Nachdem ich nun zig Spiele auf meinem Handy ausprobiert habe, habe ich nur ein einziges gefunden, das keine Interface-Probleme hat. Offensichtlich ist die Tastenanordnung des Nokia 7610 nicht geeignet für Actionspiele oder mir missfällt einfach dieses Einhandspielen. Wie dem auch sei, Puzzle- und Brettspiele sind toll und das Spiel von dem ich rede ist natürlich Schach – das Spiel der Könige.
Und soll ich euch was sagen? Der Schachcomputer – eigentlich alle – ist gemein und fies. Wie jeder seiner Gattung hat auch dieser mehrere Schwierigkeitsstufen und natürlich spielt man zunächst einmal auf der einfachsten Stufe. Der Computer macht auch tatsächlich seltsame Züge auf der Stufe, aber – und jetzt kommt das fiese – er macht sie sofort. Warum müssen Schachcomputer so unmenschlich sein und einen dermaßen erniedrigen? Man denkt mehrere Minuten über die Stellung nach, grübelt wie man sie verbessern könnte, spielt Züge im Kopf durch und dann zieht man endlich mit dem sicheren Gefühl wirklich alles bedacht zu haben und der Computer zieht praktisch sofort danach. Wie wenn es ihm überhaupt keine Mühe bereitet hätte. Das ist sooo frustrierend. Bei einem menschlichen Gegner kann man beobachten, schauspielern oder sonstige Späße treiben … einem Computer ist das egal. Wenn er wenigstens ein paar Sekunden warten würde, so dass ich mich nicht total dumm fühle und langsam vorkomme?
Deshalb sind Schachcomputer fies. Nicht weil sie scheinbar brilliante Züge draufhaben, sondern weil sie so unmenschlich spielen. Grrr! Pro menschenähnliche Bedenkzeiten!!!




