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In eigener Sache

Jahresstatistik 2010

Kurz und knackig, nach 1011329 Seitenaufrufen in 2008 und 670942 in 2009 waren es 2010 mit 774134 wieder mal ein paar mehr.

Top Referrer neben den Suchmaschinen waren:

Top Kommentatoren waren:

Euch vielen Dank, denn was ist schon ein Blog ohne Kommentare? 1189 gab es davon im vergangenen Jahr, 272 habe ich selbst verfasst ;-)

Und noch viel wichtiger, was ist schon ein Blog ohne Blogbeiträge? Erstaunlichweise korrelieren Kommentare stark mit der Anzahl von Artikeln, deshalb muss ich da wohl mal wieder einen Zahn zulegen. 234 Artikel habe ich 2010 geschrieben und die Wahrscheinlichkeit einen neues anzutreffen war um 14 Uhr am höchsten … Mittwochs oder Donnerstags.

Also dann auf ein Gutes Neues im nun 10. Jahr dieses Blogs! Macht immer noch Spaß, auch wenn Twitter und Facebook eine Menge Aufmerksamkeit vom Bloggen abziehen …

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In eigener Sache

Loveparade 2010: Panikforscher sieht Schuld bei Teilnehmern

Von dem Unglück am Samstag bei der Loveparade 2010 in Duisburg dürfte bereits jeder gehört haben. Reportagen, Augenzeugenberichte und viele Handyvideos auf Youtube geben einem einen guten Überblick und wer einen Fernseher hat oder Zeitung liest wird auch sicher dort Informationen gefunden haben.

Doch was passiert nach so einem Unglück meist? Richtig, die Suche nach dem Schuldigen! Und auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache, ich sage Herr Schreckenberg hat Recht:

Der Panik- und Stauforscher der Universität Duisburg-Essen, Michael Schreckenberg, der am Sicherheitskonzept für die Loveparade beteiligt war, sieht den Auslöser für die Katastrophe im Verhalten von Teilnehmern: „Das Unglück ist nicht passiert, weil es zuvor im Tunnel zu eng und die Masse panisch war, sondern weil einige hinter dem Tunnel versucht haben, schneller aufs Gelände zu gelangen“, sagte er der Süddeutschen Zeitung. Die Katastrophe sei nicht durch Panik entstanden, sondern als „Folge einer physikalischen Zwangsläufigkeit. Eine hochverdichtete Masse gerät in Bewegung“.

Und auch wieder nicht. Dass Engstellen auf dem Weg zum Ziel bei entsprechendem Andrang eine ganz schlechte Idee sind, dürfte jeder, der schon mal auf einem Festival oder Konzert war am eigenen Leibe mitbekommen haben. Und die Masse der Menschen reagiert dann kollektiv ziemlich bescheuert … auch das dürfte man bei solchen Gelegenheiten mitbekommen haben. Ungeduldig wird gedrückt und geschoben nur um noch einmal ein winziges Stück nach vorne zu kommen – nicht ahnend, dass dieses Verhalten nur den Druck auf die Engstelle erhöht und es dadurch eher noch langsamer vorangeht.

Und wenn man sich die Luftbilder vom WDR anschaut und die Videos (gerade bereits oben verlinktes) sieht, dann kann man erahnen was da leider passiert ist. Die Anwesenden sahen kleine Auswege aus dem Stau, der – zumindest im Video – in einigen Metern Entfernung zum Unglücksort gar nicht so dicht aussah, und auf die wird zugesteuert um vermeintlich schneller auf das Gelände zu kommen.

Ein ähnliches Verhalten ist z.B. auch bei Konzerten mit Wellenbrechern zu beobachten. Zum vorderen Bereich direkt vor der Bühne gibt es in der Regel an den Seiten separate Eingänge durch die nur ab und zu mal jemand reingelassen wird. Spielt aber gerade vorne die Lieblingsband, dann versteht die Masse das Problem nicht wirklich, drückt gegen die Absperrung und keiner kommt mehr durch. Es entstehen unglaubliche Drücke und man kann vorne stehend absolut nichts mehr machen. Schaut man sich dann doch mal um merkt man aber schnell, dass bereit 4-5 Reihen hinter einem kaum noch wer steht und das Gedränge eigentlich sowieso für die Katz ist.

