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Review Trigami

Das Monster Hunter Freedom Unite Phänomen

[Trigami-Review]

Monster HunterVieles von den Dingen, die aus Japan kommen finden wir Europäer seltsam und können nur den Kopf schütteln. So zum Beispiel bei den absolute durchgeknallten Gameshows … nicht aber damals beim Tamagotchi. Dieses kleine Ding wurde auch bei uns ein Riesenerfolg.

Nun versucht Capcom (Mega Man, Street Fighter, Resident Evil und einige Zelda Spiele) einen japanischen Verkaufsschlager auch hier zu vermarkten und ich habe die Ehre im Rahmen eines Trigami Reviews davon zu berichten. Es geht um das bereits seit Ende Juni erhältliche Spiel Monster Hunder Freedom Unite, das in Japan DER Verkaufsschlager bei den Playstation Portable Spielen ist. In der aktuellen Top 6 der japanischen Verkaufscharts sind alleine 4 Spiele dieser Serie vertreten (zusammen über 5 Mio Exemplare) und ich habe davon noch nie vorher gehört? So geht es scheinbar vielen, denn auch der Trailer versucht mehr das Phänomen zu erklären als alles andere:


(Direkttrailer)

Worum geht es also in dem Spiel und warum ist es so populär im Land der aufgehenden Sonne?

Monster jagen … ok, so viel kann man dem Titel entnehmen. Allerdings macht man das nicht alleine, sondern spontan mit bis zu vier Freunden oder komplett unbekannten zusammen via Adhoc Verbindung. Da Millionen Japaner dieses Spiel und somit auch eine PSP besitzen, scheint es ihnen leicht zu fallen sich überall für eine schnelle Runde zu treffen und das machen sie auch (siehe Trailer). Mit einer Spieldauer von 500 Stunden bei 400 Missionen ist bei diesem Action-Rollenspiel auch mehr als genug Stoff für viele viele „Jagdausflüge“ vorhanden.

Ob das Phänomen auch hier eines wird? Für Tamagotchi brauchte man keine extra Spielekonsole, allerdings trägt Capcom bereits seit Jahrzehnten die Schuld an recht vielen Stunden vor der Daddekiste … auch hier. Warum also nicht? In Japan führt es unter anderem Namen (Monster Hunter 2G, bereits im März 2008 erschienen) schon lange die Verkaufscharts an und auch bei uns findet man es derzeit auf Platz 1 wieder.

Da ich keine Playstation Portable habe, kann ich es auch leider nicht selbst ausprobieren. Vielleicht erscheint es ja auch noch auf anderen Konsolen oder Handys? Wenn man es immer dabei hat, dann kann man es auch überall zocken, oder? Und dann wäre es auch hier ein Phänomen ;-)

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Kurioses

Bestechliche Zigarettenautomaten

In Japan sind Zigarettenautomaten mit Gesichtserkennung ausgerüstet um den Verkauf an Minderjährige zu unterbinden. Vor einiger Zeit hörte man schon davon, dass es reicht, wenn man ein Magazin mit Portrait eines Erwachsenen davor hält. Heute lese ich von Geldscheinen …

Tatsächlich lässt sich das System auch mit den Bildern auf Geldscheinen austricksen und ist damit genau so bestechlich wie jeder Türsteher (via Heise-Forum, manchmal doch für nen Lacher gut). Geldschein hinhalten und der Automat funktioniert doch ;-) Verrückt!

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Nur mal so

Mobiltelefonieren in Japan

Der Spiegel schreibt mal wieder was über die Fortschrittlichkeit Japans in Bezug auf das mobile Telefonieren. Hab mir daraufhin mal die Homepage von NTT DoCoMo angeschaut und nach einem Grund oder Hinweis gesucht. Was gibt es dort? UMTS Standardware wie bei uns auch (man nennt es nur Foma, aber GSM können sie auch alle), i-mode ist die Bezeichnung für das mobile kleine Internet (es gibt auch Browser für das richtige Internet) und scheinbar gibt es auch schon Handys mit denen man TV klotzen kann. Mag sein, dass bei uns noch vereinzelt Telefone am Markt sind, die nicht UMTS beherrschen, aber wenn ich mir das Angebot von Vodafone anschaue … nunja, es wird ja nicht mal mehr beworben … scheint also normal zu sein.

Zurück zu den Japanern. Sie haben also Handys, die mit i-mode auf Netzdienste ausgelegt sind und sonst mit unseren vergleichbar sind. Sind es vielleicht die Preise, die das ganze dort so beliebt machen? NTT bietet zwei Datenflatrates an, eine mit 64 kbit und eine mit 3,6 mbit (oder 384 kbit in Gegenden ohne HSDPA Ausbau). Erstere gibt es für 4800 Yen und dabei sind 4000 Yen für NTT und 800 Yen für den Internetprovider, den es in Japan scheinbar auch noch braucht. Umgerechnet ergibt das einen Preis von 30 Euro. Die schnellere Variante kostet bis zu einer bestimmten Datenmenge genau so viel, wird dann aber teurer und kostet dann maximal 10800 Yen, also etwa 70 Euro. Klingt doch sehr europäisch, oder nicht?

Die Gesprächsgebühren sind ähnlich hoch. Nehmen wir mal das M Paket … 6930 Yen Grundgebühr, davon sind 4200 Yen abtelefonierbares Guthaben und die Minute kostet 29,4 Yen (Videotelefonie 52,5 Yen). In Euro ist das eine Grundgebühr von 45 Euro mit 142 Freiminuten bei einem nachfolgenden Minutenpreis von 19 Cent. Klingt auch sehr europäisch.

Was ist es nun was das mobile Telefonieren in Japan angeblich so viel toller, besser und fortschrittlicher macht? Hab ich was verpasst?

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Geeky Kurioses

Wie wohl der Wiedereintritt eines Papierflugzeuges aussieht?

spaceshuttle_paper.jpg

Man weiß es nicht … noch nicht, aber die verrückten Japaner sind bereits dabei Papierfliegermodelle im Windkanal zu testen und so ein Modell zu finden, dass bei einem Start von der internationalen Raumstation einen Wiedereintritt überlebt. Ganz schön pfiffig diese Japaner, oder wie es ein andere Webseite treffend betitelt: Japan To Reboot Space Program With Paper Airplanes :mrgreen:

Mehr dazu auf der Homepage der Japanischen Origami Flugzeug Gesellschaft oder wie auch immer man das übersetzen mag …

Als bekannter Nachtfalter sollte ich doch mal eine Reise in das Land der aufgehenden Sonne und der wirklich breiten Breitbandanschlüsse planen? Um die 20€ für 100 Mbit und sogar die Wii sorgt für Nachfrage bei Glasfaserleitungen … die Wii! … deren interner Speicher ist bei der Geschwindigkeit doch schon innerhalb von einer Minute voll. Wie auch immer, die haben eine doppelt so hohe Durchschnittsgeschwindigkeit wie Deutschland (hier ganz unten zu sehen) und ehe man sich versieht wird aus einem Papierfliegerartikel ein Lobgesang auf die gläserne Zukunft, die uns nicht nur sicherheitstechnisch bevorsteht. Vielleicht hat Mr. Apple doch recht und es braucht einfach keine Silberscheiben mehr, wenn das Netz eh schneller und überall verfügbar ist. Ich nutze diese Dinger jedenfalls kaum mehr … Ende.