In 6 Milliarden Jahren

wird viel passieren … space.com fasst drei wichtige Ereignisse in der Zukunft des uns umgebenden Weltraumes zusammen:

  • In einigen wenigen hundert bis tausend Jahren wird sich das Magnetfeld der Erde umpolarisieren. Das gibt fiese Hautausschläge, wenn die Sonne kurz mal ohne Schutz auf uns herunterbrennt
  • In 1,6 Milliarden Jahren wird der Mond so weit weg von Erde und so langsam sein, dass er nicht mehr die Rotationsachse stabilisieren kann. Die Erde wird ein wenig taumeln und Polen könnte dann tatsächlich am Pol liegen. Auch die Rotationsgeschwindigkeit der Erde wird sich verändern. Ein Tag könnte dann genau so lang wie ein Monat werden und eventuell stürzt der Mond dann auch einfach auf die Erde zurück. Großes Kino!
  • Etwa 6 Milliarden Jahre später – sollte die Menschheit immer noch existieren – werden die Milchstraße und die Andromeda Galaxie miteinander kollidieren. Kaputt gehen wird dadurch direkt wohl nichts, denn wir alle wissen ja, dass sich Massen nur treffen, wenn ihre Geschwindigkeitsvektoren von Anfang an aufeinander zeigen. Aber es wird eine Menge Verwirbelungen geben und der Himmel wird sich stark verändern … naja, der Erdhimmel vielleicht nicht … denn vorher passieren noch ein paar unlustige Dinge mit unserer Sonne :-(

Jaja, die Sonne … in 900 Millionen Jahren wird die Sonne so stark leuchten, dass die Durchschnittstemperatur der Erde rapide ansteigen wird. In 1900 Millionen Jahren wird die Temperatur 100 Grad übersteigen. Wir haben also schon weit bevor der Mond auf die Erde zurückfällt ein kleines Temperaturproblem.

Hoffen wir also, dass wir uns bis dahin schon zu einer Typ II oder Typ III Zivilisation auf der Skala von Nicolai Kardashev (sehr interessanter Lesestoff und auch unbedingt auf den weiterführenden Link zur Technologischen Singularität klicken) weiterentwickelt haben :twisted: … Galaktisches Imperium … *sabber*

16 Antworten auf &‌#8222;In 6 Milliarden Jahren&‌#8220;

  1. Hey, wir sind laut Wikipedia immerhin schon eine Typ 0,7 Zivilisation :-) … die Römer waren nur 0,25 … ha!

    So, jetzt wäre es interessant zu erfahren wie lange man wie schnell unterwegs sein muss um innerhalb der Zeitspanne eines Menschenlebens all diese Dinge zu erleben. Na, weiß es jemand? Sonst hol ich mal die Formelsammlung heraus und exerziere :-)

  2. [„wir alle wissen ja, dass sich Massen nur treffen, wenn ihre Geschwindigkeitsvektoren von Anfang an aufeinander zeigen.“]

    Ähhh… Falsch?!
    Beschleunigung zeigt den Weg der Kraft!

  3. Mist das will ich doch noch alles miterleben, also schnell ein Raumschiff basteln und ab ins kosmische Wartezimme am Rand eines Schwarzen Lochs warten.

  4. Harry, wo hast du das denn gelernt? Kraft ist Beschleunigung mal Masse. Den Weg einer Masse bestimmt der anfängliche Geschwindigkeitsvektor. Im Falle von Massen der Größenordnung Sonne und mehr, gibt es keinen Zusammenstoß, wenn die Vektoren nicht direkt aufeinander zeigen. Die Massen werden sich dann ewig umeinander bewegen. Das ganze natürlich bei kosmischen Entfernungen. Wirken die Massen aufeinander (Gezeiten), dann gibt es dadurch ja einen Energieverlust, der die Bahngeschwindigkeiten verändern wird. Aber z.B. eine zweite Sonne, die unser System auf der Plutobahn kreuzt … vielleicht würde die beiden Sonnen nicht mehr voneinander lassen können, aber treffen würden sie sich nie …

  5. Doch, und zwar wenn der Verlust von kinetischer Energie so groß wird dass sie aufgrund der gegenseitigen Gravitation ineinander stürzen. In kosmischen (Energie-) Dimensionen gedacht ein eher unwahrscheinlicher Fall, jedoch auszuschließen ist er nicht.

  6. Ja ok. Gibt es irgendein Ereignis (Kollision, Gezeiten, beide Massen passieren eine anderen große Masse), so dass die Vektoren zu einem späteren Zeitpunkt aufeinander zeigen, werden sie sich treffen.

