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Orison Kickstarter – rechnet sich das?

Ich gebe zu das Blog ist in den letzten Jahren selten befüllt worden. So selten, dass ich jetzt auf einen Beitrag auf Seite 2 verlinke, der schon fast 2 Jahre alt ist! Auf Kickstarter gibt es nämlich ein zur Tesla Powerwall vergleichbares Produkt, einen Energiespeicher für die Wohnung / das Haus. Damals habe ich darüber geschrieben ab wann sich ein Batteriespeicher lohnen könnte und es gab auch noch keine Tesla Powerwall.

Mal sehen was sich seit dem geändert hat. Der Tarif ERconomy Duo der Erlanger Stadtwerke hat sich nicht geändert, d.h. 29 Cent pro kWh in der Hauptzeit (unter der Woche von 6-22 Uhr) und 21,3 Cent in der Nebenzeit bei einem Grundpreis von 7,50 € pro Monat. Die günstigste Orison Batterie kostet momentan auf Kickstarter $1400 und soll später mal $1600 kosten. Sie kann 2,2 kWh speichern und hat einen Wirkungsgrad von 90%.

Der normale Stromtarif liegt bei 26,5 Cent pro kWh und einem Grundpreis von 5,20 €. Bei 3000 kWh pro Jahr zahlt man also 857,40 €. Könnte man den Strom in der Hauptzeit (ca. 50% der Zeit) aus der Batterie nutzen und somit nur in der Nebenzeit Strom aus dem Stromnetz beziehen, dann kosten die 3167 kWh (Wirkungsgradverluste der Batterie bei 50% des Stroms) 764,57 €. Eine Differenz von 92,83 €!

Immerhin, aber selbst wenn man wohlwollend die Dollarpreise 1:1 in Euro umrechnet würde sich das bei einer Batterie (wenn man mit 2,2 kWh in der Hauptzeit zurecht kommt) erst nach 15 Jahren rechnen, mit zwei Batterien erst nach 30 Jahren. Es bleibt wohl weiter ein Produkt für die Speicherung von Solarenergie, zumindest hier in Deutschland.

Interessant ist aber die Art wie der Speicher angeschlossen wird, nämlich direkt an eine Steckdose. Detektiert das Gerät einen Stromausfall wird die Hauptsicherung (FI-Schalter?) ausgelöst und das Hausnetz ist vom Stromnetz getrennt. Es gibt kleine Photovoltaikanlagen, die ähnlich funktionieren. In wie fern man diese Geräte trotzdem anmelden muss weiß ich leider nicht.

Da man im Modellbau schon lange Batterien für unter 200 € pro kWh kaufen kann und Elektroautos sicherlich auch recht günstige Batterien eingebaut haben, könnte das oben genannte Nutzungsmodell aber vielleicht doch noch interessant werden. Ich bleibe dran ;-)

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Nur mal so

Ab welchem Batteriepreis lohnt es sich den Strom daraus zu beziehen?

TL;DR

Der Tipping-Point, also der Punkt an dem eine Technologie zum Selbstläufer wird, ist nah.

Zeitabhängige Stromtarife ausnutzen

Kleines Gedankenexperiment am Abend, wann lohnt es sich mit Batterien Strom für den Eigenverbrauch zu speichern? Wie? Na es gibt ja Stromtarife in denen der Nachtstrom preiswerter als der Tagstrom ist. Hier in Erlangen wäre das der Tarif „ERconomy Duo“. 29 Cent pro kWh in der Hauptzeit (wochentags von 6-22 Uhr) und 21,3 Cent in der Nebenzeit. Der Monatspreis beträgt 7,50€.

Angenommen man verbraucht 2/3 des Stroms am Tag in der Hauptzeit. Wenn man z.B. im Schnitt 8 kWh am Tag verbraucht dann sind das in der Woche also 29,33 kWh in der Nebenzeit und 26,66 kWh in der Hauptzeit. Das ergibt wöchentliche Kosten von 15,86€ (7,73€ + 6,25€ + 7,50€ / 4). Wenn man nun eine Batterie hätte mit der man 6 kWh zwischenspeichern könnte, dann könnte man sie in der Nebenzeit aufladen und den Strom am Tag daraus beziehen. Richtig?

Was spart man dadurch? Würde man den kompletten Strom in der Nebenzeit von Anbieter neben und sich in der Hauptzeit aus Batterien versorgen, dann würden sich die wöchentlichen Kosten auf 13,80€ belaufen. Auf das Jahr hochgerechnet wäre das eine Ersparnis von knapp über 100 €. Wenn Batterien und Wechselrichter 20 Jahre halten sollten, dann müsste beides zusammen also günstiger als 2000€ werden.

