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DIY In eigener Sache

Arduino Fahrradcomputer – Teil 1

Vor ein paar Wochen habe ich mir überlegt, dass es doch eine feine Sache wäre mit einem Arduino, einem OLED Display und einem kleinen GPS Empfänger einen Selbstbau Fahrradcomputer am Lenker zu haben. Für das Tachogehäuse war es etwas zu viel Elektronik und so reifte der Plan das ganze in den Frontscheinwerfer zu integrieren.

Letzte Woche änderte sich der Plan. Warum nicht auch gleich einen Nabenmotor an Vorderrad und aus einem normalen Fahrrad ein E-Bike / Pedelec bauen? Der Motor wurde bestellt und jetzt ist mehr oder weniger alles da, was für eine erste Testversion nötig ist.

E-Bike Sketch_Steckplatine

Ein Schaltungsentwurf musste her und anstatt wild herumzuprobieren, habe ich mich dieses Mal für einen Entwurf mit Fritzing entschieden. Das hat hervorragend geklappt  und mir aufgezeigt, dass jeder Arduino Pin gebraucht werden wird.

Was soll dieser Fahrradcomputer am Ende können? Im Frontscheinwerfer wird der Arduino, ein GPS Empfänger, ein RF12 Transceiver (JeeNode kompatibel), ein OpenLog, ein LDR und natürlich die LED des Scheinwerfers untergebracht. Externe Sensoren und der Motor werden ebenso wie das Display und ein paar Buttons – der Plan ist einen alten Tacho als Gehäuse zu verwenden – über Stecker/Buchsen angebunden.

Der Strom für Arduino und Licht kommt aus einem 400 mAh Lipo der mit Ladeschaltung und kleinem Solarpanel in der Nähe des Frontscheinwerfers platziert wird. So kann man Computer und Licht auch verwenden, wenn man mal ohne großen Akku unterwegs ist.

Zur Motorsteuerung verwende ich einen ESC aus dem Modellbau. Ebenso wird es wohl ein großer Modellbau Akku werden, der mich antreibt. Warum? Weil es wesentlich kleiner und unauffälliger ist. Der Nachteil eines solchen ESC ist allerdings, dass er den Strom nicht begrenzen kann und so der Motor bei geringer Geschwindigkeit (Bergfahrten) überhitzen könnte. Deshalb soll der Stromverbrauch gemessen werden und über einen Regelkreis das Gas so weit wie nötig zurückgenommen werden.

Im Prinzip wird es so etwas wie der ForumsController aus dem Pedelec-Forum. Dort berichten einige, dass eine solche Steuerung (ESC) sehr laut sei. Kann ich aber momentan nicht bestätigen.

Ich bin sehr gespannt, ob und wie das alles funktionieren wird und vor allem wie unauffällig es später am Fahrrad wirkt. Einen ersten Test und damit auch Teil 2 wird es geben, wenn Gas geben und Licht ohne großen Akku funktioniert. Das Vorderrad dreht sich natürlich schon, fehlt also nur das Licht ;-)

Den mit Fritzing erstellten Schaltplan gibt es in der Einzelansicht des Artikels. Und ja, ich versuche wieder regelmäßiger mein Blog zu befüllen. Für manches ist Facebook doch nicht geeignet. Zwar gibt es dort mehr Interaktion, aber Texte sind kurz und nach ein paar Tagen sind die Einträge vergessen. Hier stehen sie für die Ewigkeit und können auch von Nicht-Facebook-Freunden gelesen werden. Bis zum nächsten Mal!

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Geeky In eigener Sache

Den eigenen Ort in OpenStreetMap ausbessern rockt

Weil ich gerade etwas über das Erdbeben in Haiti gelesen habe und wie einige fleißige Helferlein u.a. die Hauptstadt via OpenStreetMap (OSM) detailiert erfassen damit es aktuelles Kartenmaterial von der Gegend gibt, dachte ich mir ich könnte doch auch mal die kleinen Fehler in meiner Umgebung ausbessern. Hat mich schon bei diesem Monopoly (City Streets) Spiel genervt, dass mein Wohnort ein paar sehr seltsame Straßenverläufe hatte (das Spiel basierte auf OSM.

