Facebook Places

Jetzt hat Facebook also doch auch eine Ortungsfunktion integriert. Ähnlich wie bei Foursquare kann man sich an diversen Orten einchecken und sieht wer noch so eingecheckt ist. In Deutschland scheint das vorerst noch nicht möglich zu sein, auch wenn die entsprechende iPhone App bereits aktualisiert wurde.

Dennoch empfehle ich bei entsprechendem Freundeskreis ganz schnell auf die Privatsphären Unterseite zu gehen und dort unter „Benutzerdefinierte Einstellungen“ und dann „Dinge, die andere Personen teilen“ die Option „Freunde können angeben, dass ich mich an einem Ort befinde“ einstellen.

Standardmäßig steht die auf gar nicht, was – nehme ich mal an – bedeutet, dass man wie bei Fotomarkierungen ständig gefragt wird, ob man von Freunden irgendwo eingecheckt werden will. Will man das nicht, sollte man die Funktion sperren (oh ja) oder erlauben (könnte lustig sein, wenn das wer macht).

An und für sich ein interessantes Feature, aber ich hab schon mit Foursquare so meine Probleme und glaube ich würde so etwas nur wirklich nutzen, wenn es automatisch funktionieren würde. So in etwa: ich gebe an wo ich getrackt werden will und wenn ich dann dort bin, checkt es von selbst ein. So wie es jetzt ist, vergisst man doch eh sich einzuloggen. Außer im Kino, irgendwann krieg ich dort noch den Mayor-Titel … und wenn ich dafür cheaten muss, jawohl! ;-)

P.S.: Einer der sein Telefonbuch zu bösen Internetdienstleistern hochlädt um es mit verschiedenen Geräten wieder herunterladen zu können, findet es nicht gut, wenn andere einen irgendwo einchecken? Oh ja, das geht.

P.P.S.: Die Zeit widmet heute übrigens die Titelstory und 3 komplette Seiten dem Thema Google Streetview und auch dem Thema „Ortung“. Das Ende der Privatsphäre, etc pp … interessant zu lesen.

9 Antworten auf „Facebook Places“

  1. Ich habe schon damals Twitter nicht verstanden, bis ich es endlich kapiert habe, Foursquare checke ich immer noch nicht, wie das funzn soll und wozu das gut ist. Ich bin wahrscheinlich wieder meiner Zeit hintendran.

    1. Der Nutzen ist begrenzt. Man kann damit z.B. einem bestimmten Personenkreis mitteilen, dass man gerade dort ist wo sie evtl. auch sein könnten (und man sich so treffen könnte). Oder man jagt irgendwelchen Badges hinterher (schnell langweilig) oder versucht irgendwelche Deals abzugreifen (in Deutschland so gut wie nicht vorhanden, in Erlangen macht so was glaube ich nur der O2-Shop).

      Und für die Venues (=Geschäfte/Kneipen/etc) ist es ein super Kundenbindungsding. Wissen dann wenigstens wer ihre „heimlichen“ Stammgäste sind und können ihnen Specials anbieten (auch nicht genutzt in Deutschland, aber in Amerika riesengroß).

      1. Venues werden in Deutschland auch genutzt. In München hab ichs ner Kneipe angeboten, die haben das auch sofort umgesetzt und laufen damit nun auf den vorderen Plätzen für deutsche web-Kneipen :)

        Vodafone und Vapiano nutzen foursquare ebenfalls in D ebenfalls

        1. 3 „Venues“, die das nutzen ist aber noch keine weite Verbreitung ;-) Jede Dorf-/Wald- und Wiesenkneipe muss das nutzen, dann ist’s wie im Amiland (zumindest in Städten).

    1. Der kleine, aber entscheidende Unterschied ist Öffentlichkeit. Wenn jemand sein Telefonbuch mit meiner Nummer, etc pp für jeden einsehbar hochlädt finde ich das auch nicht gut (wer schon?), aber privat in irgendwelchen Accounts eines beliebigen Dienstleisters nur für ihn/sie zugreifbar? Who cares?

      Ich entscheide was ich der Welt über mich sage. Und ich verlange von niemandem meine Mails zu löschen, wenn ein GMX, GMail oder sonstwas Konto genutzt wird. Persönliche Daten bei einem Konzern? Ihh, pfui, oder? Gleiche Klasse von Problem wie ein synchronisiertes Adressbuch ;-)

      1. Ja siehst du, du sagst es, für dich ist Schmerzgrenze die Öffentlichkeit. Andere haben ihre Schmerzgrenze eben woanders – und wir können alle friedlich miteinander leben, wenn die jeweiligen Meinungen einfach akzeptiert werden – verstehen muss man es ja nicht, aktzeptieren würde schon völlig ausreichen.

        1. Nur gibt es in der Problemklasse (Adressbuchsynchronisation mit einem großen Konzern, statt nur mit dem Arbeitgeber oder lokal) noch viele andere Dinge, die scheinbar nicht die Schmerzgrenze überschreiten. Auch habt ihr euch nicht bei den anderen Synchronisierern gemeldet … wenn ihr da wenigstens konsequent wärt dann könnte ich es auch akzeptieren ;-)

          Und erst recht, wenn ihr euren Eintrag im tatsächlich öffentlichen Telefonbuch löscht. Ich stehe da nicht drin, auch wenn man meine Telefonnummer dank wenig anonymer Domainauskunft herausbekommen kann ist sie wenigstens nicht für jedermann so einfach zu finden …

Kommentare sind geschlossen.