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Diablo III – Kurzreview

Vor einem knappen Monat kam Diablo III raus und natürlich habe ich es mir gleich gekauft (aus UK, weil um Himmels Willen, das kostet hier einfach viel zu viel). Nach 19 Stunden habe ich das Spiel auf normal nun durchgespielt (Akt 2 mehrmals, da auch online mit Freunden) und mit der nächsten Schwierigkeitsstufe angefangen.

Meiner Meinung nach ist dieses Spiel ein wenig zu sehr gehypt worden. Ein wenig wie bei Duke Nukem Forever … das war auch ganz nett, aber für die lange Wartezeit eher mau. Bei Diablo 3 weiß ich es noch nicht so recht. Zum einen sind 19 Stunden Spielspaß – wenn ich jetzt aufhören würde – durchaus ok, zum anderen scheint mir das Spiel aber deutlich zu simpel gestrickt zu sein. Am Anfang freut man sich noch über Rares und kann eventuell beim Schmied auch noch Waffen produzieren, die etwas bringen. Aber schon bald merkt man, dass es darauf eigentlich überhaupt nicht ankommt. Das Zeug wird einfach verkauft und im Auktionshaus gibt es zu 99,9999% bessere Items für weniger Goldstücke als man denkt. Gesockelte Waffen lassen sich über das Auktionshaus ebenfalls sehr stark aufwerten, so dass man schon bald viel zu stark für alle Gegner wird. Das mag sich später irgendwie auspendeln, aber für mich (erster Charakter ein Barbar) war nach den ersten Einkäufen alles viel zu leicht.

Das läuft darauf hinaus, dass man eigentlich nur noch auf “Vitalität” und den entsprechenden Skill des Charakters schaut. Es “dropt” eigentlich so gut wie nie etwas, das man auch selbst gebrauchen könnte :/

Nicht falsch verstehen, ich mag das Spiel. Aber das Auktionshaus macht es irgendwie madig und viele Dinge sind einfach nicht so wie früher. Man wird sehen, wie sich das im späteren Spiel verhält und ich habe mal mit einer Zauberin neugestartet um auch das zu testen. Wilde Charakterkombinationen gehören zwar der Vergangenheit an, aber sie spielt sich auf jeden Fall schon mal grundlegend anders als der Barbar. Man wird sehen …

Habt ihr das Spiel gekauft? Schon durchgespielt? Schon lange nicht mehr eingeloggt? Falls ihr doch noch spielt: Scythe#2961 ist mein Battletag ;-)

The Descendants – Binärreview

The Descendants ist ein schöner Film. Punkt. Aus. Typisches Oscar Material wie auch vorherige Werke von Alexander Payne und vom Tempo her durchaus mit Sideways vergleichbar. Ein Lichtblick auch die vielen, bunten Hemden von George Clooney. Hat jemand mitgezählt? ;-)

Eine klare 1.

P.S.: Es ist wohl mehr ein Frauenfilm, zumindest sah so gestern das Publikum aus.

Galaxy Nexus – Kurzreview oder gibt es bereits Apps, die schon an Android 4.0 angepasst wurden?

Seit gestern habe ich nun ein Galaxy Nexus mit dem ich bis auf ein paar Kleinigkeiten (Lautstärke etwas niedrig und möglicherweise ein Verarbeitungsfehler, weil der Bildschirm beim Touchen in der oberen Hälfte knarzt) zufrieden bin. Außerdem gibt es ja nun auch Android 4.0 für das alte Nexus S und da fragt man sich dann schon, warum die Top-Anwendungen bisher nicht dafür angepasst wurden. Priorität null? Die wenigen tausend Leuts, die das sehen würden sind Facebook, etc egal?

Update:
Habe gerade die Entwickleroptionen entdeckt. Dort kann man 2D Hardware Beschleunigung erzwingen und das macht bei Facebook, Twitter (gerade die ruckelt beim “runterziehen um zu aktualisieren” ziemlich) und Do it Tomorrow einen riesigen Unterschied. Wenn eine App nicht irgendwelche nicht unterstützten Funktionen benutzt, dann ist das ein Flag beim Kompilieren und keiner der großen hat sich diese Mühe gemacht. Naja, wenigstens kann man es von außen erzwingen.

Fangen wir mal an.

