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In eigener Sache Wetter

Kältetauscherupdate

Ich nenne dieses Ding jetzt mal einfach Kälte- statt Wärmetauscher. Weil eines kann ich mit Sicherheit nun sagen, ein Ventilator mit Radiator davor, durch den kaltes Wasser fließt, sorgt tatsächlich für einen angenehm kühlen Luftzug … hurray ;-)

Allerdings – und hier kommt ein dicker Brocken – hätte ich nicht gedacht, dass sich das Wasser so schnell erwärmen würde. Bei jedem Durchlauf um ca. 1 Grad (wenn das Wasser noch ca. 20 Grad hat). Da die Pumpe 3 Liter pro Minute pumpt, sind die ca. 20 Liter schnell bei den 28 Grad Raumtemperatur angekommen … schneller als eine Gefriertruhe neues Eis produzieren könnte und dann heißt es Wanne neu befüllen.

Im Übrigen bin ich erschrocken wie warm das Wasser aus der Leitung doch ist. Nunja, um nicht so oft Wasser wechseln zu müssen brauche ich also a) mehr Wasser und b) sehr viel kühleres Wasser.

Aber wie schon gesagt, reicht für ein kühles Lüftchen und die Zimmertemperatur bleibt auch mit laufenden Computern und meiner Anwesenheit konstant. Ist ja noch eine Weile warm, also kann ich weiter damit Erfahrungen sammeln. Und wenn es sich dann als doch nicht so tolle Idee herausgestellt haben sollte, dann kann ich die Teile immer noch in meinen PC als Wasserkühlung einbauen ;-)

Update vom Update
Jetzt mal ordentlich gemessen. 15 Liter Wasser werden in 30 Minuten von 14 auf 22 Grad Celsius erwärmt. Durch den Radiator floss das Wasser in der Zeit also 4 mal, d.h. es wird jedes Mal um ca. 1,5 Grad wärmer. In Kälteleistung entspricht der Aufbau also einer Klimaanlage mit 105 Watt (15 * 6° = 90 kcal = 378 kWs = 105 Wh). Mikrig!

Ich bräuchte nochmal 9 Radiatoren um wenigstens auf 1000 Watt Kühlleistung zu kommen und dann ist das Wasser praktisch sofort warm. Direkt aus der Leitung durchlaufen lassen? Das wären bei 180 Liter die Stunde und 8 Stunden Laufzeit 4,42 € an Wasserkosten (3,07 € pro 1000 Liter Trinkwasser inkl. Abwassergebühren). 8 kWh Strom würden nur 1,72 € kosten. Insofern … meh!

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Geeky Wetter

Bauteile für einen Wärmetauscher bestellt

So … die Hitze nervt und Klimaanlagen sind teuer und außerdem muss dann die heiße Luft, die die erzeugen auch irgendwie weg …

Beim Nerdcore Rene bin ich dann auf einen Link zu einer selbstgebauten „Klimaanlage“ gestoßen und das probier ich jetzt auch mal aus. Kleine Pumpe, Wassertank mit kaltem Wasser befüllt und ein paar Schläuche zu einem Radiator (sollte besser gehen als ein Kupferrohr um den Ventilatorkäfig zu schlängeln) vor vorhandenem Ventilator. Das sollte funktionieren und wenn nicht, dann bastle ich mir daraus eine Wasserkühlung für den PC.

Der Typ von der oben verlinkten Instructables Anleitung hat sein „Design“ übrigens von hier. Dieser Bastler hat einfach das Wasser direkt aus der Leitung durch einen Autoradiator laufen lassen … 2 Liter Wasserverbrauch pro Stunde Minute sorgten für einen Wärmetausch von 2000 BTU/h, was einer Kühlleistung von 586 Watt entspricht. Man braucht 30 Watt pro Qubikmeter Raumluft, d.h. bei 2 Meter Deckenhöhe 60 Watt, d.h. das könnte zumindest für ein bisschen kühle Luft sorgen (die billigste Klimaanlage, die ich finden konnte hat eine Kühlleistung von 2500 Watt laut Beschreibung), vor allem wenn man statt wie dem verlinkten Herrn nicht 16 Grad warmes Wasser nimmt, sondern Eiswasser.

Vermutlich wäre es aber noch viel einfacher einen Schlauch vom Keller hochzulegen um kalte Luft nach oben zu pumpen, aber wo bleibt da der Spaß ;-)

Nachtrag:
Um eine Kühlleistung von 2500 Watt hinzubekommen müsste der Kreislauf (kühles Wasserbecken/Radiator) es also schaffen X Liter Wasser um Z Grad zu erwärmen. Sagen wir also mal ich hätte einen 1 Liter Eimer. Den um 1 Grad zu erwärmen kosten bekanntlich 1 kcal Energie. Sind 4,2 Kilojoule oder 4,2 kWs bzw. 1,17 Wh. Heißt also 1,17 Watt für eine Stunde … um 2500 Watt „aus der Luft“ zu verbraten muss ich also z.B. einen 20 Liter Eimer in einer Stunde um 107 Grad erwärmen. Ich nehme jedoch an man muss einem Raum nicht ständig 2500 Watt entziehen um ihn kühl zu halten, oder doch? Hmm … naja, ausprobieren ;-)

Die Pumpe schafft 300 Liter pro Stunde, also 15 Durchgänge durch den Radiator macht eine Erwärmung von 7 Grad pro Durchgang. Eventuell brauche ich einen größeren Radiator dafür, aber das klingt doch realistisch, wenn man es irgendwie schafft den 20 Liter Eimer gescheit zu kühlen … *hust*