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Review Virtual Reality

Eine Woche Oculus Rift CV1

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Nach einer Woche Virtual Reality mit der Verkaufsversion der Oculus Rift will ich einige von meinen Erfahrungen damit niederschreiben.

Eve Valkyrie ist ein ziemlich beeindruckender Weltraumshooter. So hat man es sich bei Wing Commander damals vorgestellt und heute sitzt man selbst im Cockpit. Mit einer GTX970 kommt bei mittlerer Grafikqualität keine Übelkeit auf. Bei höheren Einstellung sieht das Spiel zwar besser aus, aber in den Schlachten ruckelt es dann viel zu stark. Das Hauptproblem: es ist ein Rift exklusives Spiel und bisher wurden wohl noch nicht sehr viele Headsets ausgeliefert. Zumindest kommt es nur relativ selten zu Kämpfen mit menschlichen Piloten, egal ob auf dem amerikanischen oder dem europäischen Server. Auch in AltspaceVR gab es von den 15 anwesenden Personen eine deutliche Überzahl an Vive (erkennbar an den Händen) und GearVR Nutzern.

Lucky’s Tale erinnert stark Super Mario Land auf der Wii. Die Steuerung ist gut, das Spiel ist kurzweilig. Kostenlos gibt es dann noch die VR „Filme“ Henry und Lost. Gut gemacht, aber eben wenig interaktiv. Weiterhin habe ich noch Farlands (goldig!) ausprobiert und Adr1ft angespielt. Bei letzterem ist mir allerdings schnell schlecht geworden, vermutlich weil die Grafik oft ruckelt und immer wenn man an etwas stößt wird auch die Kamera bewegt. Nicht gut, obwohl der Astronautenhelm als Cockpitersatz eine gute Idee ist.

In der Start-Oberfläche Oculus Home befindet sich dann noch ein Programm um 360 Grad Fotos anzuschauen. Das kennt man ja schon von der GearVR und ist ziemlich langweilig, weil die Erfassung der Kopfposition dabei überhaupt keine Rolle spielt. Oculus Video kennt man auch schon und die Einstellungen sind genau so unterirdisch wie bei der GearVR (umbenennen von Dateien und sie müssen in einem bestimmten Verzeichnis liegen? Hallo?). Dafür nimmt man besser Virtual Desktop, denn damit lässt sich neben dem Desktop und normalen Spielen, Video-Anwendungen, etc auch ein spezieller Viewer für Rundum-Videos und Bilder aufrufen. Leider lässt sich auch hier die Überlappung und der Zoom nicht einstellen, aber es ist wesentlich besser als Oculus Video.

Stichwort Softwarequalität! Oculus Home scheint noch nicht fertig, wie bei der GearVR gibt es keine guten Suchfilter. Desweiteren muss bei der Installation von Anwendungen teilweise das Headset abgenommen werden um die Installation zu beenden. Die Anwendungen werden alle in ein Unterverzeichnis von Oculus Home installiert und es gibt keine Möglichkeit externe Spiele zu starten. Zwar kann man teilweise auch einen Key für Oculus Home bekommen, wenn man ein Spiel bei Steam gekauft hat, aber es muss dann nochmal dort heruntergeladen und installiert werden damit es von dort gestartet werden kann. Zu guter letzt erkennt es einen i5 2500K nicht als ausreichend schnell an und zeigt eine dauerhafte Warnmeldung diesbezüglich an, die man nicht wegklicken kann. Für die Präsentation von Anwendungen würde ich mir etwas mehr Informationen und vor allem Bewertungen wünschen. Da es doch teilweise recht hochpreisig ist, würde ich Fehlinvestitionen wie Adr1ft in Zukunft gerne vermeiden.

Was die Hardware betrifft gab es seit der DK2 Version einen riesigen Sprung. Die Kopfhörer sind gut, die Auflösung ist besser und der Screendooreffekt (Lücken zwischen den Pixeln) nicht mehr ganz so auffällig, dafür gibt es jetzt bei großen Kontrasten einen Godray Effekt durch die Fresnel Linsen. Den Pupillenabstand stellt man nun direkt am Headset über einen Schieberegler ein. Das Tracking funktioniert nun rundherum und zuverlässig und sowohl im Sitzen als auch im Stehen. Allerdings ist mein Kopf recht groß und selbst mit der weitesten Einstellung drückt die Brille noch ziemlich auf mein Gesicht, so dass es ordentliche Abdrücke gibt. Dazu kommt noch die so genannte VR-Frisur … und deshalb sollte man nach einer Session vielleicht nicht gleich nach draußen gehen ;-). Nebenwirkungen sind die üblichen, d.h. nach einer längeren Session kommt einem ein zweidimensionaler Bildschirm merkwürdig vor und Text mit hohem Kontrast (so wie im WordPress Editor hier) hat eine seltsame Tiefenwirkung. Der Effekt dauert nicht länger an als der Brillenabdruck im Gesicht verbleibt.

