Warum in den USA so viele iPhones verkauft werden

In den USA verkauft Apple jedes zweite Smartphone, weltweit liegt Android allerdings mittlerweile weit vor iOS (Apple). Woran kann das liegen?

Kurze Antwort: Subventionen!

Schaut man über den Teich gibt es dort durchaus vergleichbare Verträge wie hierzulande. So kann man ein iPhone 4S dort für 200 Dollar bekommen und hat dann für 60 Dollar im Monat einen Tarif mit 450 Minuten und 300 MB Daten. Irgendwie so halbwegs vergleichbar. Aber was passiert, wenn man das iPhone selber für 600+ Dollar gekauft hat? Der monatliche Preis ändert sich bei AT&T z.B. gar nicht. Nada. Bei den anderen Anbietern in den USA scheint das ähnlich zu sein, zumindest wenn man sich schnell durch ihren Bestellprozess klickt.

Dazu kommt noch, dass die Netze dort untereinander nicht kompatibel sind. Will man also den Anbieter wechseln, braucht man fast immer ein neues Smartphone.

Durch dieses Konstrukt kosten alle Smartphones in den USA in etwa gleich viel. 100 Dollar hin oder her machen bei den Beträgen über 2 Jahre (Vertrag) kaum etwas aus. Das heißt über den Preis gibt es dort kaum einen Wettbewerb, warum sollte man dann also nicht ein hochwertiges iPhone oder Samsung Galaxy S3 nehmen, wenn man mit einem Galaxy Y so gut wie nichts spart?

Anders in Deutschland (und im Rest der Welt bzw. vor allem Österreich, die Schweine!). Hier bezahlt man deutlich weniger, wenn man kein verbilligtes Handy bei Vertragsabschluss genommen hat und sieht auf einen Blick wie viel teurer so ein Gerät wird, wenn man es sich nicht selbst vorher kauft, sondern über 2 Jahre abstottert. Das bedeutet, dass man sehr wohl etwas sparen kann, wenn man ein preiswerteres Smartphone nimmt bzw. sein altes weiterverwendet.

Verstanden? Egal … Subventionen bestimmen den Markt in den USA und das sorgt für den Erfolg sehr teurer Geräte.

8 Antworten auf &‌#8222;Warum in den USA so viele iPhones verkauft werden&‌#8220;

  1. Also ich zahle 20 Euro für 1000 min 1000 SMS und 1GB bei A1. Ist hier in Österreich eigentlich noch der Premium Anbieter und somit fast schon „teuer“.

    1. Österreich war ja schon immer irgendwie das Schlaraffenland, wenn es ums mobil telefonieren geht. Echte Flatrates, günstige Preise, gute Qualität. Ich glaube davon sind wir hier noch meilenweit entfernt.

  2. Ich finde es aber interessant. Da der Preis keine oder kaum eine Rolle spielt, was ist dann der Ausschlag eben ein iPhone und kein hochwertiges Android zu kaufen? Ich bin da voreingenommen, glaube allerdings das, wenn man den Preis ausser Acht lässt, Apples iPhone das attraktivere Telefon in Sachen Qualität/Verarbeitung und Software ist.

    1. Wenn der Preisunterschied zwischen zwei Geräten real hoch ist, ich für das teurere aber nur geringfügig mehr oder das gleiche bei subventionierten Verträgen bezahlen muss, dann ist wohl klar was ich nehme. Dann nehme ich doch nicht den „Billigklump“ ;-)

      Es gibt auch hochwertige Androids, aber die bekommt man schon ein halbes Jahr nach Einführung eigentlich für den halben Preis eines iPhones und sind damit für jeden normal denkenden Menschen deutlich attraktiver. Hierzulande … nicht so in den USA. Und das wird wohl der Grund sein, warum sich das iPhone dort so außergewöhnlich gut verkauft.

      1. Mhhh. Das mit dem „normal“ ist so eine Sache :). Mag ja sein, dass es die Geräte später für nen halben Preis gibt, aber die Geräte werden schon nach kurzer Zeit nicht mehr supportet (neue Android Version z.B.) und ich halte die Qualität von Google Play z.b. für deutlich schlechter als die des Apple Stores (mit all den Vor- und Nachteilen für die Sicherheit und der „Gängelung“ und den verschiedenen Vorschriften).

        Meiner Meinung nach zählt für den Kunden — angenommen der Preis spielt kaum eine Rolle – vorrangig a) wie gut ist das App Angebot b) Sicherheit und c) Support.

        Ist wahrscheinlich höchst subjektiv, aber die meisten ‚Nicht-Nerds‘ und ‚doofen Nutzer‘ erzählen mir, dass sie das Apple UI als einfacher und klarer strukturiert empfinden und sich im Apple Store einfach ’sicherer‘ fühlen. Es mag objektiv stimmen oder nicht, Apple scheint es aber gut genug vermarktet zu haben.

        1. Ich als Nerd/Geek kann dem iPhone nichts mehr abgewinnen. Es war DAS Gerät für mich von 2007 bis 2011, aber Android bietet einfach wesentlich mehr und auch die größeren Displays haben es mir angetan (ich könnte nicht wieder zurück zu 3,5 Zoll Mini) ;-)

          Wie dem auch sei. Nicht-Nerds mögen hier Vorurteilen ihrer „technischeren“ Freunde auflaufen. Objektiv gibt es bei nicht-nerdiger Benutzung kaum einen Unterschied und das App Angebot ist in etwa identisch (was Nicht-Nerds so gut wie überhaupt nicht nutzen, übrigens … die installieren sich nur Apps, wenn man ihnen eine zeigt oder ihnen sagt sie sollen mal dies und das ausprobieren. Sonst höchstens mal ein Spielchen von dem sie irgendwo gehört haben).

          Aber das soll hier kein iPhone vs. Android Flamewar werden. Es ging darum warum ein teureres Produkt in den Staaten so viel erfolgreicher ist und im Rest der Welt nicht (auch erfolgreich, aber nicht 50% des Marktes abgedeckend).

          Der beliebte Autovergleich:
          Würdest du einen Volkswagen Golf fahren, wenn ein Luxus Porsche oder Luxus Audi zu den gleichen monatlichen Kosten zu haben ist, aber nur 200 Euro mehr kostet?

          1. Ach Flamewar, der Thread ist doch nur lauwarm ;-). Aber so rum hast Du natürlich nicht ganz unrecht. Den Audi/Porsche würde ich da natürlich vorziehen!

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