Schlagwort-Archiv: Wifi

Sicherheitslücke in Wifi Steckdosen

Wer hätte es gedacht, natürlich gibt es auch eine Sicherheitslücke in den WeMo Steckdosen von Belkin. Billige Funksteckdosen aus dem Baumarkt haben schon gar keine Verschlüsselung, da macht man sich wenigstens keine Illusionen, aber hier kann man scheinbar die Cloudverbindung umbiegen und so die Steckdosen fernsteuern. Juhei!

Wegen solcher Sachen ist Heimautomatisierung noch nicht dort wo es sein könnte. Unverschlüsselte Verbindungen und Steuerung über Fremdserver anstatt einer Zentrale zu Hause … man muss sich nur anschauen wie viele Protokolle per Arduino mit Antenne abgehört und mitbenutzt werden können. Wenn das für meine Steckdosen/Lampen/Thermostate geht, dann geht das auch mit denen vom Nachbarn.

Weckt mich, wenn es dann endlich mal sicher ist … so lange fahre ich meine Bastellösung ;-)

Google sammelt(e) also doch Wifi Daten

Das wollte ich eigentlich nicht lesen, aber so wie es scheint haben die Streetview Autos von Google wohl doch nicht nur MAC-Adressen und SSID (der Name des Wifi Netzes) beim Aufnehmen von Fotos der Häuser aufgezeichnet. Waren gefundene Netze offen, wurden noch mehr Daten aufgezeichnet wie Google nun festgestellt und gebloggt hat:

In that blog post [Google hatte sich vorher schon mal dazu geäußert was die Autos aufzeichnen], and in a technical note sent to data protection authorities the same day, we said that while Google did collect publicly broadcast SSID information (the WiFi network name) and MAC addresses (the unique number given to a device like a WiFi router) using Street View cars, we did not collect payload data (information sent over the network). But it’s now clear that we have been mistakenly collecting samples of payload data from open (i.e. non-password-protected) WiFi networks, even though we never used that data in any Google products.

Böööööööööse. Weiterlesen

WLAN Surfen kann Hausdurchsuchung nach sich ziehen

Oh ja … wir in Bayern mal wieder. Die Geschichte klingt irgendwie komisch und ich wette da fehlt ein entscheidender Teil, denn ich kann mir einfach nicht vorstellen wie die Polizei jemanden dabei beobachten kann wie er sich mit einem Netbook in ein ungesichertes WLAN “einwählt”, seine Personalien aufnimmt, sich wundert, dass er bei einer Vernehmung nichts sagt und dann ernsthaft eine Hausdurchsuchung durchführt.

Wie ist das denn möglich? Es gibt (immer noch) haufenweise ungesicherte Funknetzwerke, viele unabsichtlich, manche auch absichtlich. Es soll nun also strafbar sein, wenn ich so etwas nutze? Noch dazu wo sich manche Computer/Handys beinahe automatisch einwählen? Kann doch nicht wahr sein, oder?

Ähnlich abstrus die heutige Meldung von 3 verurteilten Google Mitarbeitern in Italien. Warum? Weil sie zugelassen haben, dass Schüler ein Video von einer Misshandlung eines autistischen Schülers auf Google Video hochgeladen haben bzw. es wohl nicht schnell genug gelöscht haben. Leben Gerichte und Polizisten wirklich mit uns im gleichen Jahrhundert und verstehen was dieses Internet (bzw. Netzwerke) ist und wie es funktioniert?

via Golem und mehr auf schwarz-surfen.de

“Warbussing” in Erlangen

Gestern bin ich seit langem mal wieder mit einem Stadtbus in Erlangen durch die Gegend gekurvt und was macht man so, wenn man alleine mit einer Flasche Sekt in der Hand im Bus sitzt? Richtig, man zückt sein Wlan-Handy und aktualisiert ständig die Liste der verfügbaren Funknetze. Angefangen hat es am Hugenottenplatz, als ich kurz auf die Uhr schauen wollte und mir eine Auswahlbox entgegen sprang. Gleich zwei offene Netze boten sich mir an, wovon das eine ein T-Com Hotspot war und das andere offensichtlich der Zugang vom Mr. Bleck. Nicht schlecht …

Auf der Fahrt (Richtung Sebaldussiedlung) gab es dann an mehreren Haltestellen tatsächlich benutzbare Hotspots bzw. aus Versehen oder mit Absicht offen gelassene Wlans und in der Gebbertstraße konnte ich sogar für einen Moment 15 (!!!) Netze empfangen. Wenn da die Anwohner mal keine Probleme mit den Frequenzen kriegen … ich dachte, es gibt nur 13 verschiedene und zwei benachbarte Kanäle sind auch nicht ohne Überlappungen nutzbar. Strange?!? Auch höchst seltsam war die große Reichweite einiger Wifinetze, die wohl in höheren Stockwerken angesiedelt waren. Eines (den kreativen Namen hab ich leider vergessen, aber es war “einzigartig”) konnte ich an zwei Haltestellen, die nicht gerade nah beinander waren, finden ;-)

Was mich jetzt noch interessieren würde ist, ob das Handy (iPhone) bei seiner ständig aktiven Netzsuche (wenn die Tastensperre nicht an ist) versucht Kontakt aufzunehmen oder ob es nur passiv die Netze findet und dann erst um Bestätigung bittet. Und wenn ich schon mal dabei bin, was genau sendet oder empfängt das Ding eigentlich direkt nachdem man den Touchscreen entsperrt? Oder ist das nur ein Versuch über GPRS eine Verbindung aufzubauen? Ich kann es jedenfalls in meinen Lautsprechern hören …

Was ich eigentlich damit sagen wollte: man braucht in Erlangen scheinbar nur ein paar Häuser/Straßen weiter zu laufen um irgendwie kostenlos ins Internet zu kommen. Feine Sache!