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X_Club Erlangen

x_club

Ich hoffe ihr habt euch alle gut vom Jahreswechsel erholt. Ich bin noch etwas müde, aber egal. Ein Bericht über diesen neuen Erlanger Club (Flashalarm mit nicht abstellbarer, nicht ertragbarer Musikuntermalung) muss her. Denn da waren wir heute früh …

Der X_Club liegt quasi perfekt in der Innenstadt am Neustädter Kirchenplatz direkt hinter der Dresdner Bank. Das ist schon mal sehr positiv. Der Innenarchitekt oder -in darf sich auch kräftig auf die Schulter klopfen. Hinter dem Eingang geht eine Treppe hinunter in den Keller (ähnlich wie im „Kult“, dem seltsamen Modeladen auf der anderen Seite des Gebäudes). Unten ist dann im Prinzip (dazu später mehr) eine große Tanzfläche, die durch eine Glaswand in zwei Bereiche mit unterschiedlicher Musik getrennt ist. In jedem Bereich gibt es eine Bar. Ein „Chillout-Bereich“ existiert auch und die von der Decke hängenden Sitzkugeln sind sehr spaßig. An manchen Stellen wurde sogar Teppichboden verlegt. Respekt! Aber nicht nur die Ausstattung sieht gut aus, sondern auch die dort tanzenden Mädels. Ich frage mich wirklich wo die vorher alle waren? Spieleabende zu Hause? :-)

Nun zu meiner Kritik und die wird lang. In einem Satz ausgedrückt: trotz der Tatsache, dass ich stark angetrunken war, fand ich es im großen und ganzen nicht wirklich toll. Es kann natürlich sein, dass durch den besonderen Anlass (Silvester) alles etwas anders war als sonst. Wer weiß … um das herauszufinden bedarf es weiterer Besuche.

Fangen wir im Eingangsbereich an. Die Security ist angsteinflößend:twisted:. Ob es wirklich 4 Leute braucht? Keine große Sache, sind ja alle nett. Es folgt ein kleiner Eingangsbereich an dem man 10 Euro bezahlen musste (das wird wohl nicht der Normalpreis sein, hoffe ich). Die Garderobe ist etwas blöd platziert. Als wir ankamen stand bereits eine lange Schlange an um ihre Jacken wieder abzuholen. Mit dem Hinweis „voll“ wurden wir gebeten erstmal runter zu gehen und es später nochmal zu probieren. Nicht optimal. Der Teppichboden scheint auch nicht der sauberste zu sein, jedenfalls ist es nervig in ein Kaugummi zu treten. Leute die so was auf den Boden fallen lassen sollte man gleich abführen.

Die Musik, ich kann es nicht anders ausdrücken, war grausam zu uns. Ein ständiger Wechsel der Stile zwischen den beiden Bereichen, ein DJ der dazwischen spricht (SPRICHT!!! Hallo?!?!?!) und teilweise sehr seltsame Mixe. Wegen mir können die da so viel Hip Hop oder House spielen wie sie wollen, aber eine Technoversion von „Pump It Up“ brauche ich definitiv nicht … so … ein weiterer Punkt ist, dass die Tanzflächen nicht klar zum Rest des Bereiches abgetrennt sind. Das führt leider dazu, dass ständig irgendwelche Leute quer durchlaufen und so extrem stören.

Auch störend sind die extrem langen Wartezeiten auf ein bestelltes Getränk (direkt an der Bar wohlgemerkt). Scheint getränkeabhängig zu sein, aber trotzdem geht das anderswo deutlich schneller und für 0,2l Vodka plus X zahlt man doch nicht 5 Euro, oder?. Ab und zu scheint auch mal ein Securitymensch die Leute auf’s Klo zu begleiten um dort nach dem Rechten zu sehen. An sich eine gute Sache, aber irgendwie störend. Cappis sind nicht erwünscht, Jacken mit herunter zu nehmen ebenfalls nicht, außer wenn die Garderobe eben voll ist. Das Argument Brandschutz scheint da etwas fragwürdig :-)

Was aber wirklich gut ist, ist die Klimaanlage. Meine Kleidung stinkt nicht nach Rauch, meine Haare nur ein wenig. Perfekt! Noch dazu sind die Räumlichkeiten im Verhältnis zum Paisley oder Zirkel riesig und überall sind Sprinkleranlagen in der Decke. Platzangst oder Angst vor Feuer muss man dort definitiv nicht haben.

Fazit: Wie schon gesagt, fand ich es trotz überragender Coolness dieses neuen Clubs, in der Neujahrsnacht nicht so toll. Vielleicht überzeugt mich ja der nächste Besuch. Dienstags haben sie freien Eintritt und Bier für einen Euro, Donnerstags ein Freigetränk, Freitags alles offene für den halben Preis und Sonntags kommt man frei hinein, wenn man unter der Woche schon einmal dort war. Samstags ist alles normal. Damit hätten wir alles erschlagen und fragen uns, ob die Fahrpreisberechnung der Deutschen Bahn tatsächlich kompliziert ist ;-) Bis denne …

2 Antworten auf „X_Club Erlangen“

Also wenn man so eins uns eins zusammenzählt könnte man echt denken, die haben Angst aus ihrem X_Club könnte ein schwulen-Schuppen werden: Die „Gents“ werden auf die Toilette verfolgt, 2 Typen dürfen nicht zusammen in einer Kugel hocken und die Anabolika gestärkten Chefs lugen hinter dem DJ-Pult hervor und grüßen nur Leute, die mindestens so breit (nicht besoffen!) sind wie sie selbst.
Keine Caps im Club, dafür Kangooros- und Tennis-Caps erlaubt, Bilder darf man nur machen, wenn man ein Bändchen trägt und Minderheiten tragen bitte für jeden sichtbar einen gelben Stern auf der Brust. Irgendwoher kenn ich das… kann mich nur nicht erinnern woher…

Passt schon für ab und zu und eigentlich nur dienstags weil man sich alles schön-saufen kann. das aber nur, wenn man es erträgt, das bier, das meinermeinung nach gestreckt ist(!), aus schwuchteligen gläsern zu trinken. musik ist zeitweise zum kotzen, da auf b e i d e n areas techno gespielt wird. unterbrochen von dem, wie schon erwähnt, sehr nervigem dj mit einer wer-hat-noch-nicht-wer-will-noch-mal-das-bringt-spass-das-bringt-freude-stimme. achja, die wartezeiten an der bar sind eine frechheit und ein großteil des publikums eine beleidigung an meine stilsicherheit und intelligenz. die herren von der sicherheit sind absolut unhöflich und halten sich für die chefs schlechthin. und wenn man verschüttete flüssigkeiten auf der tanzfläche sofort entfernen kann, sollte es auch mit erbrochenem auf der damentoilette gehen. dienstags ist für nicht-studierende 3 euro zu zahlen und für studenten, wie mir die dame an der kasse erzählt hat, die hälfte.
im großen und ganzen bin ich enttäuscht.

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