Ein Tag Handynutzung im Ausland kostet …

Lasst euch das eine Lehre sein, wenn ich das nächste Mal ins nicht-europäische Ausland fahrt/fliegt. Am 1. Februar war ich nämlich noch bis Nachmittag in den USA und nur für diesen einen Tag mit einmal kurz im Web was nachschlagen und zwei kurzen Gesprächen nimmt T-Mobile – obwohl über ihre amerikanische Schwester verbunden – ganze 20 Euro ohne Mehrwertsteuer.

Holy FUCK! Zum Glück waren die anderen Gespräche an dem Tag über Wifi/Skype …

Immerhin gibt es in der EU jemanden, der den Telekommunikationsfirmen auf die Finger klopft, aber die sonstigen internationalen Roamingkosten sind abartig und da wird ordentlich abgezockt. Denen können doch nicht ernsthaft solche Kosten entstehen, oder? Da wird darauf gehofft, dass bei kurzen Auslandsaufenthalten durch diese Tarife mehr reinkommt, als wenn sie durch attraktivere Preise mehr Nutzung bekommen würden.

Nächstes mal also Prepaidkarte nutzen oder Handy ausschalten … egal wie kurz ihr in Amerika oder sonstwo seid ;-)

P.S.: Gibt es irgendwo Berichte wie hoch die jeweiligen Roamingeinnahmen der Firmen im einzelnen sind? Macht das wirklich so viel aus, dass T-Mobile oder Vodafone nicht einfach sagen können “ach, du bist mein Kunde, telefonier doch mit deinem Vertrag bei uns egal in welchem Land du gerade bist und zahl nur extra, wenn du einen anderen Anbieter nimmst”?

P.P.S.: Die Rechnung T-Mobile statt Simyo um iPhone subventioniert zu bekommen, ist bisher in noch keinem Monat aufgegangen. Im Verhältnis zu Unlocked iPhone plus Prepaid zahle ich jeden Monat ein paar Euro drauf … nicht viel, aber trotzdem meh. Liegt alles daran, dass ich mein 2 Stunden Laberbudget nicht mal zur Hälfte aufbrauche ;-)

Lohnt sich Hybrid?

Nicht wenn der Preisunterschied zur normalen Version 7000 Euro beträgt. SpOn stellt einen Lexus RX 450h SUV vor, das unglaublicherweise im Praxistest 7,7 Liter Benzin pro 100 km braucht. Die Variante ohne Hybridtechnik braucht 10,6 Liter und kostet besagte 7000 Euro weniger. Nun entsprechen 7000 Euro derzeit 5600 Litern Benzin (1,25 Euro pro Liter angenommen).

Nach Adam Riese muss man also 193103 Kilometer fahren damit sich die Hybridinvestition lohnt. So wird das nix mit den sparsamen Autos für jedermann (mal abgesehen davon, dass jedermann keine SUVs für 50 Mille kauft) …

@Spiegel: was soll das eigentlich immer mit den Fahrgeräuschen in euren Artikeln über Autos?

Die Steckdose von Morgen

Elektroautos und Plugin-Hybride sind im Kommen, keine Frage. Doch wenn man den Golem-Artikel über ein schwedisches Auto namens Quant durchliest kommen einem arge Zweifel, ob heutige Steckdosen bzw. Stromnetze überhaupt dafür geeignet sind.

Die Eckdaten des Elektroflitzers:

  • 381 kW (520 PS)
  • 714 Newtonmeter Drehmoment
  • 0 auf 100 km/h in 5,2 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit 275 km/h
  • Reichweite 500 km
  • Spezialakku der in 20 Minuten aufgeladen sein soll und 450 kg wiegt

Da die Reichweite außergewöhnlich hoch ist (wohl nicht bei Vollgas) nehmen wir mal eine sehr hohe Energiedichte von 150 Wh/kg Batterie an. In einer vollen Batterie befinden sich also 67,5 kWh Energie. Bei 230 Volt müsste man da doch knapp 880 Ampere durchs Ladekabel jagen. Bei 400 Volt immer noch 506 Ampere. Welche Steckdose bzw. Stromzähler raucht da noch nicht ab?

Wie stellen die sich das vor? Mit einer 16 Ampere Sicherung kommen in 20 Minuten 1,2 kWh aus der Leitung. Damit kann das Auto 11,3 Sekunden Vollgas fahren. O-K!

Überhaupt recht seltsam. Mit dem Energiespeicher 500 km weit zu kommen … wie soll das gehen? Bei 100 km/h und strahlendem Sonnenschein (das Auto hat Solarzellen) wären das 13,5 kW durchschnittliche Dauerleistung. Und damit soll ein 1,7 Tonne Auto 100 km/h halten können? Hmm …

Vielleicht ist deren Energiedichte ja doch noch höher. Aber dann müsste die Steckdose von Morgen noch ein wenig größer ausfallen.

Oder … ich hab die Lösung! Schwungräder im Keller! Den ganzen Tag über werden riesige Schwungräder beschleunigt (könnte auch mit Solar funktionieren), die dann die Energie von einem Tag in 20 Minuten auf die Batterie des Autos übertragen, wenn man “tanken” will. So müssen sie es wohl gemacht haben, denn das könnte ein normales Hausnetz immerhin schaffen. Alternative: gleich die 300 kV Leitung, die ich aus meinem Fenster sehen kann, anzapfen. Die sollte das auch schneller hinkriegen ;-)