Das Ganze geht nach Login mit Hilfe es eines Flashtools sehr einfach von der Hand und wird auch schnell übernommen. Die GPS Traces anderer Mapper werden neben recht aktuellen Satellitenbildern von Yahoo freundlicherweise auch angezeigt (ich weiß jetzt wo du wohnst, Mr. Möhrendorf Mapper ;-) ) und unser Dorf ist schon überraschend genau erfasst worden. Fasst alle Häuser sind eingezeichnet und manche haben sogar eine Adresse! Ich bin beeindruckt, aber trotzdem musste ich die Kirschenstraße endlich mal verlängern … muss einem doch auffallen, dass da (eingezeichnete) Häuser ohne Straße stehen. Außerdem waren die Strommasten leicht versetzt eingezeichnet (btw. Strommasten? Fast das gesamte Stromnetz Deutschlands ist in OSM erfasst. Spielen solche Daten nicht direkt DEM Terroristen in die Hände?).

Habt ihr auch schon mal euren Wohnort bzw. die Umgebung auf OpenStreetMap angeschaut? Oder gar ausgebessert/vervollständigt? Benutzt ihr die Kartendaten von dort irgendwo? Die Geocaching.com iPhone App scheint sie zu nutzen. Evtl. sollte ich doch mal sobald der Schnee geschmolzen ist einen Cache entlang der Waldwege auslegen :-)

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iPhone Urlaub

T-Mobile Roamingkosten im EU-Ausland

Obertauern2

Am Wochenende war ich in Österreich Skifahren und dachte mir, dass es dank einiger neuer EU-Regeln ja eigentlich nicht mehr ganz so teuer sein sollte im Ausland zu telefonieren, SMS zu schreiben und auch weiterhin zu surfen. Also Daten-Roaming angeschaltet und losgelegt ;-)

Roaming

Das Ergebnis ist gar nicht mal so übel. 7000 Kilobyte haben exakt 13,30 € gekostet und damit den versprochenen Preis von 19 Cent pro 100 Kilobyte eingehalten. Teuer, aber aushaltbar. Das stärkste Stück sind aber die SMS Preise. 13 Cent kosten die, wenn ich im Ausland bin? Und 19 Cent in Deutschland? Könnte die EU auch hier mal den Anbietern auf die Finger klopfen? Oder es den Kunden weniger egal sein was sie hier außerhalb ihrer Inklusivdinger zahlen?

Wie auch immer. Auf einem Kurztrip in der EU wird man also nicht unbedingt arm, wenn man sein Handy weiternutzt. Danke, oberste Kontrollmaus der EU ;-)

P.S.: Das GPS vom iPhone ist extrem schlecht (nicht nur Empfang, sondern auch die Zuverlässigkeit). Zumindest in einer Skijacke versteckt. Im Standby hat es überhaupt nicht aufzeichnen wollen, mit Display an ging es einigermaßen, aber scheinbar müssen Anwendungen auf dem Gerät den Chip ‚pollen‘ und bekommen keinen sekündlich aktualisierten NMEA Stream geliefert. Die Aufzeichnungen waren jedenfalls sehr unregelmäßig und lagen oft zig Meter neben dem Lift (merkt man, wenn man mehrmals den gleichen Lift gefahren ist). Ein weiteres Ärgernis mit dem iPhone: es schluckt nicht einfach so 5 Volt über USB um den Akku wieder aufladen zu können. Zwar geht das Ladesymbol bei meiner gebastelten Schaltung an, aber es lädt nicht. Hat man keine bestimmten Spannungen auf D+ und D- zeigt es zudem an, das Laden würde nicht unterstützt werden. Hallo?! 5 Volt sind 5 Volt … nimm es und lade gefälligst!!! Aber was rede ich da, andere Hersteller (Samsung und HTC) zicken mit ihren Handys ja genauso rum, wenn man ihnen Strom zum Fressen gibt. Wie soll das jemals mit dem universalen Ladegerät für alle Handys funktionieren?

P.P.S: Skifahren hat Spaß gemacht, auch ohne funktionierendes Tracking per iPhone GPS ;-)

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Geeky iPhone

GPS Upgrade für das „alte“ iPhone

Jetzt nenne ich mein iPhone schon alt … pfff. Dabei ist es gerade mal ein dreiviertel Jahr in meinem Besitz und dann verlangt his Steveness, dass ich schon wieder ein neues Handy kaufe? Und das nur für GPS und UMTS … hmm, nein. Da bastel ich mir doch lieber selber was und warte ab was das iPhone 3.0 oder andere Handys am Ende der Lebenszeit von Version 1.0 können ;-)

Auf Idee eine alte GPS-Maus mit dem iPhone zu verbinden bin ich bei einem gewissen Simba (Russland?), insbesondere durch diesen Artikel über DIY Kabel gekommen. Dort gibt es dann auch gleich eine nette Anwendung, die man wunderbar für’s Geocaching benutzen kann: Hike.app.