Batteriepreise

Durch die Massenproduktion von Batterien geht die Preisentwicklung steil nach unten. Laut Wikipedia lag der Preis pro kWh 2011 noch bei 500€, 2012 bei 350€ und 2013 bei 200€. Das heißt die 6 kWh Batterie müsste man für 1200€ kaufen können. Bleiben für den Wechselrichter noch 800€. Dafür sollte sich doch etwas ordentliches finden lassen, oder? Allerdings spart man da am Ende nichts …

Nur wenn die Preise weiter fallen wäre das eine Möglichkeit zu sparen. Wenn man nun allerdings Solarzellen hat, dann sieht die Rechnung ganz anders aus. Man speichert am Tag, noch günstigere Energie und verbraucht sie in der Nacht. Da diese Art von Speicher auch noch Förderung vom Staat erfährt, dürfte sich das mittlerweile doch rechnen, oder?

Und wie … ein 180 kg schwerer Batteriespeicher von E.ON mit 8,1 kWh kostet zwischen 16000€ und 17000€ … wohoo! Batterien zum 10-fachen Marktpreis, man fragt sich was daran besser ist. Ein 2000 Watt Wechselrichter gibt es für ein paar hundert Euro und selbst wenn man sich Lithium-Eisen-Phosphat Akkus bei Conrad für Mondpreise kauft kommt man nicht auf diese Summen (400€ für 0,3 kWh, d.h. 10800€ für 8,1 kWh). 8,1 kWh aus Autobatterien würden 3500€ kosten und im Keller müsste man dafür ja eigentlich genug Platz haben. Auch hier habe ich mal ein Produkt aus dem Conrad Katalog genommen, eine Batterie mit 200Ah für 700€, d.h. wir bräuchten 3,4 davon um auf 8,1 kWh zu kommen. Aber weil Bleiakkus weniger nutzbare Leistung haben, bräuchten wir wohl eher 5 Stück davon.

Rechnet sich das ganze?

Es rechnet sich also zumindest für Anbieter von Speicherlösungen und zum Teil für Solaranlagenbesitzer. Wenn man doch nur alles selbst bauen könnte, wahrscheinlich auch bald für jeden. Speichersysteme in jedem Haushalt um Kraftwerke nicht ständig hoch und runterfahren zu müssen und zum Ausgleich der schwankenden, regenerativen Energien? Für manche kann das ein geparktes Elektroauto leisten für andere der Speicher im Keller. Warum nicht? Ab einem bestimmten Preis macht es Sinn und wird Einzug halten … ganz einfach. Tipping-Point erreicht!

Batterie

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iPhone

Wie teuer darf ein neues Handy sein?

Ich benutze seit eineinhalb Jahren ein iPhone der ersten Generation. Zeit sich nach etwas neuem umzuschauen – idealerweise – das nächste iPhone ;-)

Benutze zur Zeit Simyo und zahle im Schnitt etwa 15 Euro im Monat inklusive meiner Datennutzung. Das sind 375 Euro in 2 Jahren und mit Gerätepreis (400 Euro im meinem Fall) also 775 Euro. Bei T-Mobile kostet Complete 60 30 Euro im Monat und da sind noch nicht mal SMS mit dabei, d.h. also noch ein kleines SMS-Paket drauf und etwas drüber sein ergibt für mich 40 Euro im Monat und für das Gerät nochmal 130 Euro … macht in 2 Jahren 1090 Euro.

Hmm … das bedeutet also, wenn ich bei Simyo bleibe kann das Gerät bis zu 700 Euro ohne Vertrag kosten und ich komme trotzdem günstiger weg. Hui! Na hoffentlich gibt es die nächste Version dann auch ohne Vertrag käuflich zu erwerben. Habe ich halt kein HSDPA, aber wenigstens die Freiheit so viel oder wenig zu nutzen wie ich will.

Disclaimer: klappt natürlich nur bei einem relativ geringen Verbrauch (< 30 Minuten telefonieren, ~80 SMS und < 20 MB / Monat) im Durchschnitt. Ich hatte auch schon mal Monate mit 70 Euro bei Simyo in denen sich jeder Vertrag gelohnt hätte, aber in den Monaten außen rum ... ne, Prepaid is the way to go ;-)