Kategorien
Kino & TV

Und der Golden Globe geht an …

Sagt man das bei dieser Veranstaltung auch so? Von gestern auf heute hat die „Foreign Press“ – also die ausländische Presse – entschieden wer so alles einen Golden Globe gewinnen soll. Und da das ja immer auch quasi schon ein Hinweis auf die Oscarverleihung ist erspare ich euch meine Bescheidene Meinung nicht.

Fangen wir vorne an und lassen die ganzen Fernsehauszeichnungen erstmal weg. Beste Nebendarstellerin in einem Kinofilm hat Mo’Nique (Precious) gewonnen. Da ich weder diesen noch einen der anderen Filme aus denen Darstellerinnen nominiert wurden gesehen habe kann wohl auch nichts dazu sagen.

Bester Animationsfilm wurde Oben vor Cloudy With a Chance of Meatballs, Coraline, Fantastic Mr. Fox und The Princess and the Frog. Nachdem ich nur zwei der Film gesehen habe und zwei noch gar nicht bei uns laufen muss ich auch hier passen. Oben war toll, war er besser als Coraline? Ziemlich sicher ja … und der Rest?! Keine Ahnung.

Ihr seht also schon, wie jedes Jahr werden Filme nominiert, die in Europa – oder speziell Deutschland – noch kein Mensch gesehen hat. Der Verdacht liegt nahe, dass hier Filme für die Verleihungen produziert werden und deshalb kurz vorher erst rauskommen. Naja, sei’s drum … weiter geht’s im Programm ;-)


Als beste Hauptdarstellering in einem Kinofilm (Komödie oder Musical) wurde Meryl Streep in Julie & Julia ausgezeichnet. Sie war in der Kategorie gleich zweimal nominiert und bis auf The Proposal habe ich auch noch keinen der Filme gesehen.

Der Preis für das beste Drehbuch ging an Jason Reitman and Sheldon Turner für Up in the Air. Waaaaas? Kein Quentin Tarantino mit Inglourious Basterds? Sehr schade, aber andererseit habe ich den Goerge Clooney Luftfilm auch noch nicht gesehen. Man hört allerdings viel Gutes und da scheint was dran zu sein. Ebenfalls leer aus gingen District 9, The Hurt Locker (auch ein toller Film) und It’s Complicated.

Bester ausländischer Film wurde ein germanisches Werk, Das weiße Band. Nice … auch hier – natürlich – keinen der Film gesehen.

Die nächste Auszeichnung wird laut Presse wohl auch bei der Oscarverleihung ziemlich eindeutig entschiedenen werden. Christoph Waltz (Inglourious Basterds) bekommt den Golden Globe für bester Nebendarsteller in einem Kinofilm. Gut so, aber leider habe ich wieder mal keinen der anderen Filme gesehen. Invictus (Matt Damon), The Messenger (Woody ‚Zombieland‘ Harrelson), The Last Station (Christopher Plummer) und The Lovely Bones (Stanley Tucci) gingen genauso leer aus wie sie in noch keinen Kino hier gezeigt wurden.

Und wer wurde bester Regisseur? Kathryn Bigelow (The Hurt Locker) wie man vorher vermutet hatte … nein, ihr Ex James Cameron gewann mit Avatar diesen Preis. Vielleicht zu recht für die technischen Errungenschaften seines Filmemachens … keine Ahnung. Ich hätte es ja eher Tarantino für Inglourious Basterds gegeben. Als Entschädigung für die Schlappe beim Drehbuch :-)

Sooo, kommen wir zum besten Kinofilm des Jahres (Komödie oder Musical). Hangover! Oh ja … vor (500) Days of Summer, den ich wirklich schön fand, und drei weiteren Filmen, die noch keiner hier zu Lande gesehen haben kann: It’s Complicated, Julie & Julia und Nine.

Und jetzt das lustige an den Golden Globes, sie teilen die Preise auf denn ich habe ja bereits zweimal ‚Komödie oder Musical‘ geschrieben, aber den gleichen Preis gibt es dann noch jeweils für ‚Drama‘ … als beste Hauptdarstellerin in einem Drama wurde Sandra Bullock (The Blind Side) geehrt und keiner der nominierten Filme ist schon im Kino gelaufen. Ich wiederhole mich hier extra wieder und wieder. Wenn diese Filme so gut sind und von der ausländischen Presse (also unserer) so hoch gelobt werden, warum laufen sie dann hier nicht früher? Der letzte Schrott schafft zeitgleiche oder zumindest rechtzeitige Veröffentlichungen, aber Kinoperlen nicht? Pffff!