Facebook

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Wie bekannt sein dürfte besteht die Facebook App auf so gut wie allen Systemen aus einer Webview, die einfach nur HTML anzeigt und fertig. Im Menü (nativ) werden allerdings Auswahlpunkte von der Rechtschreibprüfung unterstrichen und in meiner Profilansicht wird der obere Teil zu breit dargestellt, d.h. er ragt aus dem Bildschirm recht hinaus.

Twitter

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Twitter hat erst vor kurzem seine App neu gestaltet und nunja … auf dem Galaxy Nexus sind die Tabs winzig klein. Das spart zwar Platz, aber sieht nicht gewollt aus.

Whatsapp

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Die Bildersmilies, die vom iPhone übernommen wurden, sind auf dem Galaxy Nexus riesig und sehen ein wenig verschwommen aus.

Do it Tomorrow

Meine Lieblings Todo App ;-) … ist ziemlich langsam auf 720×1280 Pixeln. Ich nehme an das ist auch eine Webview oder benutzt keine Hardwarebeschleunigung für die Startanimation.

Allgemein scheint es noch keine Anwendung zu geben, die Actionbar & Co wirklich nutzen. Natürlich gibt es viele, die dieses Pattern für 2.x nachgebaut haben und diese Anwendung sehen unter 4.x natürlich genau so aus, aber sie verwenden nicht die native Actionbar. Anders ausgedrückt: keine 4.x/ICS Anpassungen. Nicht mal bei Anwendungen, die auf einem Honeycomb Tablet diese Features nutzen.

Neben der geringen Lautstärke nervt übrigens auch die automatische Helligkeitseinstellung. Nicht unbedingt weil sie zu dunkel wäre, nein eher weil das Display bei der dunkelsten Einstellung Farben sehr verwaschen aussehen lässt und irgendwie schmutzig wirkt. Bereits einen kleinen Tick heller als die Automatik für gut befindet sorgt für satte Farben. Also gleich ausgeschaltet und hoffentlich verbraucht es dadurch nicht so viel mehr Strom. Am krassesten ist dieser Unterschied übrigens in der Kamera App zu sehen. Dafür wird die Helligkeit nämlich komplett hochgedreht und das ist auch noch so, wenn man das letzte gemachte Bild anschaut. Drückt man dann allerdings weiter, kommt man in die Galerie App und die Helligkeit geht zurück auf fast null (bei Automatik). Das Bild mit den kräftigsten Farben der Welt sieht auf einmal aus als hätte es eine 1999-er Digitalkamera aufgenommen.

Ansonsten ist das Galaxy Nexus ein super Smartphone. Rasend schnell, gutes Schreibgefühl auf der Bildschirmtastatur und tolles Display (HD-Auflösung … waaah!). Es wirkt und ist leichter als ein iPhone obwohl es fast doppelt so groß ist (Spaß … 1,5 mal vielleicht) und ist auch in der Hosentasche nicht unangenehm. Ach ja, die Kamera löst verdammt schnell aus. Das kombiniert mit dem LED-Blitz sollte zu Epilepsie Warnungen vor Schnappschüssen führen ;-)

Nexus S

Seit kurzem hat das Nexus S das iPhone 3Gs in meiner Hosentasche abgelöst. Zurecht! Und im Gegensatz zum HTC Desire im Mai/Juni rockt es noch ein wenig mehr. Grund? Es ist das pure Android von Google direkt. Keine Verunstaltung durch unnötige Apps und Oberflächen von Herstellern. Einige Zusatzfunktionen, die diese oft mit einbauen vermisst man zwar ein wenig, aber was soll’s … das meiste davon gibt es auch als App irgendwie zu haben.

Allerdings gibt es auch an diesem Smartphone einiges zu bemängeln:

  • Kein Dual-Core und damit ab und zu mal etwas langsam
  • An kapazitive Tasten muss ich mich noch gewöhnen. Irgendwie streicht man da immer aus versehen drüber
  • Keine Hinweis-LED, obwohl das Tastenfeld ja eigentlich dafür geeignet wäre
  • Keine HD-Videoaufnahmen?
  • Der Bildschirminhalt dreht sich ein wenig schnell, wenn man das Handy schief hält
  • Tethering von meinem Tablet geht mit dem Nexus S nur über Wifi … ein bisschen lame, Bluetooth wäre stromsparender
  • SD-Kartenslot wäre gut gewesen

Positiv:

  • Der Akku hält tatsächlich 2 Tage ohne irgendwelche Tricks. Wow!
  • Tolle Fotokamera
  • Es ist DAS Google Handy
  • Viel Speicher für Apps!

