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iOS holt auf, Android weiter stark

Laut ars technica und nielsen holt iOS bei den Verkäufen in den letzten 3 Monaten stark auf Android auf. So waren im Dezember scheinbar 46,9% der neuen Smartphones mit Android bestückt und 44,5% mit iOS. Man kann sich ausmalen wie wenig für den Rest übrig bleibt …

Bleibt nur zu hoffen, dass diese Geräte – alle mit einem 2.x Android ausgeliefert – auch bald ihr Update auf 4.0 bekommen. Momentan ist bei der Versionsverteilung 2.3.3 mit 54,9% führend, darauf folgt 2.2 mit 30,4% und 2.1 mit 8,5%. Ice Cream Sandwich (4.x) hat momentan zusammen 0,6% und Honeycomb (3.x) 3,3%.

Es ist gut, dass man mittlerweile als Entwickler fast auf API Level 8 (2.2) setzen könnte oder sogar auf API Level 10. Aber – und das ist ein großes ABER – 2.1 ist von Anfang 2010 und immer noch auf über 8% der Geräte. 2.2 gibt es seit Mitte 2010 und 2.3.3 gibt es seit Februar 2011. Wenn man also eine Prognose starten will, ab wann man Features von 4.0 tatsächlich im großen Stil als Entwickler nutzen kann (und sich nicht mehr große Sorgen um Abwärtskompatiblität machen muss), dann würde ich sagen ist es erst Anfang 2013 so weit, dass mehr als die Hälfte der Benutzer 4.x installiert haben und nur noch ein gutes Drittel mit 2.3.3+ herumgurkt.

Hurray!

Liebe Smartphone Hersteller (mit Android im Programm), bitte gebt euren Kunden zügig ein Update/Upgrade. Sie werden es euch danken, auch wenn ihr dafür – jetzt noch – kein Geld von ihnen sehen werdet.

P.S.: Ich habe ein Galaxy Nexus und es ist großartig. Ice Cream Sandwich rockt und ein Freund, der sein Nexus S schon darauf aktualisiert hat, meint es wäre wie ein neues Telefon.

Nexus S

Seit kurzem hat das Nexus S das iPhone 3Gs in meiner Hosentasche abgelöst. Zurecht! Und im Gegensatz zum HTC Desire im Mai/Juni rockt es noch ein wenig mehr. Grund? Es ist das pure Android von Google direkt. Keine Verunstaltung durch unnötige Apps und Oberflächen von Herstellern. Einige Zusatzfunktionen, die diese oft mit einbauen vermisst man zwar ein wenig, aber was soll’s … das meiste davon gibt es auch als App irgendwie zu haben.

Allerdings gibt es auch an diesem Smartphone einiges zu bemängeln:

  • Kein Dual-Core und damit ab und zu mal etwas langsam
  • An kapazitive Tasten muss ich mich noch gewöhnen. Irgendwie streicht man da immer aus versehen drüber
  • Keine Hinweis-LED, obwohl das Tastenfeld ja eigentlich dafür geeignet wäre
  • Keine HD-Videoaufnahmen?
  • Der Bildschirminhalt dreht sich ein wenig schnell, wenn man das Handy schief hält
  • Tethering von meinem Tablet geht mit dem Nexus S nur über Wifi … ein bisschen lame, Bluetooth wäre stromsparender
  • SD-Kartenslot wäre gut gewesen

Positiv:

  • Der Akku hält tatsächlich 2 Tage ohne irgendwelche Tricks. Wow!
  • Tolle Fotokamera
  • Es ist DAS Google Handy
  • Viel Speicher für Apps!

Addicted bin ich nicht, aber davon weg möchte ich gerade auch nicht mehr. Der Android Market ist natürlich immer noch eine Katastrophe was Qualität bzw. das Finden von Qualität angeht. Ich verstehe die Sortierung nicht ganz, denn die Apps in den Top-Listen sind nicht gerade die “Creme de la Creme” :/ und viele sehen so aus, als ob sie mal schnell zusammengestöpselt wurden. Gut, das ist beim iPhone nicht anders, aber dort geben sich mehr Entwickler die nötige Mühe ihre Anwendung wenigstens ein wenig ansehnlich zu machen und vor allem ein hübsches Icon zu haben (da könnte das Android-Lager mal anfangen aufzuräumen).

