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Softwarepatente

Microsoft wurde das Patent auf Taskgruppierung in der Taskbar (ebenfalls ein Microsoft-Patent) zugesprochen.

Ob es eine Taskbar vor 1997 gegeben hat, weiß ich leider nicht. Z.B. in NextStep seit 1988, also lange vor 1997. Das Patent ist zwar auf Taskbar mit Startmenü ausgelegt, aber ich bin mir sicher auch das hatte schon jemand vorher drin. Aber die Gruppierung von Anwendungen in der Taskbar (wie Windows XP es macht) gab es definitiv vor dem Erstellen des Patents (2001) schon in BeOS und wohl auch in KDE (Link).

Wenn so etwas in Europa möglich wird, dann wird’s heiter hier. Wenn man jeden Scheiß patentieren kann, sei es auch noch so trivial … die Patentämter merken ja eh nicht was sie da gerade durchgehen lassen, also müssen die Anwälte her und das ganze anfechten, usw. … in Zukunft werden Firmen nur noch Anwälte beschäftigen und sich von ein paar Marketingfuzzies Patente ausdenken lassen. Jemand, der richtig arbeitet wird nicht mehr gebraucht werden …

Gegen Softwarepatente!!!

Update:
Nextstep 4.1 und BeOS hatten dieses Feature bereits, wie man aus der Gnome-Mailingliste herauslesen kann. Das Patent ist also nicht gültig, aber um das festzustellen, muss man wieder zahlen. Wie schon gesagt, ein ganz neuer Wirtschaftszweig und leider bald auch in Europa :-(

5 Antworten auf „Softwarepatente“

Ja, aber erst nach dem Prozess. Leiste dir erstmal einen Anwalt für die Kosten, die bei deinem Link aufgeführt sind. Naja … dennoch ein Zukunftsmarkt. Gewinner sind immer die Anwälte :-)

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