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Meckerecke Modellflug

Bestellungen in China und wenn dabei mal was schief läuft

Man kennt das ja … der gemeine Hobbyist findet europäische Preise viel zu teuer und hat genug Zeit, also bestellt er in China wo das ganze für einen Bruchteil zu haben ist. Lieferzeit: 2-4 Wochen … in der Regel.

Bisher ist es mir ja noch nicht passiert, aber diesen Sommer (ja, ist schon eine Weile her) habe ich mir eine FPV Kamera bei Kamera2000 bestellt. Preiswert und wurde auch oft in Foren genannt. Leider war das Modell, das mich nach nur 10 Tagen erreichte, defekt und zeigte kein Bild an. Also den Support kontaktiert (tatsächlich deutschsprachig).

Nach ein paar Emails hin und her war dann auch für sie klar, dass die Kamera tatsächlich defekt ist. Ich solle die Kamera zurück nach Shenzhen schicken und bekäme eine neue zugeschickt. Das war am 29. Juli 2013 ;-)

Drei Wochen später habe ich mal nachgefragt und der Support meinte sie haben meine Rücksendung noch nicht erhalten. Ein Missverständnis also … erst Rücksendung, dann Ersatz. Na gut … am 17. August wurde mir dann versichert, dass die Ersatzkamera aber sofort losgeschickt wird.

Wieder drei Wochen später habe ich nochmal nachgefragt. Es wurde bestätigt, dass meine Rücksendung ankam und geschrieben, dass die Ersatzkamera sofort verschickt wird. Unfähiges Pack, habe ich mir dabei gedacht … das war am 7. September.

Gestern habe ich dann nochmal nachgefragt. Mir wurde bestätigt, dass die Kamera „vor einigen Tagen“ verschickt wurde, aber im Zoll in Hongkong steckt und am Mittwoch (morgen) erst weiterreisen wird.

Von der Bestellung Mitte Juli bis jetzt sind 10 Wochen vergangen. Um ein paar Euro zu sparen … man muss bei Fernost eben wirklich viel Zeit mitbringen bzw. einplanen. Aber hey, wer hat die nicht?

Nachtrag (23. Oktober 2013):
Die Ersatzkamera kam nach nun ziemlich genau 3 Monaten an und funktioniert. Fazit: China kann ziemlich günstig sein, aber man muss schon bei der Bestellung enorm viel Zeit mitbringen und im Fehlerfall einen ganzen Berg (ja, es sind fast schon geologische Zeiträume von denen wir hier reden) davon! ;-)

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Modellflug

FPV Träumerei

Damit es irgendwo festgehalten ist ein kleiner Tagtraum wie ich mir FPV Fliegen bzw. eine Lösung für mich vorstelle.

Das Flugzeug bzw. der Quadrocopter überträgt ein analoges Videosignal an die Bodenstation. Digital wäre natürlich schöner, aber hier gibt es noch keine brauchbaren Lösungen. Momentan benutze ich dafür eine fest (Flugzeug) bzw. beweglich (Copter) montierte GoPro. Großes Sichtfeld und zeichnet gleich noch das Video in guter Qualität auf. Vorstellbar wäre hier auch ein Raspberry Pi mit dem neuen Kameramodul, der dann auch noch ein wenig Steuerung/Logik übernehmen könnte. Vielleicht kann man so auch komplett auf einen Arduino mit MultiWii verzichten … wer weiß?

Wie dem auch sei, die eigentlich Arbeit wäre in der Bodenstation zu erledigen. Ein Raspberry Pi oder evtl. auch ein Android Tablet würden dann das analoge Video zusammen mit Telemetrie empfangen und daraus ein hübsches „Cockpit“ für die Oculus Rift bereitstellen. Mit einer GoPro als Quelle könnte man sich virtuell relativ nah vor das Bild setzen und die Kopfbewegungen lassen einen trotzdem in der Welt herumschauen (im begrenzten Sichtfeld der Kamera). Wenn die Kamera beweglich montiert wäre (Copter) könnte man die Kopfbewegung auch per Lehrer/Schüler-Kabel über die Fernsteuerung zurück an das Flugmodell senden. Auf dem virtuellen Boden könnte man ein Satellitenbild oder eine normale Karte mit der Position einblenden.

Proof of Concept auf einem Laptop. Zeitplan … tja, daran hapert’s, aber das Jahr ist ja noch jung ;-)

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Modellflug

Kleines Hobbyupdate

Die Fliegerei und das tolle Gefühl, wenn mal wieder Pakete ankommen, die man vor Tagen/Wochen/Monaten bestellt hat, und schon gar nicht mehr weiß was man so erwartet ;-) Letzte Woche hat mein Flieger eine Bruchlandung in einen Baum hingelegt. Die Pfeil & Bogen Aktion um ihn wieder herunter zu bekommen hat ihn ziemlich mitgenommen, aber ich denke er fliegt noch mal.