Würden sich alle zivilisiert verhalten (jeder einen Schritt weg vom Ziel machen) bzw. hätten alle diese Information, wäre es kein Problem und man könnte entspannt anstehen. Aber Mensch ist Mensch und verhält sich eben nicht berechenbar und lässt sich angesichts des so nahen Ziels dann auch nichts mehr sagen :/

Zurück zur Loveparade.

Wie kann man mit so viel Erfahrungen (die Loveparade und andere Großveranstaltungen gibt es ja nicht erst seit gestern) Zugänge nur so planen, dass sie enger werden je näher man dem Ziel kommt und mehr Menschen durchlaufen lassen als an der engsten Stelle durchpassen. Von zwei Seiten strömen Besucher durch Tunnel auf eine Rampe zu, die nochmals mit Zäunen kanalisiert. Das geht oft genug gut (wie schon geschrieben, festival-erprobt und so einiges an schlechter Weg-/Zugangsorganisation gesehen), dieses Mal leider nicht. Mein Beileid an alle, die es betrifft …

Wenn es dich – Leser – nicht direkt betrifft oder du noch nie in einer Masse steckengeblieben bist, empfehle ich noch die Lektüre des Wikipedia Eintrages zum Thema Massenpanik und dessen englische Version auch wenn das Wort Massenpanik für diesen Vorfall eigentlich nicht passt (siehe Videos und meine Ausführungen zu Menschen an Engstellen). Und wenn jemand kotzen möchte, empfehle ich den unglaublichen Schmarrn, den Eva Hermann zu dem Thema in irgend so einem rechten Verschwörungsdingens abgelassen hat.

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Musik Nürnberg

Rock im Park 2010: Eindrücke

Muss das auch mal so wie bei Steffi niederschreiben … Eindrücke vom Rock im Park Festival 2010:

  • Rock im Park ohne Regen gibt’s nicht. Am Aufbautag gleich mal vollkommen durchnässt worden
  • Dann Hitze/Sonne pur. Sehr geil, der zeitlich passende Sommeranfang ;-)
  • Zeltplatz wieder C4.8 … beste Stelle ever seit 5 Jahren :twisted:
  • Konzerte … die großen haben nicht enttäuscht. Rage Against The Machine war super, RAMMSTEIN waren absolut genial und mein Top-Super-Duper-Highlight, Muse ganz vorne was ebenso Hammer! Blöd war irgendwie Kiss, so dass wir zu den Sportfreunden rüber sind. Was noch? Pendulum, Bullet For My Valentine, Rise Against (In Extremo ein klein bisschen), dann Rammstein und noch ein wenig Them Crooked Vultures. Am Samstag kurz Roman Fischer und Halestorm beim Schwimmbad suchen, dann Cypress Hill, Kate Nash (boar wie nervig), Kasabian, Editors, Kiss durch Sporties unterbrochen und danach Broilers gefolgt von Hammerfall. Sonntag As I Lay Dying, Lamb of God, Stone Sour, 30 Seconds to Mars und Muse.
  • Kein einziges Mal „Mila kann fliegen“ gehört …
  • Menschen aus Memmingen reden komisch
  • Zum Stadionbad kommt man nicht über das Festivalgelände selbst, nein man muss außen rum laufen … außerdem ist es keineswegs kostenlos wie wir eigentlich dachten :/
  • Handys, die im 3G-Netz eingewählt sind funktionieren bei den Bühnen nicht. Weder anrufen noch SMS schreiben ist möglich. Und das bei der Telekom, einem der großen Anbieter. Wenn man 3G ausschaltet geht’s wunderbar, allerdings konnten das die Handys von Tag 2 und 3 nicht (oder wie geht das bei Windows Mobile?) :/
  • Wenn man mich je von Religion – ganz besonders vom Islam – überzeugen wollte, dann sollte man eine extrem heiße Zigarettenverkäuferin neben mich setzen, die mir von Gott und der Welt erzählt. Fast hat sie mich so weit gehabt ;-)
  • Nur zwei blaue Flecken, keine gebrochene Nase oder aufgerissene Augenbraue
  • Pfandsammeln muss sich lohnen, überall Sammler mit Bändchen
  • Unglaublich viele Menschen, die über Zäune klettern um umsonst auf das Gelände zu gelangen. Keine Kontrollen an den üblichen Punkten (Wald!) und das Gefühl, dass so auch Assis/Diebe/etc reinkommen und all die Security im Ernstfall doch nix bringt (neben uns wurde ein Zelt ausgeraubt :/)
  • Die besten Nachbarn der Welt hatten wir und unsere „Crew“ war sowieso der Hammer
  • Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Free Willy, Toy Story, Charlie und die Schokoladenfabrik, Der Glöckner von Notre Dame :twisted:
  • Mehr Stühle mit heim genommen als hin gebracht
  • Sommer!
  • Große Straße im Süden als Parkplatz auszusuchen war eine super Idee. Macht zwar erst um 7 Uhr auf, aber wir standen keine 100 Meter vom Diskozelt entfernt. Ein super Ausgangspunkt um Sachen zu entladen
  • 24 Bier und 1 Liter Vodka reichen gerade so. Nächstes mal mehr Tetrapaks mit Wasser, denn bei Hitze ist die Wasserversorgung auf dem Bühnengelände wirklich schlecht, außer man will arm werden (macht halt Wasser für nen Euro oder so, aber nicht 3,x?!?! und dann nur Wasserstellen weit weit weg) …
  • Steffi war auf der Centerstage Bühne mit Jared Leto (Minute 2:15 und 2:20 jeweils kurz)
  • Ich hab mich heute morgen an der eigenen Toilette angestellt :D

