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IPhones und die Luxussteuer

Man schaue sich mal die Preise bei Apple an und staune … ich mein’ es war mir schon vorher klar, dass Apple große Margen hat, aber das?

  • Ein iPod Touch 4G mit 32 GB kostet 262 €
  • Ein iPhone 4 mit 32 GB kostet 675 €
  • Ein iPad Wifi mit 32 GB kostet 552 €
  • Ein iPad Wifi+3G mit 32 GB kostet 672 €

Quelle: gh.de

413 € Aufpreis um aus einem iPhone 4 Wifi (=iPod Touch) ein richtiges iPhone mit UMTS zu machen und nur 120 € Aufpreis für die gleiche Funktionserweiterung bei einem iPad. Jetzt werdet ihr sagen “halt, aber das iPad hat dann doch gar keine Telefonfunktion” … oh doch, mit Jailbreak kann man einem iPad durchaus Telefonieren und SMS-Schreiben beibringen. Die Hardware kann das also!

Krasser Unterschied, oder? Und das erste iPhone wurde damals noch 100 Dollar im Preis gesenkt und kostete damit nur die Hälfte heutiger Geräte. Gleiches sieht man bei anderen Herstellern und man kann da nur zu einem Schluss kommen: dank der “ich will ein Smartphone”-Welle kommen die tatsächlich mit Preisen jenseits von gut und böse durch. Kann ja auch so viel mehr als Handys früher … is klar und wir zahlen brav die Luxussteuer ;-)

Graphische Darstellung

Statistik über 2 Jahre Telekom (um damals das iPhone 3GS zu bekommen)

Noch sind die 2 Jahre nicht ganz rum (erst am 24.8.2011), aber da ich mir vorhin die Mühe gemacht habe, alle meine Rechnungen in eine Exceltabelle zu stecken, möchte ich euch meine “Findings” nicht vorenthalten.

Mein Vertrag hieß Complete 120 (120 Inklusivminuten) und kostete Regulär 49,90 € im Monat. Allerdings habe ich ihn damals über eine Anzeige bei StudiVZ bestellt und somit nur 39,90 € im Monat gezahlt (yeah, das war mal eine nette Ersparnis). Mittlerweile kostet der Vertrag regulär so wenig und heißt jetzt Complete S. Ach ja … 40 SMS waren auch noch dabei. Ich hatte ab dem 2. Monat ein weiteres SMS-Paket dazu gebucht und konnte somit bei einer Grundgebühr von 44,90 insgesamt 80 SMS und 10 MMS kostenlos verschicken. Wohoo!

Meine Inklusivminuten habe ich in dem Zeitraum zu knapp 38% ausgenutzt, d.h. im Schnitt habe ich jeden Monat 45,3 Minuten telefoniert. Mein SMS-Budget habe ich gelegentlich weit überschritten und im Schnitt 94,5 SMS pro Monat geschrieben. Und man glaubt es kaum, ich habe auch 50 MMS in den 2 Jahren geschrieben ;-)

Die Summe meiner Monatsrechnungen wird sich am Ende (eine fehlte ja noch) auf ca. 1380 € belaufen. Eine stolze Summe für 2 Jahre (Schnitt 55,21 €). Die höchsten Kosten hatte ich immer dann, wenn ich im Ausland war. Ganz besonders kurze Telefonate und Datennutzung in den USA (3 Aufenthalte) waren richtig hart. Beim dritten Mal (Mai diesen Jahres) war ich schlauer und habe dort nur die Prepaidkarte benutzt (15 Euro für 8 Tage Internet verbraten). Summe der Roamingkosten in den 2 Jahren … 173,74 €. Puh!

So sieht das als Graph aus. Der Datenverbrauch wurde ab Dezember 2010 nicht mehr auf den Rechnungen angegeben, deshalb habe ich hier für die letzten Monate nur den Durchschnitt bis dahin angegeben (= 127 MB / Monat).

Simyo und was hat mich das iPhone an sich gekostet?

Zur Überbrückung bis die nächste Welle neuer Smartphones rauskommt (iPhone 5 und das nächste Google Nexus werden im September bzw. Oktober erwartet), werde ich wieder zu meinem vorherigen Provider Simyo zurückwechseln und je nach dem was sich in den letzten 2 Jahren dort getan hat auch dabei bleiben.