In der Zwischenzeit kam ein GPS für das Flugzeug an und der Copter hat eine Kamerahalterung bekommen, die Pitch und Roll ausgleichen kann bzw. die Kamera frei bewegen kann. Das sollte interessantere Videos geben, ist für FPV wohl aber nicht so gut geeignet, außer man fliegt im Levelmodus. Mit der kompletten Videoausrüstung und Akku wiegt der Quadrocopter jetzt 1400 Gramm statt vorher nur 1000. Das dürfte eine stark reduzierte Flugzeit zur Folge haben, ich tipp mal auf 6-7 Minuten mit einem 2200-er Akku. Blöd ist auch, dass ich noch nicht weiß wie ich diese Halterung befestigen soll. Momentan hängt sie mit Kabelbinder am Landegestell :-)

Und noch ein Paket kam an … eine zweite Turnigy 9X Fernsteuerung. Damit kann man theoretisch zu zweit fliegen, dient aber mehr als Ersatzteil, falls ich beim Umbau etwas verbocke. Würde nämlich gerne eine andere Firmware aufspielen und nunja, hab schon mal eine Spannungsregler da drin zerstört. Sicher ist sicher und Freunde freuen sich vielleicht, wenn sie mal mitfliegen können ;-)

Ach ja … und rote Farbe für das Flugzeug!

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Erlangen Modellflug

Springbäume

Springbaum, der
Wortart: Substantiv, maskulin
Worttrennung: Spring -- baum
Bedeutungsübersicht:

  1. Holzgewächs mit festem Stamm, aus dem Äster wachsen, die sich in Laub oder Nadeln tragende Zweige teilen, das die Fähigkeit besitzt einem Flugobjekt in den Weg zu springen

Tja, so einer hat mein Flugzeug Donnerstag Abend vom Himmel geholt und nach stundenlangem Steinewerfen und Bambusstangen aus dem Baummarkt zu einem langen Stock verbauen haben wir dann aufgegeben (zu dunkel für weitere Aktionen). Wenn wir’s nicht schaffen, dann holt ihn auch kein anderer runter. Aber ein bisschen mulmig war mir schon, denn auf dem Flugzeug stand kein Name, keine Adresse und keine Telefonnummer und die Kamera und Videofunke machten es schon zu einem lohnenden Fang. Aber es war ja gut getarnt …

… so gut, dass wir gestern Mittag erst dachten es sei schon runtergefallen und jemand hat es mitgenommen. Es befand sich nur wesentlich höher als angenommen ;-)

Den Flieger vom Baum zu bekommen war dann zwar recht zeitraubend, aber simpel: alten Sportbogen herausgekramt und Drachenschnur an Pfeile gebunden und diese nach einigen Zielübungen in der Nähe des Flugzeuges untergebracht. Viele Pfeile und Rüttelaktionen (ich habe auch einmal den Rumpf durchgeschossen, aber da kam nur eine Tragfläche runter) waren dann endlich alle Teile des Fliegers am Boden. Die Brüche in den Flügeln und am Höhenruder sind bereits geklebt und der Akku hat scheinbar auch keinen bleibenden Schaden von der Tiefentladung mitgenommen. Das Video (mit „Landung“) seht ihr ja oben, d.h. der GoPro geht es auch gut.

Fazit:
Weit weg von Bäumen fliegen und wenn was passiert unbedingt Freunde anrufen, die allesamt gerne mindestens Zuschauer sein wollen. Das macht das ganze erträglicher und wesentlich spaßiger. Und ab und zu braucht man ja ein Abenteuer, das man weitererzählen kann ;-)

P.S.: Ich habe übrigens auch auf Twitter und Facebook nach Ratschlägen gefragt. Über 100 Kommentare und teilweise wohl nicht so ernst gemeinte Tipps („Felix Baumgartner sucht neue Herausforderungen!“) sammelten sich da im Lauf des Abends/Vormittages. Was für eine Aktion …

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Lokales Modellflug

Möhrendorf Panaroma aus der Luft

Ich konnte nicht widerstehen, auch wenn die Resultate etwas schlecht sind, aber bei einer Kurve waren zwei Fotos gut genug um daraus ein Panorama zu machen. Möhrendorf von oben … mit Mühlentheater im Vordergrund ;-)


Unbedingt auf das Bild klicken um die große Version zu sehen!

