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Nur mal so

Apples „Bounce Back“ Patent

Man wird irgendwie darüber gelesen oder davon gehört haben. Apple hat Samsung verklagt und Samsung hat verloren (natürlich gehen sie in Berufung). Unter anderem ging es auch um die Bestätigung von lustigen Softwarepatenten für die Apple im Vergleich zu den Hardwarepatenten anderer Firmen Unsummen verlangt bzw. verlangen will, weil das ja die „User Experience“ sei und damit entscheidend. Dass so ein Gerät ohne die Funktionen der Hardware nicht existieren kann, sei dabei mal geschwind unter den Tisch gekehrt.

Absurde Patente gibt es ja immer mal wieder. Von den meisten hört man nie etwas, einige gelangen aber in die Schlagzeilen. Amazons 1-Klick-Patent sei hier exemplarisch erwähnt. Aber hier geht es mir um das „Bounce Back“ Patent von Apple (US7469381) … man muss ja schon fast von Glück schreiben, dass dieses Patentsystem nur in Amerika existiert.

If an edge of the electronic document is reached while translating the electronic document in the first direction while the object is still detected on or near the touch screen display, an area beyond the edge of the document is displayed. After the object is no longer detected on or near the touch screen display, the document is translated in a second direction until the area beyond the edge of the document is no longer displayed.

Ok, so weit so gut. Versetzen wir uns mal in die Lage eines x-beliebigen Programmierers, der eine Scrollfunktion implementieren möchte. Man möchte also gerne ein Dokument, welches größer als der Anzeigebreich ist, mit dem Finger oder Zeiger mitlaufen lassen. Dazu bekommt man vom System bei jeder Bewegung Koordinaten geliefert und schiebt das Dokument um entsprechend viele Pixel in diese Richtung. Wenn man nichts weiter als das macht, dann wird das verschobene Objekt unweigerlich irgendwann eine Lücke zum Bildschirmrand lassen, eben wenn es „zu weit“ verschoben wird („reached an edge“), und so einen Bereich außerhalb bzw. hinter dem Dokument anzeigen.

Weil das doof aussieht wird der Programmierer sich vielleicht denken, ok … wenn der Benutzer loslässt, dann schiebe ich das Dokument einfach wieder zurück an die Ecke, damit es wieder passt. Das geht a) mit direkter Festlegung dieser Koordinaten oder b) mit einer kleinen Animation damit es hübsch wirkt. Ein relativ simpler Gedanke auf den jeder beinahe sofort kommen kann. Und genau das ist der Inhalt von Apples ‚381 Patent. Etwas mit so gut wie keiner messbaren Erfindungshöhe, zumal es dann noch einschränkend nur für Touchscreens und nur für Berührung mit dem Finger gilt und auch nur wenn es sich um eine Webseite, Bild, Text, Tabelle, Email, Präsentation oder eine Liste von Einträgen handelt. Also ein Spezialfall der allgemeinen Lösung dieser Problemklasse.

Um in den USA dieses Patent nicht zu verletzen müsste man eine normale Scrollfunktion also extra mit zusätzlichen Überprüfungen versehen damit das Dokument z.B. nicht über den Rand hinaus verschoben werden kann (Android ohne Modifizierungen der Hersteller macht das so) oder auf andere Tricks zurückgreifen.

Ich gebe ja zu, das iPhone hat so ziemlich als erstes Gerät diesen Effekt wahrnehmbar (d.h. in großen Stückzahlen) benutzt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass vor 2007 kein Mensch eine Objekt-verschiebe-Funktion-mit-elastischem-an-den-Rand-des-Anzeigebereichs-zurückfedern programmiert hat.

Zum Glück sind solche Späße in Europa größtenteils nicht patentierbar. Vielleicht in Zukunft ein Standortvorteil?