Addicted bin ich nicht, aber davon weg möchte ich gerade auch nicht mehr. Der Android Market ist natürlich immer noch eine Katastrophe was Qualität bzw. das Finden von Qualität angeht. Ich verstehe die Sortierung nicht ganz, denn die Apps in den Top-Listen sind nicht gerade die “Creme de la Creme” :/ und viele sehen so aus, als ob sie mal schnell zusammengestöpselt wurden. Gut, das ist beim iPhone nicht anders, aber dort geben sich mehr Entwickler die nötige Mühe ihre Anwendung wenigstens ein wenig ansehnlich zu machen und vor allem ein hübsches Icon zu haben (da könnte das Android-Lager mal anfangen aufzuräumen).

Naja, es heißt also immer noch warten auf iPhone 5 und das nächste Nexus. Wenn Apple es schafft die Notifications nach Androidvorlage (ob hier dann Google mal die Patentkeule schwingt?) nicht ganz so hässlich einzubauen und noch irgendeine Überraschung bietet, dann reicht mir das ja fast schon ;-)

Blutspritzkunst oder Machete Binärreview

Erstmal was zu “Buried – Lebendig begraben”. Das kam am Mittwoch in der Sneak und man musste 95 Minuten nur Ryan Reynolds ertragen. Ging so … ein Mann im Sarg und sehr eigenartige Dialoge, aber irgendwie spannend, aber nicht toll. 0 von 1 Binärpunkten.

Machete hingegen war absolut awesome! Anders kann man diese kunstvolle Gewaltorgie nicht beschreiben. Großartige Splatterszenen, kochende Eier, interessante Handyverstecke und Nackedei Schwester Lindsay Lohan … was will man mehr? ;-) 1 von 1 Punkten und nochmal den Trailer!

Inception – Review

In-cep-tion [noun] The beginning of something, such as an undertaking; a commencement.

Seit langem mal wieder ein Filmreview. Gestern Abend war ich in der deutschen Preview von Christoper Nolans (Batman Begins, Dark Knight, Memento) traumhaft umgesetzten, neuem Werk: Inception. Und was soll ich sagen, der Film ist einfach umwerfend. Ein bisschen lang, aber keinesfalls langweilig und trotz der möglicherweise leicht verwirrenden Vielschichtigkeit der Geschichte wird man gut auf alles vorbereitet und nicht einfach so ins kalte Wasser geschmissen. Und das war ein Absatz voller Spoiler und Anspielungen und keiner hat’s gemerkt … I’m on a horse ;-)

Zur Story möchte ich nicht viel sagen … Thriller/Heist/Action Film eben … eine Mischung aus Matrix und Ocean’s Eleven irgendwie. Ach einfach selbst anschauen, sie ist auf jeden Fall packend. Und natürlich wird bei so einem Blockbuster auch etwas für’s Auge geboten. Einer der Kampfszenen ist dermaßen spektakulär, so etwas sieht man nicht in vielen Wire-Fu Filmen. Und der Soundtrack? Super und scheinbar ist jemand schlauem im Internet was bei aufgefallen (mir nicht):

Hanz Zimmers Thema ist in Wirklichkeit nur eine langsame Version des Aufwachliedes “Non, Je Ne Regrette Rien.” von Edith Piaf und die Filmehefrau von Leonardo DiCaprio – Marion Cotillard – spielte eben diese Dame 2007 in einem Film und gewann dafür den Oscar. Nolan wollte dann wohl eine andere Musik nach dem gerade diese Frau engagiert wurde, weil er dachte dieser Zusammenhang würde das Publikum stören … yeah, right. So um die Ecke denken wir nicht ;-)

Wie dem auch sei, ich fand den Film super und gebe ihm 10 von 10 Punkten. Bisher bester Film des Jahres und er ist es definitiv wert auf DVD/Bluray gekauft zu werden um das ganze nochmal zu sehen und eventuell dann richtig durchzublicken …

P.S.: Wenn die Besucher aus dem Kino strömen und danach noch über den Film reden ist das immer ein gutes Zeichen. Lang nicht mehr gehabt.