    Das mit dem Stürzen ist aber so eine Sache. Das sieht man selbst bei Wasser in der Badewanne. Es stürzt nicht so einfach ins Loch sondern „dreht“ sich ins Loch. Es würde sich ewig drehen, wenn nicht gewisse andere Kräfte auf das Wasser wirken würden (Reibung, Gravitation der Erde). So ist es eben auch mit Sternen, die sich treffen sollen … fliegen sie haarscharf aneinander vorbei, dann drehen sie sich nur um sich selbst, für eine sehr lange Zeit …

  7. Aber eben nicht für immer. Wenn ihre Geschwindigkeit groß genug ist, fliegen sie aneinander vorbei und ändern aufgrund der gegenseitigen Gravitation ihre Richtung. Ist der Vektor der Gravitationskraft nur minimal größer als der Bewegungsvektor, fangen sie sich sozusagen gegenseitig ein, beginnen umeinander zu rotieren und irgendwann krachts. Dieses „Irgendwann“ ist natürlich sehr relativ und im kosmischen Maß etwa dort anzusiedeln, dass man eher davon ausgehen kann dass einer der Sterne vorher per Supernova den Geist aufgibt, der größere Stern beginnt dem kleinen Masse zu entziehen oder dass andere Effekte (Anziehungskraft durch weitere Objekte) dafür sorgen dass sich alles wieder ändert.

    Also vom physikalischen Standpunkt her haben wir sicher beide recht, vom Standpunkt des Beobachters haben wir mit unserer fliegenschißartigen Lebensspanne wohl eher weniger zu melden. Wissenswertes und Interessantes dazu gibts, wie könnte es anders sein, auch bei Wikipedia.

  8. Eigentlich gibt es ja gar keine Gravitationskraft. Gravitation ist eine Eigenschaft des Raumes und wenn sich zwei Massen umeinander bewegen gibt es auch sogenannte Gravitationswellen, die dem System Energie entziehen.

    Allerdings sind solche Effekte, wie du schon bemerkt hast, so klein, dass man im Allgemeinen davon ausgehen kann, dass sie sich ewig umeinander drehen. Sie müssten schon (kosmisch) arg nah beinander seien damit das „schnell“ geht …

    Das mit der Raum- und Zeitkrümmung und damit zusammenhängenden Längenverzerrungen ist eine unglaublich spannende Sache. Leider hat das Herr Bublath gestern im ZDF ein wenig verhunzt. Erst reden sie davon, dass bei einem schwarzen Loch die Gravitationsunterschiede bereits bei kurzen Entfernungen so gewaltig sind, dass Raumschiffe zerreißen würden, wenn sie in ein solches hineinfliegen. Und Minuten später fiktionieren sie über die Möglichkeit von Wurmlöchern (durch zwei schwarze Löcher fliegen) … o-k!

  9. Ich finde es etwas schade wofür der Bublath sich verramscht. Die Sendungen sind unter aller Kanone. Zuerst wird kurz erklärt wie ein Schwarzes Loch entsteht und dann kommen schon die Filme ala „So würde es aussehen wenn direkt unter ihrem Haus ein Schwarzes Loch herfliegt“. Die vorletzte Folge war noch schlimmer, ging um Kometen und Asteroiden und sie hatten etwa 15 Miniszenen die den Einschlag auf die Erde gezeigt haben, ansonsten wurde kaum was erzählt. Traurig!
    lim(ZDF) = SAT.1

  10. Oh ja, die tollen Computeranimationen wie ein schwarzes Loch auf der Erde die Optik verzerren würde … spitze!

    Oder wie ein Vorbeiflug am Saturn nahe der Lichtgeschwindigkeit aussehen würde. Wenn sie schon alle die relativistischen Effekte miteinbeziehen, dann können sie uns auch die Wahrheit sagen! Man würde überhaupt nicht sehen wie man am Saturn vorbeihuscht … nix Verzerrung!

  11. Was sie bei dem Experiment mit dem Laser und den zwei Sateliten vernachlässigt haben ist die Tatsache, dass Astronaut B der eigentlich die beiden Explosionen gleichzeitig sehen sollte diese gar nicht sieht, da er genau in der Schusslinie des Lasers war.
    Dumm! Dann knallts eben 3 Mal. Das dann aber dafür wirklich gleichzeitig :D

  12. Wärs nicht mal was den Herrn Bublath im Serienblogger zu dokumentieren? Jaja den liest keiner, aber dann brauchts halt mal a bisserl Werbung ;-) Ich bin ja immer noch für den gegenseitigen zufallsgesteuerten Blogbannerexchange

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