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Kurioses

Kuriose Batterien

Auf dem Mars hüpft derzeit ein Rover in der Größe eines Kleinwagens umher, der auf den Namen „Curiosity“ hört. Und man liest immer mal wieder was über den Fortschritt der Mission … heute gab’s Bilder aus dem Orbit auf denen man die Fahrspuren sieht. Faszinierend ;-)

Das Ding ist nicht nur unglaublich langsam (ihr 400 Meter weit entferntes Ziel wollen sie in 3 Wochen erreicht haben), es hat auch noch ziemlich wenig Energie – wenn auch konstant – zur Verfügung. 110 Watt sollen aus der nuklearen Batterie kommen. Damit würde mein Quadrocopter noch nicht mal abheben (aber er wäre kurz davor).

Damit der Rover trotzdem auch energieintensivere Aufgaben erledigen kann, hat er ein paar Akkus eingebaut. Zweimal 42 Amperestunden bei 28 Volt. Aber was steht da auf der verlinkten Quellenseite?

With a capacity of about 42 amp-hours each, the batteries are expected to go through multiple charge-discharge cycles per Martian day.

2 * 42 Ah * 28 V = 2352 Wh

Das heißt bei 100% Effizienz des Ladevorgangs würden diese Batterien schon über 21 Stunden brauchen um komplett aufgeladen werden zu können. Ein Marstag ist aber nur 39 Minuten länger als ein Erdentag. Mehrmaliges Aufladen ist somit nicht möglich. Entweder diese Zellen haben nicht wirklich 28 Volt (Bordnetzspannung) oder hier stimmt was nicht. Hmm … kuriose Batterien ;-)

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Final Frontier

„Curiosity“ auf dem Mars

Gestern ist die amerikanische Weltraum Agentur (NASA) erfolgreich mit einer Sonde auf dem Mars gelandet. Curiosity heißt sie und ist ein Roboter in Form eines Rovers … Konzept ähnlich wie bei den Vorgängern nur dieses Mal mit nuklearem Antrieb (RTG) und so groß und schwer wie ein Kleinwagen.

Wenn es schon keine Science Fiction mit Raumschiffen mehr im Fernsehen gibt (Kino schon, erstaunlicherweise), dann eben richtige „Science“ ohne Fiktion. Auch wenn deren Budget winzig ist macht eine Nation immerhin noch solche Sachen. 2,5 Milliarden US Dollar soll das Unternehmen gekostet haben und seit 8 Jahren in der Entwicklung sein. Firmen wie Apple machen im Quartal (!!!) 8 Milliarden Gewinn, die Olympiade in London kostet für über 15 Milliarden (für 17 Tage!!!) und Rettungsschirme noch viel mehr … wenn es mehr Ahs und Ohs – auch von anderen Nationen – bei der Erkundung des Weltraums gäbe, dann hätten wir kein Problem mehr mit zu vielen BWL und Jura Studenten und zu wenig Ingenieuren ;-)

Das Bild oben zeigt übrigens den Berg „Mount Sharp“ im Gale Krater (Google Mars), der das Ziel dieser Mission sein soll. Dort soll es Gesteinsformationen geben, die eigentlich nur die Einwirkung von Flüssigkeiten entstanden sein können. Mehr Bilder vom Mars gibt es im Photojournal der NASA und vermutlich auch auf deren Mars Webseite.

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Final Frontier

Seven Minutes of Terror

7 Minutes of Terror: The Challenges of Getting to Mars

Das Manöver, nur um auf einem Planeten zu landen, hört sich tatsächlich ein wenig verrückt an. Am 5. August ist es so weit ;-)