Denn wenn ich bei Simyo in den letzten 2 Jahren gewesen wäre, dann hätte ich für meine verbrauchten Minuten und SMS/MMS plus Daten insgesamt 581,55 € ausgegeben. Zählt man die Roamingkosten nicht dazu, dann ist das eine Differenz zu T-Mobile von 624,95 € und somit haben wir auch den Betrag, den ich letztendlich für das iPhone bezahlt habe. Es war also kein schlechter Deal, dafür zu T-Mobile zu wechseln … auch wenn es 3 Monate vor Vertragsende kaputt ging und sie es mir nur gegen Zahlung von ein paar hundert Euro reparieren bzw. umtauschen wollten. Trotzdem … Simyo & Co sind einfach flexibler. Jederzeit kündbar und man zahlt nur das, was man tatsächlich verbraucht und nicht Unsummen, wenn man mal mehr verbraucht oder deutlich zu viel, wenn man mal kaum etwas verbraucht. Und hätte ich damals nicht diese StudiVZ Sache gehabt … für 10 Euro mehr im Monat wäre die iPhone Finanzierung über T-Mobile ein ganz schönes Minusgeschäft geworden (800+ € statt 625 €).

Mal sehen was die Zukunft bringt … so long …

iPhone & Co mit der Sonne (+Akkupack) aufladen

Vor fünf (!!!) Jahren habe ich mir aus einem Batteriehalter, nem 7805 und ein bisschen Kleinkram einen “iPod Ersatzakku” gebaut. Ich schreibe das in Anführungszeichen, weil es a) nie so richtig funktioniert hat und b) so auch nicht funktionieren konnte.

Heute weiß man, dass iPhones, etc spezielle Spannungen an D+ und D- (den Datenleitungen) brauchen um entsprechend viel Strom zu ziehen und vor allem AA-Batterien nicht in der Lage sind 1 Ampere zu liefern ;-)

Vor 3 Jahren habe ich das also leicht modifiziert, aber wie schon gesagt, so richtig hat das auch nicht geklappt. Dieses Jahr hatte ich für Rock im Park so ein Lithium-Battery-Pack dabei … noname, aber es schien mein HTC Desire (iPhone war ja defekt) aufzuladen. Falsch gedacht … auch das scheint empfindlich zu sein und wollte kein zweites Mal laden, obwohl das Display verkündete es wäre so, stieg die Prozentzahl nicht an. Klump!

Und jetzt ist irgendwie Sommer, zumindest sagt der Kalender das. Ich habe in den sauren Apfel gebissen und mir etwas gescheites geleistet. Und zwar ein ZNEX Powerpack iP und ein paar Solarpanels (450mA bei 5,5V) aus China.

Das Powerpack mit seinen 8800 mAh (bei 3,7V also etwas weniger bei den USB 5V) reicht auch ohne Solarstrom für mehrere iPhone (oder andere Geräte, die USB bzw. 5V brauchen) Aufladungen. Die Panels liefern bei praller Sonne und mit Last zusammen etwa 800 mA, also deutlich weniger als der Kurzschlussstrom, der immer angegeben wird. Aber ich vermute, das ist auch bei Panels zu deutschen Apothekenpreisen so.

Man kann das iPhone übrigens auch direkt an die Panels stecken und es so laden. Allerdings reicht ein kurzer Ausfall (Schattenwurf durch vorbeigehende Menschen oder Wolken) und das iPhone meckert. Das wäre kein Problem, wenn es bei voller Sonne dann einfach weiterladen würde, aber nööö … man muss es erst abziehen und wieder einstecken bevor es weiter lädt. Deshalb verwende ich das Powerpack als USV zwischen den zu ladenden Geräten und den Panels. Das funktioniert prima (entgegen der Empfehlung aus der Anleitung des Packs *g*) und verwendet – ich habe es extra gemessen – tatsächlich vorrangig die externe Stromquelle bevor es den Akku entlädt. Top!

