iPod Zusatzbatterie selber basteln

iPod Zusatzbatterie

  1. Bei Conrad folgendes bestellen:
    • USB Buchse Typ A (716258 – 62)
    • 7805 Spannungsregler (179205 – 62)
    • 2 Kondensatoren 4,7 µF (446114 – 62)
    • Batteriehalterung für 8 Mignonzellen (615609 – 62)
    • SMD SCHALTER 1 XU (704717 – 62)
  2. Die beiden Kondensatoren mit den Kathoden (= kurzen Beinchen) an den mittleren Kontakt des Spannungsreglers löten, die Anoden jeweils an einen der beiden äußeren Kontakte. Die gewählten Kondensatoren sind vielleicht ein wenig klein (100 µF wären besser), aber es reicht für diese Anwendung
  3. Den Pluspol der Batteriehalterung über den SMD-Schalter an den IN-Kontakt des Spannungsreglers löten, den Minuspol direkt an GND (nötig um das Batterieback vom Regler zu trennen, weil dieser sonst auch Strom verbraucht und die Batterien nach einigen Tagen leer gesaugt hat)
  4. Den OUT-Kontakt des Spannungsregler an Pin 1 der USB Buchse löten, GND an Pin 4
  5. Alles ordentlich isolieren und verkleben (Heißkleber oder ordentlich Epoxidharz)

Fertig ist ein Batteriepack für 8 Mignonzellen, das über eine USB-Buchse 5V an jedes angeschlossene Gerät abgibt. Im iPod nano werkelt eine 3,7 V LiIon-Batterie mit 330 mAh. In meiner „Zusatzbatterie“ werkeln 12 Volt bei … nun … keine Ahnung wieviele mAh so eine Alkalinebatterie im Schnitt hat … nehmen wir mal an so viel wir ein normaler Akku mit 2500 mAh. Dann sollten mit ein bisschen Verlust durch den Spannungsregler (der iPod zieht beim Abspielen etwa 75 mA aus den Batterien, die Schaltung sollte 1-2 Ampere vertragen, wird also kaum warm) über 30 Stunden Spielzeit möglich sein.

Close Up

Kleine Anekdote zum Schluss. Ich habe auch versucht ein echtes Netzteil zu „faken“. Warum ein teures iPod Netzteil kaufen, wenn eigentlich auch ein billiges USB-Hub gehen sollte. Nun, es geht nicht. Es scheint den iPod zwar mit Energie zu versorgen, aber das Ladesymbol erscheint nicht. Womöglich prüft der iPod ob an den beiden anderen USB-Kontakten (Pin 2 und 3) irgendwas anliegt und wartet dann erst brav auf die Bestätigung durch den USB Host, dass er mehr Strom ziehen darf. Also entweder das Hub „zerstören“ oder damit Leben … ich werde bei Gelegenheit mal ausprobieren ob es tatsächlich nicht läd. Denn eigentlich sind laut USB-Spezifikation 100 mA erlaubt, wenn man sich noch nicht angemeldet hat und so viel braucht der iPod ja scheinbar nicht …

P.S.: Wohoo … niemals mit einem Messgerät die Stromstärke von 8 Mignonzellen messen, wenn es zu dünne Kabel hat. 7,6 Ampere bei 12 Volt sind über 90 Watt, die so ein Kabel ganz schön zum Glühen bringen :-)

Nachtrag:
Das Batteriepack scheint den iPod bei meinen ersten Tests tatsächlich direkt mit Strom versorgt zu haben. Die gemessenen 75 mA waren doch etwas zu niedrig für einen Ladestrom. Etwas leer gespielt zieht der iPod 250 mA mit Displaybeleuchtung und 200 mA nachdem es nicht mehr leuchtet. Das heißt wohl, dass die zusätzlichen Batterien zuerst den Akku des iPod aufladen und danach ihn selbst mit Strom versorgen (wäre jedenfalls schön wenn die 75 mA nicht einfach nur irgendein Bauteil zum Glühen bringen). Das ändert an der Rechnung im Prinzip nichts. Gut … vielleicht ist es nicht sehr effizient ständig den Akku mitzuladen, aber wie schon gesagt, passiert das vielleicht gar nicht. Was allerdings passiert ist eine enorme Wärmeentwicklung am Spannungsregler, wenn geladen wird. Von 12 auf 5 Volt ist es ja auch ein ganzes Stück. Ich hab’s auch gerade mal ausprobiert die 8 Mignonzellen parallel zu schalten. Dann wären es 6 Volt auf 5 Volt. Allerdings weiß ich nicht wie schnell die Spannung von Batterien abfällt und der Spannungsregler dann aussteigt. Irgendwie blöd. Also Fazit: Design Nummer 1 funktioniert halbwegs (vielleicht noch 2 Batterien rausnehmen für den Dauergebrauch) … aber es gibt wohl weniger verschwenderische Möglichkeiten … diese Lösung beheizt eher die Luft als den iPod :-)

16 Antworten auf &‌#8222;iPod Zusatzbatterie selber basteln&‌#8220;

  1. Warum 12 Volt und über die Hälfte verheizen anstatt von 6 runter auf 5 Volt mit einem Lowdrop-Regler oder einer Diodenschaltung?

