Watchmen – Review

Who watches the Watchmen? Me watches the Watchmen!

Komme gerade aus einem Kinosaal voller Nerds und Vollnerds und weiß noch nicht so recht was ich über diesen Film schreiben soll. Grundsätzlich sind ja schon mal alle Filme top, bei denen man danach auf dem Weg zum Klo glaubt es wäre schon irgendwie cool, wenn ich jetzt die Tür mit einem Fingerschnipser dematerialisieren könnte. Göttliche Allmachtsvorstellungen auf dem Weg zum Klo, jawohl! ;-)

Die "Watchmen"

Andererseits denke ich, dass dieser Film zu lange keine Story hat und nur Charaktere vorstellt ohne dass viel passiert. Dazwischen ein bisschen Blut und abgetrennte Gliedmaßen, die das Wort „graphic“ in den Begriff „graphic novel“ zaubern, und Sexszenen garniert mit blauen Penissen, die die Altersfreigabe in den USA auf 18, bei uns auf 16 Jahre anheben.

Man merkt ziemlich schnell wer den Film gedreht hat. Ok, ich wusste es schon vorher, aber man erkennt überall wie sehr sich Zack Snyder in seine 300-Optik verliebt hat. Muss nichts schlechtes sein, aber auch der Bullettime Effekt hat sich nach zwei drei Filmen abgenutzt, ne?

Wie auch immer, es geht um Superhelden oder viel mehr kostümierte Verbrechensbekämpfer, die deutlich weniger schillernd daherkommen als bisherige Kinosuperhelden. Von der Regierung verboten versuchen sie einem normalen Leben nachzugehen, doch irgendwer hat es auf sie abgesehen. Einer nach dem anderen stirbt und wahre Superhelden, die während dem Sex arbeiten, verlieren ihre Freundin. Die erwähnten Gliedmaßen werden verloren und alle finden sich im ewigen Eis bzw. auf dem Mars wieder. What? Jepp! Mars!

Dieser Blogartikel spiegelt bis hier hin in etwa wieder was ich mir denke. Wie ich den Film bewerte? Hmm … ich bin ein Freund von Effekten und Filmen die versuchen irgendwie einen „Twist“ einzubauen. Allerdings mag ich es nicht, wenn ein Film dazu 3 Stunden braucht (das Taschenbuch hat 436 Seiten
!!!) und versucht zu mystisch zu wirken. Vermutlich ist der Graphic Novel (übrigens als einziges „Comic“ in der All-Time 100 Novels Liste des Time Magazines vertreten) halt einfach so, aber ich habe ihn vorher nicht gelesen und bei mir müssen Filme sich auch nicht unbedingt 1:1 an die Vorlage halten. Bei 300 war es extrem und hat funktioniert. Hier? Ich weiß es nicht.

Ich gebe eine vorsichtige binäre 1. Ich mag solche Filme und es hat ein wenig vom Sin City Flair, aber ist sicher nichts für jedermann. Und Vorsicht, extremer Nerdanteil im Publikum :D

P.S.: Der Soundtrack ist oft grauenhaft ausgewählt! Da kann auch All Along The Watchtower in einer Anflugsszene nichts dran ändern.

P.P.S.: Ich liebe den Pony von Silk Spectre, erst recht nachdem ich gerade gesehen habe, dass die Gute eigentlich Schwedin und blond ist ;-)

15 Antworten auf &‌#8222;Watchmen – Review&‌#8220;

    1. Woher weiß man etwas über einen Film bevor man ihn angeschaut hat? Du hast etwas über ihn gelesen … also hat es dich doch interessiert, oder? ;-)

  1. *inlove*
    du hast es echt sofort noch gebloggt, sebbi
    je t’aime (auf diese schweizart…)

    wg der story…ja ich fand die bilder u kameraperspektive saucool, weswegen mich das fehlen der story erst ab der hälfte nervte… :D

    und wegen den nerds…oh ja, der frauenanteil im kino war ja irgendwie unter 10%…OMG…aber ok…und wg dem pony…ja, der ihre haare waren toll, besonders in den bulletproofeinstellungen… :D
    ach und ja, ich meinte die 80erjahrekitschposterszene mit nackten menschne vor atombombe… :)))

    shit, ich fand die effekte gut und die idee an sich nett
    aber dieser blaue nackte…hm
    ich denk, der film kriegt von mir nur ne 3+
    oder so
    auf der schulnotenskala
    :D

  2. Der Soundtrack ist schon durch das Buch vorgegeben, zwischen den Kapiteln stehen so Zitate wie „2 riders were aproaching“, der Film hält sich nur an die Vorgabe.

    @Steffi: fehlen der Story? Reden wir vom gleichen Film?

    1. Ja schön wenn es da eine Vorgabe gibt, aber ich schaue mir oft und gerne Filme an ohne die Vorlage (das Buch, das Comic oder das Drehbuch) vorher gesehen zu haben bzw. gesehen haben zu müssen. Die Musikauswahl ist bei diesem Film jedenfalls keine Glanzleistung gewesen, meiner Meinung nach ;-)

      @Story: ja wo war sie denn? Ich ging zwar nicht mit der Erwartung rein einen Actionfilm zu sehen (wie der Kommentator auf deinem Blog), aber irgendwie fehlte mir schon ein wenig die Action bzw. selbige wurde wie bei 300 ständig unterbrochen. Wenn man die ganze Optik abstreift bleibt von dem Film im Prinzip nur ein „Fantastic Four Rise of the Silversurfer“ aus der Sicht eines Tagebuches mit einem Zack-Bang-WTF Ende, das man nicht verstehen muss (blauer Nackedei interessiert sich auf einmal wieder für die Menschen bzw. das Wunder von Leben, ignoriert aber was dieser Ozy angestellt hat in dem er zu sehr seine Göttlichkeit raushängen lässt) … wie auch immer, nette Bilder. Ich mag Effektpornos. Und viel mehr habe ich auch nicht erwartet ;-)

    2. Zwischen den Kapiteln stehen keine Zitate. Das sind die Überschriften und man muss wirklich nicht die Überschriften als Aufforderung verstehen eine wirre Songauswahl in einem Film zu bringen …

  3. Hi,

    also zu sagen der Film hätte keine Story ist nicht nachvollziehbar, zum einen geht der Film die Story jedes einzelnen (Anti)Helden durch, zum anderen ist da die Bedrohung der beiden Supermächte. Ein sehr anspruchsvoller Film, mit politischer Ausagekraft und starker Optik. Ob es was für den Mainstream ist, wird sich zeigen.

    VG

  4. Grottiger Film…
    Doctor Manhatten geht einem von der ersten Sekunde an auf den Senkel, Story ist erbärmlich, Rohrschach ist der einzige Charakter mit ein Wenig „Coolness“, der Rest ist einfach nur heruntergekommen. Der Film dazu auch noch langatmig und hirnrissig…
    Boh, die reinste Zeitverschwendung.

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