Ein bisschen Löten am Abend vertreibt Kummer und Sorgen

So oder so ähnlich. Heute Mittag habe ich ein FrSky DJT Modul und einen kleinen D4R Empfänger mit Rückkanal vom Zoll abgeholt. Das Modul hat den Vorteil, dass man es einfach so in die Turnigy 9X Funke, die ich benutze, stecken kann und los geht’s. Hat auch super geklappt und der Quadrocopter empfängt alles wie gehabt, nur ohne QuadPPM Summensignalwandler und ohne riesiges Turnigy Empfangsmodul und vor allem mit CE Zeichen und angeblich größerer Reichweite. Letzteres bleibt zu testen, ist aber auch erstmal egal, weil so gut sind meine Augen nicht und die FPV Ausrüstung wird noch eine Weile warten müssen.

Tja und jetzt gerade eben dachte ich mir, modde ich die Turnigy doch gleich mal um einen LiPo Akku statt 8 Mignon Zellen als Stromquelle nutzen zu können. Und was passiert mir Trottel? Ich schaue mir die Stecker tausend mal an und löte Plus auf Minus und anders herum. Das hat der Spannungswandler der Funke nicht ausgehalten und ich finde spontan keinen Ersatz in meiner Kiste, zumindest keinen, der klein genug wäre. Naja … also Funke erstmal tot. Immerhin ist es mir nur mit einem kleinen Akku passiert und nichts hat geraucht wie bei diesem Bastler und Reparaturmeister hier ;-)

Ach ja und eigentlich dachte ich der D4R FrSky Empfänger hat schon einen richtigen Rückkanal, aber der sendet nur die Betriebsspannung an den Sender zurück, was mit einem BEC ziemlich sinnfrei ist. Habe noch den D4R-II in Deutschland nachbestellt (teuer … 30 Euro zahlt man dafür, in China mit Versand die Hälfte und Zoll fällt bei dem Betrag ja auch keiner mehr an) um dann doch einen richtigen Rückkanal zu haben und der normale D4R kann dann ja auf ein anderes Modell. Ja … anderes Modell … ich war in der Modellbauecke im Conrad und es gibt da schon nette, kleine Flugzeuge.

Bis zum nächsten Quadrocopter Artikel dann.

Nachtrag:
Hab dann doch einen großen angelötet (der ist immerhin kurzschlussfest) und so sieht es aus:

12 Antworten auf &‌#8222;Ein bisschen Löten am Abend vertreibt Kummer und Sorgen&‌#8220;

  1. Was und wie kann man denn auf dem Rückkanal senden?
    Bin ebenfalls am Quadrocopter-bauen und hab mich erstmal für eine Spektrum DX6 mit kleinem seriellen Empfänger entschieden.
    Rückkanal nur mit Bluetooth.

    1. Momentan habe ich auch nur einen Bluetooth Rückkanal, aber der geht nicht besonders weit. Der Rückkanal der FrSky kann einige analoge Messwerte und einen seriellen Datenstrom mit 9600 baud zurückschicken. Die Messwerte sind standardmäßig Betriebsspannungen und RSSI. In der Funke (modifizierte Turnigy 9X) kann man dann auf dem Display alles anzeigen … so habe ich das jedenfalls geplant ;-)

      Oder per Bluetooth Dongle am Sendemodul auch auf dem Android anschauen (gibt zwei Apps dafür im Store)

      In wie fern das nötig ist, weiß ich noch nicht. Was Akkulaufzeit angeht bin ich bisher mit einem Timer ganz gut gefahren (das Piepsen hört man schlecht von weiter weg) und so weit weg, dass mich andere Telemetriedaten interessieren würden, bin ich noch nicht geflogen und selbst dann hat man wahrscheinlich eine FPV Ausrüstung und die Daten im OSD ;-)

      Was baust du für ein Modell? Alles Selbstbau oder fertig?

      1. Ach so was und wie … bei MultiWii hat jemand schon teilweise Telemetrie darüber implementiert. Höhe, GPS bzw. im Prinzip alle Sensoren kann man damit übertragen. Entweder man hält sich an das Protokoll von FrSky, dann kann das auch normale FrSky Hardware anzeigen oder fährt sein eigenes …

        Leider ist das Ganze nicht bidirektional. Genial wäre eine serielle Funkstrecke a la Xbee/Zigbee über weite Strecken. Vielleicht lässt sich darüber ja sogar ein Copter fernsteuern ;-)

        1. Ich hab XBee noch nicht probiert. Wäre eigentlich das Beste. Aber wird wohl einen Grund geben, warum das keiner benutzt. Eigentlich sollte man die Steuerknüppel einer Fernsteuerung rausrippen und an ein XBee löten…
          Ich hab einen „teilweisen“ Eigenbau: http://www.abload.de/image.php?img=dsc_06692oqlk.jpg
          Fertige Software verwende ich bisher noch nicht, das wird wohl noch problematisch werden.
          Ansonsten wäre das schon flugbereit.
          Steuerung/Telemetrie geht mit http://qgroundcontrol.org/ .

          1. Sieht doch schon mal sehr gut aus. Bei mir sind die Kabel zum Motor bei den ersten heftigen Abstürzen immer sehr schnell gerissen.

            Was ist das für ein Controllerboard in der Mitte?

          2. Das ist ein mbed NXP LPC1768.
            Die Kabel zu den Motoren mach ich noch ordentlich vor dem Erstflug. Aber so wie die Regelung sich zur Zeit verhält wird das wohl noch ne Weile dauern.

          3. Also ein Cortex M3 … vielleicht doch mal auf den entsprechenden Port von MultiWii schauen bevor man sich da zu viel Arbeit macht das Rad neu zu erfinden. Google mal nach „Baseflight“.

            Wollte am Anfang auch alles selber machen, hab mich dann aber doch für MultiWii entschieden und passe das lieber an meine Bedürfnisse an bevor ich überhaupt nicht zum Fliegen komme ;-)

          4. Wow, nicht schlecht! Du verwendest nur die Drehraten zur Stabilisierung, oder? ;-)

            Habe mittlerweile noch ein Flugzeug, dass ich noch nie ohne Absturz wieder auf den Boden bekommen habe, aber macht ebenso viel Spaß wie Quadrocoptern :D

          5. Nö, ich verwende Gyro und Accelerometer. Nur sind die ganzen Parameter nicht wirklich gut abgestimmt. Wahrscheinlich liegts auch noch am Gyro-Drift. Ich habe auch noch eine Version, die in der Theorie wesentlich besser ist und auch die Magnetfeldsensoren nutzt. Die leidet aber noch extrem unter den Vibrationen von den Motoren und ist so nicht flugfähig.
            Flugzeug ist auch mein nächstes Projekt! Was für eins hast du? Ich will evtl. keinen Bausatz sondern kompletten Selbstbau aus Holz.

          6. Vibrationen sind ein wahres Problem, vor allem für die Beschleungigungssensoren :/

            Ich habe einen Easy Star 2 Bausatz. Nach einigen Abstürzen könnte man aber meinen er besteht mehr aus Kleber statt aus Elapor ;-) Trotzdem sehr gutmütig und das reine Flugmaterial kostet nur 60 Euro (ohne Motor, Servos, Empfänger, Lipo, NanoWii als FC)

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