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Android Review

Galaxy Nexus – Kurzreview oder gibt es bereits Apps, die schon an Android 4.0 angepasst wurden?

Seit gestern habe ich nun ein Galaxy Nexus mit dem ich bis auf ein paar Kleinigkeiten (Lautstärke etwas niedrig und möglicherweise ein Verarbeitungsfehler, weil der Bildschirm beim Touchen in der oberen Hälfte knarzt) zufrieden bin. Außerdem gibt es ja nun auch Android 4.0 für das alte Nexus S und da fragt man sich dann schon, warum die Top-Anwendungen bisher nicht dafür angepasst wurden. Priorität null? Die wenigen tausend Leuts, die das sehen würden sind Facebook, etc egal?

Update:
Habe gerade die Entwickleroptionen entdeckt. Dort kann man 2D Hardware Beschleunigung erzwingen und das macht bei Facebook, Twitter (gerade die ruckelt beim „runterziehen um zu aktualisieren“ ziemlich) und Do it Tomorrow einen riesigen Unterschied. Wenn eine App nicht irgendwelche nicht unterstützten Funktionen benutzt, dann ist das ein Flag beim Kompilieren und keiner der großen hat sich diese Mühe gemacht. Naja, wenigstens kann man es von außen erzwingen.

Fangen wir mal an.

Facebook

Klick für Original

Wie bekannt sein dürfte besteht die Facebook App auf so gut wie allen Systemen aus einer Webview, die einfach nur HTML anzeigt und fertig. Im Menü (nativ) werden allerdings Auswahlpunkte von der Rechtschreibprüfung unterstrichen und in meiner Profilansicht wird der obere Teil zu breit dargestellt, d.h. er ragt aus dem Bildschirm recht hinaus.

Twitter

Klick für Original

Twitter hat erst vor kurzem seine App neu gestaltet und nunja … auf dem Galaxy Nexus sind die Tabs winzig klein. Das spart zwar Platz, aber sieht nicht gewollt aus.

Whatsapp

Klick für Original

Die Bildersmilies, die vom iPhone übernommen wurden, sind auf dem Galaxy Nexus riesig und sehen ein wenig verschwommen aus.

Do it Tomorrow

Meine Lieblings Todo App ;-) … ist ziemlich langsam auf 720×1280 Pixeln. Ich nehme an das ist auch eine Webview oder benutzt keine Hardwarebeschleunigung für die Startanimation.

Allgemein scheint es noch keine Anwendung zu geben, die Actionbar & Co wirklich nutzen. Natürlich gibt es viele, die dieses Pattern für 2.x nachgebaut haben und diese Anwendung sehen unter 4.x natürlich genau so aus, aber sie verwenden nicht die native Actionbar. Anders ausgedrückt: keine 4.x/ICS Anpassungen. Nicht mal bei Anwendungen, die auf einem Honeycomb Tablet diese Features nutzen.

Neben der geringen Lautstärke nervt übrigens auch die automatische Helligkeitseinstellung. Nicht unbedingt weil sie zu dunkel wäre, nein eher weil das Display bei der dunkelsten Einstellung Farben sehr verwaschen aussehen lässt und irgendwie schmutzig wirkt. Bereits einen kleinen Tick heller als die Automatik für gut befindet sorgt für satte Farben. Also gleich ausgeschaltet und hoffentlich verbraucht es dadurch nicht so viel mehr Strom. Am krassesten ist dieser Unterschied übrigens in der Kamera App zu sehen. Dafür wird die Helligkeit nämlich komplett hochgedreht und das ist auch noch so, wenn man das letzte gemachte Bild anschaut. Drückt man dann allerdings weiter, kommt man in die Galerie App und die Helligkeit geht zurück auf fast null (bei Automatik). Das Bild mit den kräftigsten Farben der Welt sieht auf einmal aus als hätte es eine 1999-er Digitalkamera aufgenommen.

Ansonsten ist das Galaxy Nexus ein super Smartphone. Rasend schnell, gutes Schreibgefühl auf der Bildschirmtastatur und tolles Display (HD-Auflösung … waaah!). Es wirkt und ist leichter als ein iPhone obwohl es fast doppelt so groß ist (Spaß … 1,5 mal vielleicht) und ist auch in der Hosentasche nicht unangenehm. Ach ja, die Kamera löst verdammt schnell aus. Das kombiniert mit dem LED-Blitz sollte zu Epilepsie Warnungen vor Schnappschüssen führen ;-)

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Nur mal so

HTML/Javascript Anwendungen auf dem Desktop?

