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Kino & TV Review

Königreich der Himmel – Review

Kingdom of Heaven

Bei diesem Film bin ich mir fast sicher, dass er im Original (also auf Englisch) besser gewirkt haben muss. In der Deutschen Übersetzung wirkt so einiges eher ulkig als ernst. Das beste von allem: Wo liegt Jerusalem? Ganz einfach „gehe dorthin wo man Italienisch spricht. Dann gehe weiter bis man etwas anderes spricht …“ jaha …

In dem Film geht es um einen Hufschmied (und sehr begabten Erfinder), der von seinem ihm nicht näher bekanntem Vater zum Ritter geschlagen wird und daraufhin in Jerusalem um Vergebung für seine Sünden und die seiner toten Frau sucht. Von Gott verlassen – glaubt er jedenfalls – kämpft er eher für die Menschen als für das Ziel fanatischer Kreuzritter. Für eine reine Seele lehnt er es sogar ab König zu werden.

Orlando Bloom in einer Hauptrolle funktioniert erstaunlich gut. Er ist kein Superheld, aber kommt als einfacher Mensch der auf sehr abwegige Art und Weise zum Verteidiger einer Stadt wird, glaubhaft herüber. Die weibliche Hauptrolle (Eva Green) sieht man selten, dafür ist sie hübsch anzusehen. Hübsch anzusehen sind auch die zahlreichen Schlachten. Nicht so bombastisch wie im Herrn der Ringe, aber damals kämpften ja auch nur Menschen gegeneinander und nicht Orks, Elfen, Geister und Superhelden ;-) Es gibt überhaupt zu viele Superhelden in letzter Zeit … inflationär sozusagen. Da ist es gut, wenn mal kein Superheld der Held ist …

Für eine gute Abendunterhaltung an einem verregneten Bergtag gibt es 4 von 5 Punkten. Ein Plus für die Botschaft, dass Kriege über Religionen absoluter Unsinn sind.

Und ein dickes Minus Richtung Filmindustrie und Kinobetreiber! Da geht man ins Kino und bezahlt für Eintritt, Cola und Taccos ein Vermögen (knapp 12 Euro insgesamt) und muss sich dann ansehen wie man als Verbrecher abgestempelt wird. „Abfilmen verboten“, „Wir bringen jedes Vergehen zur Anzeige“, „5 Jahre Haft“, „Wir werden euch alle Vernichten ihr dummen, zahlenden Konsumenten“ … geht’s noch? Warum muss man sich als zahlender Kunde so etwas anschauen?

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Die Dolmetscherin – Review

Die Dolmetscherin

Heute war ich mit zwei bezaubernden Damen in einem Film der „nur“ als Ersatz für einen anderen (Reine Chefsache) herhalten musste, aber doch richtig gut war. Es geht dabei um – wer hätte es gedacht? – eine Dolmetscherin, gespielt von Nicole Kidman die im Gebäude der Vereinten Nationen in New York arbeitet und zufällig etwas über einen geplanten Anschlag mitbekommt. Daraufhin wird sie vom Secret Service beschützt und als Lockvogel benutzt um den Anschlag zu verhindern. Allerdings kommt dann doch alles anders als geplant :-)

Ein Film über Weltpolitik, Wahrheit, Schein und Vergebung. Pluspunkte gibt es für spannende Momente im ganzen Film. Einen kleinen Minuspunkt für die Überlänge, die bei so einem Film nicht sein müsste, aber zum Glück auch nicht weiter auffiel. 4 von 5 Punkten für einen guten und empfehlenswerten Film. Daumen hoch!

Und falls sich jemand wundert warum ich aus der Tiefgarage herausfahre, auf der Stelle wende und rückwärts am Straßenrand einparke. In der Tiefgarage waren ein paar verzweiflte Leute deren Parkkarte nicht funktionierte. Ich hatte mir beim Rausfahren überlegt, ob ich ihnen nicht eine Freikarte spenden sollte. Leider habe ich beim Durchwühlen meiner Sachen (am Straßenrand, sicher eingeparkt) keine mehr gefunden, weshalb die armen wohl noch immer im Parkhaus stehen (falls sie nicht festgestellt haben, dass sich die Schranke sehr leicht aus ihrer Haltung heben lässt). Das dazu und nun gute Nacht ;-)