Jetzt ist also alles gut und das Ganze ist auch noch sehr gut transportabel und da ich mehrere kleine Panels verwende auch noch zusammenfaltbar. Aber wie das immer so ist, wenn man bastelt … unterwegs findet man evtl. bessere Lösungen. 12 Volt Panels sind doch etwas üblicher und auch relativ günstig gebraucht zu haben. Zwar sind sie größer, aber dort käme vielleicht sogar genug Strom (50 Watt) für einen “Kühlschrank” und mehr zusammen … nächstes Mal dann (baue ich aus den kleinen Panels eben Gartenleuchten) ;-)

P.S.: Diese Akkupacks für zig Euro mit winziger Solarzelle drauf sind einfach nur lächerlich und ich frage mich warum die überhaupt wer kauft. Abzocke!

Ideen für eine Crossplattform Anwendung bzw. “App”?

Da der Sommer so verregnet ist, habe ich mir gedacht, dass ich doch endlich mal eine eigene, größere (oder auch simple) App auf den Markt schmeißen sollte. Nur … was brauchen die Leute noch? Spiele sind scheinbar sehr beliebt und Android und iOS regieren den Smartphone Markt.

Also vielleicht ein kleines Spiel, das man auf verschiedenen Endgeräten spielen kann? Zu den beiden oben genannten könnte man ja auch noch Blackberry, Bada und Symbian unterstützen. Palm? Naja alle Plattformen mit Push-Notifications … denn das wäre ganz hilfreich für den Hinweis auf eine neue Zugmöglichkeit. Also ein Spiel mit Runden. Tic Tac Toe?

Dazu wäre ein Chat noch ganz nett. Was mich an Whatsapp nämlich noch ein bisschen wurmt ist, dass sie es nicht gebacken bekommen einen Desktopclient bzw. einen Client für wirklich jede Plattform zu programmieren. Hey, dann könnte ich endlich mit allen meinen Freunden (auch den Bada-Mädchen … höhö) kostenlos Kurznachrichten austauschen … und das bei einer Runde Tic Tac Toe (oder ähnlichem) … hmm.

Ist das eine gute Idee um so etwas mal auszuprobieren? Oder sollte ich mein altes Ballerburg Remake wieder aufwärmen und fertigstellen? Was meint ihr? Und macht eine derartig breite Fächerung Sinn?

Nochmal ein kleines iPhone Review

Ihr erinnert euch vielleicht noch an letzte Woche. Ich habe das HTC Desire mit dem iPhone 3GS verglichen, denn nach fast 2 Monaten Android bin ich wieder zurück ins iPhone Lager gewechselt. Die Erinnerungen und Gewohnheiten waren noch ganz frisch und so war es relativ einfach die Unterschiede herauszustellen.

Allerdings gibt es da noch ein paar Sachen, die ich einfach noch ergänzen muss. So toll ein einfach so mit Musik, Fotos, Videos und Apps bespieltes Gerät auch ist (iTunes Synchronisation) … einiges nervt im Gegensatz zu Android und ändert sich auch leider nicht in iOS5, zumindest noch nicht in Beta 2, die ich gerade teste.

