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Meckerecke

Wem gehören die einstelligen Domains denn nun?

Hier eine Liste der Tech-C bzw. Zone-C Einträge und in Klammern eine Beschreibung des Admin-C, wenn verfügbar (man darf ja aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Namen nennen, das mache ich nur, wenn es auch im Tech-C oder Zone-C so steht).

  • a.de: realtime.at Domain Services (für eine Anwaltskanzlei)
  • b.de: realtime.at Domain Services (für die gleiche Anwaltskanzlei)
  • c.de: 1blu AG (für den Geschäftsführer der CHIP Communications GmbH)
  • d.de: Sean Strey (Privatperson? Wirklich?)
  • e.de: ungültige Domain
  • f.de: ungültige Domain
  • g.de: ungültige Domain
  • h.de: ODN OnlineDienst Nordbayern (für den Leiter der Technik)
  • i.de: realtime.at Domain Services (für die gleiche Anwaltskanzlei)
  • j.de: Hosteurope (für den technischen Leiter dort)
  • k.de: NetCologne / Business Services Frankfurt (für NetCologne)
  • l.de: HL komm Telekommunikations (für den Geschäftsführer)
  • m.de: Easynet GmbH (für den „Legal Counsel“ der Firma)
  • n.de: OSN Online Service Nürnberg (für den Geschäftsführer)
  • o.de: DomainProfi (für den Geschäftsführer)
  • p.de: DomainProfi (für den Geschäftsführer)
  • q.de: Daniel Führer (Privatperson? Wirklich?)
  • r.de: Rockenstein AG (für den Geschäftsführer)
  • s.de: DomainProfi (für den Geschäftsführer)
  • t.de: ODN OnlineDienst Nordbayern (für die Geschäftsführerin)
  • u.de: Webmatic Kommunikations (für den Geschäftsführer)
  • v.de: SerNet (für den Geschäftsführer)
  • w.de: Domain Services Rotterdam (Geschäftsführer?)
  • x.de: ungültige Domain
  • y.de: ungültige Domain
  • z.de: ungültige Domain
  • 1.de: realtime.at Domain Services (für die gleiche Anwaltskanzlei)
  • 2.de: Hostway Deutschland (für den Geschäftsführer mit dem interessantesten Namen in der Liste)
  • 3.de: Dreyfus & associés (irgendeine Anwaltsfirma?)
  • 4.de: Key-Systems (wahrscheinlich Geschäftsführung, der Eintrag hat keinen Namen, aber die gleiche Adresse)
  • 5.de: http.net Internet (für die Geschäftsführerin)
  • 6.de: Transkom Kommunikationsnetzwerke (für die Geschäftsführerin)
  • 7.de: CUNet – Connection Universe Netzgesellschaft mbH (für den Geschäftsführer)
  • 8.de: DomainProfi (für den Geschäftsführer)
  • 9.de: ICSmedia (für den Geschäftsführer)
  • 0.de: zero International Holding (für den Geschäftsführer)

Man sieht also es gibt Häufungen bei einigen Registraren, die wohl mehrere Domains bekommen haben und in den meisten Fällen hat sich natürlich der Registrar selbst oder ein Treuhanddienst die Domain geschnappt. Ein paar Domains sind ungültig, weil die Inhaber der entsprechenden Markeneinträge eine einstweilige Verfügung gegen die Denic eingereicht haben. Große Verarsche, denn bei den zweistelligen Domains sieht es nicht viel anders aus …

Laut Sedo waren folgende Domains bei deren Versteigerung am beliebtesten:

tv.de 279.499 EUR
pc.de 158.700 EUR
de.de 144.277 EUR
com.de 135.623 EUR
dp.de 122.500 EUR

Nun?

  • tv.de: Key-Systems (wahrscheinlich Geschäftsführung, der Eintrag hat keinen Namen, aber die gleiche Adresse)
  • realtime.at Domain Services (für die gleiche Anwaltskanzlei)
  • de.de: Denic selbst (für den Vorstand)
  • com.de: VPN Deutschland Ltd. & Co.KG (für den Geschäftsführer)
  • dp.de: Kanzlei Daniel Raimer

Auch hier hätte man sich nicht die Mühe machen müssen Registrar und Besitzer zu trennen, denn es sind ja doch immer die selben (einige auch aus der obigen Liste).

