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Die Nacht der langen Wissenschaften

Gestern Abend war in unserer Metropolregion wieder einmal die Lange Nacht der Wissenschaften. Ich habe mich mehr oder weniger bewusst einer Gruppe von Nichttechnikern angeschlossen. Es gibt zwar auch genug technisches, was man noch nie gesehen hat, aber mal was ganz anderes war schon eine gute Wahl.

Der Tour 111 folgend waren wir zuerst bei einer Gedächtnisüberprüfung. Leider zur falschen Zeit (für einen wirklichen Test), aber immerhin konnten wir uns an einem Computer messen ;-). Es folgte der Altbau des Universitätsbibliothek. Dort gab es eine Führung durch die „historischen Räumlichkeiten“ (die alle noch die originalen, funktionierenden Heizungen, Waschbecken und Fenstergläser haben). Besonders schick der alte Lesesaal der Professoren. Danach gab es noch eine Führung durch das Magazin. Dort lagern (noch ausleih- bzw. mindestens lesbare) Bücher in 5 Stockwerken, die auf Anfrage per Förderband unter der Straße zum Neubau gebracht werden. Wer wusste, dass ganz am Anfang die Mensa im Keller dieses Gebäudes eingerichtet war? Auch was neues ;-)

Daraufhin haben wir uns kurz den Neubau angeschaut (und den eigenen Namen in Gold pressen lassen), aber den kennt man ja. Also rüber zur Mineralogie. Leuchtende Stoffe, eine Livekristallisierung und ganz viele Steine. So ein Uranglas für zu Hause wäre schon was … könnte ich im dunkeln vor dem Computer jedenfalls nicht mehr verfehlen ;-)

Nach einem Stopp in einem großen Schnellrestaurant folgte die Kopfklinik, wo wir erfuhren, dass wir leicht gefährdete Alkoholiker sind. Man trinkt hierzulande durchschnittlich einen halben Liter Alkohol (alkoholhaltige Getränke) am Tag. Respekt! Die reine Menge Alkohol war glaube ich bei 10 Litern im Jahr oder so. Ich „crave“ dann mal weiter …

Es folgte die Palmeriadingensbummens. Das lustige DNA-Puzzle haben wir ausgelassen, aber einen Geschmackstest haben wir mitgemacht. Meiner Meinung nach waren das die gleichen Käse … von wegen zwei verschiedene.

Im Audimax gab es dann neben der Zaubervorlesung, die wir nicht besucht haben, eine „Modenshow“. Dahinter gab es dann interessanterweise eine Ausstellung von Futuramaköpfen nur ohne Wasser und aus Gips und viel älter. Dazu noch diverse andere Museumsstücke. Ich wusste gar nicht, dass Erlangen so was „rumliegen“ hat. Den dortigen Chillout-Room haben wir auch gleich genutzt um bei Bildern aus Afrika und Kirgisien für die letzten Stationen Energie zu tanken. In dem Raum chillte übrigens auch ein gewisser Informatikprofessor der Theorie des dritten Teiles *g*

Danach wollten wir eigentlich zur Japanologie, aber die hatten wegen Überfüllung geschlossen. Nicht nett!

Und dann waren wir auch schon beim letzten Punkt angekommen. Dem Seismologischen Zentralen Observatorium in Erlangen! Ja ganz recht, da laufen alle Daten von Deutschland zusammen. In Erlangen! Ich wusste nicht, dass wir so etwas haben ;-) Der dortige Vortrag war recht interessant, aber noch interessanter ist ja die Homepage. Dort gibt es nämlich Listen von aktuellen Erdbeben (inkl. Epizentrum und Angabe der Stärke). Wenn sich da mit Google Maps mal nicht was machen lässt? ;-)

Alles in allem war es ein sehr informativer Abend. Leider hat es am Ende angefangen zu regnen, was ein Problem war weil ich mit dem Fahrrad unterwegs war. Aber das war dann auch nur halb so wild wie es sich anhört. Ein schöner Abend an dem ich viel neues gesehen habe, aber auch viel altes (mehrdeutig, haha!) … es hat sich also wieder mal gelohnt. Nächstes Jahr dann mal die Nürnbergtour!

P.S.: Tapfer ihr seid, wenn ihr tatsächlich bis hierher gelesen habt. Leider habe ich keine Bilder um das ganze aufzupeppen. Eine gute, kleine Digicam wäre mal was für Weihnachten, wenn die Xbox nicht im Weg steht ;-)

8 Antworten auf „Die Nacht der langen Wissenschaften“

Schöne Zusammenfassung eines interessanten Abends. Ich war zwar echt müde, als ich endlich (nass) daheim war, aber es hat sich ja gelohnt. Schade nur, dass die Kinderpsychatrische Abteilung schon zu hatte, das wäre sicher sehr interessant gewesen. Aber die Kinderchen brauchen ja ihren Schlaf und dafür wissen wir jetzt, dass wir wahrscheinlich „riskante Trinker“ sind. Du hast übrigens noch den Chillout-Room vergessen!

Stimmt, Andrea! Ich trag’s gleich nach.

Und auch stimmt, Yves! Aber ich hab nur ein einziges Foto gemacht und so spitze finde ich die Fotos nicht mehr. Aber mittlerweile gibt es ja superflache Kamera, die das Objektiv innendrin vertikal angeordnet haben und trotzdem dreifach Zoom haben, etc pp .. bald ist Weihnachten ;-)

Ich find das mit dem „Förderband unter der Straße“ sehr toll…
Aber noch geiler wär ein Förderband so im 3. Stock über die Straße, umgeben von transparentem Aluminium!

Wieder eine Anwendung mehr dafür gefunden! Wow!

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