    Zur Sache mir dem Netzteil: versuch mal einen Lastwiderstand in Reihe zu schalten während du das Netzgerät benutzt. Die Laderegler in diesen Geräten erwarten einen ganz bestimmten Innenwiderstand, sonst springen sie nicht an.

  2. Jepp mittlerweile habe ich im 8-er Batteriepack nur 4 Batterien drin. Damit klappt es natürlich auch wunderbar und es wird nicht mehr so viel verheizt :-)

  3. Wenn 4,8 Volt bei vier Akkus in Reihe noch okay sind, sollte es gehen. NiMH-Akkus haben normalerweise einen sehr konstanten Spannungsverlauf, der erst einbricht wenn der Akku wirklich am Ende ist.

  4. Ich wollte bewusst keine Akkus nehmen … und eigentlich war das nur ein Versuch für etwas universaleres, das irgendeine Spannung schluckt und über USB 5V rauswirft … z.B. ein 8-er Mignonblock (oder 4-er oder 6-er) oder ein 9 Volt Block oder ein Zigarettenanzünder …

  5. 3,68 Euro für alle verwendeten Bauteile. Die 4-er Batteriehalterung wäre 5 Cent billiger als die 8-er. Eine 6-er würde 30 Cent mehr kosten. Würde ich das ganze nochmal bauen würde ich eine 6-er Halterung mit 5 Batterien nehmen und in das 6. Fach die ganze Elektronik einbauen. Dann wäre es vielleicht tatsächlich „dekorativ“ :-)

  6. Hy, dein Ladegerät hab ich vor auch zu bauen. Wird es auch mit einem iPod Photo 20 Gb gehen? Weil der doch bestimmt mehr power zieht?

  7. Der 7805 Spannungsregler ist für 1 Ampere ausgelegt, das sollte normalerweise reichen. Wenn du sichergehen willst, bau einfach einen größeren Typen ein, z.B. einen LT 1085-5.

    Ich persönlich empfehle ja immernoch die Variante mit fünf Batterien (ergibt 6 Volt) und einem Lowdrop Regler, z.B. einem LM 2940. Dann braucht man nicht die Hälfte der Spannung in Wärme verbraten, und beim Einsatz von NiMH Akkus bleibt die Zellenspannung auch bis kurz vor Ende sehr konstant.

  8. also ich blick vor lauter teile und ratschläge nicht mehr durch. kann jemand da nochmal ne anleitung schreiben und ne liste der teile mit art.nr die man braucht. danke

  9. Also wie ich in den Kommentaren schon geschrieben habe, würde ich mir statt der 8-er Batteriehalterung lieber die 6-er Halterung nehmen und das dann nur mit 5 Batterien/Akkus betreiben. Wenn du Akkus verwendest könntest du experimentell auch 8 Akkus nehmen und jeweils 4 parallel schalten.

    btw: das hier ist kein Ladegerät. Obwohl über den Spannungsregler kurzzeitig auch weit mehr als 2 Ampere gehen (vorsicht, wird waaaarm! *g*) scheint der Ipod es nicht auf die Reihe zu bringen die erforderliche Energie aus den Batterien zu saugen. Das Ladesymbol erscheint zwar, aber es passiert nichts … das einzige was es im Urlaubsbetrieb erreicht hat war eine deutlich verlängerte Abspielzeit (Aufladen ging nur über den Laptop eines Freundes). Wenn also jemand rausfindet, ob man dem iPod noch irgendwie mitteilen muss, dass er laden darf und wie man das macht, wäre echt klasse :-)

    @Plasma: der iPod ist ein USB-Gerät … er zieht maximal nur 500 mA … insofern reichen meine Bauteile (Liste von oben)

  10. Was er darf und was er tut sind vielleicht nicht unbedingt das selbe. Und Benny hat nach Bauteilen für einen höheren Strom gefragt, also.

    Das Ladeproblem zum dritten: versuchs mit verschiedenen kleineren Lastwiderständen in Reihe zum Gerät. Ich glaube nicht dass der Eipott über USB irgendwas übertragen bekommt das ihm sagt „du darfst jetzt deinen Akku füllen“.

  11. Ich könnte es mal testen, aber rein theoretisch müsste er nachfragen, denn es ist Geräten eigentlich nur erlaubt 100 mA ohne Nachfrage aus einem USB-Steckerlein zu ziehen.

  12. hi
    ich wollte fragen ob da auch eine gefahr eines kurzschlusses besteh… oder irgend awelche andere möglcihkeiten das mein ipod dabei kaputt gehen könnte
    mgf mike

  13. Theoretisch besteht eine solche Gefahr immer, Mike. Du solltest auf jeden Fall auf die richtige Polung achten (eventuell schwierig, wenn die Kontakte der USB-Buchse nicht numeriert sind) und mit einem Messgerät messen, dass es auch wirklich 5 Volt sind, die an der Buchse anliegen.

    Unangenehm kann es auch werden, wenn du beim Löten „Brücken baust“. ein solcher Kurzschluss ist leicht zu bemerken, da der Spannungswandler dann sehr heiß wird oder die Isolierung der recht dünnen Drähte schmilzt :-)

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