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Nur mal so

Atomstrom ist nicht billig

Während Solarstrom tatsächlich mit sinkenden Herstellungskosten der Panels immer preiswerter und somit auch lohnenswerter wird, ist Atomstrom alles andere als billig. Technology Review hat dazu einen interessanten Artikel zum Rückbau eines alten DDR Kraftwerks:

Wenn die Schweißgeräte und Sägen 2013 nach 18 Jahren verstummen, wird das Projekt über drei Milliarden Euro gekostet haben. Vielleicht aber auch wesentlich mehr: Schon mehrmals musste die Kalkulation nach oben revidiert werden. Den ursprünglichen Plan, sämtliche Gebäude abzureißen und das 450 Hektar große Areal wieder zur Wiese zu machen, ließ die Bundesregierung deshalb bereits fallen. Nur noch die Innereien des Kraftwerks sollen ausgebaut, wenn möglich dekontaminiert und weggeschafft oder vor Ort eingelagert werden.

Die Kosten trägt in diesem Fall übrigens der Steuerzahler. Und man braucht scheinbar 18 Jahre um so ein Gebäude abzureißen. Nur mal so zum Nachdenken …

Solaranlagen kosten mittlerweile um die $1 pro Watt … naja nicht ganz, mit Installation und Steuern um die 4,50€ pro Watt. Aber da muss man auch nicht 18 Jahre lang zurückbauen und strahlenden Abfall entsorgen.

Wie ich darauf komme? Heute stand in der Zeitung, dass die Erlanger Feuerwehr jetzt ein Solardach hat und plant in 15 Jahren den Kredit abgezahlt zu haben. Bis der Preis pro Watt tatsächlich auf einen Euro oder Dollar gesunken ist zahlt mehr oder weniger der Staat bzw. alle Bürger über den Strompreis solche Kredite ab. Die Gemeinschaft finanziert also die Bereicherungen von wenigen. Ist das noch keinem aufgefallen? Warum gibt es also nicht viel viel mehr Solaranlagen in Deutschland? Normalerweise sind wir doch ein Land voller „ich will auch was vom Kuchen“-Bürgern oder hat sich das etwa geändert? ;-)