Schlagwort-Archiv: Telekom

Beratung bei Telekommunikationsunternehmen

In den letzten Tagen war ich einmal bei Mnet und ebenfalls bei der Telekom im Laden gestanden und komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Kann es wirklich sein, dass diese Telekommunikationsunternehmen leere Hüllen in ihre Läden stellen, die nichts anderes machen (und können) als die Webseite des Unternehmens für mich zu bedienen?

Bei Mnet füllte der Mitarbeiter das Anmeldeformular für einen neuen Anschluss aus und musste bei der Hotline anrufen, weil er sich über irgendetwas wunderte. Auf meine Frage was mit Glasfaser im Zentrum von Erlangen sei, wusste er keine Antwort obwohl im Laden fast ein Viertel der Fläche für eine Präsentation zum Stand des Ausbaus benutzt wird.

Bei der Telekom meinte eine junge Dame, dass man mit DSL 16000+ schon Glasfaser hätte (nach dem Ausbau von Glasfaser gefragt). Scheinbar ist dort das Wort Glasfaser ein Synonym für “Kunde hat T-Entertain”. Ich habe mir verkniffen zu bemerken, dass es ja ganz erstaunlich sei wie ein ganz normales DSL-Modem mit Glasfaser funktionieren kann und trotzdem am Ende nur 12 Mbit statt 16 herauskommen. Ich schätze sie würden auch VDSL als Glasfaser bezeichnen. Vorgabe von oben … Kunde will Glasfaser, sie haben es nicht, aber behaupten es damit Kunde nicht kündigt? Wer weiß das schon … jedenfalls alles am Rechner nachgeschaut in dem sie die Adresse eingegeben hat. Mehr nicht.

Halbwissen mit Rechnerunterstützung … brillant! Und verstörend :/

P.S.: Dann habe ich mir noch die Geschäfte in der Umgebung angeschaut. Bei Feller Electronic z.B. weiß man wenigstens was man verkauft und muss nicht dauernd an einem PC nachschauen. Auch ist der Laden nicht wie eine Boutique aufgebaut (Telekom!) :-)

Die Telekom und das Lied von der Drossel

Das Netz ist in Aufruhr, die Telekom schafft nun also tatsächlich die Flatrate ab oder hat es zumindest ab Mai vor. Meine Gedanken dazu:

  1. Grundsätzlich ist ein Volumen basierter Tarif durchaus ok, auch wenn es die Leitungen herzlich wenig interessiert wie viele Bytes nun durch sie fließen oder nicht, Bandbreite bezahlen scheint fairer
  2. Stichwort fair, die Telekom möchte nicht, dass Wenignutzer die Vielnutzer subventionieren wie das bisher der Fall war. Umgekehrt wird ein Schuh draus, warum sollte Lieschen Müller 40 Euro im Monat zahlen, wenn sie das nur selten nutzt? Die Telekom möchte also nur zusätzliches Geld, aber auf keinen Fall Fairness.
  3. Wenn sie es nicht wegen dem Geld machen sollten, sondern tatsächlich um die Netzqualität zu schützen, warum hilft dann eine Drosselung nach X Volumen gegen Überlastung? Bis dahin streiten sich alle über die verfügbare Bandbreite und wenn das Volumen vieler verbraucht ist wird es für die anderen plötzlich besser? Unwahrscheinlich und habe ich auch bei den Mobilfunktarifen nie verstanden. Warum drosselt man nicht automatich einfach nur zu Zeiten in denen Überlastgefahr besteht? Oder ist es bei der Telekom tatsächlich so, dass die Kunden, die zuerst kommen auch tatsächlich ihre 100 Mbit bekommen und alle anderen haben superlangsames Internet bis die Downloads der ersten fertig sind? Sicher nicht … die verfügbare Bandbreite im Netz teilt sich doch bereits gerecht auf (natürliche Drosselung) … oder?
  4. Wie am Anfang geschrieben, habe ich nichts gegen Volumentarife. Es ist zwar schwieriger vorherzusehen was man zahlen wird, aber das gilt ja auch für Strom, etc. Die Menschen sind es gewohnt. Nicht aber, dass der Strom für den Fön des Energieunternehmens nicht abgerechnet wird, während der Lieblingsfön vom Kunden doch abgerechnet wird. Stichwort Netzneutralität und T-Entertain und was es sonst noch von der Telekom gibt, dass von der Drosselung ausgeschlossen wird. Die Leitung hat dumm zu sein und nicht zu unterscheiden was darüber für Daten fließen und wie sie zu berechnen sind. Die Telekom will hier mehrfach bezahlt werden und irgendwie zum Gatekeeper des Internet (zumindest für ihre Kunden) werden. No way!

Ich finde es nicht gut, was die Telekom hier angestoßen hat. Wenn es ein Gesetz zur Verankerung der Netzneutralität zur Folge hätte und das von Anfang an der Plan war, dann gratuliere ich allerdings der Telekom zu dem mutigen Schritt. Bravo! In allen anderen Fällen … PFUI Telekom!

