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Für die Internetausdrucker unter euch

Ich weiß, euch gibt es nicht unter meinen Lesern, aber bestimmt gibt es einige, die auf diese Google-Streetview Panikmache der letzten Wochen reingefallen sind. Man kennt das ja, es ist Sommer und so etwas braucht natürlich ein Sommerlochthema. Also alle gegen Google ;-)

Es scheint auf einmal furchtbar schlimm, dass da jemand den öffentlichen Raum fotographiert und somit privatisiert wodurch es dann scheinbar irgendwie gegen Datenschutz und so sein könnte. Klar, jede Form von Daten massenhaft gesammelt und zentral ausgewertet, könnte einem unheimlich werden. Aber so ist das nun mal mit voranschreitender Technik … bin ja gespannt was nächstes Jahr zur Volkszählung alles rausgehauen wird. Hier werden ja konkrete Daten abgefragt und ausgewertet … persönliches, nicht Hausfassaden.

Apropos. SWIFT, ELENA, ACTA? Noch nie was von gehört, oder (schon vergessen, der Artikel wendet sich an Internetausdrucker)?

ACTA ist noch in der Planung, wurde aber größtenteils geheim ausgetüftelt. Hauptsächlich geht es um Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen. Provider sollen den Datenvekehr ihrer Kunden überwachen und nach drei Verstößen z.B. den Zugang sperren, etc. Das ganze eben international, d.h. die Amerikaner können mal ebenso deutsche Internetzugänge sperren oder jemandem zumindest viel Arbeit bescheren. Alles noch nicht in trockenen Tüchern, aber höchst fragwürdig!

ELENA ist bekanntlich die zentrale Speicherung von Arbeitnehmerdaten und deren Auswertung. Da hat auch keiner was dagegen?

Und das SWIFT-Abkommen … nunja, es regelt den Zugriff der Amerikaner auf deine Kontodaten, wenn sie glauben du wärest irgendwie terrorverdächtig … jaja, sicher.

All das hat offensichtlich niemanden so richtig gestört, aber Streetview ist der Teufel. Weil ja Internet und so ;-) … zunächst einmal hat uns das Internet endlich das beschert was vorher nicht wirklich möglich war: freie Meinungsäußerung. Wem konnte man die vorher schon mitteilen? Man sollte also nicht alles verteufeln was dieses böse Internet hervorbringt. Nicht das Internet überwacht euch, sondern viele komische Leute mit Kameras an jeder Ecke und die Marlboro-Werbedame der ihr eure Adresse gegeben habt, weil sie euch dafür was geschenkt hat und einmal nett gezwinkert hat.

Wie dem auch sei, die c’t hat Recht (ich beziehe mich hiermit auf das Editorial der c’t 19/10, der Link wird wohl nicht immer auf den gleichen Text zeigen). Und ich habe mir hiermit ein Vollzitat erspart. Druckt es euch trotzdem aus, also das Original ;-)

P.S.: Versucht mal eine Schufa Abfrage für irgendjemand anders in Auftrag zu geben. Erschreckend einfach …

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Web 2.0

Google sammelt(e) also doch Wifi Daten

Das wollte ich eigentlich nicht lesen, aber so wie es scheint haben die Streetview Autos von Google wohl doch nicht nur MAC-Adressen und SSID (der Name des Wifi Netzes) beim Aufnehmen von Fotos der Häuser aufgezeichnet. Waren gefundene Netze offen, wurden noch mehr Daten aufgezeichnet wie Google nun festgestellt und gebloggt hat:

In that blog post [Google hatte sich vorher schon mal dazu geäußert was die Autos aufzeichnen], and in a technical note sent to data protection authorities the same day, we said that while Google did collect publicly broadcast SSID information (the WiFi network name) and MAC addresses (the unique number given to a device like a WiFi router) using Street View cars, we did not collect payload data (information sent over the network). But it’s now clear that we have been mistakenly collecting samples of payload data from open (i.e. non-password-protected) WiFi networks, even though we never used that data in any Google products.

Böööööööööse.