Naja, es heißt also immer noch warten auf iPhone 5 und das nächste Nexus. Wenn Apple es schafft die Notifications nach Androidvorlage (ob hier dann Google mal die Patentkeule schwingt?) nicht ganz so hässlich einzubauen und noch irgendeine Überraschung bietet, dann reicht mir das ja fast schon ;-)

Werden Smartphones zu einer Art PC?

Es sieht so aus als ob Smartphones immer mehr zu Allroundern werden, also Eigenschaften eines PCs annehmen. Die Haupteigenschaft? Mehrere Betriebssysteme auf einem Gerät. Bei den XDA-Developers gab es schon länger die Möglichkeit auf diversen Geräten statt Windows Mobile Android laufen zu lassen und Android läuft ja auch schon auf dem iPhone.

Bei neueren Geräten fällt auf wie ähnlich sich die verschiedenen Versionen (d.h. WP7 und Android) sind. Bis auf ein paar Hardware Buttons kaum ein Unterschied. Dann kam das N9 von Nokia mit Meego und kurz darauf eine leicht modifizierte Version davon mit WP7 und sogar Android … auch vom Samsung Galaxy II soll es bald eine WP7 Version geben. Und warum auch nicht? All diese mobilen Betriebssysteme laufen auf fast identischer Hardware, ja sogar Windows 8 soll auf dieser Hardware laufen können.

Warum sollte man in Zukunft also nicht in den Laden gehen, sich das hübscheste Smartphone aussuchen und dann einfach wählen können mit welchem Betriebssystem man es denn heute booten möchte? Das iPhone verhält sich dann wohl wie ein Mac – gleiche Hardware wie PCs, aber das OS läuft nur dort – und alle anderen beherrschen den Markt mit mehr Vielfalt und günstigeren Varianten. Android wird wohl das mobile Windows werden, trotz seines gleichnamigen Mitbewerbers. Mal sehen wie das weitergeht. Ich fände eine solche Zukunft jedenfalls nicht zu schlecht. Das Zeitalter der 600 Euro Handys muss endlich aufhören!

P.S.: Nach ein paar Wochen mit einem iPhone (zurück von Android) geht’s mir ein wenig auf den Sack. Diese Gedenkpausen nach einer Push-Mitteilung bis ich dann tatsächlich in der jeweiligen App den kompletten Inhalt sehe und immer die gleiche Iconwüste … seit 3,5 Jahren … also das muss Apple und die entsprechenden App-Entwickler noch irgendwie ändern in den nächsten Betas.

Telefonbuchsynchronisation problematisch?

Weil es gestern bei einer Party aufkam … was passiert eigentlich mit so einem Telefonbuch auf einem Smartphone und warum solltest du als einer meiner Kontakte panische Angst haben ;-)

Zunächst ein wenig Geschichte: 2002 habe ich mir mit dem Nokia 7650 mein erstes “Smartphone” geleistet. Besonders smart war es ja nicht, aber trotzdem genau so teuer wie iPhones heute. Mein nächstes Handy war ein Nokia 7610. Im wesentliche das gleiche in besser aussehend.

Beide Handys beherrschten bereits ein Feature namens SyncML und so konnte man Kontakte und Kalenderdaten mit einem solchen Server abgleichen. Es gab einige kostenlose Anbieter, die ich natürlich auch benutzt habe.

Dann kam das iPhone und irgendwann Unterstützung von Exchange. Das kommt von Microsoft und erlaubt ebenfalls die Synchronisation von Kontakten und Kalendereinträgen. In Ermangelung eines eigenen Servers nutze ich dafür den kostenlosen Exchangezugang von Google (Gmail, auch wenn ich das Mailangebot davon nicht nutze). Zusätzlich nutze ich wie wohl so ziemlich jeder (aktuell fast 87 Mio. Nutzer) iPhone Besitzer auch Facebook auf dem Ding und synchronisiere wie viele Android-, Bada-, Blackberry- und Palmnutzer (wahrscheinlich noch viele andere Handys) damit ebenfalls die Kontakte. Bei anderen Handys ist es noch ein wenig integrierter, aber was soll’s …

Die Folgen davon? Google und Facebook haben Millionen von Telefonbüchern in ihren Datenbanken und somit auch die Nummern von Menschen, die sich bei keinem dieser Dienste angemeldet haben bzw. keine Nummer hinterlegt haben. Wären es nicht Google und Facebook wäre das für viele dieser davon betroffenen wohl kein Problem (warum eigentlich? Sollte es nicht egal sein mit welchem Anbieter man seine Kontakte verwaltet, so dass man sie auf mehreren Computern und Handys synchron hat?), tja … aber es sind nun mal die beiden.

