sich nicht ihre News von irgendwelchen Aggregatoren zusammenschustern lassen wollen, die sind doch genau da. Google weiß dadurch mehr über mich als durch jedes andere Produkt, das sie anbieten. Ja, auch ihre Suche verrät nicht so dermaßen viel über das was mich wirklich interessiert. Es gibt zwar Alternativen (ich teste gerade Tiny Tiny RSS, muss es eben wieder self-hosted sein), aber irgendwie glaube ich sie stoßen damit denjenigen, die im Netz aktiv sind ziemlich vor den Kopf. Wenn sie Picasa dicht machen würden, ich glaube das hätte keinen so großen Effekt …

Und was noch? Synchronisationsdienste! Heimlich und von vielen vielleicht nicht bemerkt (hier die komplette Liste ihres Frühjahrsputzes) wird auch der CalDAV Support zum 16. September eingestellt, der einzige Weg iOS Geräte mit dem Google Calender zu synchroniseren (out of the box). Exchange/Activesync Support wurde schon weit vorher eingestellt, aber dann doch noch verlängert (bis zum 31. Juli). Auch hierfür gibt es Alternativen und klar muss man nicht alles für ewig mitschleppen, aber diese Synchronisationsprotokolle sind keine Katastrophen und werden von sehr viel Software unterstützt … warum also einstellen? Google besteht doch nicht aus einem 3-Mann-Entwicklerteam, das sich nicht um alles kümmern kann, oder?

Nunja, ein freier Dienst für den keiner bezahlt wird eingestellt. Darf man eigentlich nicht meckern, nur verstehen muss ich es nicht. Ein weiterer Nachteil: bei jedem neuen Google Produkt darf man sich jetzt Gedanken machen, ob das für Google irgendwann uninteressant werden könnte und ob man sich wirklich darauf verlassen kann? Was wenn sie morgen App Engine einstellen? Besagtes Picasa? Oder Blogger, weil alle nur noch auf Tumblr/Wordpress stehen? Gab ja auch einige, die sich auf Google Wave gestürzt haben und danach doof dastanden. Google quo vadis?

Leistungsschutzrecht

Nun hat der Bundestag das Leistungsschutzrecht-Gesetz oder auch Google-Gesetz beschlossen. Ausgenommen davon sollen sein Blogger wie ich, die einfach nur von einem Artikel zitieren auf den sie sich beziehen. Eingeschlossen sind Aggregatoren und Suchmaschinen, die zu gewerblichen Zwecken Textausschnitte darstellen. Überschriften sind weiterhin ok.

Na das ist doch super … ohne Textausschnitt weiß ich bei den Suchergebnissen doch gar nicht, ob ich mir den Artikel ganz antun will. Das ist ja fast wie der Heise RSS-Feed früher oder die Hackernews heute. Gut bei letzteren klappt es ja auch irgendwie, vielleicht klappt das auch bei richtigen Presseerzeugnissen ;-)

Apropos. Wie wird eine Publikation eigentlich ein Presseerzeugnis bzw. wie werde ich Presseverleger? Ist das geschützt? Weil wenn die Presse das für sich in Anspruch nehmen kann, warum dann nicht jede Webseite, die Texte erstellt und bereithält? Blogs, Portale, Foren? Wir wollen alle Geld vom großen Google Imperium! Pronto!

Letzter Entwurf als PDF.

Urheberrechtsgesetz $87f (2):
Ein Presseerzeugnis ist die redaktionell-technische
Festlegung journalistischer Beiträge im Rahmen einer
unter einem Titel auf beliebigen Trägern periodisch ver-
öffentlichten Sammlung, die bei Würdigung der Ge-
samtumstände als überwiegend verlagstypisch anzuse-
hen ist und die nicht überwiegend der Eigenwerbung
dient. Journalistische Beiträge sind insbesondere Artikel
und Abbildungen, die der Informationsvermittlung, Mei-
nungsbildung oder Unterhaltung dienen.

Das ist doch was die meisten Blogger so machen. Wie führen ein Journal – also journalistische Beiträge – und es dient der Unterhaltung oder Meinungsbildung oder Informationsvermittlung. Periodisch erscheinen neue Artikel. Bämm … Google, her mit den Moneten!

Aber was ist mit Absatz 3 in §87g?

Das Recht des Presseverlegers kann nicht zum
Nachteil des Urhebers oder eines Leistungsschutzbe-
rechtigten geltend gemacht werden, dessen Werk oder
nach diesem Gesetz geschützter Schutzgegenstand im
Presseerzeugnis enthalten ist.

Dass Recht ist in diesem Fall der Schutz des Presseerzeugnisses. Wenn also der Spiegel Online über das neue Buch von Hans Maier schreibt und dieser Autor hätte einen Nachteil von dem Schutz, dann geht das nicht? Ich versteh das nicht. Erklärung?