P.P.S.:
Eine nahezu spoilerfreie Infografik über den Film, die man sich trotzdem erst nach Sichtung des Films anschauen sollte damit man nicht vorher schon verwirrt ist (via)

P.P.P.S.: Wie komme ich jetzt bloß aus diesen Postskriptums wieder heraus? Waaaah!

P.P.P.P.S.: Tanz den Limbo mit mir, die ganze Nacht … träume ich etwa schon wieder? KICK!

Erlebnisgeschenke und ausgefallene Geschenkideen vergleichen

Wer kennt das nicht? Jemand feiert Geburtstag, heiratet oder es gibt irgendeinen anderen Grund, dass man beschließt etwas ausgefalleneres zu schenken. An die entsprechenden Anbieter erinnert man sich flott und beginnt mit der Suche nach dem passenden Geschenk bei Jochen Schweizer, Mydays usw …

Im Wesentlichen bieten diese Erlebnisgeschenkeanbieter allerdings überall das Gleiche an und so liegt es nahe analog zu normalen Preisvergleichwebseiten auch dafür etwas zu stricken. Genau das haben sich die Macher von geschenke-vergleichen.de gedacht zu deren – noch recht frischen – Webseite ich hier ein Review schreibe.

Wie schon gesagt listet die Webseite insgesamt über 650 verschiedene Erlebnisangebote recht übersichtlich auf. Diese sind nach Anlässen, Personen (für einen Mann, Frau, Kinder, etc), Orten und Preisgruppen geordnet nach denen man die zu verschenkenden Aktivitäten sortieren kann um etwas passendes zu finden. Zusätzlich helfen einem auch noch Kategorien bei der Auswahl. Möchte man z.B. etwa Segway fahren verschenken, sucht man am besten in der Kategorie “Fahren & Motor” und wenn es doch lieber ein Parabelflug (ab nur 4499 €) sein soll, dann sollte man sich besser unter “Fliegen, Fallen & Schweben” umschauen ;-)

Aufgelistet werden übrigens die Angebote von Jochen Schweizer, Mydays, Jollydays, Meventi, Yamando, Nolimits24 und Spaßbaron von Paintball, Hundeschlittenfahrten über Krimidinner bis zu Wellness Wochenenden ist alles dabei was diesen Spaßverkäufern so eingefallen ist. Nehme ich doch gleich mal Paintball als Suchbeispiel:

Fast 100 Angebote – über die ganze Republik verteilt – bekommt man hier geliefert, oft auch mehrere pro Region. Und auch wenn viele Angebote nicht direkt miteinander vergleichbar sind, weil sie nicht exakt das Gleiche beinhalten, so bekommt man doch eine ganz gute Übersicht in welcher Preisregion sich besagte Aktivität bewegt. Ebenfalls sehr gut finde ich die Auflistung von Lasergame bei gerade dieser Suche ;-)

Alles in allem stelle ich fest, dass man bei dieser Art von Webseite nicht sehr viele Fehler machen kann. Das Suchfeld führt mich in meinem Browser (Chrome) beim Drücken der Eingabetaste zwar in die Irre während die Suche per Mausklick einwandfrei funktioniert und es könnte vielleicht eine genauere Umkreissuche z.B. mit Einbindung von Google Maps geben, aber sonst ist alles sehr übersichtlich und schön bebildert.


(Geschlechtertrennung auch beim Schenken, dafür schöne Bilder)

Fazit

Wenn man mal wieder nach einem ausgefallenen Geschenk sucht, besser erstmal auf einer Webseite wie geschenke-vergleichen.de vorbeischauen, bevor man die einzelnen Anbieter abklappert und eventuell etwas spannendes übersieht oder zu viel zahlt. Schaden tut’s sicher nicht und ich wünsche ihnen viel Erfolg im Meer der Preisvergleicher.

P.S.: Übrigens wird auf der Webseite auch gebloggt und ich mag bloggende Webseitenbetreiber.

Was haben ein Rabe und ein Schreibtisch gemeinsam – Alice im Wunderland Binärreview

Ok, da wären wir also nun … gerade aus der 3D Premierenvorstellung von Alice im Wunderland gekommen und nun muss ich entscheiden. Top oder Flop?