Was kann man dagegen tun? Verlangt von euren Freunden, dass sie euch aus ihren Telefonbüchern löschen oder findet euch damit ab, dass manche Menschen den Komfort von Kontaktsynchronisation nicht missen möchten ;-)

Auf der einen Seite Datenschutzfanatiker, die tatsächlich glauben StudiVZ würde es auch nur ein Stück besser als jeder andere Service machen. Auf der anderen Seite Gewohnheitstiere, die ihre Telefonbücher und Kalender schon immer mit dem gerade interessantesten Service synchronisiert haben. Wo steht ihr bei diesem Thema?

Mir persönlich ist ja noch kein Fall in meinem Freundeskreis bekannt bei dem die hochgeladenen Nummern in den letzten 8 Jahren missbraucht wurden. Die Chance, dass es in Zukunft passiert? Sicher da, aber hey … genauso könnte man verlangen jeder sollte unbedingt ein Handy mit Fernlöschung haben, die bei Verlust auch genutzt wird. Man möchte ja auch nicht unbedingt im Telefonbuch eines geklauten Handys stehen … oder?

Sexy Windows Phones, es gibt sie wirklich

[Trigami-Review]

Smartphones mit Windows Mobile sind nun wirklich nichts neues und existierten schon lange bevor Apple und Google ihre Versionen eines mobilen Betriebssystems auf den Markt losgelassen haben, aber Microsoft (und andere Hersteller) haben hier leider eine wichtige Entwicklung verschlafen. Es ging nicht mehr um möglichst viele Funktionen, sondern um die einfache Bedienbarkeit der Kernfunktionen – vermutlich damit sie überhaupt benutzt werden. Wie viele andere Hardwarehersteller hat z.B. HTC daraufhin seinen Handys eigene Oberflächen verpasst und das Windows Mobile dahinter so gut es ging versteckt.

Die Frage lautet nun, hat es Windows Mobile in Version 6.5 noch nötig versteckt zu werden?


(Im Bild: HTC Touch Diamond2, HTC Touch Pro2 und Samsung Omnia. Letzteres mit einem inoffiziellen 6.5 Rom und ersteres noch mit einem 6.1 Rom)
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Die Produkte des Jahrzehnts

Die 2000er Jahre gehen zu Ende und bei Spiegel Online startet eine Serie über eben diese Zeit und deren Entwicklungen bzw. Ereignisse. Den Anfang machen sie mit Produkten … sehr interessant.