Und wenn ich noch etwas Zeit haben sollte, dann mache ich mir vielleicht auch noch die Mühe aufzuzählen wem Jahreszahlen, Postleitzahlen, KFZ-Kennzeichen, etc gehören. Oder hat jemand anders Lust?

Nachtrag:
Hätte mir die Mühe gar nicht machen brauchen … hier eine vollständige Lister aller 1-2 stelligen Domains: http://dl.getdropbox.com/u/24363/short_domains.txt. Man suche dort nach „TEC-MEDIA-SERVICE“ und sei erstaunt … über 10% der Domains gehören jetzt dieser Firma!

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Geeky Web 2.0

Kleiner Bericht vom Barcamp München (2009)

Am Freitag Abend habe ich mich mit Bonsay (@andiweiss) auf dem Beifahrersitz auf den Weg nach München gemacht um zusammen mit dem Cappellmeister (@Cappellmeister) – wie schon geschrieben – auf’s dortige Barcamp zu begeben. Ein Barcamp ist eine offene, partizipative Unkonferenz, deren Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern bestimmt wird, wie Wikipedia schreibt und das trifft ziemlich genau zu. Nach einem ordentlichen Frühstück und einer Runde Tetris (siehe Video unten) stellten sich am Samstag erstmal alle Teilnehmer selbst vor (ein paar kannte man ja schon von der Warm-Up Party abends zuvor in der Keksdose/Neuraum) und dann wurden Sessions vorgestellt und je nach Interesse auf die vorhandenen Räume verteilt.

Samstag

Meine erste Session war in einem viel zu kleinen Raum zusammen mit Björn Negelmann: Webtrends 2010. Ich fand es sehr aufschlussreich was andere für kommende Trends halten und Björn hat es auch nochmal ganz gut auf seinem Blog zusammengefasst.

Danach war im gleichen Raum mit deutlich weniger Teilnehmern eine Session von Jan Schenk, der Cloud Computing nach Art von Microsoft vorstellte. Was er über Azure zu erzählen hatte fand ich sehr interessant (besonders die relationale Datenbank in der Cloud) und bei den Zuhörern gab es auch einige, die Erfahrungen hatten und interessantes zu sagen hatten. Super.

Nach dem kurzen Mittagessen folgte in meinem Programm eine Augmented Ajax Session. Eine viel versprechende Idee wurde vorgestellt um mit „Quasi-Screenscraping“ eigene Apps für Handys zu bauen. Nicht sehr überzeugend, aber mit der Fragmentierung im Markt der mobilen Endgeräte wird man nicht drumherum kommen irgendetwas für einfachere Portierungen zu benutzen. Java auf den Handys ist ja gradios gescheitert … jetzt versuche es Frameworks wie PhoneGap oder Titanium, aber auch Flash hat vor ein paar Tagen ja verkündet Flash auf jedem Gerät zu unterstützen und über Umwege sogar auf dem iPhone.

In der nachfolgenden Session über Android erfuhr ich zwar einiges über diese mobile Plattform, aber nicht viel neues. Ebenso bei dem Vortrag über Google Apps danach. Aber vielleicht war ich auch einfach nicht mehr aufnahmefähig nachdem wir nachts zuvor nur 4 Stunden Schlaf hatten ;-)

Trotzdem haben wir uns nochmal gemeinsam in die Usability Session von Florian Bailey gehockt um zuzuschauen wie einige Webseiten auseinander genommen wurden. Interessant.