  • Push Nachrichten sind etwas tolles und in iOS5 auch nicht mehr so penetrant wie vorher. Ich hoffe aber da fließt noch ein bisschen Arbeit hinein, denn irgendwie fühlt es sich wie eine schlechte Kopie an. Man streicht von oben die Titelzeile hinunter und dann passiert nichts und plötzlich fahren die Benachrichtigungen von oben herunter. Naja … nett, aber zumindest sollte auch noch irgendwo angezeigt werden welche Benachrichtigungen noch auf mich warten (siehe Android Titelzeile)
  • Ebenfalls mit Push zusammenhängend … bekommt man so eine Mitteilung kann man bekanntlich das entsprechende Programm öffnen. Auf den iPhone lädt das Programm dann die Nachricht und zeigt sie an (Beispiel). Auf Android wüsste das Programm schon lange von der Nachricht und müsste sie nicht erst laden. Dieses kurze Warten nervt.
  • Dass die Tastatur ständig Großbuchstaben anzeigt, nervt ;-) Auch wenn ich deutlich sauberer und schneller als auf dem Desire tippe und wirklich deutlich weniger Rechtschreibfehler mache. Top!
  • Multitasking fällt zumindest meinem 3GS sehr schwer. Während man eine App installiert (zumal das bei iOS5 auch noch parallel bei mehreren Downloads passiert) geht fast gar nichts mehr, aber gut, das Handy ist ja auch alt. Beim iPhone4 wird es wohl nicht so lahm sein.
  • Es gibt endlich eine Option SMS-Töne zu kaufen! Zwar habe ich noch nicht rausgefunden wie man da neue/eigene hinzufügen kann, aber hey … die Option ist da! Apple hat bzw. wird es nach 4 Jahren endlich geschafft haben/schaffen das zu implementieren, was mir zahllose Besucher beschert hat
  • Wifi Sync konnte ich noch nicht testen, da ich nicht mit meinem Mac synchronisiere. War schon froh, dass es vom neuen iTunes wenigstens Windows Betas gibt, auch wenn diese im iPhone Entwicklerportal nicht zu finden sind. Dafür aber in der iCloud Sektion, falls sich das wer fragt.
  • Stündliche Wetterinfos in der Wetter App finde ich super.
  • Die iPhone Facebook App ist immer noch kacke. Läuft zwar, aber so dermaßen buggy. Und warum kann ich an der einen Stelle (Feed) auf “gefällt mir” drücken und anderswo (Pinnwandeinträge) nicht? Und immer noch hundert mal zurückgehen zu müssen, wenn man einmal zum Hauptscreen kommen will, weil ungefähr 200 Benachrichtigungslisten übereinander offen sind? WTF! Und dann muss die Pinnwand natürlich jedes Mal geladen werden, wenn ich was schreiben will und man muss warten bis das entsprechende Eingabefeld wieder erscheint. Warum?

Naja … also es gibt viel nerviges, auch an iPhones und den Apps dort. Das merkt man auch bzw. erst, wenn man auch mal andere Plattformen ausprobiert hat. Dort nervt auch so einiges, aber eben anderes ;-) Ich bin jedoch voller Zuversicht, dass wir irgendwann all die Smartphones nicht mehr wirklich voneinander unterscheiden können. Alle hübsch, alle schnell, alle können alles (wichtige) … to the future!

Review HTC Desire vs. iPhone 3Gs

TL;DR? “Android kann auch was” …

Seit ich bei dem USA-Trip Anfang Mai mein iPhone 3Gs verloren habe von jetzt auf später einfach seinen Geist aufgab, habe ich meine Smartphone Bedürfnisse mit einem Desire von HTC gestillt. Das hier soll eine kleine Übersicht über die Unterschiede sein … denn heute habe ich quasi ein anderes 3Gs geerbt und muss zum Glück nicht mehr Android “aushalten” ;-)

Disclaimer: ich hatte schon das erste iPhone und zwar bevor es hierzulande erhältlich war (thx Christoph) und entwickle Software für Android, hatte also auch schon vorher Erfahrung mit diesem System. Nur damit zu “leben” … das war was neues …

HTC Desire – The Good

  • Besserer Empfang als das iPhone
  • Alle wichtigen (=auf dem iPhone oft genutzte) Anwendungen sind auch dort vorhanden und gleichwertig
  • schnell genug
  • Google inside … bestes Beispiel die Maps-Anwendung mit integrierter Navigation und 3D-Karten … nichts dergleichen auf dem iPhone (Navigon ist allerdings nahezu identisch auf beiden Systemen)
  • Flash im Browser funktioniert (halbwegs)
  • Blitzlicht für die Kamera, auch wenn die Bilder im Dunkeln trotzdem oft verwackeln (+ Auslöser ist ein Hardwarebutton und nicht nur das Display)
  • Eine LED, die einem anzeigt, wenn man irgendwas verpasst hat … ohne nachschauen zu müssen wie beim iPhone. Dazu ein Benachrichtigungssystem, dass nicht dauernd im Weg ist.
  • Das Plastik scheint robuster zu sein … beim iPhone hatte ich ziemlich schnell Kratzer und Risse an den Buchsen, hier sieht alles glatt aus
  • Ein eigener Hardwarebutton für die “Zurück”-Funktion ist gar nicht so schlecht, Menü und Suche hätte man sich schenken können so selten wie die benutzt werden
  • Die Tastatur zeigt Groß- und Kleinbuchstaben … ist mir vorher nie aufgefallen, aber es nervt mich auf einmal, dass beim iPhone immer nur Großbuchstaben stehen.
  • Es hat eine Accesspoint Funktion, die meinem iPhone von Apple verwehrt wird (obwohl es per Jailbreak natürlich ohne Probleme geht, genauso das normale Bluetooth Tethering)
  • HTC Sense macht Sinn und liefert einige nette Zusatzfunktionen, die das blanke Android nicht hat
  • Widgets sind nett, aber die meisten sind absolut hässlich und unnötig
  • Live Wallpaper sind ebenfalls nett
  • Es kann selbst erstellte SMS-Töne verwenden … wohooo, keine Ahnung warum das iPhone das selbst in iOS5 noch nicht kann
  • Aus Entwicklersicht großartig. Activities, Intents, man kann für praktisch alles Anwendungen schreiben und so das Gerät ziemlich krass anpassen (siehe Oberflächen der diversen Hersteller … HTC, Samsung, etc). Ich habe zum Beispiel lieber eine andere SMS-Anwendung benutzt … gefiel mir besser.