Nunja, es ist ein Tim Burton Film und natürlich spielt Johnny Depp mit. Helena Bonham Carter (auch natürlich) ist die rote und Anne Hathaway die weiße Königin, eine gewisse Mia Wasikowska spielt Alice. Die Story sollte ja halbwegs bekannt sein … Gut, Böse, weißer Hase, große Alice, kleine Alice, usw. nur ist Alice jetzt mehr oder weniger erwachsen und muss etwas anderes als beim ersten Mal für die Menschen der Unterwelt tun, nämlich einen Drachen besiegen. Ein bisschen zu Narnia-esk, wenn ihr mich fragt.

Ich fand’s trotzdem super gemacht, dennoch ist der Film irgendwie ein bisschen Gaga? Nicht so Kabinett von Dr. Parnassus Gaga, sondern anders Gaga, schlechter Gaga … deshalb weiß ich nicht, ob meine 1, die ich gleich gebe auch wirklich zutrifft. Aber die Überschrift sagt es wäre binär das Review und so soll es nun sein … Alice im Wunderland ist für mich eine 1 (oder eine 7 im 10 Punktesystem) ;-)

Ach ja … ich denke es ist nicht nötig diesen Film in 3D zu sehen, irgendwie mau im Vergleich zu Avatar :/ Meh, James Cameron hat 3D für andere Filme ohne seine Technik versaut …

The Book of Eli – Review

Ich war gestern in The Book of Eli, einem klassischen Endzeitfilm mit Denzel Washington in der Hauptrolle. Wer von euch war schon drin? Und wer von euch fühlte sich übermäßig an das Spiel Fallout 3 (eigentlich egal welcher Teil) erinnert? Gemetzel, Wüste, Handel mit Gegenständen, Gangs … alles dabei. Yeah, Endzeit in Perfektion?

Mir gefällt der Stil von Book of Eli. Das Gefühl einer Welt nach einem Atomkrieg kommt in den Bildern jedenfalls sehr gut rüber. Aber natürlich gibt es hier und dort einige Ungereimtheiten wie abhanden gekommenes Wissen obwohl es scheinbar Menschen gibt, die vor dem Krieg gelebt haben. Niemand weiß was ein iPod ist oder kennt die Bibel bzw. Religion. Sollte man es nach einem durch Religion ausgelösten Krieg wirklich schaffen das Wissen darüber zu begraben und dann trotzdem eine Welt von Idioten und Kannibalen als Endprodukt haben?

Um die Bibel bzw. deren Transport dreht sich dann auch der ganze Film. Eli hat eines Tages eine Stimme gehört und läuft seitdem nach Westen um das Buch irgendwo hinzubringen. Kurz vor dem Ziel begegnet er in einer Stadt dem ebenfalls belesenen lokalen Herrscher Carnegie (gespielt von Gary Oldman, yeah!), der mit diesem Buch weit mehr als nur seine Stadt beherrschen will. Weil es hat ja schon mal geklappt und die Armen und Verzweifelten kann man damit gut herumkommandieren. Aber Eli denkt nicht daran ihm das Buch auszuhändigen und so kommt es zu mehreren Showdowns mit vielen abgetrennten Körperteilen ;-)

Der Film ist nicht umsonst ab 16. Wer also auf ein Action steht bekommt hier einige leckere Kampfszenen serviert. Wem Endzeitgeschichten gefallen kommt hier ebenfalls auf seine Kosten. Wer auf Logik steht, naja … der bekommt hier den Popo versohlt. Sonne macht blind und deswegen tragen alle Sonnenbrillen? Aber T-Shirt oder ungeschützte Glatze ist ok? Und ohne das Ende verraten zu wollen – schwierig – hätte das Buch nicht viel dicker sein müssen? Ich mein ja nur … man vergleiche mal die verschiedenen Schriftsätze in den gängigen Versionen :D

Wie auch immer, mir gefiel der Film und ich war gut unterhalten. Scheinbar auch die Teenies hinter uns, die irgendwann aufhörten zu plappern. Haben sie morgen in der Schule was zu erzählen ;-)

8 von 10 Sterne gebe ich für von Terminator Salvation abweichende Endzeitstimmung, gut choreographierte Actionszenen und einer Wendung, die man nicht hat kommen sehen (höhö). Kann man durchaus nochmal anschauen.

P.S.: Neben Fallout erinnert der Film irgendwie auch ein wenig an den anderen Denzel Washington Film Man on Fire. Ein ganz klein wenig.