  • Zunächst nennen sie den iPod. Keine Frage, dieses kleine Gerät hat das Musikhören revolutioniert wie kein anderes. Es gibt noch andere MP3 Player, aber der Begriff iPod ist mittlerweile Synonym für alle so wie etwa Tempo oder Tesa.
  • Beim zweiten Bild ihrer Bilderstrecke dachte ich zunächst an Netbooks, aber nicht doch … Laptops waren das große Produkt und existierten zur Jahrtausendwende praktisch nicht. Danke für die Erinnerung ;-)
  • Espresso-Maschinen? Ok … na gut, wer hat keine zu Hause stehen?
  • Smartphones! Definitiv richtig, denn ich weiß noch wie ich 2002 das Nokia 7650 als einer der ersten hatte. Es war das erste richtige Smartphone mit 4 MB Speicher, Kamera und Series60 Betriebssystem an dem Nokia immer noch festhält (wenn auch stark verbessert). Es folgten das 7610, das ich sehr lange benutzt habe und jetzt eben iPhones (mittlerweile auch schon das zweite). Vielleicht sollte man hier auch noch Mobilfunkdiscounter erwähnen, die das ganze etwas leichter und Verträge praktisch unnötig gemacht haben (waren auch vorher schon für Wenigtelefonierer immer teurer als Prepaid).
  • Billigflieger? Na gut.
  • Bionade? Absolut! Was sollte man den sonst in einer Disko trinken, wenn man alkoholfrei unterwegs ist? Etwa Cola? Bäh!
  • Kieser-Training? Wieso nennt Spiegel hier nur eine Fitness-Center Marke? Aber stimmt wohl auch, in diesem Jahrzehnt gab es viele, sehr preiswerte Fitnessstudios. Mcfit, XXL, etc … in jeder Stadt mindestens eines.
  • Viagra. Wer kennt nicht die Mails im Postfach?
  • Vespa? Zu Beginn des Jahrtausends gab es einen Rollerboom? Ist mir nicht aufgefallen …
  • Starbucks. Ja, sogar Erlangen hat jetzt einen. Verbreitet sich wie die Pest, schmeckt aber besser und ist nur gefährlich für den Geldbeutel ;-)
  • Digitalkamera? Oh ja, wir hatten schon vor der Jahrtausendwende das Vergnügen im “Multimediakurs” an der Schule. Der Lehrer hatte eine Digitalkamera mit lausiger 320×240 (oder so ähnlich) Auflösung und damit wurde dann ein Schulplakat mit Fotos von jedem Schüler produziert. 2001 kostete eine 32 MB Speicherkarte noch 120 Mark. Jetzt bekommt man für 60 Euro 32 GB – die tausendfache Menge – und analoge Fotografie ist so gut wie ausgestorben (Polaroid produziert z.B. nicht mehr)
  • Biosupermarkt? So was soll’s geben … frei nach den Simpsons: ein Einkauf dort kostet 800 Euro und die Lebensmittel verrotten ohne Konservierungsstoffe nach einem Tag ;-) Gut, es gibt auch Veganer-Restaurants. Die hippen Leute brauchen ja Orte wo sie ihr Geld hintragen können …
  • Nachrichten im Internet. Hier macht Spiegel ein bisschen Eigenwerbung. Naja … aber stimmt schon, Zeitschriften haben es nicht mehr so leicht wie früher. Aber gut recherchierte Artikel, die nur im Internet erschienen sind? So was gibt es einfach nicht.

Das war auch schon die Liste. Mir würden da spontan noch LED-Taschenlampen, LCD-Bildschirme, Web 2.0, Solarenergie, Hybrid- und Elektroautos, Wlan, VOIP-Telefonie und natürlich GPS Navigationsgeräte (2000 hat die US-Regierung die künstliche Verschlechterung der zivilen GPS Signale abgeschaltet, wodurch das ganze erst interessant wurde) einfallen.

Was fällt euch noch ein? Irgendwelche Lebensmittel oder nicht-technischen Produkte, die die 2000er Jahre verändert oder bestimmt haben?

Smartphones in der Vorstellungswelt von BlackBerry

Also diesen Christopher Coppess von BlackBerry, der sich in diesem Spiegel Online Video etwa ab Sekunde 56 über den Unterschied zwischen Smartphone und Normalphone auslässt würde ich ja erst einmal feuern, wenn ich BlackBerry wäre. Wie erklärt er das gleich noch?

Zitat:

Der Vorteil eines Smartphones gegenüber einem Handy ist, dass wenn ich mein Handy verliere, sind alle meine Daten weg. Jeder der es findet kann darauf zugreifen, er kann meine Freunde anrufen, SMS schicken, das möchte ich nicht. Ein Smartphone hat das durch ein Passwort geschützt, d.h. keiner kann drauf zugreifen und alle meine Daten werden gleichzeitig auf meinem Rechner gesichert, d.h. wenn ich mir ein neues kaufe, stecke ich es wieder an, alle meine Daten sind wieder da und ich weiß alles war sicher.

Welches Handy kann das eigentlich nicht? Passwortschutz, hallo?

Und ich dachte immer ein Smartphone werde so genannt, weil es mehr kann als nur zu telefonieren. Mein erstes Handy (ein Siemens S35, 8 Jahre mag das her sein) war also auch schon smart, weil es ja einen Passwortschutz hatte und alle meine Daten auch auf meinem Rechner gesichert waren. Herje …