29. Juli 2010 · 9 Kommentare

Inception – Review

In-cep-tion [noun] The beginning of something, such as an undertaking; a commencement.

Seit langem mal wieder ein Filmreview. Gestern Abend war ich in der deutschen Preview von Christoper Nolans (Batman Begins, Dark Knight, Memento) traumhaft umgesetzten, neuem Werk: Inception. Und was soll ich sagen, der Film ist einfach umwerfend. Ein bisschen lang, aber keinesfalls langweilig und trotz der möglicherweise leicht verwirrenden Vielschichtigkeit der Geschichte wird man gut auf alles vorbereitet und nicht einfach so ins kalte Wasser geschmissen. Und das war ein Absatz voller Spoiler und Anspielungen und keiner hat’s gemerkt … I’m on a horse ;-)

Zur Story möchte ich nicht viel sagen … Thriller/Heist/Action Film eben … eine Mischung aus Matrix und Ocean’s Eleven irgendwie. Ach einfach selbst anschauen, sie ist auf jeden Fall packend. Und natürlich wird bei so einem Blockbuster auch etwas für’s Auge geboten. Einer der Kampfszenen ist dermaßen spektakulär, so etwas sieht man nicht in vielen Wire-Fu Filmen. Und der Soundtrack? Super und scheinbar ist jemand schlauem im Internet was bei aufgefallen (mir nicht):

Hanz Zimmers Thema ist in Wirklichkeit nur eine langsame Version des Aufwachliedes “Non, Je Ne Regrette Rien.” von Edith Piaf und die Filmehefrau von Leonardo DiCaprio -- Marion Cotillard -- spielte eben diese Dame 2007 in einem Film und gewann dafür den Oscar. Nolan wollte dann wohl eine andere Musik nach dem gerade diese Frau engagiert wurde, weil er dachte dieser Zusammenhang würde das Publikum stören … yeah, right. So um die Ecke denken wir nicht ;-)

Wie dem auch sei, ich fand den Film super und gebe ihm 10 von 10 Punkten. Bisher bester Film des Jahres und er ist es definitiv wert auf DVD/Bluray gekauft zu werden um das ganze nochmal zu sehen und eventuell dann richtig durchzublicken …

P.S.: Wenn die Besucher aus dem Kino strömen und danach noch über den Film reden ist das immer ein gutes Zeichen. Lang nicht mehr gehabt.

P.P.S.:
Eine nahezu spoilerfreie Infografik über den Film, die man sich trotzdem erst nach Sichtung des Films anschauen sollte damit man nicht vorher schon verwirrt ist (via)

P.P.P.S.: Wie komme ich jetzt bloß aus diesen Postskriptums wieder heraus? Waaaah!

P.P.P.P.S.: Tanz den Limbo mit mir, die ganze Nacht … träume ich etwa schon wieder? KICK!

19. Juli 2010 · 10 Kommentare

Deutschland, das Land der Kinomuffel?

Kinobesuche pro Einwohner in Deutschland:
760823 Besucher in den Top 10 Filmen in Woche 27, also ca. 800000 Kinobesucher auf 82000000 Einwohner, d.h. ca. 1% der Bevölkerung war an dem Wochenende im Kino und haben schätzungsweise 6,4 Millionen Euro ausgegeben (eine Kinokarte als 8 Euro angenommen). Filme bekommen bei uns für 3 Millionen Besucher eine Auszeichnung (goldene Leinwand).

Kinobesuche pro Einwohner in Amerika:
Die Top 10 der Film in Amerika hat am gleichen Wochenende 182,4 Millionen Dollar eingespielt. Bei einem ebenfalls angenommenen Preis pro Karte von 8 Euro (ca. 10 Dollar) ergibt das ungefähr 17653893 Kinobesuche. Bei 308 Millionen Einwohnern macht das eine Quote von 5,7%.