Wie dem auch sei. Ein Gesetz ausschließlich zum Nachteil von Google mit ein wenig Missbrauchspotential. Ich bin gespannt, wann es wieder abgeschafft wird bzw. man von ersten Problemen hört (Google hatte in Belgien ja einfach alle Zeitungen aus dem Index geschmissen als die sich beschwert haben. Sicherlich extrem, aber denkbar.).

Google I/O News

Neben dem ziemlich langweiligen Spanien vs. Portugal Spiel hat Google eine Menge in seiner Google I/O 2012 Keynote vorgestellt. Ein Tablet (Nexus 7) für 200 Dollar, dass deutlich besser aussieht als das 7 Zoll Tablet, das ich bereits habe (Acer A100) und auch wesentlich günstiger ist. Leider erstmal nicht in Deutschland, dafür aber mit Android 4.1 aka Jelly Bean. Eine Kugel (Nexus Q), die wohl so etwas wie das Apple TV sein soll, aber wesentlich mehr kostet (3 mal so viel um genau zu sein, also 300 Dollar), dafür aber auch ein wenig mehr kann (z.B. direkt Lautsprecher anschließbar, Bluetooth, NFC, etc). Die Google Glasses kann man jetzt als Entwicklerkit bekommen (naja). Ach ja, und Jelly Bean soll super duper schnell sein, aber July auf Galaxy Nexus, Nexus S, Xoom. Ich bin gespannt wie lange die Anpassungen der anderen Hersteller wieder brauchen werden.

Ihre Apps haben sie auch runderneuert. Google+ hat jetzt eine eigene Tablet-UI, aber mal ehrlich … who cares? Aber wäre schön, wenn Facebook das mal nachmachen könnte ;-). Youtube hat auch ein wesentlich verbesserte Darstellung auf Tablets, scheinbar denken sie nun endlich an die wenigen Tabletnutzer und versuchen Vorbilder für andere Apps bereitzustellen … ich schaue da auf Twitter, Facebook, usw. die alle nichts in dieser Richtung gemacht haben bisher (Android, auf dem iPad ist Twitter ja ziemlich genial *g*). Google Earth hat texturierte 3D-Ansichten ähnlich iOS6 und bei Google Maps kann man nun offiziell den Offlinemodus nutzen (man konnte ja bisher den Cache schon “vorbefüllen”) und bei Streetview mit dem Kompass bzw. Gyro umherschauen.

Alles ganz nett. Das Tablet sieht gut aus und könnte ein Renner werden, vor allem weil es schön klein und leicht ist (halb so schwer wie ein iPad und Taschenbuchformat). Tegra3 sollte für ordentliche Performance sorgen (entsprechende Smartphones haben ja auch “nur” HD-Displays, d.h. gleiche Auflösung, gleicher Chip, gleiche Geschwindigkeit?) … ich glaube ich will es. Das Acer A100 nervt mich ab und zu schon sehr. Hänger, wenn es mal wieder irgendwas im Hintergrund macht (Medien indizieren? Apps aktualisieren? Keine Ahnung, aber dann auf einmal wieder rasend schnell) und der Bildschirm ist nicht wirklich toll (Blickwinkel und erkennt Berührungen nur zuverlässig, wenn man Finger auch auf der Rückseite platziert) und die Batterielaufzeit … naja, nicht besser als ein Smartphone.

Taxis ohne Taxifahrer

Urmson described another scenario they envision: Vehicles would become a shared resource, a service that people would use when needed. You’d just tap on your smartphone, and an autonomous car would show up where you are, ready to drive you anywhere. You’d just sit and relax or do work.

Dieses Szenario wäre schon nicht schlecht. Jemand anders kümmert sich um die Wartung, etc der Autos und man hat die Dinger nur rumstehen, wenn man sie braucht und sonst warten sie in irgendeinem Bunker / Parkhaus außerhalb der Stadt. Ohne Fahrer sicherlich ein Stückchen günstiger als Taxifahren jetzt und vermutlich auch günstiger als normales Autofahren jetzt. Vielleicht klappt es so auch mit der Elektromobilität. Wenn der Akku fast leer ist wechselt man einfach das Auto und das leere Auto fährt sich zur nächsten Ladestation. Hmm …

via How Google’s Self-Driving Car Works

Die Mehrwertsteuer und der Android Market

Etwas über das ich mir vorher noch keine Gedanken gemacht habe, aber jetzt schon sind die Steuern für Einnahmen aus App Verkäufen … z.B. im Android Market. Klar, man zahlt Steuern wie auf jede Einnahmequelle, aber was ist mit der Mehrwertsteuer? So ganz klar ist das irgendwie nicht und Google Checkout wälzt die ganze Verantwortung dafür auf den Verkäufer ab ;-)

Deshalb hier ein Versuch der Erklärung. Ich hoffe man korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Ist man Kleinunternehmer und darf noch keine Mehrwertsteuer auf Rechnungen schreiben, so muss man diese auch nicht im Android Market angeben. Sind die Jahreseinnahmen höher und man wird umsatzsteuerpflichtig, dann muss man sie angeben, aber als Verkäufer in der EU, nur für EU-Kunden. Google Checkout bietet genau diese Option aber seltsamerweise auch die Möglichkeit die Steuern in der EU pro Land festzulegen. Gibt es da noch irgendeine Sonderregel, die ich übersehen habe?