Ein Video des heutigen Fluges gibt es zwar auch, aber Rumgegurke über der immergleichen Gegend ist glaube ich nicht sooo super spannend und bedarf eines Zusammenschnitts und das dauert, also irgendwann die Woche ;-)

Erzählt wird trotzdem. Je öfter man Modellfliegt, desto sicherer wird man. Das war schon beim Quadrocopter so, das ist scheinbar auch beim Flugzeug so. Trotzdem wäre ein „Sicherheitsnetz“ was feines. Momentan würde bei einem Senderausfall das Ding einfach gerade aus weiterfliegen bis es im Gleitflug irgendwo landet oder hängen bleibt. Wiederfinden schwierig … also muss GPS mit Autopilot her, dann kann ich mich auch mehr trauen.

So bin ich nur im Bereich geflogen wo ich das Modell gut sehen kann und da gab es eigentlich keine Probleme mit dem Funk (und auch der Videoübertragung). Eigentlich? Ja, wenn das Modell über mir fliegt, dass fällt das Video aus. Daran habe ich nicht gedacht, als ich mal versucht habe nach dem Videobild zu fliegen. Und dann habe ich das Modell am Himmel gesucht … gehört hat man es ja noch, aber ich hab’s nirgends gesehen. Wo war es? Natürlich über mir! Einige Schrecksekunden, die nicht sein müssen. GPS mit Autopilot muss her ;-)

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Modellflug Video

Kurzer Rundflug am Mühlentheater

Wirklich nur ein sehr kurzer Rundflug mit der GoPro am Cockpit befestigt (siehe letzter Blogeintrag). Leider klappte die Kamera beim Startwurf nach hinten (Schraube nicht festgezogen) und so konnte ich nicht mal probieren nach Monitor (FPV) zu fliegen ;-)

Morgen soll es regnen, also dann vielleicht Samstag oder Sonntag nochmal probieren :D

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Modellflug

Vor dem ersten FPV Flug

image

Das ist das Setup. Ich war gerade auf einem ruhigen, einsamen Feldweg um ja keine nervigen Zuschauer zu haben (so schon aufregend genug) und los ging es :-)

Leider habe ich vergessen die Kamera festzustellen, so dass sie beim los fliegen leicht nach hinten geklappt ist. Man wird es im Video sehen. FPV fliegen war damit nicht so richtig möglich, aber ich kann sagen dass das Bild nicht ausgefallen ist und der Sonnenuntergang bestimmt ein hübsches Video gibt. Nächstes Mal dann Reichweitentest (von der Videoübertragung) …

Bis denne

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In eigener Sache Modellflug

FPV Vorbereitungen

Ihr erinnert euch vielleicht noch, aber ich frische einfach mal euer und mein Gedächtnis auf. Im August letzten Jahres hatte ich die bescheuerte Idee mit einem Android-Smartphone einen Quadrocopter bauen zu wollen. Ich habe es mir dann doch anders überlegt und im Oktober angefangen ein Modell Marke Eigenbau zu bauen.

Das hat nicht so richtig geklappt, denn eigentlich wollte ich ja meine eigene Software dafür schreiben. Ohne Erfahrung auf dem Gebiet war das ein wenig hart und es kam der Winter. Im April diesen Jahres habe ich mich dann dazu entschieden die MultiWii Software so anzupassen, dass sie auf meiner Hardware läuft. So richtig hat auch das nicht geklappt und so habe ich mir die wesentlichen Komponenten neu und von der Stange gekauft und damit flog er tatsächlich mal. Den richtigen Erstflug gab es aber erst Ende Juni und … nunja … der Quadrocopter hat es nicht überlebt ;-)

Der Schaden war schnell repariert und ich bin seit dem immer mal wieder unterwegs gewesen, aber habe hauptsächlich kurz im Garten geübt (ein Akku hält ja nur 10-12 Minuten). Im August bin ich dann vom Arduino ProMini auf den Mega 2560 umgestiegen. Der ist zwar nicht schneller, aber hat wesentlich mehr Platz und I/O Ports. Wunderbar für Experimente, die ich eigentlich bloggen wollte, aber nie dazu kam.

Und dann kam der September und ich sollte mir was zum Geburtstag wünschen. Es gab einen Easy Star II als Bastelset. Waaaaas? Ein ferngesteuertes Flugzeug? Ein FLUGZEUG? Ja :-)

Auch das hat anfangs nicht so gut geklappt wie erwartet, aber das Material aus dem es besteht lässt sich scheinbar sehr gut kleben. Am Wochenende gab es dann also den ersten dokumentierten Flug (Video) bei dem das Modell auch wie ein normales Flugzeug gelandet ist und sich nicht senkrecht in den Boden rammte. Äußerst aufregend! Einerseits ist ein Flugzeug einfacher zu steuern, andererseits ist so ein Ding ganz schön schnell unterwegs.