Wir kommen nun zum Ende der Verleihungen – Trommelwirbel – noch 3 Globes – Trommelwirbel – als bester Hauptdarsteller (Komödie oder Musical) wurde Rober Downey Jr. in Sherlock Holmes ausgezeichnet. Beim Drama gewann Jeff – The Dude – Bridges (Crazy Heart) und ganz viele gingen leer aus. Auch darunter Matt Damon für seine Rolle in The Informant, den ich leider im Kino verpasst habe weil keiner rein wollte. Ärgert mich schon ein wenig, kommt aber schon im März auf DVD raus, also kann man ihn sich ja mal ausleihen.

Und der letzte Golden Globe für das beste Drama ging an … Avatar vor The Hurt Locker, Inglorious Basterds, Precious und Up in the Air. Kann es sein, dass Avatar auch beim Oscar abräumt? Am 7. März erfahren wir’s, aber jetzt muss ich doch noch was zu den Fernsehpreisen loswerden. Ich find’s super, dass sowohl Hauptdarsteller Michael C. Hall als auch sein Gegenspieler in der letzten Staffel John Lithgow für ihre Rollen in Dexter einen Golden Globe bekommen haben. Die Serie an sich hat zwar keinen Preis geholt (hier gewann Mad Men … kenne ich nicht), aber trotzdem ist Dexter für mich eine der besten Serien überhaupt. Die Geschichte von einem Serienkiller/’Cop‘ der versucht von einem anderen Serienkiller zu lernen … das war ganz großes Kino und das Ende absolut unerwartet. So muss das gehen liebe Serienmacher da draußen ;-)

Und jetzt fragen wir uns alle kollektiv was zum Henker „Glee“ ist. Diese Serie hat nämlich die Auszeichnung für beste Komöde/Musical erhalten und fällt wohl eher in die letztere der beiden Kategorien. Hmm, ob das in Deutschland funktioniert? Und „Cougar Town“?

All das und noch viel mehr gibt’s nochmal zu nachlesen auf /Film, die das geschehen scheinbar Live mitverfolgt haben. Und ich fordere wie jedes Jahr, dass gute Filme bei uns bitte früher gezeigt werden damit wir bei diesen Preisverleihungen auch mitreden können und nicht nur wie ich dumm daherlabern :twisted:

3 Antworten auf „Und der Golden Globe geht an …“

Find ich auch immer so eine Sache, das immer Filme die kurz vorher rauskamen auf einmal abräumen. Sherlock Holmes und Avatar sind ja auch erst vor knapp nem Monat rausgekommen.

Legal ists ja schon fast unmöglich da mitzureden.

Und jetzt zu meinem „guilty pleasure“, Glee!
Man könnte ja fast denken das das bloss High School Musical die Serie ist. Aber verdammt nochmal ich finds irgendwie toll.
Die Songs sind gut, Jane Lynch rockt einfach nur als Cheerleader-Trainerin die die Antagonistin zum Glee-Club ist. Die Darsteller sind auch Klasse und konnten zum größten Teil vorher schon singen (Musicals, Background, Boyband,…).

Quotenmässig ists wohl auch der Bringer und der Soundtrack verkauft sich wohl auch ordentlich.

Hatte zuerst bloss einen song bei Youtube gesehen/gehört und ist halt verdammt catchy.

http://mobile-funster.blogspot.com/2009/06/glee-cast-dont-stop-believin.html

Fraglich halt ob das mal nach Deutschland kommt. Erst die Synchronstimmen und dann die Songs im Orginal? Naja, ich weiß ja nicht.

hallo

habe die verleihung auch leider verpasst, man bekommt später im tv leider nur noch kleine bruchstücke von der verleihung mit und die populärsten gewinner. Dein beitrag ist gut und ausführlich, danke. hoffe das ich die oscars wenigstens nicht verpasse, meistens schlafe ich leider davor ein.

gruss

Kommentare sind geschlossen.