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In eigener Sache Spam

Mails aus Postfix Mailqueue für eine bestimmte Emailadresse löschen

Mit diesem Code kann man aus der Mailqueue von Postfix alle Mails einer bestimmten Adresse löschen. Das kann relevant werden, wenn euer Server ein Spamzombie geworden ist und noch einige tausend Mails in der Ausgangswarteschlange liegen, die nicht zugestellt werden konnten.

postqueue -p | awk 'BEGIN { RS = "" } { if($7 == "example@mail.com") print $1 }' | tr -d '*!' | postsuper -d -

Sortiert die Mail IDs aus der Warteschlange (postqueue -p) heraus und übergibt sie an postsuper zur Löschung.

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In eigener Sache Web 2.0

Kann man eigentlich „cloudfrei“ leben?

Wir werden totalüberwacht! Das ist Fakt und liegt auch daran, dass sich kaum jemand über Verschlüsselung Gedanken macht (meinen öffentlichen PGP Schlüssel findet ihr auf der Kontaktseite) und fröhlich Dienste von verschiedenen Webseiten nutzt.

Bei vielen Diensten kann man nichts dagegen unternehmen, denn wenn ich bei Amazon einkaufen möchte, dann muss ich mit deren Webseite interagieren. Möchte ich Google Dienste wie App Engine nutzen oder einen anderen Hosting Dienst ist das ebenso der Fall. In diesem Fall kann ich allerdings auf dem Server alles verschlüsselt ablegen (sofern er nur als Speicher verwendet wird, wenn er die Daten verarbeiten soll, geht das natürlich nicht komplett).

Kommen wir langsam zum Punkt. E-Mails, Instant Messaging, Telefongespräche, Terminplan, Datenspeicher … kann man das sicher – also verschlüsselt – und ohne „Cloud“ benutzen?

  • Email: hier gibt es Ende-zu-Ende Verschlüsselung schon seit Anbeginn der Zeit. PGP/OpenPGP/GnuPG machen es möglich. Der Aufwand ist recht niedrig, aber trotzdem benutzt es keiner wirklich. Deshalb wäre zumindest die Ablage der Mails auf dem eigenen Server in einen verschlüsselten Container (pro Nutzer!) sinnvoll. Web Emaildienste sollten tabu sein.
  • Instant Messaging: Whatsapp & Co haben diverse Lücken. Als Alternativen bieten sich z.B. Threema (meine ID dort: B327U2MZ) oder Whistle.im an. Beide noch nicht so ausgereift wie die etablierten Messenger, aber dafür wird die Kommunikation verschlüsselt!
  • Telefon: das ist eine schwierige Sache … GSM ist ja eigentlich schon verschlüsselt, aber natürlich kann das auch abgehört werden. Eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung ist da mit normalen Smartphones relativ schwer möglich, aber es gibt ja noch VoIP. RedPhone sieht nach einer interessanten App aus, das zu ermöglichen … oder man verwendet eine erfundene Codesprache? ;-)
  • Terminplan, Todolisten, etc könnten gut mit einer Software namens Owncloud funktionieren. Lokal oder bei einem Hoster installiert kann man damit ziemliche viele Clouddienste nachbilden und so der allgemeinen Totalüberwachung entkommen.
  • Daten: ebenfalls Owncloud, eigener Server, verschlüsselte Uploads, etc

Es wäre also möglich die Kommunikation mit seinen Mitmenschen komplett abhörsicher ablaufen zu lassen und ich bin mir sicher, dass die wirklich bösen Buben schon schlau genug sind ebenfalls abhörsicher zu kommunizieren. Die Überwachung trifft also nur Dumme und verletzt Grundrechte … und auch wenn es kein guter Vergleich ist, es ist ein wenig wie bei DRM: die bösen Raubkopierer kriegen davon nicht mit und der ehrliche Kunde hat nur Probleme damit und Einschränkungen ohne Ende.

Und wie seht ihr das? Kommunikation egal genug, dass sie komplett für spätere Ermittlungen aufgezeichnet werden darf (Stichwort: ich hab ja nichts zu verbergen … *würg*)? Oder doch vielleicht versuchen Freunde zu überzeugen ein wenig mehr darauf zu achten?