Liebe Telekom, fuck you!

Liebe Telekom,

was man bei euch erlebt, wenn ein iPhone kaputt geht, ist alles andere als kundenfreundlich. Kann sein, dass ich mich hier künstlich aufrege, denn all das hätte mit einer simplen Garantieerweiterung seitens Apple gebacken sein können. Stattdessen erfahre ich jetzt, dass es beim iPhone nach der Garantie noch nicht mal einen Gewährleistungszeitraum gibt.

Die T-Punkt Mitarbeiter sind unfreundlich und patzig und sagen einem sofort, dass das ein kompletter Umtausch werden wird, sie könnten es nicht reparieren und es würde mich 239 € kosten. Ok, preiswerter als ein neues zu kaufen, aber für mich ist diese Art von Defekt (iPhone schaltet sich ohne Zutun aus und will dann wiederhergestellt werden, was allerdings nicht funktioniert) klar ein Gewährleistungsfall. Nur, es gibt keine Gewährleistung. Bamm!

Die 239 € kommen zudem von Apple direkt, die sind so “nett” (neu kostet es immer noch ein Vermögen). Die Telekom freut sich über jemanden, der noch ein paar Monate bei ihnen ist und will einem sogar noch ein iPhone 4 andrehen. Suppi.

Nun habe ich die letzten Abend mal geschaut für was für einen Preis iPhones mit meinem Defekt bei Ebay weggehen … um die 200 € … sehr erstaunlich! Also leicht zu reparieren, sonst würde sich das doch nicht lohnen, oder? Es ist auch seltsam, dass es so viele Fälle gibt … systematischer Fehler im iPhone 3GS? Wie auch immer, es ist sogar günstiger das defekte Gerät bei Ebay zu verticken und dort ein neuwertiges Gerät zu kaufen als es bei der Telekom in Reparatur zu geben.

I’m pissed now … weil nicht klar kommuniziert wurde, dass ich nach 12 Monaten der Arsch bin und auch bei nicht selbst verursachten Defekten zahlen soll. Garantie deckt ja auch keine Wasserschäden oder Wurfaktionen ab.

Bleibt also das Gefühl, das ich schon beim Abschluss dieses Vertrages hatte: Telekom ist ein notwendiges Übel gewesen um an ein iPhone zu kommen. Also Vertrag gekündigt! Zum Glück ist diese Exklusivität jetzt vorbei. Schaut man nämlich bei O2 auf das Kleingedruckte, so gibt es dort tatsächlich 24 Monate Gewährleistung.

Und nu erstmal Android (HTC Desire) bis zur iPhone 5 Ankündigung und endgültigen Entscheidung was das nächste Handy wird ;-) Wird mir mit jedem Produktzyklus sympathischer ;-)

Nachtrag:
Mittlerweile habe ich ein gebrauchtes iPhone 3Gs “vererbt” bekommen. Auch das ist wenige Tage nach meinem kaputt gegangen, konnte aber wieder repariert werden (natürlich nicht umsonst). Mal sehen was der Herbst so an neuen Geräten bringt … von der Telekom bin ich aber erstmal geheilt und es wird wohl O2, weil dort war ich noch nicht ;-)

Internetfilterung

Vielleicht hat es noch jemand nicht mitbekommen … Ursula von der Leyen will das Internet zensieren filtern um Betrachter von Kinderpornografie das Leben schwer zu machen. Die Provider sollen dazu zunächst freiwillig Besucher solcher Seiten umleiten.

So weit so gut. Kinderpornografie ist böse. Terrorismus ebenso. Raubkopieren schon länger. Und Zensur auch meine liebe CDU-Politikerin! Denn es ist keine Filterung bei den bösesten Menschen dieser Nation, nein, bei jedem muss gefiltert werden … aber von der Leyen fantasiert da wild herum:

Die Familienministerin konterte in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)”: “Das ist unzutreffend. Bei unserem Verfahren werden Anfragen, die sich auf Internetseiten mit kinderpornografischem Inhalt beziehen, lediglich umgeleitet. Eine Auswertung und Filterung der Internetkommunikation findet nicht statt.”

Ja was glaubt dieser “Noob” denn wie so eine Umleitung funktioniert? Da gibt es keine kleine Kiste vor jedem Kinderpornoserver dieser Welt, die nur die Leute abweist, die tatsächlich dorthin surfen wollen. Nein, der gesamte Verkehr aller Kunden eines Providers muss durchsucht werden und wenn dort fragwürdige Webseiten im Datenverkehr auftauchen wird umgeleitet. Das ist ganz klar eine “Auswertung und Filterung” … und Webseitenbetreiber dürfen nicht mal die IP-Adressen der Besucher speichern … sehr witzig!