P.S.: Einige argumentieren, dass dieses Patent auch „Scroll down to Refresh“ abdecken würde. Das denke ich allerdings nicht, denn wie schon geschrieben deckt das Patent nur einige sehr spezielle Fälle ab. So muss der außerhalb sichtbare Bereich entweder schwarz, grau, weiß oder eine andere Farbe (nicht durchsichtig) haben und sich sichtbar vom Dokument abheben. Diese Refreshfunktion ist aber, zumindest in der Implementierung in der ich sie verwende, einfach nur ein weiterer Listeneintrag im Dokument, damit Teil des Dokuments selbst und eben nicht außerhalb auch wenn der Eintrag in der Liste sich sichtbar vom Rest der Liste unterscheidet. Ergo nicht abgedeckt …

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Nur mal so

Die Energiewende und ihre Skeptiker

Richtig ist: Der rasch steigende Anteil an Ökostrom ist der Motor der Energiewende. Er treibt den Ausbau der Netze und den Umbau der Versorgungssystems voran. Die Geschwindigkeit ist so hoch, dass die Kosten der kommenden Jahre weit schneller und höher anfallen als geplant. Dazu gerät die Koordination außer Kontrolle, Projekte laufen schief, was die Kosten zusätzlich treibt.

Richtig ist aber auch: Eine Verlangsamung des Prozesses würde nicht viel bringen. Im Gegenteil. Je höher der Zeitdruck, desto eher einigen sich Umweltminister und Wirtschaftsminister, Kabinett und Parlament, Koalition und Opposition, Bundestag und Bundesrat. Außerdem haben Lobbyverbände bei hohem Reformtempo wesentlich geringere Chancen, Gesetze zu verwässern.

Auf Spiegel Online gibt es momentan einen Artikel über die Energiewende und unserem Umweltminister Altmaier. Das Problem – wie fast immer in aktueller Berichterstattung beschrieben – sind die fehlenden Leitungen.

Ich würde sagen auch die Bürger sind teilweise ein Problem. Man muss sich nur die Forenbeiträge zu diesem Artikel anschauen. Schmarrer und Stammtischler ohne Ende. Einer der hartnäckigsten Kritikpunkte ist immer wieder, dass die Herstellung von Windrädern und Solaranlagen viel Energie verbrauchen würde. Mehr als sie jemals wieder einbringen könnten. Was für ein Bullshit und auch ziemlich verquer gedacht.

Im Netz gibt es genügend Modellrechnungen und Erfahrungsberichte über die Amortisierung von solchen Anlagen, bis sie ihre Herstellungskosten (bzw. -energie) wieder reingeholt haben. Solar liegt irgendwo zwischen 2 bis 6 Jahren je nach dem was man so liest. Was passiert nach diesen 6 Jahren? Die Anlage produziert Energie und braucht noch gelegentliche Wartungen (Kosten).

Wie sieht das mit einem Kraftwerk aus? Kohle und Gas verbrauchen während der gesamten Laufzeit einen endlichen Rohstoff des Planeten und das nicht zu knapp. Sie können sich also während ihrer gesamten Laufzeit nicht energetisch amortisieren. Nie! Sie werden immer mehr Energie verbrauchen als sie produzieren.

Auch bei Solar und Wind ist das so, aber sie verbrauchen Energie (Sonne), die dem System (Erde) von außen zugegeben wird und nicht die absehbar knapper werdenden Rohstoffe der Erde selbst. Ergo ist ihr Erntefaktor größer als 1 und jeder Depp müsste das eigentlich sehen können, oder nicht?

So … musste ich mal schreiben. Wer so engstirnig und kurzfristig denkt, arg … da kann man nur die Stirn runzeln. Deutschland mag nicht der ideale Standort sein, aber wir können uns das leisten auf diesem Gebiet die Vorreiter zu sein. Man nennt es, glaube ich, Investition in die Zukunft. Das und mehr Raumfahrt (RIP erster Mensch auf dem Mond) wünsch ich mir ;-)

P.S.: Atomenergie habe ich außen vor gelassen. Hier wird kein fossiler Brennstoff benötigt, aber auch Uran ist ein endlicher Rohstoff und somit dürfte irgendwann der Zeitpunkt kommen an dem es sich nicht mehr lohnt das Erz aufzubereiten. Einzig Fusion („immer 30 Jahre weg“) scheint eine gute Idee zu sein, aber das geht ja auch eher schleppend voran.