Tja und jetzt? Der Titel des Artikels heißt ja FPV Vorbereitungen. Nun … im August gab es da noch dieses kleine Kickstarter Projekt namens Oculus Rift. Ich finde die Idee super und hoffe ich kann die Brille später irgendwie auch als Display für FPV-Flüge gebrauchen. Man wird sehen. Für den Moment habe ich mir nur einen Videosender geleistet (in Deutschland legal verwendbare kosten ganz schön viel Geld, während man auf Ebay für 60 Euro Komplettsysteme bekommt, die leider nicht zugelassen sind). Eine Modellflugversicherung (beim DMFV) habe ich mittlerweile auch und man will ja nicht, dass die wegen irgendwas meckern können.

Dazu ein 7″ Monitor von Ebay (das Billigste vom Billigsten) und das ganze heute zusammengebaut. Von Hobbyking sind noch ein paar zirkulär polarisierte Antennen unterwegs damit der Videoempfang nicht abreißt, wenn die Antennen mal nicht exakt in der gleichen Ebene liegen. Um während des Fluges über den Zustand des Modells informiert zu sein, habe ich meine Fernsteuerung auf das FrSky System umgestellt. Die Empfänger haben einen Rückkanal und am Sender habe ich einen Bluetooth Dongle befestigt. Mittlerweile gibt es 3 verschiedene Android Apps um die Daten auf dem Smartphone/Tablet angezeigt zu bekommen. Perfekt ;-)

Allerdings ein wenig umständlich dann auf zwei Bildschirme schauen zu müssen. Zwar kann man sich die Werte auch vorlesen lassen (hauptsächlich Empfangsstärke und Akkuspannung), aber mein Plan ist es diese Telemetriedaten irgendwie als OSD in das Videobild einzublenden und zwar am Boden und nicht im Modell wie sonst üblich. Ich verspreche mir davon den Vorteil, dass das Flugzeug theoretisch auch mit künstlichem Horizont noch halbwegs zu fliegen wäre bis das Videobild wieder kommt. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass das Video noch empfangen wird, aber die Fernsteuerung nicht so weit funkt, dann sollte der Autopilot übernehmen und das Flugzeug Richtung Startplatz steuern. Außerdem ist das für die Darstellung mit der oben genannten Brille unbedingt nötig. Zur Auswahl für die Implementierung stehen Laptop, ein Androidtablet oder vielleicht auch ein Raspberry Pi. Letzteres ist mein heimlicher Favorit.

So das war’s erstmal. Viel Text. Damit mir keiner nachsagt ich würde nur Videos posten!

Ich halte euch auf dem Laufenden, ob und wie das alles so klappt. Der Quadrocopter fühlt sich hoffentlich nicht zu sehr vernachlässigt. Wenn FPV mit dem Flugzeug gut klappt, darf er allerdings auch mal ran :D

P.S.: FPV ist in Deutschland wohl nur im Lehrer-/Schülerbetrieb korrekt durchzuführen, d.h. ein Kumpel muss mit einer zweiten Fernsteuerung und ständigem Sichtkontakt übernehmen können sobald was faul läuft. Ich halte das für unrealistisch und glaube auch nicht, dass die Mehrheit das so macht. Sinn und Zweck soll die Kontrolle des Modells auch bei Verlust der Videoübertragung zu gewährleisten und weil eine Sicht aus dem Cockpit scheinbar nicht als Sichtflug zählt. Nunja, die Reichweiten der gängigen Ausrüstungen werden in Kilometern gemessen und der unkontrollierte Flugraum geht an vielen stellen bis über 700 Meter hoch. Wer kann da so ein Modell noch mit bloßen Augen erkennen? Und ist ein Autopilot, der im Notfall übernimmt, da nicht wesentlich sinnvoller? Wenn auch die normale Funkverbindung abbricht kann der „Lehrer“ ja sowieso nichts ausrichten … und ohne Video sollte die Rückkehr mit der Telemetrie auf jeden Fall auch klappen, wenn auch Hindernissen ausweichen so nicht möglich ist.

P.P.S.: Teuer, aber spaßig! Der Einstieg kann aber auch ziemlich preiswert sein (z.B. hier ein Easy Star Nachbau bei Hobbyking aus dem Deutschen Lager flugfertig inkl. Fernbedienung für knapp 80 Euro), aber es kommt dann doch ständig irgendwas neues dazu. Flugstabilisierung, größere/mehr Akkus, Kamera, bessere Fernsteuerung, etc. Will den nicht wer bestellen und zusammen mit mir fliegen und abhändig werden? ;-)