Nächstes Festival kann kommen: Highfield. Allerdings hab ich grad das Line Up zum Reading Festival gesehen. Eine Woche später und 1000 Kilometer weit weg … aber das wäre schon geil irgendwie ;-)

P.S.: Hatte ein Shirt mit Aufschrift „Video games ruined my life good thing I have 2 extra lifes“ dabei und für’s Zeigen einen Halbflash bekommen. Auch nicht schlecht … u.v.a. merken für nächstes Jahr!

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Kino & TV

Was ich mir 2010 noch im Kino anschauen will

Eine unvollständige Liste um irgendwo eine Referenz stehen zu haben, vielleicht interessiert es ja wen. Einfach nur IMDB durchgegangen und nach Filmen gesucht, die dieses Jahr starten und irgendwie interessant klingen. Es ist durchaus möglich, dass die ein oder andere Perle sich erst kurz vorher offenbart, aber deswegen kann man die Zeit dazwischen ja ruhig mit Blockbustern oder schnöder Comedy füllen ;-)

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Nur mal so

So wird das nächste Jahrzehnt – ein Blick in die Glaskugel

2010

Das Jahr beginnt mit der Ankündigung eines Tablets von Apple. Es wird ihr erster, großer Griff ins Klo seit langem. Wenig später gewinnt Deutschland überraschend die Fußballweltmeisterschaft und der Krieg in Afghanistan wird endlich auch so genannt werden. Die Weltwirtschaft erholt sich wieder.

2011

Realtime Everything. Zeitungen werden langsam aussterben, Magazine überleben noch einige Jahre, bevor auch sie den digitalen Knall gehört haben. Alles wird Realtime und Google schließt sich mit Facebook und Twitter zu einem einzigen unverständlichen Kloß an Statusmitteilungen zusammen, der bei jedem vor 1980 geborenen Menschen zu epileptischen Anfällen führt. Zuckungen gibt es auch bei Investoren, die abermals Milliarden in neue Technologien wie präkognitive Nachrichtenberichterstattung pumpen. Die Nachrichten von Morgen, schon heute …

2012

Die Kepler Mission entdeckt erstmals einen erdähnlichen Planeten mit vergleichbarer Atmosphäre. Die auf dem Mars gefundenen Bakterien werden auf einmal völlig nebensächlich. Vor lauter Begeisterung wird ganz vergessen, dass die Welt zur Wintersonnenwende untergehen sollte.