HTC Desire – The Bad

  • Viel zu wenig interner Speicher. Mit nur 512 MB hat sich HTC wirklich selbst ins Bein geschossen. Auch das Nexus One hatte nicht mehr, aber dort belegt keine Sense Oberfläche fast den ganzen Rest. Apps können zwar mittlerweile auch teilweise auf die SD-Karte ausgelagert werden, aber trotzdem ist sehr schnell Schluss mit “ich probier die App einfach mal aus”, weil sie eben nicht mehr auf die 140 dafür vorgesehenen Megabytes passt :/
  • Updates kommen – wenn überhaupt – viel zu spät (Google ist in etwa so schnell – oder langsam – wie Apple, aber da sind dann noch die Hersteller und die Netzbetreiber). Und das bei einem Gerät, das erst im April letzten Jahres herauskam …
  • Der Market (App Store auf androidisch) ist überflutet mit Crapware … d.h. die Messlatte für Apps ist dort sehr niedrig oder aus irgendeinem Grund schaffen es die guten Apps und Spiele nicht nach oben? Keine Ahnung, aber auf dem iPhone habe ich in vielen Jahren nicht so viele Enten installiert und ausprobiert wie dort. Da muss Google noch ein wenig arbeiten und wirklich gute Apps besser herausstellen und zwar nicht nur die, die sowieso jeder kennt.
  • Der Akku ist zu klein und ich musste viel zu oft das Handy schon abends an die Steckdose hängen (übrigens denkt das Desire beim Apple Ladegerät es wäre normales USB und lädt nicht mit voller Power, das macht es nur wenn D+ und D- am USB-Port kurzgeschlossen sind …)
  • Damit zusammenhängend … wenn man ein leeres Handy mit “Universalladeanschluss” hat, dann kann man es zur Zeit vergessen irgendwo Strom zu bekommen wenn man kein Ladekabel dabei hat … überall weitestgehend iPod-Stecker oder Mini-USB vorhanden, Micro-USB Fehlanzeige)
  • Keine iTunes-Synchronisation … HTC-Sync ist ein Witz und ich hasse es meine MP3s selbst auf ein Gerät spielen zu müssen und irgendwas mit dem Dateisystem rumzufuchteln (einmal das eigene MP3-Verzeichnis und dann den Wust den man präsentiert bekommt, wenn man das Handy als Festplatte anstöpselt).
  • Kein echtes Multitouch, es funktioniert quasi nur “Pinch to Zoom” oder wie man das nennen mag
  • Man kann keine Screenshots machen ohne das Gerät zu rooten

Einige von den guten Sachen kann das iPhone4 bereits oder kommt noch mit dem nächsten iOS (Version 5) bzw. geht mit Jailbreak. Die meisten schlechten Punkte haben andere Android Geräte bereits ausgemerzt oder zumindest bin ich optimistisch, dass sie irgendwann verschwinden.

