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Nur mal so

Unter Windows Internet nicht über VPN Verbindung routen

Ich habe schon seit längerer Zeit das Problem, dass bei einer Einwahl über ein VPN in ein fremdes Netzwerk der gesamte Traffic darüber geleitet wird. Das ist zwar gewünscht, wenn man z.B. Netflix mit einer bestimmten IP-Adresse nutzen möchte, aber unerwünscht, wenn das Zielnetzwerk keine Internetverbindung bzw. eine sehr langsame Internetverbindung bereitstellt. Ziel ist es eigentlich nur auf ein bestimmtes, lokales (dort) IP-Netz zuzugreifen und trotzdem über die bereits vorhandene Internetverbindung Dinge nachschlagen zu können.

Das geht wie folgt:

  1. Eigenschaften der VPN-Verbindung öffnen (in Windows 10 unter Systemsteuerung > Netzwerk und Internet > Netzwerkverbindungen zu finden)
  2. Dort im Tab Netzwerk die IPv4 Eigenschaften öffnen und unter Erweitert die Option „Standardgateway […] verwenden“ abwählen
  3. Ein CMD-Fenster mit Administratorrechten öffnen
  4. route PRINT -4 eingeben und Schnittstellennummer der VPN-Verbindung und Gateway der VPN-Verbindung notieren
  5. route -p add 10.0.0.0 MASK 255.0.0.0 172.20.1.1 if 42 eingeben um eine permanente Route für die Verbindung hinzuzufügen. 172.20.1.1 ist dabei die Gateway IP und 42 die Schnittstellennummer

Von nun an wird das 10.x.x.x Subnetz über das VPN geroutet sobald man verbunden ist und der Rest über das Standardgateway (also wie immer). Hurra!

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Hamachi Zero-configuration VPN

Hamachi ist ein sehr sehr geiles Tool um ein einfaches VPN zu erstellen. Die Versprechungen auf der Webseite treffen alle zu. Es ist wirklich ohne Konfiguration verwendbar, funktioniert durch NAT hindurch und erzeugt zwischen beliebig vielen Teilnehmern ein virtuelles Netzwerk, das dank lokaler IP-Adresse für Programme und Spiele so wie ein normales LAN aussieht. Damit sind normale LAN-Spiele wie z.B. Command and Conquer, Doom, Quake über das Internet möglich ohne dass man zu einem zentralen Server verbinden müsste. Was wir absolut nicht hinbekommen haben ist NFS:Most Wanted. Da schafft man es nach einigen Fehlschlägen dann noch nicht mal zu seinem eigenen Server zu verbinden. Lächerlich!

HamachiAlles in allem scheint Hamachi also perfekt für spontane „LAN-Sessions“ von Breitbandnutzern geeignet zu sein. Es gibt den Client für Windows, Linux und Mac OS X. Nahezu perfekt und mir ist schleierhaft wir mir dieses Programm über ein Jahr entkommen konnte und ich mich mit dem dummen PPTP von Windows unter Linux herumschlage :-)

Das einzige Problem für paranoide Gesellen (du weißt, dass du gemeint bist, ja du!) ist, dass die Verbindungen alle über einen zentralen Dienst verwaltet werden. Die Daten selbst wandern aber direkt zwischen den Teilnehmern hin und her. Also ähnlich wie Skype und wer damit zurecht kommt, kommt auch mit Hamachi zurecht. Viel Spaß damit …