2013

Die Welt ist nicht untergegangen und wir haben immer noch keine fliegenden Autos. Jedoch hört man immer seltener Benzinmotoren an Ampeln aufheulen. Die Beschleunigung von E-Motoren überzeugt auch die letzten PS-Prolle sich so ein Auto zuzulegen.

6 Jahre nach dem iPhone kommt eine völlig unbekannte Firma mit einem neuen Gerät auf den Markt, das eine direkte Gehirn-Maschine-Schnittstelle besitzt und funktioniert. Die Menschen sind begeistert und fragen sich, wieso das vorher noch keiner hinbekommen hat. Apple Fanboys ärgern sich zu Tode und warten auf das iBrain.

2014

Nach all dem Internet und Realtime Buzz werden Momente ganz ohne Netz immer wertvoller. Neben dem absoluten Rauchverbot gilt ab dem 1. Juli 2014 auch ein Handyverbot in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Bereits am 1. August wird es nach einem Volksentscheid wieder aufgehoben.

2015

Das globale Ölfördermaximum ( „Peekoil“ ) wird erreicht. Die Preise für Energie steigen enorm an und Staaten, die immer noch auf Energieimporte und Benzinautos setzen haben es schwer. Plastik wird ebenso teurer wie so gut wie jedes Produkt, das auf Öl basiert. Bioläden boomen, weil sie erstmals günstiger als reguläre Supermärkte sind.

Großbritannien führt den Euro ein und es wurden noch keine Hoverboards erfunden.

2016

Die Energiekrise bestimmt das Leben auf dem Planeten Erde. Durchbrüche bei Solarenergie und Kernfusion sind nicht auszumachen und keiner kann die olympischen Spiele von Rio sehen, da in den Sommermonaten die Energie für wichtigere Dinge gebraucht wird. Dafür erfreuen sich 00-er Partys erhöhter Beliebtheit. „Party like it’s 2009!“ wird zu einem geflügelten Wort …

2017

Ein Durchbruch bei der Energieerzeugung. Der Forschungsreaktor Iter erzeugt erstmals stabil mehr Energie als in die Fusion hineingesteckt wurde. Möglich wurde das durch die bahnbrechenden Forschungen am größten Teilchenbeschleuniger der Welt und dem gleichzeitigen Eintreten der Singularität gepaart mit Fortschritten in der Nanotechnologie.

2018

Nach überwundener Krise können die Menschen in Deutschland nun endlich auf ihren 2009 gekauften Fernsehern das Programm in HDTV genießen und man entschließt sich in Gemeinden und bei Siemens nicht mehr auf den Internet Explorer 6 zu setzen. Da kein Mensch mehr mit dem technologischen Fortschritt der „denkenden Maschinen“ mitkommt, entschließt man sich das ganze ruhig angehen zu lassen. Die hohe Arbeitslosigkeit der vorangegangen Krise stört auf einmal niemanden mehr. Wir werden faul und dick und lassen uns von Robotern den Arsch abwischen.

2019

Die Maschinen übernehmen den Planeten und versklaven uns Menschen. Einige wenige auf dem Mond lebende Exemplare haben Glück, dass sich die Maschinen nicht für den toten Felsbrocken interessieren. Wenige Monate später geht auch dort das Licht aus als die rein männliche Crew erkennt, dass sie nicht den Fortbestand der Menschheit sichern können.

Happy New Year und Tschüss 2009! War nett mit dir, aber irgendwie passte es nicht so ganz mit uns. Können ja Freunde bleiben … lass uns doch mal telefonieren oder irgendwann ins Kino gehen. Ach ja, bin jetzt mit 2010 zusammen ;-)

P.S.: Fühlt sich komisch an im Artikelfenster jedes einzelne Datumsfeld anpassen zu müssen und 2010 zu schreiben. Die Zukunft! Das Jahr in dem wir zurückkehrten! Oder wahrscheinlich eher nicht …