Es wird also immer gleicher und ich muss ganz ehrlich sagen, dass es für den normalen Alltag nichts ausgemacht hat plötzlich ein Android in der Hand zu halten. Das einzige was mir fehlte waren die vielen kleinen Spielchen und Versorgung mit grandiosen Neuerscheinungen aus dem App Store. Die benutzt man zwar nach einer Weile eh nicht mehr wirklich, aber ich werde gerne durch neue und interessante Apps unterhalten … auf Android ist da ein bisschen Fehlanzeige, weil es eben immer noch “iPhone first” für viele Entwickler heißt. Außerdem fehlte mir ein wenig die Sprachsteuerung und die Tatsache, dass der Ausschalter auf der anderen Seite angebracht ist, war auch extrem irritierend (die Umstellung zurück zum iPhone somit auch wieder).

Ich bin gespannt was Apple im September (?) für neue Hardware auf den Markt schmeißt. Und vielleicht gibt es ja dann auch ein neues Android Flagschiff oder das S2 ist günstiger geworden … oder Nokia braucht mal nicht 8 Monate von der Ankündigung bis zur Auslieferung (das N9 sieht nämlich gar nicht so schlecht aus). Mein Vertrag läuft aus und der nächste Geburtstag kommt bestimmt …

So und jetzt ihr! Was nervt euch an eurem Androiden oder iPhone? Was ist absolut großartig?

Liebe Telekom, fuck you!

Liebe Telekom,

was man bei euch erlebt, wenn ein iPhone kaputt geht, ist alles andere als kundenfreundlich. Kann sein, dass ich mich hier künstlich aufrege, denn all das hätte mit einer simplen Garantieerweiterung seitens Apple gebacken sein können. Stattdessen erfahre ich jetzt, dass es beim iPhone nach der Garantie noch nicht mal einen Gewährleistungszeitraum gibt.

Die T-Punkt Mitarbeiter sind unfreundlich und patzig und sagen einem sofort, dass das ein kompletter Umtausch werden wird, sie könnten es nicht reparieren und es würde mich 239 € kosten. Ok, preiswerter als ein neues zu kaufen, aber für mich ist diese Art von Defekt (iPhone schaltet sich ohne Zutun aus und will dann wiederhergestellt werden, was allerdings nicht funktioniert) klar ein Gewährleistungsfall. Nur, es gibt keine Gewährleistung. Bamm!

Die 239 € kommen zudem von Apple direkt, die sind so “nett” (neu kostet es immer noch ein Vermögen). Die Telekom freut sich über jemanden, der noch ein paar Monate bei ihnen ist und will einem sogar noch ein iPhone 4 andrehen. Suppi.

Nun habe ich die letzten Abend mal geschaut für was für einen Preis iPhones mit meinem Defekt bei Ebay weggehen … um die 200 € … sehr erstaunlich! Also leicht zu reparieren, sonst würde sich das doch nicht lohnen, oder? Es ist auch seltsam, dass es so viele Fälle gibt … systematischer Fehler im iPhone 3GS? Wie auch immer, es ist sogar günstiger das defekte Gerät bei Ebay zu verticken und dort ein neuwertiges Gerät zu kaufen als es bei der Telekom in Reparatur zu geben.

I’m pissed now … weil nicht klar kommuniziert wurde, dass ich nach 12 Monaten der Arsch bin und auch bei nicht selbst verursachten Defekten zahlen soll. Garantie deckt ja auch keine Wasserschäden oder Wurfaktionen ab.

Bleibt also das Gefühl, das ich schon beim Abschluss dieses Vertrages hatte: Telekom ist ein notwendiges Übel gewesen um an ein iPhone zu kommen. Also Vertrag gekündigt! Zum Glück ist diese Exklusivität jetzt vorbei. Schaut man nämlich bei O2 auf das Kleingedruckte, so gibt es dort tatsächlich 24 Monate Gewährleistung.