Ich hab auch mit GPSd und iGPSD experimentiert … beide Programme funktionieren, haben mich aber irgendwie nicht überzeugt. Hardware war auch kein Problem. Simba schreibt auf seinem Blog zwar etwas von Holux GPS Mäusen, die scheinbar ihr Signal schon für’s iPhone passend (TTL Pegel) ausgeben, aber mit einer simplen Pegelwandler-Schaltung (ich bin so stolz auf mich!) kommt man auch von RS232 auf TTL runter (siehe Bild) und es passt auch noch alles in den Stecker rein.

Ich hatte auch noch etwas Glück, denn die GPS Maus lies sich mit den 3,3 Volt (Pin 18), die das iPhone an angeschlossene Geräte liefern kann, betreiben womit ich mir die externe Stromversorgung sparen konnte. Tja und nun endlich hat dieses Gerät mit dem USB-Anschluss, der nie am Computer funktioniert hat, endlich wieder einen Nutzen. Wer konnte auch ahnen, dass es sich dabei um eine stinknormale serielle Schnittstelle handelt ;-)

Im Detail sieht die Schaltung auf Steckergröße zusammengequetscht dann so aus:

Die Stecker habe ich von einem niederländischen Unternehmen. Sehr nett und preiswert. Wenn man vorhat irgendwas für’s iPhone/iPod zu basteln ideal :D

So, jetzt kann mit dem iPhone nach Caches gesucht werden. Jippie! Wäre nur schön, wenn das ganze kleiner ginge (z.B. so bzw. so) oder per Bluetooth. Oh Apple, bitte stellt euch doch nicht so quer was Bluetooth angeht! Serial Port Profile muss her und dann vielleicht noch A2DP! Andere können das doch auch! Am besten so, dass es für Software egal ist, ob sie integriertes 2.0 GPS oder externes 1.0 GPS haben … *träum*

Nachtrag:
Man könnte einen TTL zu Bluetooth Chip in so einen Stecker einbauen und das iPhone hätte funktionierendes Bluetooth. Ab 13 Euro … hmmm. Aber wie krank ist das denn? Sich ein Bluetoothmodul ans Handy stecken, weil das interne Bluetooth nichts kann. Extra krank! Aber hey, das probier ich aus ;-)

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iPhone

Gedanken zum iPhone 3G

Jaja, gleich gibt’s auch was zu Rock im Park, aber erstmal was zur gestrigen Ankündigung von Apple, dem iPhone 3G. Nicht alles auf meiner Wunschliste wurde erfüllt … aber:

Ich will es haben ;-)

UMTS und integriertes GPS sind zwei tolle Feature. Längere Batterielaufzeit und ihr Ping-Dienst, der ebenfalls den Akku schonen soll, ebenso. Die Firmware Version 2.0 (wohl auch mit Ping) steht ja auch „alten“ iPhones zur Verfügung und ist somit also kein Grund für einen Neukauf. Für mich wäre der einzige Grund eigentlich nur GPS und der scheinbar sehr niedrige Preis (199$ für die 8 GB Version? Wirklich? Weltweit? Der touch kostet doch momentan 279 Euro mit 8 GB? Und dann wirklich ein iPhone für 150 Euro?) …

Aber gerade für GPS habe ich eine andere – zwar nicht so schöne – Lösung gefunden. Man kann über ein selbst gebasteltes Kabel so gut wie jedes GPS, das die Daten seriell ausspuckt ans iPhone anschließen und es gibt auch schon passende Software dafür. UMTS brauch ich nicht wirklich, wäre aber trotzdem nett. Aber kein Grund nach 6 Monaten ein praktisch neues Handy schon wieder auszuwechseln, oder? ;-)

Wenn wir schon bei dieser unschönen Kabellösung sind … einfacher wäre es natürlich über Bluetooth. Kein Wort hat man davon in der Keynote gehört. Wird nun A2DP unterstützt? Was ist mit ganz normalen seriellen Verbindungen z.B. zu 40-50 Euro teuren GPS Mäusen? Das wäre doch eine geniale Möglichkeit auch den 5 Millionen bisherigen iPhone Kunden GPS verfügbar zu machen. Und ich nehme mal an man kann immer noch keine Bilder und Kontaktdaten darüber übertragen :(

Dann sagt Steve auch noch „camera“ (und nichts weiter). F U ! Die Kamera ist scheiße und macht nur gute Bilder, wenn es wirklich hell ist und sich fast nichts bewegt. Wehe, wenn da nichts verbessert wurde (Video?). Die Unterstützung diverser Office Formate zur Anzeige ist super, aber warum immer noch nur im Mailprogramm bzw. Browser? Warum kann man PDFs und Docs nicht einfach in einen Ordner synchronisieren und so wie Fotos von dort anschauen?