P.P.S.: Solarenergieproduktion verdoppelt sich in letzter Zeit alle 18 Monate. Das ist anfangs nicht viel, aber schon in 10 Jahren wäre das eine Verhundertfachung der Energieproduktion!

P.P.P.S.: Die Gegner der Energiewende sind wohl auch die gleichen Leute, die sich ein Smartphone per Ratenzahlung kaufen und sich dabei denken, dass sie etwas sparen würden.

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Trash Video

Shark Week!

The Greatest Movie Scene Ever? - Mega Shark vs. Giant Octopus!

Sharks! Everywhere! Naja … was amerikanisches, aber trotzdem … die Szene aus Megashark vs. Giant Octopus. Ich werde sie nie vergessen ;-)

P.S.: Es war heute verdammt heiß! Fast 40 Grad! Sommer!

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Dies und das

Youtube zeigt jetzt Filme

Ganz legal muss man dazu sagen. Es hält einen ja niemanden auf nach „Full movie“ auf Youtube zu suchen. Wer alte Schmankerl sehen will kann das jetzt allerdings auf der Youtube Movies machen. Ein Film, den ich schon als Kind super fand, wäre z.B. Dark Star ;-)

Sprechende Bomben FTW! :-)

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Final Frontier

„Curiosity“ auf dem Mars

Gestern ist die amerikanische Weltraum Agentur (NASA) erfolgreich mit einer Sonde auf dem Mars gelandet. Curiosity heißt sie und ist ein Roboter in Form eines Rovers … Konzept ähnlich wie bei den Vorgängern nur dieses Mal mit nuklearem Antrieb (RTG) und so groß und schwer wie ein Kleinwagen.

Wenn es schon keine Science Fiction mit Raumschiffen mehr im Fernsehen gibt (Kino schon, erstaunlicherweise), dann eben richtige „Science“ ohne Fiktion. Auch wenn deren Budget winzig ist macht eine Nation immerhin noch solche Sachen. 2,5 Milliarden US Dollar soll das Unternehmen gekostet haben und seit 8 Jahren in der Entwicklung sein. Firmen wie Apple machen im Quartal (!!!) 8 Milliarden Gewinn, die Olympiade in London kostet für über 15 Milliarden (für 17 Tage!!!) und Rettungsschirme noch viel mehr … wenn es mehr Ahs und Ohs – auch von anderen Nationen – bei der Erkundung des Weltraums gäbe, dann hätten wir kein Problem mehr mit zu vielen BWL und Jura Studenten und zu wenig Ingenieuren ;-)

Das Bild oben zeigt übrigens den Berg „Mount Sharp“ im Gale Krater (Google Mars), der das Ziel dieser Mission sein soll. Dort soll es Gesteinsformationen geben, die eigentlich nur die Einwirkung von Flüssigkeiten entstanden sein können. Mehr Bilder vom Mars gibt es im Photojournal der NASA und vermutlich auch auf deren Mars Webseite.

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Nur mal so

Bloggertreffen 2012 in Köln

Auf geht’s zum Bloggertreffen 2012 und Freunde besuchen und Fahrrad nach Köln vorbeibringen. Ich bin ja mal gespannt … auf der Facebookseite haben sich immerhin 178 Leute angemeldet. Vermutlich hauptsächlich aus der Region, aber egal. Das erste Erlanger Bloggertreffen ist übrigens auch schon über 6 Jahre her (Februar 2006). Vielleicht sollten wir es einfach mal wiederholen, müsste doch mittlerweile viel mehr Blogger geben, auch wenn diese Sportart nicht mehr ganz so in ist ;-)

Ich werde berichten wie es war!

Nachtrag/Bericht:
Es war ein recht lustiges Zusammentreffen im Jugendpark Köln. Ein paar heftige Regenschauer störten niemanden der über 100 Blogger, allerdings wurden die Steaks und der Grillmeister ein wenig nass :). Danke an die tolle Organisation und gerne wieder. Einen Bericht mit Foto(s) (wer findet mich?) gibt er direkt auf der Webseite des Bloggertreffens.