Und nu erstmal Android (HTC Desire) bis zur iPhone 5 Ankündigung und endgültigen Entscheidung was das nächste Handy wird ;-) Wird mir mit jedem Produktzyklus sympathischer ;-)

Nachtrag:
Mittlerweile habe ich ein gebrauchtes iPhone 3Gs “vererbt” bekommen. Auch das ist wenige Tage nach meinem kaputt gegangen, konnte aber wieder repariert werden (natürlich nicht umsonst). Mal sehen was der Herbst so an neuen Geräten bringt … von der Telekom bin ich aber erstmal geheilt und es wird wohl O2, weil dort war ich noch nicht ;-)

Apple Statement bezüglich “Locationgate” – it’s a bug

Zitat aus ihrer Stellungnahme:

6. People have identified up to a year’s worth of location data being stored on the iPhone. Why does my iPhone need so much data in order to assist it in finding my location today?
This data is not the iPhone’s location data—it is a subset (cache) of the crowd-sourced Wi-Fi hotspot and cell tower database which is downloaded from Apple into the iPhone to assist the iPhone in rapidly and accurately calculating location. The reason the iPhone stores so much data is a bug we uncovered and plan to fix shortly (see Software Update section below). We don’t think the iPhone needs to store more than seven days of this data. [...]

Software Update
Sometime in the next few weeks Apple will release a free iOS software update that:

  • reduces the size of the crowd-sourced Wi-Fi hotspot and cell tower database cached on the iPhone,
  • ceases backing up this cache, and
  • deletes this cache entirely when Location Services is turned off.

In the next major iOS software release the cache will also be encrypted on the iPhone.

via Apple

Ich hatte Recht und alle Mediennachplapperer und Panikmacher dürfen sich jetzt von mir anhören was eh schon jeder weiß … sie recherchieren nicht. Nie! Schreiben irgendwelchen Stuss ohne selbst die Daten anzuschauen, anstatt sich auf das Wesentliche, die unverhältnismäßige Größe bzw. Bereitstellungsdauer dieses Caches, einzuschießen und im Hinterkopf zu behalten, dass alle Programmierer (zumindest die Guten) im Grunde ein faules Pack sind und auch gerne mal etwas “vergessen” können. Sollte nicht passieren, kann aber … da darf ich auch mal Fanboy sein und die armen kleinen Apple Hasis für ihren Fauxpas in Schutz nehmen ;-)

Google Fusiontables

Nett … gestern habe ich hier im Blog noch mein Bewegunsprofil händisch mit der Maps API visualisiert, heute finde ich endlich heraus was Google Fusiontables sind. Damit lädt man einfach ein paar Daten hoch und kann sie ohne “Programmieraufwand” visualisieren. So auch die iPhone Mobilfunkmasten Datenbank …

Awesome! Als Heatmap dargestellt könnte man schon eher sehen wo ich mich oft aufhalte. Dort wo man nicht in Bewegung war, ist die Dichte der erfassten Mobilfunkmasten sehr viel höher und das sieht man. Aber auch wenn man eine Stadt nur passiert (ich war in dem Zeitraum nie in Regensburg, sondern bin nur zum Skifahren dran vorbeigefahren) wird schon recht viel erfasst und führt neben den Städten in denen man eigentlich nicht war zu vielen Irrlichtern.

Meine Theorie ist mittlerweile, dass das gar nicht unbedingt Mobilfunkmasten sind, die das iPhone gesehen hat. Ich glaube viel mehr, dass bei einer Ortsanfrage oder bei anderen Gelegenheiten (warum sonst während einer Autofahrt bei der das Handy in der Hosentasche schlummert?) ein Server gefragt wird welche Mobilfunkmästen und Wifinetze sich in der Nähe befinden. Das erleichtert dann die schnelle Lokalisierung beim nächsten tatsächlichen Versuch des Benutzers seinen Standort festzustellen.

Dafür spricht, dass die Daten aus “Klumpen” von Mobilfunkmasten bestehen, die alle zum selben Zeitpunkt aktualisiert wurden. Außerdem ist für einen bestimmten Kartenausschnitt immer nur der letzte Besuch bzw. das letzte Laden gespeichert. Es ist also definitiv kein absichtlich angelegtes Bewegunsprofil von Apple, sondern lediglich ein Cache.