Nunja, also ein paar Kritikpunkte bleiben, aber die bleiben auch bei der aktuellen Version. Also wenn es am 11. Juli wirklich nur 150 bis 200 Euro bei T-Mobile mit einem vernünftigen Vertrag kostet, dann heißt es wohl „Upgrade“. Wenn es in Amiland (oder irgendeinem anderen Land) auch ohne Vertrag zu haben ist und die Hacker es wieder schaffen das Ding zu knacken, dann hoffe ich, dass dort bald jemand von euch Urlaub macht, damit ich’s mir rechtzeitig zum Geburtstag schenken kann ;-)

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iPhone

Meine Wunschliste für’s iPhone 2.0

Am 9. Juni soll angeblich das iPhone 2.0 auf der WWDC vorgestellt werden. Damit ist nicht nur die Version des Betriebsystems (aktuell 1.1.4) gemeint, sondern vermutlich auch eine neue Hardware Version. Und ich weiß natürlich, dass es jetzt zu spät für Wünsche ist, aber egal … man darf ja mal träumen ;-)

Software

  • Gescheiter Bluetooth Support (z.B. Nutzung von GPS Mäusen, Übertragen von Bildern/Kontaktdaten, Synchronisation, Audio via A2DP)
  • Mitgelieferte Programme für das Lesen von Feeds, Chat (Jabber, ICQ, MSN, etc), Videoaufzeichnung, PDF-Viewer, MMS (ja ich weiß, benutzt eh keiner, aber es wäre nett)
  • Mehr Videoformate, ich will nicht immer umwandeln müssen
  • Auf eine SMS direkt mit einem Anruf antworten können
  • Weckfunktion auch im ausgeschalteten Zustand
  • Theme Support!
  • Möglichkeit mit Plugins iTunes so zu erweitern, dass man damit beliebiges synchronisieren kann, z.B. PDFs oder Geokoordinaten

Ok, die Programme in Punkt zwei müssen nicht unbedingt mitgeliefert werden. Es gibt ja dann auch offiziell einen App Store und irgendwer wird es schon basteln (gibt es ja bereits alles für gehackte iPhones).

Hardware

  • GPS!!!! Geocaching FTW ;-)
  • UMTS … nett, aber aus meiner Sicht nicht unbedingt nötig.
  • eine bessere Kamera mit Blitz
  • einen besser zugänglichen Kopfhöreranschluss
  • zusätzlich zu den Beschleunigungssensoren noch einen Magnetfeldsensor (Kompass) und wenn sie ganz wild sind noch Drehratensensoren

Das war’s auch schon. Wenn das alles dann ebenfalls wieder für 400 Dollar ohne zwingenden Vertrag zu haben ist, will ich es. Besser früher als später ;-)

Nachtrag:
Drei Wünsche wurden erfüllt und zusätzlich noch der Preis gesenkt. Schon mal ein Anfang …

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Erlangen Geeky

Wardriving in Erlangen

Vor knapp 3 Jahren bin ich mal mit GPS und einem WLAN-fähigen Gerät durch Möhrendorf und Erlangen gefahren um die Funknetze, die von der Straße aus erreichbar sind zu kartographieren. Damals waren noch knapp über 40% der Accesspoints unverschlüsselt.

Macht man so etwas eigentlich noch? Einfach durch die Gegend fahren und Karten davon malen? Jedenfalls gibt es jetzt kleine, handliche Geräte mit GPS und WLAN schon eingebaut (PocketPCs mit der Software WiFiFoFum) und immer noch den Dienst GPS Visualizer mit dem man hübsche Karten davon zeichnen lassen kann.

Gestern habe ich also bei einer Fahrt durch Erlangen keine ganz so lange, aber stellenweise eine ziemlich ähnliche Strecke wie vor besagten 3 Jahren zurückgelegt. Fast alle von der Straße empfangbaren Netze sind mittlerweile verschlüsselt, aber es findet sich doch immer noch das eine oder andere offene Netz und auch die angezeigte WEP-Verschlüsselung ist keineswegs unknackbar. Von daher … Erlangen ist ein einziger Hotspot mit WLAN an jeder Ecke :twisted:

Wer findet den schönsten Namen?

wardrive_070808.jpg
(Um die Daten per Google Maps zu sehen, einfach auf’s Bild klicken. Grün ist offen, rot bedeutet verschlüsselt …)

P.S.: Witzigerweise erscheint unser eigenes Netz (wer errät es?) nicht an der richtigen Stelle. Vermutlich wegen einem falschen GPS-fix beim Start der Fahrt … wer weiß. Ach ja, für Google Earth gibt’s hier auch noch die KML-Datei von der Fahrt.