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Geeky Politik

Interessanter Artikel über die Piraten bei der FAZ

Die FAZ schreibt einen Artikel über die Revolution der Nerds – Verzeihung – der Piraten und er ist auch noch ziemlich gut? Hui!

Kurz: was fehlt, sind die Nerds.

Wunder der Technik

Und jetzt, da sich aus ihrem innersten Kern eine neue und wahrscheinlich bald auch immer un-nerdigere, weil moderne politische Bewegung formiert, kann man nicht anders, als voller Respekt und ohne Ironie ihren Siegeszug zu rühmen. Sie haben die Gesellschaft längst geentert, noch ehe Teile von ihnen sich als „Piraten“ zusammentaten. Ob die „Piraten“ Nerds sind oder nicht, ist eine der am heißesten diskutierten Fragen der politischen Blogs im Internet. Mit gutem Grund: der klassische Nerd trägt Kopfhörer, während er sich tief über seine Computertastatur beugt und gedankenlos mit der linken Hand nach einem kalten Stück Pizza greift. In „Jurassic Park“ war der Typus, gespielt von Wayne Knight, zu besichtigen.

[…]

Das Netz freilich ist jetzt selbst eine Ökologie geworden und wird, im unmittelbar bevorstehenden, durch den Vorboten Twitter schon spürbaren Echtzeit-Internet, über die mobilen Geräte die Mauern zwischen der materiellen und der digitalen Welt noch löchriger machen. Das wird, anders als viele glauben, nicht auf Kosten des Papiers gehen, sondern ihm eine neue Rolle in der Ko-Existenz der Plattformen zuweisen. Dazu braucht die Gesellschaft Gesprächspartner, wenn sie nicht nur den Codes der Software und des nächsten Hypes folgen will. Es wäre schön für alle, wenn die „Piraten“, ganz gleich ob als Partei oder als Bewegung, ein solcher Gesprächspartner sein könnten. Um das herauszufinden, gibt es keine prognostische Software. Aber es gibt die Möglichkeit, ihnen zuzuhören und mit ihnen zu reden.

via Twitter

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Dies und das

Die FAZ schreibt was über uns Blogger

Ich wurde darauf hingewiesen, dass im Feuilleton der FAZ heute ein Artikel über uns Blogger zu lesen ist. Dort wird uns wieder einmal Bedeutungslosigkeit vorgeworfen.

[…] wer als Blogger es ernst mit seiner Medienkritik meint, wird die Publikumsrolle verlassen und auf die andere Seite wechseln müssen. Die vom Netz hervorgebrachte Phantasie einer Gesellschaft der Amateure wirft die Frage auf, wovon diese denn leben. Was keinen Standards folgt, hat nur Ausdrucks-, aber keinen Informationswert.

Und weiter (vermutlich in Bezug auf diesen Artikel in der Süddeutschen Zeitung)…

Und wohinein nur Meinung investiert wurde, das verspricht auch keinen Ertrag darüber hinaus. Wie hoch wohl die Klickraten der Schmähkommentare auf Bernd Graffs Artikel selber sind? Man hat den Eindruck, dass sie unterschätzen, wie abhängig ihre eigene Beachtlichkeit davon ist, dass es das Objekt ihrer Schmähung, einen klassischen Artikel, auf den sie sich alle beziehen können, überhaupt gibt.

Man kann davon halten was man will, aber mit einem hat Herr Kaube von der FAZ durchaus recht: bedeutungslos sind wir wirklich, denn was immer die so genannte Blogosphäre ausmacht, letztendlich sind es doch nur eine Hand voll Leute, die dieses Medium nutzen … und so sind Meinungen in Blogs ungefähr so aussagekräftig wie Produktbewertung bei Onlinehändlern. Man muss da sehr aufpassen, denn wie überall neigt der Mensch (und ganz speziell der gemeine Germane) nur zum Meckern den Mund aufzumachen respektive etwas zu schreiben. Allerdings gibt es einen klitzekleinen Unterschied: die Produktbewertungen sieht man in jedem Onlineshop, Blogs zu einem Thema muss man selbst suchen und dazu ist die Masse halt ganz einfach zu faul ;-)