Hat sich da draußen schon mal jemand gedacht, dass es doch super wäre wenn man eine Desktop-Anwendung ebenso einfach wie eine Webseite erstellen könnte? Vermutlich ja, sonst gäbe es ja kein Adobe Air oder Titanium Desktop. Beide Systeme binden einen Browser (Webkit) ein und darin laufendes Javascript kann dann über eine API auf gewisse Dinge vom System zugreifen. Das ganze natürlich weitestgehend plattformunabhängig (Win/Mac/Lin).

Meiner Erfahrung nach sind damit erstellte Anwendungen nicht merklich langsamer als native Anwendungen. Das mag zum einen an der eher simpleren Art dieser Anwendungen liegen und zum anderen an den mittlerweile recht schnellen Javascript Engines bzw. noch schnelleren Rechnern. Wobei eine Fullscreen Google Maps Karte mit beiden System eine ziemlich ruckelige Angelegenheit ist :/

Der Zugriff auf das System beschränkt sich auch auf das Wesentliche. Dinge wie z.B. Bluetooth Verbindungen aufbauen oder Zugriff auf andere Schnittstellen muss man sich dazuprogrammieren, aber immerhin kann man das ja.

Der Trend scheint jedenfalls zu immer App-artigeren (nicht abartigeren ;-)) Webseiten zu gehen und viele Browser bieten schon einige Schnittstellen ins System und können Anwendungen auch offline ausführen. Braucht man also so etwas wie Air überhaupt noch? Für die Schnittstellenkommunikation, die es noch nicht gibt, könnte man z.B. ein Browserplugin zur Verfügung stellen und es hätte den Vorteil, dass man keine Updateprozedur für die eigentliche Anwendung braucht, da sie ja immer aktuell aus dem Netz geladen wird, so fern verfügbar. Und in Chrome kann man für Webseiten sogar Desktop Verknüpfungen anlegen und sie so im eigenen Fenster starten. Kaum ein Unterschied zu einem normalen Programm.

Was meint ihr?! Sind Webanwendungen so weit? Sollte man Software -- auch Software, die man offline verwenden möchte -- nur noch so entwickeln? Für HTML/CSS findet man jedenfalls genügend Leute, die damit was anstellen können und denen Programmieren „irgendwie zu heftig“ ist :-)

Ein anderer Aspekt der ganzen Sache ist wie oben schon geschrieben die Plattformunabhängigkeit. Wie man bei normalen Webseiten zwischen mobilen Besuchern (iPhone usw.) und Desktopbesuchern unterscheiden kann und ihnen verschiedene Versionen zeigt, könnte man das auch bei Anwendungen machen. So könnte der gleiche HTML/Javascript Code wie auf dem Desktop mittels Tools wie PhoneGap dann auch auf verschiedenen Smartphones laufen und auch dort auf das System zugreifen.

Plattformunabhängigkeit durch Javascript … pardon ECMAScript. Wer hätte es gedacht …

Nachtrag:
httpvhd://www.youtube.com/watch?v=22vicDlzmkI
(Ein Spiel, das mittels Adobe Air auf mehreren Plattformen läuft, allerdings wohl Flash. Dennoch beeindruckend.)

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Autos

Autodiebstahl leicht gemacht

Hab gerade was von einer „App“ für Mercedes Kunden gefunden … und was kann man damit machen? Mit dem Smartphone die Tür öffnen und es sagt einem wo das Auto steht.

mbrace

Wer also das Smartphone „findet“, der bekommt auch noch ein Auto oben drauf. Kein lästiges Suchen auf den Parkplätzen mehr, wenn man nur den Schlüssel „gefunden“ hat. Juhei!

P.S.: Der Volt von Chevrolet soll auch ein App bekommen. Man darf gespannt sein was man damit dann steuern kann. Hattet ihr schon mal das Bedürfnis in eurer Abwesenheit irgendwas am Auto umzustellen? Ich meine richtig ferngesteuert damit fahren, das wäre ja was … aber sonst?