Ein bisschen seltsam ist dann auch noch, dass bei Apps generell der Preis ohne Mehrwertsteuer anzugeben ist, d.h. die wird erst beim Kauf draufgeschlagen. Steht im Market also 99 Cent, dann kostet sie beim Kauf 1,18 Euro und manche Kunden könnten sich verarscht fühlen … denn wie schon gesagt, manchmal gibt es keine Mehrwertsteuer (Nicht-EU-Verkäufer oder Kleinunternehmer) und manchmal schon.

Das Ende vom Lied ist übrigens, dass von einer in der EU angebotenen App, für die ein EU-Bürger nicht mehr als 99 Cent bezahlen soll, nicht viel übrig bleiben wird. Nach Abzug der Mehrwertsteuer sind das 83 Cent (das ist der Preis den man bei Google als Verkaufspreis angeben muss). Google nimmt sich 30% davon, also bleiben noch 58 Cent und die muss man dann ja auch noch normal versteuern. Bei einer App, die einen Endkunden nicht mehr als 1,99 Euro kosten soll bleiben am Ende nur 1,17 Euro übrig.

Wie ist das eigentlich beim iOS App Store? Die Endkundenpreise sind dort ja fest. Wird die Mehrwertsteuer dort je nach Land von Apple eingetrieben? Ist die in den 30% schon enthalten, die Apple nimmt? Was ist dort mit Verkäufern, die keine Mehrwertsteuer angeben müssen bzw. dürfen? Auf den Rechnungen von Apple/iTunes steht jedenfalls nie die Mehrwertsteuer dabei.

Kompliziert :/

Nexus S

Seit kurzem hat das Nexus S das iPhone 3Gs in meiner Hosentasche abgelöst. Zurecht! Und im Gegensatz zum HTC Desire im Mai/Juni rockt es noch ein wenig mehr. Grund? Es ist das pure Android von Google direkt. Keine Verunstaltung durch unnötige Apps und Oberflächen von Herstellern. Einige Zusatzfunktionen, die diese oft mit einbauen vermisst man zwar ein wenig, aber was soll’s … das meiste davon gibt es auch als App irgendwie zu haben.

Allerdings gibt es auch an diesem Smartphone einiges zu bemängeln:

  • Kein Dual-Core und damit ab und zu mal etwas langsam
  • An kapazitive Tasten muss ich mich noch gewöhnen. Irgendwie streicht man da immer aus versehen drüber
  • Keine Hinweis-LED, obwohl das Tastenfeld ja eigentlich dafür geeignet wäre
  • Keine HD-Videoaufnahmen?
  • Der Bildschirminhalt dreht sich ein wenig schnell, wenn man das Handy schief hält
  • Tethering von meinem Tablet geht mit dem Nexus S nur über Wifi … ein bisschen lame, Bluetooth wäre stromsparender
  • SD-Kartenslot wäre gut gewesen

Positiv:

  • Der Akku hält tatsächlich 2 Tage ohne irgendwelche Tricks. Wow!
  • Tolle Fotokamera
  • Es ist DAS Google Handy
  • Viel Speicher für Apps!

Addicted bin ich nicht, aber davon weg möchte ich gerade auch nicht mehr. Der Android Market ist natürlich immer noch eine Katastrophe was Qualität bzw. das Finden von Qualität angeht. Ich verstehe die Sortierung nicht ganz, denn die Apps in den Top-Listen sind nicht gerade die “Creme de la Creme” :/ und viele sehen so aus, als ob sie mal schnell zusammengestöpselt wurden. Gut, das ist beim iPhone nicht anders, aber dort geben sich mehr Entwickler die nötige Mühe ihre Anwendung wenigstens ein wenig ansehnlich zu machen und vor allem ein hübsches Icon zu haben (da könnte das Android-Lager mal anfangen aufzuräumen).

Naja, es heißt also immer noch warten auf iPhone 5 und das nächste Nexus. Wenn Apple es schafft die Notifications nach Androidvorlage (ob hier dann Google mal die Patentkeule schwingt?) nicht ganz so hässlich einzubauen und noch irgendeine Überraschung bietet, dann reicht mir das ja fast schon ;-)