Heißt also fast 6 Mal mehr Menschen gehen dort ins Kino wie hierzulande. Der Unterschied mag wegen der WM besonders hoch liegen, aber das gute Wetter haben die da drüben zur Zeit auch. Und da wundert sich noch jemand warum bei Filmen alles auf die USA schaut? Die Briten haben übrigens eine ähnlich hohe Kinoquote. Entweder ich habe mich gehörig verrechnet oder bei uns leben tatsächlich viele Kinomuffel ;-)

P.S.: Jetzt ohne WM hat es Twilight alleine schon auf 1,3 Millionen Besucher am Startwochenende geschafft. Aber selbst mit 2 Millionen Kinogängern sieht Deutschlands Quote immer noch ziemlich klein aus. Woran liegt’s?

9. Mai 2010 · 0 Kommentare

Machete und The Expendables

Heiliger Bim Bam Bino!

Als Kino-Nerd bekommt man ja schon eine Erektion, wenn ein Silvester Stallone versucht das 80er Jahre Actionkino wiederzubeleben. Mit The Expendables holt er bekanntlich u.a. Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Mickey Rourke, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger und was weiß ich noch wen alles auf die Leinwand … und dann liest man im Interweb auch noch von einem weiteren, irren Filmprojekt: Machete.

Dort spielen scheinbar alle anderen Schauspieler Hollywoods mit ;-). Danny Trejo (wie in jedem Robert Rodriguez Film), Michelle Rodriguez, Jessica Alba, Robert De Niro, Lindsay Lohan, Cheech Marin (auch in jedem der RR Filme zu sehen), Steven Seagal, Don Johnson (Miami Vice wooot) …

Hmm, was mach ich hier eigentlich? Irgendwelche Namen aufzählen und von Erektionen reden. Schaut euch einfach die Trailer an! Aber zackig!

Und als Bonus:

Alles dieses Jahr irgendwann im Kino? Yeah ;-)

30. März 2010 · 0 Kommentare

Was im März bei mir im Kino lief

Weil ich es im März geschafft habe nur ein einziges Review (zu Alice) zu schreiben hier ein Screenshot meiner Filmreviews, die ich gerade nachgetragen habe:

War kein schlechter Monat, aber jetzt kommt erstmal April mit Kautions-Cop, Clash of the Titans, Cop Out, Kick Ass und anderen flacheren Werken bevor im Mai dann Iron Man 2, Robin Hood, Prince of Persia und Sex and the City 2 auf uns losgelassen werden. Dazu noch ein Prise 3D mit Toy Story (1+2) und ein paar Horrorflicks (The Crazies, Nightmare on Elm Street) … ah und Woody Harrelsons Defendor auf DVD. Genialer Film ;-)

3. März 2010 · 3 Kommentare

Was haben ein Rabe und ein Schreibtisch gemeinsam – Alice im Wunderland Binärreview

Ok, da wären wir also nun … gerade aus der 3D Premierenvorstellung von Alice im Wunderland gekommen und nun muss ich entscheiden. Top oder Flop?

Nunja, es ist ein Tim Burton Film und natürlich spielt Johnny Depp mit. Helena Bonham Carter (auch natürlich) ist die rote und Anne Hathaway die weiße Königin, eine gewisse Mia Wasikowska spielt Alice. Die Story sollte ja halbwegs bekannt sein … Gut, Böse, weißer Hase, große Alice, kleine Alice, usw. nur ist Alice jetzt mehr oder weniger erwachsen und muss etwas anderes als beim ersten Mal für die Menschen der Unterwelt tun, nämlich einen Drachen besiegen. Ein bisschen zu Narnia-esk, wenn ihr mich fragt.

Ich fand’s trotzdem super gemacht, dennoch ist der Film irgendwie ein bisschen Gaga? Nicht so Kabinett von Dr. Parnassus Gaga, sondern anders Gaga, schlechter Gaga … deshalb weiß ich nicht, ob meine 1, die ich gleich gebe auch wirklich zutrifft. Aber die Überschrift sagt es wäre binär das Review und so soll es nun sein … Alice im Wunderland ist für mich eine 1 (oder eine 7 im 10 Punktesystem) ;-)

Ach ja … ich denke es ist nicht nötig diesen Film in 3D zu sehen, irgendwie mau im Vergleich zu Avatar :/ Meh, James Cameron hat 3D für andere Filme ohne seine Technik versaut …

26. Februar 2010 · 3 Kommentare

Film nicht kaufen = mehr vom Film haben

Das Bild sagt eigentlich schon alles. Ein Raubkopierer bekommt den Film, den er/sie haben möchte. Ein Käufer noch wesentlich mehr, wenn man einen Standard konformen DVD-Player hat :-(