Zum Glück sperrt sich wenigstens die Telekom dagegen. Vielleicht nicht nur weil sie als größter Provider einen unverhältnismäßig riesigen Aufwand betreiben müssten um alles zu filtern. Vielleicht haben sie ja wirklich etwas dagegen, dass solche Filter – einmal installiert – auch ganz andere Dinge filtern können. Vodafone und Kabel Deutschland haben da keine Bedenken :/

Wieso glauben Politiker und Manager eigentlich immer, dass solche Hämmer funktionieren? Wegen ein paar Perverslingen oder Übeltätern müssen alle dran glauben? Für oder gegen (wie auch immer) den Terrorismus gibt die Welt den Rest an Freiheiten auf und zahlende Kunden müssen sich schon seit einer ganzen Weile mit Kopierschutz herumärgern und sich überall ins Gewissen reden lassen. Das macht doch überhaupt keinen Sinn? Mann mann mann … alles abhören und aufzeichnen, könnte ja was sein … Webseiten sperren, könnte ja was sein. Killerspiele verbieten, sind schuld an allem. Wer gewinnt bei solchen Vorhaben eigentlich? Irgendwer muss doch davon was haben, dass alle darunter leiden müssen, weil einige wenige Mist bauen? Wer?

Ich könnt’ mich aufregen und tue es viel zu selten.

Liebe Politiker, kümmert euch um die größeren Übel in unserer Welt. Natürlich ist Kinderpornografie böse, aber sind das Banker, die Milliarden verzocken, oder Raucher, die andere zunebeln, nicht auch? Oops, Kinderpornos mit Rauchern in Verbindung gebracht, welch böser Vergleich. Aber hey, die stellen uns alle unter Generalverdacht! Böser geht es gar nicht … /paranoia ;-)

Das Autogeschäft ist halt schon was anderes

Man staunt über Millionen bei popeligen Web 2.0 Geschichten mit denen eine solche Firma eigentlich ein Jahrzehnt auskommen müsste, aber das sind ja alles nur Peanuts. Die Zahlen von Firmen, die tatsächlich ein Produkt herstellen, sind halt doch was anderes. Aktuell ist ja DaimlerChrysler in den Nachrichten (Abbau von 13000 Stellen in Amerika … das sind wahrscheinlich mehr als es Beschäftigte im Web 2.0 Umfeld gibt) und da taucht eine Gewinn/Verlust Statistik auf. Mal 4 bzw. 5 Milliarden Euro Gewinn und im nächsten Jahr nur 500 Millionen. Dann plötzlich 5 Milliarden Verlust, wieder popelige Millionen Beträge plus und minus und dann zwei Jahre im Plus mit etwas über eine Milliarde und zuletzt (2006) eine Milliarde Verlust. Das sind halt noch Schwankungen ;-)

Aber was rede ich da, schließlich gibt es ja noch die Telekommunikationsunternehmen. Auch die wollen was vom Web 2.0 Kuchen abhaben, aber so ganz mag man das nicht verstehen, denn schauen wir uns mal die Telekom an … Gewinn vor Steuern über 19 Milliarden Euro (bei über 60 Milliarden Euro Umsatz). Gut, da bleibt nach Steuern und vor allem wohl Zinsen nicht mehr viel übrig, aber hey auch die könnten jeden Tag so viele Leute entlassen wie es Web 2.0 Eumel gibt …

Aber bezahlen ja mit dem Geld eh nur lauter Businesskasper :-)
Weiterlesen

T-Online senkt die Preise …

… nicht bei mir. Seit Januar sind wir zufriedene Kunden von Nefkom und jetzt ruft mich da doch tatsächlich ein Kundenfänger von T-Online an und fragt, ob ich mitbekommen habe, dass sie die Preise gesenkt haben. Ich antwortete mit einem “Ja” (mangels Aufzeichnung muss ich das Gespräch jetzt nachspielen). Mein Gegenüber fragt aufgeregt weiter “Ja, dann haben sie sicher schon DSL, oder?”. Ich “Ja, aber nicht bei ihnen.”. “Darf ich fragen welche Bandbreite?”. “Dreimal so viel wir uns die Telekom angeboten hat. 2 Mbit statt 768 kbit”. Der Kundenfänger wieder: “Hmm, welcher Anbieter ist denn das?” – “Nefkom”. “Ja Frau Herp, ” (sichtlich verwirrt korrigiere ich ihn, anfangs hat er schließlich extra nachgefragt, ob ich Herr Sebastian Herp bin) ” Herr!!!”. “Oh verzeihung! Und diese Netscape, ist das ein Regionalanbieter?” – “Nefkom. Ja!” – “Was zahlen sie denn da so im Monat?” – “Um die 50 Euro mit allen Grundgebühren und Flatrate”. “Oh, das ist aber ein günstiger Preis. Nefkom sagten sie? Und sie kommen aus Möhrendorf? Gut zu wissen, dass es so was gibt. Danke Herr Herp und auf Wiederhören.” …