Kategorien
Nur mal so

Global Dimming?

In einem Video gefunden bei denQuer geht es um Global Dimming (Globale Verdunkelung). So hat sich die Sonneneinstrahlung, die die Erde erreicht in den letzten Jahrzehnten auf Grund von Schmutzpartikeln in der Luft deutlich reduziert (Wikipedia spricht von 4%, das Video teilweise noch von mehr). Messwerte um den 11. September 2001 herum zeigen sogar, dass die drei Tage in denen kein Flugzeug in den USA fliegen durfte durchaus einen Einfluss auf das Klima hatten. Die These des Videos: durch die Vermeidung von Abgasen beschleunigen wir das Phänomen „Global Warming“ noch anstatt es zu bekämpfen. Was meint ihr?

Ist schon witzig was man so alles an Theorien ausgraben kann, wenn man mal danach sucht … oder? Allein schon die Leute, die in den Kommentaren zum Klimaschwindel (hab da übrigens einen Ausschnitt aus der Doku eingefügt) oder in den Kommentaren des oben verlinkten Artikels zu Worte kommen ;-)

4 Antworten auf „Global Dimming?“

Hi,

ich bin ja hier der Ansicht, dass in allem, was so gesagt wird ein kleiner Funken Wahrheit drin steckt. Die Öl-Konzerne genau so wie Greenpeace. Das Problem ist einfach, dass wir aktuell in einer Situation sind, von der wir, aufgrund von Beobachtungen in der Vergangenheit, ein bisschen vorhersagen können, wo die Reise hingehen wird.
Das ist aber auch schon das einzige, was man mit Sicherheit behaupten kann. Alles andere sind nur Überlegungen, von Leuten die das Ziel haben, das Handeln anderer Menschen in irgendeiner Art und Weiße zu beeinflussen. Die Öl-Konzerne wollen natürlich, das wir denen weiterhin Ihr Öl abkaufen. Greenpeace will das nicht. Aber was will Greenpeace, sind die wirklich so wie sie tun?
Neulich hab das hier gefunden:
Lidl nimmt in großer Stückzahl das Greenpeace-Magazin ab und „verkauft“ es dann in den Läden, und hat dann plötzlich erstaunlich gute Wertungen bei einer Greenpeace-Studie.
http://www.stern.de/tv/sterntv/590945.html?nv=cp_L2_

Die Öl-Konzerne machen es nicht anders, wem willst du also glauben?

Grüße

Flo

PS: Meine ganz persönlich, aber vermutlich belanglose Meinung ist, dass wir grundsätzlich mit den Rohstoffen, die uns zur Verfügung stehen, sparsam und möglichst effizient umgehen sollten, wenn nicht der Erde, dann wenigstens dem Geldbeutel zu liebe.
Ein Beispiel: Meine Eltern leben auf dem Dorf und haben dort einen großen Stall. Der hat ein perfektes Dach, ideale Neigung und perfekt nach Süden. Noch vor dem nächsten Sommer wird auf dem Dach eine Solar-Anlage gebaut werden, die den Strombedarf meiner Eltern um mehr als das Fünffache decken wird. Den Überschuss werden sie ins Stromnetz einspeißen, bzw. die Warmwassererzeugung für Heizung usw. mit Durchlauferhitzern unterstützen um weniger Gas zu brauchen. Das kostet freilich Geld, aber meine Eltern bekommen den Strom garantiert zu einem festen Preis abgenommen, was dazu führt, dass das Geld, was die Anlage einbringt dafür ausreicht, die Anlage zu bezahlen. Die Investition trägt sich also selbst und fährt in ca. acht bis zehn Jahren (die genau Zahl hab nicht mehr Kopf) Gewinn ein.

Das mit den Solarpanels funktioniert hierzulande aber auch nur weil es massiv subventioniert wird. Schließlich müssen die anderen Kunden den Solarstromerzeugern den erzeugten Strom bezahlen.

Aber es ist ein guter Weg die Technologie zu etablieren, denn irgendwann werden die Dinger dann hoffentlich effizient genug sein um sich selbst auch ohne Subventionen finanzieren zu können. Und ich hoffe sehr, dass das bald passieren wird.

Von der Rückspeisung ins Stromnetz von so kleinen Solaranlagen wie sie auf Wohnhäusern installiert werden halte ich allerdings nichts. Verliert man durch die Transformationen nicht unheimlich viel Energie? Oder speist man so dann direkt die Nachbarn mit? Wie funktioniert das?

Wie das genau funktioniert kann ich leider nicht sagen. Ich weiß allerdings, dass die Solaranlage eigentlich nur den Ladestrom für ein riesen Heer an Batterien liefert und wenn die voll sind, oder aber zu viel Strom erzeugt wird, wird der ins Netz gespeist. Ich glaube, das dadurch die Nachbarn schon indirekt gespeist werden, weil der Strom ja nicht erst wieder zum nächsten Umspannwerk geht und dort eingeleitet wird, sondern der sollte IMHO direkt auf die Hausanschlussleitungen gelegt werden, womit der Netzbetreiber ja dann weniger Strom in diesen Abschnitt einspeisen muss.

Ganz nett aufgemacht. Aber der Fakt ist seit Ewigkeiten bekannt und entkräftet übrigens auch einige dämlich-populistische Thesen, gegen Ende der letzten Eiszeit wäre zuerst die Temperatur angestiegen und dann hätten die CO_2-Konzentrationen in der Atmosphäre nachgezogen. Im IPCC-Bereicht stehen diese ganzen Daten auch drin, nur liest den ja niemand, bevor er zerlegt wird. Die Partikelkonzentrationen in der Atmosphäre lassen sich über einen recht langen Zeitraum ziemlich genau rekonstruieren, u.a. über Einschlüsse in polaren Gletschern.
Der Einfluss von Vulkanausbrüchen beispielsweise war übrigens schon lange vor solchen industriellen Ausstößen bekannt. Zur Hochzeit der Industrialisierung war übrigens aufgrund der hier diskutierten Wirkungen laut einem weitgehenden Konsens der ernstzunehmenden Klimaforscher die Temperatur über Mitteleuropa und weiten Teilen der übrigen Welt geringer als heute. Trotzdem profitieren wir als Menschen natürlich von einer reduzierten Emmissionsrate. Heute erinnert sich kaum einer daran, wie es nach dem 2. Weltkrieg noch im Ruhrgebiet zuging und wie die Lungen der Kinder dort aussahen.

Kommentare sind geschlossen.