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TNT und ihre blöde Gebühr Teil 2

Wie im letzten Blogartikel geschrieben, habe ich etwas aus China bestellt und TNT will für seine Dienstleistung von mir – dem Empfänger – nochmal eine saftige Zusatzgebühr von 25 Euro plus Mehrwertsteuer. Wir haben am Montag besprochen, dass sie beim Absender nachfragen, ob er das übernehmen will und das Paket so lange erstmal bei ihnen bleibt.

Was ist nun heute passiert? Gerade eben stand ein Typ von TNT vor der Haustür und hat mir das Paket übergeben. Auf seiner Lieferliste stand ein Betrag, den ich zu bezahlen hätte. Keine Rechnung dabei, keine Zollunterlagen beim Paket, keine Möglichkeit mit Karte zu bezahlen und kein Wechselgeld dabei. WTF!?!?!

Was bildet sich ein internationales Unternehmen wie TNT bei so etwas ein? Ich könnte mich stundenlang aufregen. Ich habe den Fahrer unterschreiben lassen, dass ich das bezahlt habe. Es war etwas schwer 40,62 Euro zusammenzukratzen, aber ok. Also nochmal … 55 Euro „Warenwert“ (Ware plus Versand) und 40,62 Euro „Zoll“ … ganz schön teure Module und daran verdient hat nicht der Hersteller, sondern ausschließlich TNT. Vom Gesamtbetrag dieser Lieferung hat TNT nun 60 Euro für Lieferung und ihre Gebühr bekommen, das sind 63 Prozent des Betrages bzw. 46 Prozent (!!!) Aufschlag auf die erwarteten Kosten. 10 Euro gingen an den Zoll und 25 Euro an den Hersteller.

Da hilft es auch nicht, dass sich die Dame von TNT am Telefon entschuldigt hat und das eigentlich nie vorkommt (laut ihrer Aussage). Wenigstens schicken sie mir jetzt die Unterlagen über diese Lieferung per Mail zu (erst wollten sie faxen … wer faxt denn heute bitte noch?!?!).

Über so was könnte ich mich echt aufregen. Eine Vollmacht hatten sie für die Zollabfertigung angeblich vom Absender. Aber wieso muss der Empfänger dann diese Gebühr bezahlen und wieso hat der Fahrer dann kein Wechselgeld und keine Rechnung und nichts? Das hätte auch ein Gauner sein können, wenn er kein TNT-Shirt angehabt hätte.

Nie wieder TNT :/

P.S.: Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass mir so etwas passiert. Gestern fiel es mir wieder ein, 2002 habe ich mal T-Shirts aus den USA bestellt, die dann per German Parcel geliefert wurden. Die haben auch nochmal ungefragt Gebühren draufgelegt. Damals sogar noch weit mehr (52 Euro für Shirts inklusive Versand und dann 65 Euro Gebühr von German Parcel). Das ist mir seit dem allerdings nicht wieder passiert … bis eben jetzt.

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Einfuhrumsatzsteuer und TNT Express Versand

Ein kurzer Blogbeitrag, weil ich mich gerne öffentlich aufrege. Gelegentlich kommt es vor, dass dieser Blogger hier etwas in China bestellt, weil die selbst mit horrenden Versandgebühren oft preiswerter sind als europäische bzw. deutsche Anbieter. Ggleiches gilt übrigens für DVDs und Spiele, die man besser in UK bestellt, aber da gibt es ja keine Zoll/Einfuhrumsatzsteuer, also auch keine Probleme.

Es ist also nicht meine erste derartige Bestellung. Der Warenwert war unglaubliche 36 Dollar und für den Versand wollten sie 42 Dollar. Alles klar, also 55 Euro per Paypal „überwiesen“ und tatsächlich erwies sich der teuer bezahlte Versand als sehr schnell. Bereits drei Tage später (am 28. Oktober) kam das Paket in Frankfurt an. Auf Grund meiner vorherigen Zollerfahrung hatte ich folgende Erwartung an den Ablauf:

  1. Warenwert ist 36 Dollar, vielleicht gibt’s gar keinen Zoll je nach Dollarkurs (bis 22 Euro sind Waren von allem befreit)
  2. Falls Zoll, dann muss ich es halt wieder in Tennenlohe abholen und ca. 5 Euro Einfuhrumsatzsteuer bezahlen
  3. Versandkosten sind nicht zu verzollen, weil bei den letzten paar Mal war es so

Was ist nun passiert?