Gleiches übrigens auch im Kino, wenn man nicht erst knapp vor Filmanfang in den Saal geht (Trailer sind zwar toll, aber wer hat sie nicht schon alle im Netz gesehen oder kennt sogar schon neuere?):

  1. Werbung
  2. Trailer
  3. Werbung
  4. Trailer
  5. Werbung
  6. Eisverkäufer
  7. Werbung
  8. Trailer
  9. Leute, die versucht haben die Werbung zu umgehen, stolpern über einen drüber
  10. Werbung
  11. Film (mind. 20-30 Minuten später und Karten abholen muss man auch 30 Minuten vor Beginn der Werbung)
  12. Popcorngeraschel von Menschen, die ihr Popcorn bis zu diesem Zeitpunkt tatsächlich noch nicht aufgegessen haben

Schon komisch für welche Gängeleien wir so alles bezahlen ;-)

24. Februar 2010 · 5 Kommentare

The Book of Eli – Review

Ich war gestern in The Book of Eli, einem klassischen Endzeitfilm mit Denzel Washington in der Hauptrolle. Wer von euch war schon drin? Und wer von euch fühlte sich übermäßig an das Spiel Fallout 3 (eigentlich egal welcher Teil) erinnert? Gemetzel, Wüste, Handel mit Gegenständen, Gangs … alles dabei. Yeah, Endzeit in Perfektion?

Mir gefällt der Stil von Book of Eli. Das Gefühl einer Welt nach einem Atomkrieg kommt in den Bildern jedenfalls sehr gut rüber. Aber natürlich gibt es hier und dort einige Ungereimtheiten wie abhanden gekommenes Wissen obwohl es scheinbar Menschen gibt, die vor dem Krieg gelebt haben. Niemand weiß was ein iPod ist oder kennt die Bibel bzw. Religion. Sollte man es nach einem durch Religion ausgelösten Krieg wirklich schaffen das Wissen darüber zu begraben und dann trotzdem eine Welt von Idioten und Kannibalen als Endprodukt haben?

Um die Bibel bzw. deren Transport dreht sich dann auch der ganze Film. Eli hat eines Tages eine Stimme gehört und läuft seitdem nach Westen um das Buch irgendwo hinzubringen. Kurz vor dem Ziel begegnet er in einer Stadt dem ebenfalls belesenen lokalen Herrscher Carnegie (gespielt von Gary Oldman, yeah!), der mit diesem Buch weit mehr als nur seine Stadt beherrschen will. Weil es hat ja schon mal geklappt und die Armen und Verzweifelten kann man damit gut herumkommandieren. Aber Eli denkt nicht daran ihm das Buch auszuhändigen und so kommt es zu mehreren Showdowns mit vielen abgetrennten Körperteilen ;-)

Der Film ist nicht umsonst ab 16. Wer also auf ein Action steht bekommt hier einige leckere Kampfszenen serviert. Wem Endzeitgeschichten gefallen kommt hier ebenfalls auf seine Kosten. Wer auf Logik steht, naja … der bekommt hier den Popo versohlt. Sonne macht blind und deswegen tragen alle Sonnenbrillen? Aber T-Shirt oder ungeschützte Glatze ist ok? Und ohne das Ende verraten zu wollen -- schwierig -- hätte das Buch nicht viel dicker sein müssen? Ich mein ja nur … man vergleiche mal die verschiedenen Schriftsätze in den gängigen Versionen :D

Wie auch immer, mir gefiel der Film und ich war gut unterhalten. Scheinbar auch die Teenies hinter uns, die irgendwann aufhörten zu plappern. Haben sie morgen in der Schule was zu erzählen ;-)

8 von 10 Sterne gebe ich für von Terminator Salvation abweichende Endzeitstimmung, gut choreographierte Actionszenen und einer Wendung, die man nicht hat kommen sehen (höhö). Kann man durchaus nochmal anschauen.

P.S.: Neben Fallout erinnert der Film irgendwie auch ein wenig an den anderen Denzel Washington Film Man on Fire. Ein ganz klein wenig.