Naja … bleibt immer noch die Frage, warum dieser Cache alles auf immer und ewig speichern muss und Daten nicht nach ein paar Tagen verwirft. Praktisch zum stromsparenden mitloggen der eigenen Position (geschieht ja scheinbar immer). Bei einer USA Rundreise (am Freitag geht’s los) sicher interessant um eine Route erkennen zu können, bei mehrfach besuchten Gegenden aber nicht so gut … muss ich doch noch selbst per GPS mitloggen wo wir ungefähr lang gefahren sind ;-)

Mein Bewegungsprofil der letzten 8 Monate

Beeindruckend viele Mobilfunkmasten befanden sich in der Logdatei meines iPhones, über 13000 Stück (Zeitraum ca. Ende August 2010 bis jetzt). Die Genauigkeit der Ortungen lässt zum Teil sehr zu wünschen übrig bzw. es ist schon beeindruckend mit was für Mobilfunkmasten so ein Handy alles Kontakt aufnimmt während man auf einer Autobahn entlang fährt.

In großen Städten, in denen man sich längere Zeit aufgehalten hat, korrelieren die Mobilmasten bzw. deren Dichte allerdings stark mit den bevorzugten Aufenthaltsorten. Beispiel Orlando:


(Man sieht Häufungen beim Hotel, dem Convention Center, am Flughafen und bei Disney World. Passt so weit.)


(Das ist die Bayern Arena … ich war nie drin, aber offenbar sind dort sehr viele Mobilfunkmasten und man sieht sie von der Autobahn aus)

Allerdings befindet sich in meinen Daten ein eigenartiger “Batzen” bei Hof. Ich war dort nie und schon gar nicht zu der Zeit, die angegeben ist. Dafür spricht auch, dass in der Umgebung kaum Mobilfunkmasten aufgezeichnet wurden, nur in Hof selbst. Sehr eigenartig … hat hier T-Mobile vielleicht einige Basisstationen aus Hof irgendwo anders in der Republik verteilt und Apple denkt sie wären immer noch dort?!


(Hof)

Wie dem auch sei … beim Betrachten der Daten fällt auf, dass es keine doppelten Punkte gibt. Es sieht fast so aus als ob von bestimmten Mobilfunkmasten immer nur die letzte Sichtung gespeichert wird. Eventuell dient das der schnellen Positionsfindung, wenn man gerade nicht online ist? Zeichnet das iPhone eventuell nur die gesehenen Mobilfunkmasten auf und holt sich danach die genauen Koordinaten online von Apple?

Dafür sprechen jedenfalls die fast identischen Zeitstempel bei vielen Masten und die sehr genaue Position dieser Masten. In Möhrendorf (hier wohne ich) befinden sie sich zumindest genau dort wo sie eben sind. Ich kann mir nicht vorstellen wie eine Positionsbestimmung dieser Masten von meinem Handy aus funktioniert haben soll und das macht ja auch überhaupt keinen Sinn, denn die Positionen sind bekannt und können bei den Mobilfunkunternehmen abgefragt werden. Apple braucht dazu keine iPhone-Helfer.

Die Wifinetze habe ich mir nicht angeschaut, weil das viel zu viele Daten (über 100000) sind. Ich fühle mich wie ein kleiner Wardriver ;-) Aber auch hier vermute ich, dass man die Positionen der Netze nicht selbst ermittelt, sondern von Apple geliefert bekommt und in der Datenbank dann gecached werden um auch offline die eigene Position schneller finden zu können. Wie bekommt Apple diese Positionen? Na immer dann, wenn man selbst seine Position per GPS bestimmt, aber diese genauen Positionen sind ja bekanntlich nicht in dem Log (consolidated.db) enthalten.

Alles in allem eine sehr eigenartige Datenbank. Ob so ein Cache wirklich nötig ist? Und vor allem ob man wirklich allen Daten vertrauen kann, wenn man jemandem hinterherspioniert (siehe Hof)? Wie schon gesagt … sehr eigenartig ;-)

Frohe Ostern und so und denkt nicht all zu sehr darüber nach was eure Smartphones von euch so alles wissen und was passiert, wenn diese Daten in die falschen Hände kommen …

P.S.: Was Hof angeht … ich und mein iPhone befanden sich zu den angegebenen Zeitpunkten wirklich nicht dort. Auch nicht in Coburg …

P.P.S.: Bonusbild ohne Marker, dafür alle Messpunkte mit Linien verbunden. Gleicher Tag, gleiche Farbe. Man sieht die Erfassung geschieht immer in Brocken, die sehr eng zusammenliegen (ähnliche Aufteilung der Farben, wenn man jeder Stunde eine eigene gibt).