Fazit

Die Rift CV1 ist definitiv ein gelungenes Produkt. Schaut man allerdings zur Konkurrenz so macht Valve bzw. HTC mit der Vive vieles besser. Zwar kostet die Brille deutlich mehr, dafür sind die Handcontroller bereits dabei und sie haben dafür auch ein paar wirklich tolle Demos bereitgestellt, die es so für die Rift nicht gibt. Das könnte sich ändern, wenn dann auch Oculus Touch auf den Markt kommt, denn Steam unterstützt zum Glück beide Headsets. Und dass Room Scale VR auch mit der Rift funktioniert sieht man wunderbar an der Dreamdeck Demo von Oculus. Vielleicht kommt ja zwischenzeitlich auch eine Unterstützung der angestaubten Razr Hydra Controller dazu bzw. Leap Motion Support.

Vor 4 Jahren fing der Traum von nutzbarer Virtual Reality bei einigen wenigen an, vor 3 Jahren gab es den Oculus Rift Kickstarter und jetzt ist es endlich so weit: Virtual Reality ist da, funktioniert und ich bin sehr gespannt wie es weiter geht!

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Meckerecke Spiele

Dampfige Preise – warum Steam gut und böse gleichzeitig ist

Ihr kennt Steam? Nein? Ok, Steam ist im wesentlich ein Spielehändler. Dort kann man viele große und noch mehr kleine Spiele kaufen, runterladen und dann ohne CD/DVD und auch ohne lästige Securom Torturen einfach so spielen. Das Hauptzugpferd von Steam war und wird wohl immer Halflife und Counterstrike sein.

Damit habe ich eigentlich auch schon beschrieben was an Steam gut ist. Man mag es blöd finden, dass man ein Spiel nicht mehr in Form einer Silberscheibe besitzt, sondern von einem Dienst abhängig ist (man kann auch offline spielen), aber es ist furchtbar praktisch. Die letzten CDs, die ich in meinen Computer gelegt habe waren Treiber-CDs und selbst das wird mittlerweile immer öfter vom Betriebssystem online erledigt. Wozu also noch harte Medien?

Der Nachteil? Die Preise! Man sollte meinen so ein Downloadportal könnte billiger sein als ein Spiel im Laden zu erwerben. Leider ist das falsch. Auch jetzt noch lohnt sich immer der Blick auf Amazon bzw. speziell Amazon UK.

Ein paar Negativbeispiele:

  • Warhammer 40000 Dawn of war 2: Steam 49,99€, Amazon 14,98 Pfund
  • Battlestations Pacific: Steam 49,99€, Amazon 36,99 Pfund
  • Company of Hereos Tales of War: Steam 34,99€, Amazon 14,99 Pfund
  • Mass Effect: Steam 44,99€, Amazon 14,99 Pfund
  • Call of Duty 4 Modern Warfare: Steam 49,99€, Amazon 19,99 Pfund
  • Empire Total War: Steam 49,99€, Amazon 23,96 Pfund
  • Fallout 3: Steam 44,99€, Amazon.de 29,97€
  • GTA 4: Steam 49,99€, Amazon 17,49 Pfund
  • Dead Space: Steam 44,99€, Amazon 11,96 Pfund

Alles teilweise auch schon ältere Spiele. Und was sieht man? Bei Amazon.de zahlt man schon weniger als bei Steam, aber bei co.uk? Der Wahnsinn … bei Steam zahlt man teilweise 100% mehr als für die gleiche Ware auf Datenträgern, mit Verpackung und Versand. Das kann doch nicht sein, oder? Und deshalb ist es böse!

In einer globalen Weltwirtschaft will ich von meinem Spieleprovider, dass er immer den günstigsten Preis anbieten kann. Schluss, aus, fertig! Sonst kaufe ich eben wo anders …

P.S.: Übermorgen gibt’s das Sniper eh Spy Update für Teamfortress. Go go go ;-)

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Review Spiele

DEFCON (everybody dies) – Review

World Domination

Seit ein paar Tagen gibt es über Steam das Spiel DEFCON von Introversion Software. Das Spielmotto lautet auf den Punkt gebracht: „Everybody dies“. Und genau so simpel spielt es sich auch. Das süchtig machende Spiel basiert auf dem Filmklassiker Wargames in dem ein Computer einen Atomkrieg vom Zaun brechen will. Ähnlich sieht dann auch das Interface aus. Ein spartanischer Blick auf die Welt von oben als Zuschauer globaler Massenvernichtung.