Rabattschlacht.de schenkt euch nichts

Wahrscheinlich bin ich nicht der einzige Blogger, der heute eine Mail von Rabattschlacht.de erhalten hat. Einen Testaccount und das Schlüsselwort Rabatt später war ich auch schon auf deren Seite und deckte den Preis eines Macbook auf. Verlockend, statt für 929 Euro hat ihn schon jemand bei 427 Euro gekauft, doch aktuell gehen sie eher für über 900 Euro weg.

Klingt nach einer netten Idee, oder? Je mehr Leute einen Preis „aufdecken“, desto stärker fällt der Preis. Und zwar um 50 Cent pro Minute, die andere und man selbst den Preis anschauen. Das hat allerdings einen Hacken … diese Minute kostet 90 Cent! Das heißt diese Idee ist, wenn sie denn funktioniert, die Lizenz zum Geld drucken. Warum bin ich da nicht drauf gekommen?

Beispiel? Das Macbook kostet 929 Euro und 100 Leute schauen sich das Produkt an. Nach einer Minute kostet es nur noch 879 Euro, nach 2 Minuten 829. Irgendjemand schlägt zu und freut sich über 100 Euro Rabatt bei eingesetzten 1,80 Euro. Ein guter Deal. Alle anderen haben jetzt aber 178,2 Euro für das Anschauen an Rabattschlacht.de gezahlt. Ein Geschäftsmodell das aufgeht! Null Risiko und sie können sogar noch mit „Versandkostenfrei“ werben.

Ich bin eindeutig nicht fies genug um mir solche Dinge auszudenken. Grmpf … sozialisiertes Einkaufen mit saftigem Gewinn für den Geldumverteiler und perfekte Umsetzung des Web 2.0 Prinzips „Andere arbeiten lassen“ (AAL) :D

Update:
Angeblicher Preis eines Toshiba Fernsehers dort 1599 Euro und der aktuelle Tiefstpreis sei 818 Euro. Bei Geizhals kann man das gleiche Modell nachschlagen und muss nur 772 Euro bezahlen. Das Macbook von oben kostet real 867 Euro, geht bei denen aber zumeist für über 900 Euro weg. Die Espressomaschine kostet 296 Euro, bei Rabattschlacht nicht viel weniger. Nur die GPS Uhr und die Wii haben dort annehmbare Preise. Möchte ja jetzt nicht das Wort Betrug in den Mund nehmen, aber wer dort einkauft muss selten blöd sein. Sorry!

9 Antworten auf „Rabattschlacht.de schenkt euch nichts“

  1. Ahh..
    Ich hab die Einladung heute Morgen auch bekommen aber hatte noch keine Zeit mir das Ganze näher anzusehen.
    Dann brauch ich ja jetzt nix mehr machen, ich plane grade keine Anschaffung.

    Aber das Konzept könnte rocken!

    Sascha

  2. Das ganze ist doch ein Pyramidensystem. Wenn mir einige male das Handelsgut vor der Nase weggeschnappt worden ist, werde ich mal aufrechnen, was ich so alles verzockt habe (=kleiner Betrag x) und dann das nächste mal zuschlagen, wenn der Preis unter (Straßenpreis – x) fällt – es sei denn so ein anderer Trottel schlägt vor mir zu. Da aber automatisch 40 ct an die Betreiber der Seite geht, können nicht alle diese Strategie fahren und es gibt auf lange Sicht hauptsächlich Verlierer auf der Kundenseite.

    Wobei die Call-in-Shows und Klingeltöne habe sich ja auch ziemlich lange gehalten – wenn man genügend dumme Mitspieler hat könnte es sogar funktionieren…
    Das ist der gleiche Trugschluss mit dem Anfangs Schenkkreise ziemlich gut funktionieren.

  3. Interessantes Urteil. Demnach sind Anfragen bei XY, ob man Werbung bei besagtem XY schalten kann, verboten? Ich würd’s ja einsehen, wenn mir jemand was verkaufen will, aber wenn jemand etwas von mir nachfragt? Hä?

  4. Ich hab das so ausgelegt:

    wenn ich bei info[at]fussballverein.de einen Link anfrage kann ich abgemahnt werden, weil nicht „themenbezogen“. Das liest ggf. ne Sekretärin und fühlt sich durch Spam belästigt.

    wenn ich an webmaster[at]fussballverein.de einen Link anfrage ists in Ordnung weil der Webmaster ja genau für sowas zuständig ist und sich dadurch nicht belästigt fühlen darf.

    Sascha

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