  1. TNT!
  2. Zulieferer ist TNT, aber gut, das stand auch auf der Rechnung
  3. TNT liefert das Paket am 29. Oktober nach Nürnberg
  4. Am 30. Oktober wieder zurück nach Frankfurt mit dem Status „Einfuhrabgaben Werden Bei Anlieferung Bar Kassiert“, ich freue mich schon nicht zum Zoll zu müssen
  5. TNT ruft heute Morgen an und sagt mir ich müsse 35 Euro (um den Dreh) an sie bei der Auslieferung bezahlen. 10 Euro Steuern und 25 Euro Bearbeitungsgebühr
  6. Ich weigere mich! Und sie rufen mich nochmal zurück …

Ich habe dann beim Zoll angerufen, der mir bestätigt hat, dass tatsächlich die Versandkosten mit versteuert werden. Wusste ich nicht, mein Pech, dann hatte ich wohl bisher immer „Glück“ beim Zollamt?! Aber die 25 Euro zusätzlich finde ich frech. Denn dadurch und durch meine Fehlkalkulation erhöht sich der Preis nun auf über 90 Euro für ein Warenwert von nicht mal 26 Euro und selbst bei den zugrunde gelegten 55 Euro sind das stolze 63% „Steuern“. WTF!

Wieso habe ich immer Ärger mit so was? TNT weist auf seiner Webseite zwar auf diese 25 Euro hin, allerdings sollte so etwas doch bereits mit den Versandkosten abgedeckt sein und nicht noch vom Empfänger extra bezahlt werden (der davon natürlich keine Ahnung hatte). Mit DHL bzw. anderen Expressdiensten, die in Deutschland DHL die Ware übergeben, ist mir das noch nicht passiert.

P.S.: Die Geschichte mit E-Bug scheint übrigens nach nun fast 2 Monaten „gut“ auszugehen. Ich bekomme tatsächlich mein Geld zurück. Glaube ich aber erst wenn ich es sehe.

Nachtrag 2.11.:
Es gibt eine Fortsetzung

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Meckerecke Nur mal so

Einfuhrumsatzsteuer Nachzahlung bei Kauf im Königreich?

zoll_logo_xxlVor ein paar Wochen habe ich etwas zum Vollmond passendes bei Amazon.co.uk bestellt und das in rauen Mengen. Vier T-Shirts und diese wurden von einem Verkäufer im „Marketplace“ angeboten. Leider ist es dort nicht sofort ersichtlich aus welchem Land eine Ware denn kommt und so habe ich erst bei der Mitteilung der Trackingnummer bemerkt, dass sie wohl in Amerika ansässig sind :/

Super, oder? Habe gerade mal spontan die Billing Information von Amazon angeschaut und tatsächlich … obwohl ich in Pfund gezahlt habe ist dort keine VAT ausgewiesen, d.h. der Preis auf der Amazonwebseite war ohne britische Mehrwertsteuer. Das ist doch bescheuert, oder? Woher soll man das denn vorher wissen? Freut man sich einen günstigen Preis gefunden zu haben und dann so was?!?!

Wenn ich morgen mit dieser Mail zum Zoll gehe und dann brav meine 19% nachzahlen muss (yeah, besonders ärgerlich, weil es halt gleich 4 Shirts sind, hätte ich 2 mal 2 bestellt wäre der Wert zu gering … meh!), freue ich mich besonders und schreibe mal eine unfreundliche Mail an diese verrückten Amazonen. Grmpf! So geht das ja nun nicht!

Hattet ihr schon mal ähnliche Erfahrungen?

P.S.: Die Leute vom Erlanger Zoll sind auf Zack. Zwar schreiben die meine Adresse handschriftlich auf die Mitteilung und fordern immer noch eine Rechnung in deutscher Sprache (ja klar, woher denn? Die liegt wohl im Päckchen und ist niemals nicht deutsch.), aber man kann alternativ scheinbar auch eine Ebay-Artikelnummer oder einen Konto- bzw. Kreditkartenauszug angeben. Oder vielleicht auch alles zusammen?!