P.S.: Ausnahmen bestätigen die Regel oder so … bevor mir jemand damit kommt, dass ich hier blogge und auf Facebook, Instagram, Twitter, Google+ und in diversen Foren und Mailingslisten quasi-öffentlich schreibe und Bilder hochlade … ja, das ist aber gewollt so! Mag sein, dass man so auch ein Profil von einer Person erstellen kann, aber es fehlt ein ganz entscheidender Teil und über dessen Verteilung/Nutzung – wie man nun spätestens seit Snowden weiß – hat man keine Kontrolle mehr … außer Abschalten und die Kommunikation komplett einzustellen oder eben Verschlüsselung. Verstanden?

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iPhone Trigami

Cortado – Hosted Exchange für das iPhone/Alle

[Trigami-Review]

Seit Version 2.0 des iPhone Betriebssystem kann das Handy auch mit Exchange Servern umgehen und so Emails, Kontakte und Kalender mit dem Quasi-Unternehmensstandard abgleichen. Leider sind Exchange Lizenzen nicht gerade preiswert und so ist es oft günstiger einen Hosted Exchange Server zu mieten. Den teilt man sich dann zwar mit anderen, aber so sinken natürlich auch die Kosten.

Ein solcher Anbieter ist Cortado. Unter anderem gibt es dort eine kostenlose 30-Tage Testversion eines Exchange Accounts mit 2 GB Speicher, so dass man es auch einfach mal so ausprobieren kann. Den Account kann man übrigens auch auf einer speziell für das iPhone optimierten Webseite einrichten. Dort wird dann auch erklärt was man in den Einstellungen eingeben muss damit man sofort auf dem iPhone mit Exchange loslegen kann.

Einrichtung

Leider benutze ich auf dem iPhone schon einen Exchange Account und habe beim Testen feststellen müssen, dass man keinen weiteren Account eintragen kann. Aber Exchange wäre nicht Exchange, wenn man es nicht von so ziemlich jedem Gerät aus benutzen könnte. So habe ich es auf einem HTC Touch Diamond 2 ausprobiert. Wie erwartet synchronisieren sich Kontakte, Mails und auch alle Kalendereinträge vom Server auf das Testgerät. Danach sind dann alle Änderungen in diesen Bereichen auch auf dem Server gesichert und jeder neue Eintrag wird sofort auf das Handy gepusht.

Cortado @ HTC

Dazu gibt es bei Cortado dann noch eine Outlook bzw. Entourage Lizenz beim Anmelden, so dass man den Account auch auf dem PC oder Mac mit diesem Programm testen kann. Alternativ geht natürlich auch der Zugang per Outlook Webaccess ohne Probleme. Überhaupt gab es beim Einrichten und Testen keine Probleme. Das ist nicht unbedingt dem Anbieter zuzuschreiben, aber ist doch schön, wenn Microsoft Produkte auch mal einfach so funktionieren ;-)

Hat man Gefallen an dem Angebot gefunden, kann man nach den 30 Testtagen den Account nur noch gegen Bares weiterführen. Von einem kostenlosen Einstiegsaccount (20 MB und nur Imap Push) bis zum Business-Plus Account für 9,98 € im Monat mit allem drum und dran ist alles dabei.

Ob sich das lohnt muss jeder selbst entscheiden. Für mich lohnt es sich nicht, da man mittlerweile vollkommen kostenlos mit Gmail ebenfalls über das Exchange Protokoll synchronisieren kann. Für Privates (ich nutze es nur für den Kalender und Kontakte, nicht für Mails) ist das vollkommen ausreichend, wenn man keine Google-weiß-alles-über-mich Paranoia hat. Sonst muss das Cortado Angebot dann natürlich auch noch gegen den Mobile Me Service von Apple selbst konkurrieren, der 79 € im Jahr kostet. Das kann es mit den mittleren Angeboten auf jeden Fall!

Benutzt von euch jemand Exchange auf dem iPhone oder einem anderen Handy? Wenn ja, mit welchem Anbieter?