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Dies und das

Die FAZ schreibt was über uns Blogger

Ich wurde darauf hingewiesen, dass im Feuilleton der FAZ heute ein Artikel über uns Blogger zu lesen ist. Dort wird uns wieder einmal Bedeutungslosigkeit vorgeworfen.

[…] wer als Blogger es ernst mit seiner Medienkritik meint, wird die Publikumsrolle verlassen und auf die andere Seite wechseln müssen. Die vom Netz hervorgebrachte Phantasie einer Gesellschaft der Amateure wirft die Frage auf, wovon diese denn leben. Was keinen Standards folgt, hat nur Ausdrucks-, aber keinen Informationswert.

Und weiter (vermutlich in Bezug auf diesen Artikel in der Süddeutschen Zeitung)…

Und wohinein nur Meinung investiert wurde, das verspricht auch keinen Ertrag darüber hinaus. Wie hoch wohl die Klickraten der Schmähkommentare auf Bernd Graffs Artikel selber sind? Man hat den Eindruck, dass sie unterschätzen, wie abhängig ihre eigene Beachtlichkeit davon ist, dass es das Objekt ihrer Schmähung, einen klassischen Artikel, auf den sie sich alle beziehen können, überhaupt gibt.

Man kann davon halten was man will, aber mit einem hat Herr Kaube von der FAZ durchaus recht: bedeutungslos sind wir wirklich, denn was immer die so genannte Blogosphäre ausmacht, letztendlich sind es doch nur eine Hand voll Leute, die dieses Medium nutzen … und so sind Meinungen in Blogs ungefähr so aussagekräftig wie Produktbewertung bei Onlinehändlern. Man muss da sehr aufpassen, denn wie überall neigt der Mensch (und ganz speziell der gemeine Germane) nur zum Meckern den Mund aufzumachen respektive etwas zu schreiben. Allerdings gibt es einen klitzekleinen Unterschied: die Produktbewertungen sieht man in jedem Onlineshop, Blogs zu einem Thema muss man selbst suchen und dazu ist die Masse halt ganz einfach zu faul ;-)

8 Antworten auf „Die FAZ schreibt was über uns Blogger“

Immer ruhig mit den „jungen“ Pferden!
Es mag sein, das nur wenige in Deutschland Blogs kontinuierlich lesen. Aber dennoch ! Blogs haben eine Aussagekraft!
Und nur weil es eine Handvoll sind, warum sollte diese Meinung unterbewertet werden so wie du meinst ?

Entschuldige aber dein Schluss ist alles andere als verständlich.

Jede Meinung sollte gehört, analysiert und zerlegt werden und nicht einfach in eine Schublade gesteckt werden.

Achja und zum Artikel :
Sind wir Amateure, weil wir Jurnalismus nicht studiert haben oder weil wir zu einer gewissen Anzahl Themen unsere Meinung ablassen ? Beide beschreibt eine Demokratische-Gesellschaft und ich bin glücklich in solch einer zu leben!

Greetz Phil

Ok, mein hastiges Geschreibsel oben ist vielleicht etwas unverständlich geworden. Was ich damit ausdrücken wollte ist lediglich, dass es eine bestimmte Sorte Menschen gibt, die z.B. auf Amazon auch tatsächlich etwas zu einem Produkt schreibt. Genauso gibt es eine bestimmte Gruppe, die Blogs betreibt und ebenso wenig ein Abbild der Gesellschaft ist. Eben Menschen, die sich die Mühe machen ihre Meinung anderen Kund zu tun ;-)

Der Unterschied ist jedoch der, dass die erste Gruppe immerhin bei fast jedem Einkauf auf Amazon beachtet wird, während wir nur bei einer Suche nach uns erscheinen. Deshalb und weil ich es an der Zusammensetzung meiner eigenen Suchanfragen sehe (Porno regiert die Welt), sind wir relativ bedeutungslos in den Weiten des Netzes …

Das Wort Amateur sagt nichts über die Fähigkeiten selbiger aus. Nur, dass die so bezeichnete Tätigkeit nicht ihr Beruf ist.

Sind wir wirklich so bedeutungslos ?!

Weit du welcher Typ-Mensch die Welt vorran treibt zur Zeit ? Menschen wie wir, welche wissen wie man Dinge, wie ein Blog, wiki´s etc. effektiv benutzt! Siehe Wikinomics und maybe bald ein Blogeintrag bei uns ;)

Vergiss mal welche direkte Wirkung wir mit deutschen Blogs erzielen. Sondern beachte die indirekte Wirkung, welche wir durch unsere Eindrücke hier mit Netz, in der Welt hinterlassen!