Abends gab es dann noch Chili und jede Menge Bier in der Niederlassung, einer ziemlich geekigen Bar im Zentrum (Wlanpasswort Zensursula *g*). Überhaupt alles sehr nerdfreundlich, denn im Neuraum am Tag zuvor gab es auch Wlan, wenn man im gigantischen Keller schon keinen normalen GSM/UMTS Empfang mehr hatte. Wie auch immer, von den Lovecoaches habe ich dann doch noch ein Poken bekommen/gewonnen und sind gen Bett aufgebrochen, jedoch nicht bevor wir Bonsay noch von Twitter und Facebook überzeugen konnten. Ha! Willkommen in der Social Media Falle :D

Sonntag

Am zweiten Tag war dann doch deutlich weniger auf dem Barcamp los. Von den knapp 200 Teilnehmern von Samstag blieben vielleicht noch gefühlte 60-70% übrig.

Meine erste Session war eine Versammlung von Menschen, die das unfaire Verfahren Denic betreffend der Vergabe von 1-2 stelligen Domains am Freitag, verhindern wollte und immer noch will. Zwar klingt FCFS zunächst ganz nett, aber letztendlich werden bereits jetzt unheimlich hohe Summen geboten um die Wunschdomain möglichst früh und sicher registrieren zu können. Das ist aber nirgends garantiert und natürlich werden sich die Registrare die guten Domains auch selbst schnappen, denn es gibt ja nur 1332 Stück (plus Zahlendomains beliebiger Länge und KFZ-Kennzeichen). Sprich, das Verfahren ist unfair und ich rechne damit jeder Zeit von einer einstweiligen Verfügung zu hören, weil sich eine große Firma benachteiligt fühlt. Warum will die Denic diese wenigen Domains nicht gleich selbst versteigern und das ganze für wohltätige Zwecke spenden? Das Geld wird doch eh ausgegeben werden und jetzt bekommen es raffgierige Domaingrabber Kumpels von Registraren und Domainbörsen mit vier Buchstaben :( #stopdenic


(Udo Vetter anzurufen hat nicht ganz geklappt, an einem Sonntag ist es aber auch nicht wirklich wahrscheinlich, dass man jemanden per Telefon erreicht)

Danach habe ich mir eine Session über die 7 Todsünden von Startups von Peter Wittmann und Andreas Cappell angehört. Sehr interessant was man für offensichtliche Dinge falsch machen kann.

Dort lagen und standen dann auch noch ziemlich seltsame Kümmelschokolade und Chililikör von diversen Customizern zum Probieren herum. Faszinierend und mir war nicht ganz klar wie viele „ich-stell-dir-zusammen-was-du-willst-Anbieter“ es mittlerweile gibt. Wow …

Nach dem Mittagessen und ein bisschen Netzwerking habe ich noch Oliver Gassner beim Zerpflücken von Bloglayouts zugeschaut und durfte darauf folgend einer hochinteressante Session über die Erfahrungen mit Cloudcomputing bei Amazon (EC2, S3) und Google (Appengine) von Bastian Stein (zehn.de, Chip) beiwohnen. Fand ich super!

Um 16 Uhr folgte eine lange Feedback Session aller Teilnehmer. Kleinigkeiten wurden angemerkt und wegen der hohen Noshow-Quote (375 angemeldet und knapp 200 kamen dann wirklich) philosophiert, ob man nun Geld für ein Barcamp nehmen sollte. Viel spannender fand ich den Vorschlag, dass Neulinge einen Althasen-„Paten“ an die Seite gestellt bekommen, der sie quasi zum Barcamp mitnimmt. Mal sehen …

Fazit

Ich fand das ganze absolut genial und hätte auch nicht erwartet, dass dort so viele normale Menschen auftauchen … gut, wenn man ständiges Twittern noch als normal bezeichnen kann. Denn das war dort neben den vielen Laptops/Macbooks Volkssport Nummer 1 … obwohl ich nicht weiß, ob dort nicht auch nur getwittert und gebloggt wurde. Eins ist auf jeden Fall klar: Barcamp Besucher haben größtenteils ein iPhone oder irgendein Androidhandy. Wenn nicht (5% der Fälle), dann zumindest ein Nokia oder Windows Mobile Gerät mit dem man ähnliches anstellen kann. Keine offen gezeigten Blackberries oder stinknormalen Handys :D

Man sieht sich auf dem Barcamp Nürnberg im Februar!