Natürlich ist es traurig zu sehen das wir „wenig“ Beachtung geniesen. Robert + Top 100 DE mal ausgelassen ;) Die Blogszene bei uns wächst halt und es ist eine Pflanze, welche WIR! pflegen müssen -> Gemeinsam

Greetz Phil

Glaube mir ich habe die Pflanze länger wachsen sehen als so ziemlich jedes der Top100 Blogs. Sie muss noch ein ganzes Stück mehr wachsen um wirklich relevant zu sein … auch wenn das Wort Blog momentan in jedermanns Munde zu sein scheint ;-)

Aber hey, wir sind ja die Elite und da können wir schon ein wenig elitär tun und uns von der Masse absetzen, oder? Schließlich muss ja nicht jeder Blogger sein und kennen, das würde ja den Spaß des Erklärens nehmen ;-)

Ähm… Elite…
Och nööö den Begriff mag ich nicht. Da fühle ich mich immer so zurück geblieben. Ich hab erst etwa 2 Jahre Erfahrung auf dem Buckel… Entschuldige aber diesen Begriff müsst ihr ohne mich prägen ;)

Und ob du es wilst oder nicht ^^ Die Internetgeneration setzt sich von der Maße ab. Wer verfügte den jemals so schnell über solch eine schiere Maße von Informationen ? Und konnte damit – in den meisten Fällen – auch etwas konstruktives leisten ?

Natürlich ist in der Gesellschaft das blogen ein Hype. Aber vielleicht mal einer von Dauer ? Wer weiß das schon ?

Alles in allem wird wohl das Blog ein Mysterium in DE bleiben ;) Und hey ^^ Sag mal hast du keinen Spaß daran andere als unwissen darzustellen ?

Greetz Phil

Wenn man den ganzen Artikel in der FAZ liest (hoffentlich meinen wir den gleichen), scheint eines ihrer Probleme zu sein, dass sie keinen Unterschied machen zwischen Bloggern, die sich tatsächlich und oft mehr oder weniger reflektiert zu bestimmten Themen äußern und Leuten, die auf Artikel in Online-Ausgaben von Zeitungen mit Hilfe der Kommentar-Funktion antworten. Letztere geben tatsächlich häufig nur Schmähungen oder sonstwie dämliche Kommentare von sich – da steckt ja auch, anders als bei einem Blog, keine eigene Mühe und oft auch kein Name dahinter. Das ist dann wirklich eher Stammtisch als gelebte Demokratie. Aber echte Blogs sind schon ein Forum für Meinungen, und eines, das jeder wahrnehmen kann, der „dem Volk“ (das ja nie eine bloße Masse, sondern eine Ansammlung von Individuen und Gruppen ist) auf Maul schauen will. Also könnten sich echte Blogs doch als nützlich erweisen – que sera, sera, whatever will be, will be…

Wenn Blogger so unwichtig wären, wie der Autor meint – warum schreibt dann ständig ein Berufsjournalist drüber?
Es vergeht doch wirklich keine Woche, ohne dass in einer der angeblichen wichtigen Zeitungen ein Artikel über Blogger, ihre Rechte oder ihren nicht vorhandenen Einfluss geschrieben wird.

Wenn man die ganze FAZ vom Mittwoch liest, in der das drinstand, bekommt man den Eindruck, dass die Zeiten des guten Journalismusses dort vorbei sind.

Ich war echt erschrocken, als ich die Zeitung gelesen habe: so viel unbedeutendes Geschreibsel hab ich seit der Frankfurter Rundschau nicht mehr gelesen. Muss am Medienstandort liegen.

Zum Beispiel war außerdem noch ein Artikel über die Reform der Erbschaftssteuer drin. Irgendein ein Redakteur wollte dann wohl einen fundierten Gesprächspartner haben, einen Professor oder so. In dem Interview stand nix drin und gipfelte in der Gegenfrage des Interviewten „Wieso sollte das so sein?“ woraufhin der Interviewer lang und breit seine Mutmaßungen ausgebreitet hat. Verkehrte Welt…

Das ist mir auch aufgefallen Claudia. Der Autor unterscheidet überhaupt nicht normale Blogger und diejenigen, die Kommentare in der Süddeutschen hinterlassen :/

Und was Zeitungen angeht … wenn die Artikel nicht eh von einer Agentur abgeschrieben sind, dann findet abseits davon meist nur selten echte Perlen. Aber das war schon immer so und hat sich nicht erst in letzter Zeit ergeben. Von Bloggern werden Zeitung jedenfalls nicht aus dem Geschäfts getrieben, aber Google News zeigt schon eindrucksvoll wo es hingeht. Warum die Meldungen der Zeitungen anzeigen, wenn man auch direkt die Agenturmeldungen zeigen kann (schreiben ja eh alle davon ab oder benutzen es direkt)?

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